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geschrieben am: 04.09.2006 um 12:26 Uhr IP: gespeichert
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Der Raum pulsierte vom unterschwelligen Bass der leise Lounge-Musik und vibrierte im Magen. Die Leute standen in kleinen Gruppen, tranken etwas oder redeten einfach nur über den vergangenen Tag. In den Nischen saßen Pärchen, die sich aneinander kuschelten. Es kursierte schon lange das Gerücht, dass in diesem Club mehr als ein Kind gezeugt worden war. Besonders die Sitzecken nahe der Theke oder der Fenster waren beliebt und man merkte gleich, dass sie von Stammgästen besetzt waren. Am Fenster zur Straße hinaus saß eine junge Dame mit braunen Locken. In den schlanken, weißen Händen hielt sie ein Weinglas und musterte die Eintretenden mit Kennerblick. Als ein blonder Junge eintrat, nickte sie anerkennend. Fürwahr Lucretia hatte einen Blick für alles schöne. Und schön war dieser Mensch allemal.
"Wo würdest du hingehen, wenn du ein Mensch - wenn du Felice - wärst? Vielleicht ist sein Vorstellungsgespräch nicht gut verlaufen und er sucht nun Trost in irgendeinem Lokal. Das sieht ihm gar nicht ähnlich." Er legte die schlanke Hand in den Nacken und ging über den Bürgersteig hin zu dem Club in den er Felice einmal entführt hatte. Vielleicht würde er ihn dort treffen. Währenddessen verwendete er ein wenig seiner Kraft um schweigend nach dem Jungen zu rufen. Felice würde es nicht direkt merken. Da war plötzlich nur dieses unbändige Verlangen den Unsterblichen zu sehen und ihm nah zu sein.
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geschrieben am: 04.09.2006 um 12:52 Uhr IP: gespeichert
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Dieser Club war ihm durchaus bekannt und die Gerüchte allemal. Doch das Interesse zu waghalsigen Nachrichten die nur mündlich weitergegeben wurden war bei ihm leider nicht sehr ausgeprägt, dies überließ er dann doch der Frauenwelt.
Ein prüfender Blick galt der Menschenmenge, doch die Dame am Tisch nahm er nicht sofort wahr, denn die ersten Eindrücke überrannten ihn zu sehr. Seufzend setzte er sich weiter fort und näherte sich dem Tresen. Dort zog er einen Hocker mit roter Polsterung zurück und ließ sich behände nieder. Nachdem er einen Augenblick gebraucht hatte um mit dem Barkeeper einen Blickkontakt herzustellen, bestellte er sich ein Bier.
Währenddessen war Felice nicht sehr weit gekommen. Doch die einmalige Idee nach einem Lichtschalter zu suchen hatte er sofort ausgeführt, nachdem er die Türe blind erkundet hatte. Die ersten hellen Strahlen riefen einen Schmerz in seinen Augen auf, doch nach und nach gewöhnte er sich wieder an die Helligkeit und sah sich aufmerksam um.
Leider gab es hier rein gar nichts was ihm weiterhelfen könnte. Es war das übliche Gerümpel was man in den Keller stellte, um es nicht mehr im eigentlichen Wohnbereich wieder finden zu müssen. Die Tür erinnerte ihn an eine Art Bunker, kein Wunder dass sie Schalldicht sein soll. An seinem Handgelenk sah er die offenen Wunden und nach kurzer Zeit hatte er sie mit einem Stück seines Gewandes bedeckt, damit sie etwas geschützter waren als sonst.
Mit einem hoffnungslosen Gefühl im Magen drehte er sich um und lehnte sich mit dem Rücken gegen die harte Türe. Langsam ließ er sich zu Boden gleiten und schloss die Lider. Er spürte dass er ein leichtes Verlangen danach hatte unbedingt zu Lucien zu gehen. Aber das hatte er sowieso, immerhin musste er ihn warnen! Was hatte er da nur angestellt? Nun wusste er über sein flaues Gefühl schon vor einigen Tagen bescheid! Er war tatsächlich nur eine Gefahr für diese ganze Sippe. |
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geschrieben am: 04.09.2006 um 13:27 Uhr IP: gespeichert
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Seine Füße hatten ihn beinahe von selbst zu dem Club getraten, den er Felice eines nachts gezeigt hatte. Wahrscheinlich war Lucretia auch da und würde ihm sagen können, ob sie den jungen Menschen gesehen hatte. Er öffnete die Tür und sofort roch er den Duft feiernder Menschen und Alkohls. Seine hellen Augen glitten über die Anwesenden. Aus den Augenwinkeln erkannte er die schöne Braunhaarige. Sie war also da. Er wollte gerade zu ihr hinüber gehen, als seine Aufmerksamkeit von einem jungen Menschen an der Theke auf sich gezogen wurde. Blonde Haare umspielten das schöne Gesicht und er bestellte in diesem Moment etwas. Einen Moment wusste er nicht, wem er sich zuerst nähern sollte, aber dann entschied er sich für Sandro. Elegant suchte er sich seinen Weg durch die Gäste und nahm auf einem Hocker neben ihm Platz.
"Ich hätte nicht erwartet Sie so schnell wieder zu sehen..." |
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geschrieben am: 04.09.2006 um 13:39 Uhr IP: gespeichert
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Trotz allem war er es nicht gewöhnt so plötzlich von der Seite angesprochen zu werden. Dennoch fand man kein Anzeichen von Erschrecken oder Überraschung in seinem Gesicht, nein, er blieb ganz gelassen und uneinschätzbar.
„Wiedersehen? Haben wir einmal die Freude gehabt?“
Entweder hatte er es wirklich vergessen, oder aber sie hatten sich wirklich noch nie gesehen. Zumindest schien es Sandro nicht direkt einzufallen. Dafür wendete er sich etwas um somit seinen Gegenüber besser ansehen zu können.
„Und selbst wenn…, die Stadt ist groß und man sieht sich bekanntlich immer zweimal im Leben, nicht wahr?“
Er lächelte abschätzend und er wusste genau wen er hier neben sich hatte, doch er ließ sich nichts anmerken, immerhin war dies überlebenswichtig. |
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geschrieben am: 04.09.2006 um 13:45 Uhr IP: gespeichert
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"Da bin ich ganz Ihrer Meinung, Segniore. Und Sie sind ganz allein unterwegs?" , fragte er, zog eine Augenbraue hoch und bestellte sich ein Glas Kirschsaft. Seine hellen, aufmerksamen Augen musterten das Gesicht des Blonden. Es war gut möglich, dass Felice sich bei ihm gemeldet hatte, schließlich waren sie ein Paar, zumindest machte es den Anschein. Er wartete, bis er sein Getränk bekam, bezahlte sofort und sah den Jüngeren noch einmal an.
"Haben Sie in letzter Zeit etwas von Felice gehört? Ich könnte mir vorstellen, dass er sie vermisst." |
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geschrieben am: 04.09.2006 um 13:55 Uhr IP: gespeichert
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„Ich denke es ist offensichtlich dass ich nicht in Begleitung bin. Wenn doch würde ich mich mit dieser Person sicherlich angeregt unterhalten. Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch, verstehen Sie?“
Er lächelte sanft und weich. Eine Geste, die nur von einem ehrlichen Engel hätte stammen können. Kein Wunder das sich Felice bei solch einem charmanten Lächeln in Sandro verliebt haben sollte.
„Felice? Oh ja…, ja, ich habe ihn heute Nachmittag in der Stadt getroffen! Dann sind wir zu mir gegangen und ich habe ihm etwas zum Abendessen gekocht. Dabei erzählte er mir von seinem Vorhaben und von der Tatsache, dass er der Meinung ist es nicht auf die Reihe zu kriegen.“
Er pausierte, umfasste das Glas und nahm ein paar Schlücke von seinem bestellten Getränk. Erst danach schien er weitersprechen zu wollen.
„Jedenfalls sagte ich ihm dass er doch ein Fernstudium in Angriff nehmen sollte, wenn er der Meinung war nicht arbeiten zu können da er auf seinen Bruder aufpassen muss. Komisch, ich dachte seine Eltern wären auch hier… .“
Überlegend verzog er die Lippen, dann zuckte er mit den Schultern und sah Lucien wieder direkt und offenherzig an.
„Wie sie sehen: Das übliche Gerede. Danach ist er wieder gegangen.“ |
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geschrieben am: 07.09.2006 um 11:49 Uhr IP: gespeichert
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| Ein charmantes Lächeln umspielte Luciens Lippen, als er überlegend den Kopf zur Seite neigte und den jungen Menschen vor sich musterte. Wenn es wirklich so war, wie er erzählte, was er nicht glaubte, wäre Felice schon längst zu Hause gewesen. Er stützte sich auf und wagte es sich ganz unverholen einen Blick in die Gedanken des Blonden zu werfen. Das Blut, das er dafür aufwenden musste, war so gering, dass man es ihm kaum anmerkte. |
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geschrieben am: 07.09.2006 um 19:42 Uhr IP: gespeichert
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Er gähnte leise auf und hob sich dabei dezent eine Hand vor seinen Lippen. Gelangweilt sah er sich die Leute an und überlegte flüchtig, wie er die Sache weiter vorantreiben konnte. Leider hatte er da aber keine passende Idee, doch da kam ihm sein Nebensitzer dazwischen.
Er spürte wie jener in seine Gedanken eindrang, wie er versuchte auf diese Art und Weise die Wahrheit zu finden und somit vielleicht die Lösung. Leider hatte er ein sehr gutes Gespür für diese Dinge, oder sagen wir besser so: Er wusste bescheid.
„Wag es dich nicht du dreckiger Blutsauger.“
Zischte er leise und mied dabei den Blickkontakt zu Lucien. In diesem Augenblick waren jedoch die Karten gefallen. Es war ein verdammt großes Risiko doch das war es wert.
„Du hast doch deine Maskerade zu bewahren, nicht wahr? Und die hübsche Dame mit den roten Haaren doch auch, oder nicht? Willst du etwa ihre Sicherheit und dazu noch die deine Wegen eines einfachen Menschen aufs Spiel setzen?“
Ein zärtliches Schmunzeln glitt über seine Lippen hinweg als er sich flüssig umdrehte und Lucien nun direkt in die betonten Augen sah. Seine Zunge benetzte die Lippen und sacht neigte er seinen Kopf einen Tick zur Seite.
„Du kannst diesmal nicht entkommen mein Freund denn ich habe durchaus ein paar Äse im Ärmel. Welche werde ich dir natürlich nicht zu meinem Eigenschutz sagen können, aber ich weiß dass du weißt das wir alle wissen das endlich die Zeit ohne euch angebrochen ist, nicht wahr?“
Seine Stimme war nur ein zartes Wispern, unmöglich für einen Menschen nur eine Silbe gut zu verstehen, doch er wusste das es laut genug für diesen Vampir war der so dicht neben ihm saß. |
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geschrieben am: 03.10.2006 um 11:45 Uhr IP: gespeichert
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Wenn er hätte atmen müssen, dann hätte er nun für einen Augenblick die Luft angehalten. Die Worte, die der blonde süß wisperte, hingen schwer wie Schnee auf Tannen, im Raum und einen Moment sah es aus, als würde Lucien jede Sekunde die Beherrschung verlieren. Dann lehnte er sÃch aber entspannt zurück und auf seinen weichen Lippen erschien ein liebliches Lächeln, das ihn unschuldig, wie ein Kind wirken ließ, das gerade vom Schokoladenpudding genascht hatte.
"Niedlich. Das hätte ich dir gar nicht zugetraut. Aber das ist wohl das Schicksal einfacher Menschen, wie dir. Früher oder später liegt ihr blutleer in einer Straße und álle wundern sich, wie so etwas passieren konnte."
Er zuckte die Schultern und beugte sich zu ihm hinüber. "Schade, dass Gott immer die falschen Leute mich Dummheit straft. Schönheit sollte eigentlich bewahrt werden, aber manchmal müssen Ausnahmen gemacht werden um das Wohl der Allgemeinheit zu bewahren, nicht wahr? Wirklich schade um die, wirklich schade." |
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geschrieben am: 03.10.2006 um 12:00 Uhr IP: gespeichert
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Sollte das etwa eine Drohung sein? Wenn ja, dann nahm er sie nicht für voll.
Er leerte sein Glas und sah Lucien ebenbürtig entgegen. Keine Furcht, keine Hast, keine Zweifel. Dieser Mensch wusste was er tat.
„Du hast Recht, wie schade um die schönen Menschen dieser Welt. Was wird nur Felice dazu sagen wenn er es hört? Immerhin hast du ihn damit auch ans Messer geliefert oder willst du etwa sagen, das er nicht dazu gehört?“
Er ruckte mit den Schultern.
„Du weißt doch gar nicht wer hier neben dir sitzt. Ich bin nicht einer der Menschen die lustlos ihr Leben aufs Spiel setzen, nein, immerhin verfolge ich ein sehr großes Ziel damit. Ein Ziel was endlich zu Ende gebracht werden sollte. Also…, wer garantiert dir dass du diesen Dichter jemals wieder sehen wirst, wenn du mich tötest? Woher willst du wissen in welcher Lage er gerade steckt?“
Er pausierte wieder und ein schönes, grausames Lächeln entstand.
„Es ist doch eine hübsche Vorstellung, dass ein anderer neben Felice steht und ihm genau hier eine Waffe hinhält.“
Er deutete auf seine Schläfe, bezahlte dann und stand langsam auf.
Schade, dass dieser Vampir in der Nähe war, es wäre viel einfacher gewesen dieses Weib am Tisch rumzukriegen. Ja, das hätte er durchaus geschafft. Na schön, er würde es sicher noch ein anderes Mal hinkriegen. |
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geschrieben am: 03.10.2006 um 12:14 Uhr IP: gespeichert
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Plötzlich brach er in Gelächter aus. Das war ja wirklich zu köstlich. Glaubte er im Ernst, dass er ihm damit drohen konnte, dass er Felice in seiner Hand hatte? Das war menschlich. So absolut menschlich, dass er beinahe vergessen hätte, dass Sandro wirklich glaubte, dass er ihn so beeindrucken konnte. Er legte ein bisschen Geld auf den Tisch und heftete sich an die Fersen des Blonden.
"Da ich mich ja schon ohnehin auf dünnem Eis bewege, hast du sicher auch nichts dagegen, wenn ich dich ein Stück begleite, nicht wahr?" |
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geschrieben am: 03.10.2006 um 12:27 Uhr IP: gespeichert
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„Tu dir keinen Zwang an.“
War seine recht einfache Antwort.
Es war seltsam, aber dieser Mensch schien wirklich keine Furcht zu haben. Irgendwas wog ihn in eine absolute Sicherheit, sodass er sein Todesurteil bereitwillig mit sich ziehen ließ. Das einzige was seiner Wahrheit bezeugte war der Duft des Dichters der an dem Geiger klebte, als hätte er sich in dessen Blut gebadet. Also musste Felice durchaus bei ihm gewesen sein, noch heute, zu frisch war der Geruch.
Sandro schulterte seinen Rucksack und trat aus jenem Gebäude hinaus. Das der Vampir ihm folgte war nicht sehr praktisch, aber es würde ihn auch nicht viel ausmachen.
„Du fragst dich sicher woher ich das weiß, hm? Tja, dein kleines Haustier hat sich eben einmal wieder mächtig verplappert. Er ist ja unglaublich leicht zu beherrschen wenn er Alkohol im Blut hat. Tut mir Leid für diese Umgehensweise, aber die Geschichten die er mit aufgetischt hatte waren doch etwas zu seltsam, darum musste ich der Spur eben selbst auf den Grund gehen. Tja, nun weiß ich was sein süßes Geheimnis war und du wirst mit diesen Konsequenzen leben müssen – oder auch nicht.
Zumindest sah Felice sehr befriedigt aus. Es hatte ihm wohl gut getan einmal darüber frei sprechen zu können. Leider war es die Falsche Person.“
Er lächelte zärtlich und sah zum Abendhimmel hinauf. |
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geschrieben am: 03.10.2006 um 12:42 Uhr IP: gespeichert
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"Felice ist ein freier Mensch und kann mit jedem über alles reden. Er muss nur die Konsequenzen tragen. Genau, wie du und ich es müssen. Der Umstand, dass du seine Schwachpunkte ausnutzt, ist vielleicht gesondert zu betrachten, aber nicht weiter verwerflich. Wahrscheinlich gehe ich mit deinen Freunden genau so um."
Er steckte die Hände in seine Hosentaschen und ging neben Sandro her. Der Geruch, der an ihm klebte, ließ ihn anderes, als bloße Gespräche annehmen, aber er konnte sicht nicht vorstellen, dass Felice sich darauf eingelassen hatte.
"Was hast du eigentlich mit Felice vor? Ich meine, wenn du mich willst: Ich laufe vollkommen freiwillig neben dir her und den Jungen als Druckmittel zu benutzen ist ein bisschen albern." |
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geschrieben am: 03.10.2006 um 12:56 Uhr IP: gespeichert
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Er lachte wieder leise auf als er die Worte des anderen vernehmen durfte. Ein tiefer Atemzug bezeugte seine Gelassenheit und der ganze Leib strahlte eine natürliche Ruhe aus, die so in einer derartigen Situation wohl kaum vorkommen würde.
„Schwachsinn. Ich benutze ihn nicht als Druckmittel. Die Tatsache, wieso ich ihn überhaupt gewaltsam festhalte ist die da er mir noch nicht gesagt hat, wo er bislang lebte. Ich nehme an dass es bei dir gewesen ist, darum glaube ich nicht nur dich sondern einige mehr auslöschen zu können. Was soll ich mir die Arbeit machen und jeden einzelnen umbringen? Das ist doch heutzutage gar nicht mehr modern… .“
Er strich sich ein paar blonde Strähnen aus der Wange und sah zu Lucien hinüber.
„Ich hoffe nicht dass du mich komplett begleiten möchtest, das wäre nämlich gar nicht gut für Felice. Wahrscheinlich wird er erfrieren und ich glaube kaum das dies trotz deiner Art das ist, was du möchtest.“
Ach, es war ein wunderbarer Abend. Wie diese Sache nur weitergehen würde? Er war ja wirklich gespannt darauf!
„Und ja, du läufst mir freiwillig hinterher, aber du glaubst doch nicht wirklich dass ich mich so sehr überschätze, nicht wahr? Wenn ich der Meinung bin werde ich schon noch zu dir zurückkommen, aber dann so dass ich noch viel deutlicher im Vorteil bin.“
Sandro mied die dunklen Gassen und blieb auf der Hauptstraße. Lucien würde sich hier kaum etwas wagen wollen, es sei denn er gab wirklich nicht mehr viel um seine eigene Maskerade – und natürlich um die der anderen. |
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TopZuletzt geändert am: 03.10.2006 um 12:57 Uhr von FeliceFoscari
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geschrieben am: 03.10.2006 um 13:05 Uhr IP: gespeichert
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"Wenn es nur das ist, dann kannst du mich gerne nach Hause begleiten. Es ist kein Geheimnis wo die Montaigniers wohnen. Du könntest es selbst im Telefonbuch finden. Darf ich dich also auf einen Kaffee einladen oder willst du dir lieber die Mühe machen und selbst herausfinden, wo wir wohnen?"
Es hörte sich wirklich, wie ein ernstgemeintes Angebot an und wahrscheinlich meinte Lucien es auch ernst. Er lächelte Sandro freundlich an und sah sehr entspannt aus. Die Idee, wie er Felice befreien konnte, hatte er schon lange und auf einen Kaffee mehr oder weniger kam es dann auch nicht mehr an.
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geschrieben am: 03.10.2006 um 13:11 Uhr IP: gespeichert
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WasÂ…, was bildete sich dieser Vampir eigentlich ein?
„Nein, ich habe keine Lust mit euch Gesindel in einem Raum zu sein. Du scheinst dir nicht bewusst zu sein was es für dich bedeuten kann wenn die ganze Welt erfährt das die Montaigniers Leute sind, die niemand gebrauchen kann.“
Er winkte sich ein Taxi heran, öffnete die Tür und stieg ein.
Bevor er jedoch wegfuhr drehte er die Scheibe herunter und lächelte Lucien entgegen.
„Und vielen Dank für den Nachnamen, den wusste ich auch noch nicht!“
Damit entfernte er sich. |
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