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geschrieben am: 13.06.2003 um 19:55 Uhr IP: gespeichert
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Angela - Teil 2 (1. Teil)
Wir sind jetzt schon einige Zeit zusammen, aber ich kann mich immer noch nicht satt sehen. Es ist nichts besonderes, was sie da macht, sie steht nur in der Küche, und belegt sich gerade ein Brot. Aber selbst das macht sie zu einem Erlebnis.
Sie trägt einen knöchellangen schwarzen Rock, hinten bis über das Knie geschlitzt, oben eng, unten ausladend.. ein wenig altmodisch, aber wir beide lieben diese Art der Kleidung, und eine weiße Bluse mit einem hochstehenden bestickten Kragen, und Ärmeln sie auf Schulterhöhe weit sind, aber dann am Unterarm eng anliegen, mit jeweils drei kleinen Perlenknöpfen.... ihr Haar hat sie locker aufgesteckt, scheinbar nachlässig, aber ich habe sie oft genug beobachtet um zu wissen, wie viel Sorgfalt sie darauf aufwendet, um genau diesen Effekt hinzubekommen, und es fließt in einer samtenen Welle wie ein schwarz glänzender Wasserfall ihren Rücken hinunter.
Sie hat nicht bemerkt wie ich nach Hause gekommen bin, hat einen Walkman auf, und während sie das Brot schmiert, tanzt sie auf der Stelle. Ich lehne im Türrahmen, und beobachte sie. Ich, wir leben in einer Neubauwohnung. Die Küche ist modern, weiß gefließt, groß, und bis vor kurzem unpersönlich, jetzt nicht mehr. Auf dem Tisch stehen in einer blauen Vase die Blumen die ich ihr geschenkt habe.. sie trocknet sie, damit sie nicht vergehen. Hier und da sehe ich ihre Spuren, die Flasche Nagellack, die Clown Marionette die auf dem Regal sitzt und uns mit einem schelmischen Lächeln Gesellschaft leistet... das kristallene Glas halbvoll mit Rotwein, die schlanke schwarze Flasche mit einem Jugendstil Weinverschluss... silberne Weintrauben, ein Korb mit Orangen und Zitronen und Trauben... Ich warte bis sie das Messer aus der Hand gelegt hat, und gehe auf sie zu.. sie dreht sich nach rechts, und ich mache zwei Schritte, lächle, denn sie hat mich immer noch nicht gesehen.
Sie sucht etwas im Gewürzregal.. und ich greife sie von hinten, ihre Unterarme, langsam, aber schnell genug, und sie bleibt stehen. Ich höre die Musik aus ihren Kopfhörern, als ich ihre Arme vor ihrem Busen kreuze und sie an mich ziehe... Ich wechsele den Griff, so dass ich beide Handgelenke in einer Hand halten kann, und benutze meine freie Hand, um ihr die Haare beiseite zu legen, und ihren schlanken Hals zu entblößen. Ich rieche ihr Parfüm, ein neues, muss sie danach fragen was es ist, und hauche über die samtweiche Haut an ihrem Hals, spüre wie sie zittert... und ruhig steht. Mit dem Zeigefinger fahre ich ihr leicht über die Lippen, die sich öffnen, und schiebe sanft ihr Kinn so wie ich es haben will, während ich mit der anderen Hand, mit dem anderen Arm, sie immer fester gegen mich presse, ihre gekreuzten Hände gegen ihren Busen, den ich mit den Fingern die ihre Handgelenke halten, fühlen kann, fest und weich zugleich.. sie zittert.
Wie eine Frau, sie, so empfindlich auf meine leiseste Berührung reagieren kann, ist mir immer noch ein Rätsel, aber ich frage nicht mehr, ich genieße. Und beiße sie. Fester als sonst. Ich sauge mich an ihrer Haut fest, und beiße, fühle fast den Wunsch ihr Blut zu schmecken, als wäre ich ein Vampir.. aber nein, es ist nicht Blut was mich nährt, sondern ihre... Stille. Ich löse mich von ihrem Hals, hauche noch einmal über die Stelle, und drehe sie mit dem leichten Druck einer Fingerspitze zu mir um. Sie hat die Hände noch immer über ihrem Busen gekreuzt, und ich drücke sie jetzt nach unten, nach hinten, so dass ich ihre Hände hinter ihrem Rücken fassen kann, und sehe sie nur an. Ihre Augen sind geschlossen, ihr Mund ist leicht geöffnet.. Kirschrot. Intensives Kirschrot.. nein Blutrot... sie hat weiße Haut, als ob sie niemals einen Sonnenstrahl gesehen hätte, wie Alabaster, und dieses Rot ist ... brutal ... sinnlich. Sie hat sich schon zurechtgemacht, ganz leicht geschminkt, und einen Moment bedauere ich es, dass sie sich die Arbeit umsonst gemacht hat, dann liegen meine Lippen auf ihren, und ich sauge, sie weiß was ich will, und atmet in meinen Mund aus, ihr Atem, mein Atem, dann fordere ich ihren Mund mit meinen Lippen, schmecke den Rotwein, den Lippenstift, sie. |
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