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geschrieben am: 06.11.2002 um 20:42 Uhr IP: gespeichert
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Wallendes lockiges rotes Haar umrahmt IHR Gesicht, SIE ist blass, die
Augen haben tiefe Ringe, SIE atmet schwer...
dennoch hält SIE die Zügel so fest wie keiner sonst...
IHR langer moosgrüner Umhang bedeckt SIE selbst und das
nachtschwarze Pferd auf dem SIE Tag für Tag durch
die Welt zieht...
ein kleiner Falke mit scharfem Blick sitzt auf IHRER
Schulter, hält Ausschau.
An IHRER Seite, für eine Frau wie SIE untypisch, hält
SIE ein langes Schwert aus dem härtesten Metal, verziert
mit edlen Steinen, magischen Runen, gestärkt durch Liebe
und Zauberformeln, deren Wirkung SIE nicht auszudenken wagt.
IHRE Wege sind steinig, in Dörfern, die SIE passiert
schauen die Menschen ängstlich weg, schließen
Türen und Fenster, hoffen sie würde schnell vorbeiziehen,
denn sie fürchten SIE mehr als den TOD, den schwarzen,
den SIE so oft traf auf IHREM Weg, den SIE so oft
zu bekämpfen versuchte...
SIE sieht IHN jeden Tag, und SIE ist die einzigste, die
es sieht, dass ER jede Sekunde aller Stunden bei jedem
einzelnen von euch Menschen wacht, nur wartend dass ER
endlich zugreifen kann, SEIN Amt erfüllen kann,
oft greift SIE ein, doch nicht immer, SIE kennt die
Menschen, weiß, wann es Zeit für sie ist zu sterben,
weiß auch, ob der Mensch schon bereit ist für den ewigen Weg,
weiß, ob die Aufgaben erfüllt sind, die SIE verteilte.
Wenn SIE Gevatter TOD zu unrecht also sieht arbeiten,
zieht SIE das Schwert, fordert heraus zum Kampf
den Alten, ungleiches Duell, SIE jung und voller Kraft,
ER alt, aber erfahren, gleicht es sich doch aus, so
strauchelt gelegentlich ER, während auch SIE manches Mal
geschwächt taumelt...
Doch SIE kämpft den Kampf der Gerechtigkeit und weiß, SIE
kann IHN besiegen, wenn SIE IHREN starken Glauben und
die Liebe nicht verliert...
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!
Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird
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