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Eine stürmische, dunkle Nacht |
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geschrieben am: 26.09.2008 um 01:14 Uhr IP: gespeichert
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Der Mond war verhangen von dunklen Regenwolken, der Wind pfiff sein einsames Lied, die Wolken schütteten all Ihren Kummer aus. Ab und an zuckten Blitze über den dunklen Himmel und beleuchteten alles in einer gespenstischen Atmosphäre. Dies war wahrlich eine Nacht in der man am Liebsten in seinem warmen Strohbett liegen würde.
Auf einer kleinen Lichtung mitten im Wald flackerte ein Feuer welches den Naturgewalten zu trotzen schien. Beim genaueren Hinsehen erkannte man, dass es neun kleinere Feuer waren. Betrachtete man die Szene gar im Detail sah man einen kleinen, alten Mann welcher in der Mitte der Feuer sass. Er mass sicherlich nicht mehr als 160cm. Sein schmächtiger Körper war von einer schwarzen Kapuzenrobe verborgen, sein Gesicht lag im Schatten der Robe. Lange, unnatürlich dürre Finger bar jeden Fleisches zeichneten komplizierte Muster in die Luft. Die Fingernägel waren gelblich und rissig. Bei jedem Feuer war mit Blut ein Symbol in den Boden geträufelt worden.
Ein leiser monotoner Singsang ertönte aus der Kehle des Alten. Die Stimme liess einem das Blut in den Adern gefrieren und einen Schauder über den Rücken wandern. Sie war mehr wie Metall das auf Metall rieb. Zuerst ward nichts geschehen doch dann manifestierte sich langsam eine dunkle Wolke über dem Alten. Die Wolke war tiefschwarz und im Inneren schienen Blitze hin und her zu zucken. Die Lautstärke des Singsangs steigerte sich zu einer Kakophonie des Grauens, gar Schreckliches ward zu beobachten. Die Pflanzen verdörrten kreisförmig um den Alten Mann zentriert.
Nach einer schier unendlichen Zeit erschien eine Hand mit einem Arm aus der Wolke. Der Arm war muskulös, man sah deutlich die Sehnen und Muskeln anschwellen. Der Arm sowie die Hand waren roter Farbe wie das frische Blut welches der Alte für das sinistre Ritual verwendet hatte. Gebieterisch hob der Alte auffordernd seinen rechten Arm öffnenderweise. Die rote Hand aus der Wolke hielt einen Stab in der Hand, aber keinen Normalen Stab. Der Stab war aus einem blutroten Holz gefertigt, feine Muster waren eingeätzt worden und auf der Spitze türmte ein Onyx in der Form einer schwarzen Sonne.
Gierig griff der Alte Mann nach dem Stab, riss ihn an sich und hielt ihn vor die Kapuze. Dann ertönte ein schrilles kicherndes Lachen aus der Kapuze....
~Es ist vollbracht, er ist mein...~
Der Alte Mann machte eine wegwischende Handbewegung und die Feuer erloschen als wären sie niemals da gewesen. Dann rammte er den Stab in den Boden, stützte sich auf und erhob sich langsam und ächzend. Ein leises Lied summend schlurfte er, sich schwer auf den Stab stützend, von dannen....
....der einzige Zeuge dieses seltsamen Rituals waren wohl nur die Tiere der Nacht und die elementaren Gewalten des Wetters.... |
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geschrieben am: 22.10.2008 um 14:27 Uhr IP: gespeichert
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Die Nacht war weiter fortgeschritten, der Mond hatte seine Bahn am Himmel gezogen. Das Wetter war immer noch scheußlich. Die Szenerie wechselte von der Lichtung im Wald auf eine Landstraße.
Der Regen hatte die Straße aufgeweicht und in eine Schlammwüste verwandelt. Hier und da waren tiefe Furchen vom Fuhrwerk der reisenden Händler und Bauern zu erkennen, eine kaum sichtbare Grasnabe wuchs in der Mitte, fast ausgerottet weil immer wieder Leute über den Weg liefen.
In der Ferne waren Lichter zu erkennen, das Ziel des Alten. Eine Taverne, die Reisenden eine Zuflucht vor dem Wetter anbot sowohl als auch eine Strohmatte und Speis und Trank. Jeder Schritt wurde für den Alten eine Qual, sein neuer Stab, welcher ihm als Gehstock diente, bohrte sich tief in den schlammigen Untergrund. Der Saum seiner Kapuzenrobe war über und über mit Matsch besudelt während das Inferno des Wetters über ihm tobte. Das alles schien den Alten nicht zu stören. Leise pfiff er ein Lied während er sich vorwärtsschleppte.
Endlich an der Taverne angekommen verharrte er einen Moment davor, als sei er unschlüssig ob er sie betreten wolle, doch dann öffnete er die Türe und betrat das Innere. Sofort schlug ihm eine Duftwolke aus Essen, Schweiß, Tabakrauch und Alkohol entgegen. Er schloß die Türe und blieb einen Moment stehen und ließ seinen Blick schweifen, was man an der Bewegung des Kopfes sah. Sein Gesicht blieb verborgen unter der Kapuze.
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geschrieben am: 22.10.2008 um 14:29 Uhr IP: gespeichert
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Alle Gespräche waren verstummt als der Alte die Taverne betrat, alles musterte den Neuankömmling. Fast schon greifbar war die Aura der Furcht und der Ablehnung die ihm entgegenschwappte. Unter der Kapuze konnte sich der Alte ein Grinsen nicht verkneifen, wusste er doch ob des Wirkens seiner Person auf das Vieh. Kurz konnte man unter der Kapuze ein rotes Leuchten ausmachen, das von seinen Augen auszugehen schien, als er den Kopf drehte.
Nun schlurfte der Alte langsam zu einem leeren Tisch und ließ sich mühsam und ächzend nieder, den Stab sorgfältig neben sich anlehnend. Er faltete die klauenartigen Finger auf der Tischplatte zusammen und drehte den Kopf langsam in Richtung Theke. Kurz darauf kam eine ängstliche Magd um seine Wünsche zu erfassen. Der Alte hob den Zeigefinger der rechten Hand und machte eine heranwinkende Bewegung. Die Magd beugte sich herab und der Alte flüsterte ihr seine Bestellung zu, als solle es niemanden anderen etwas angehen was er bestellte.
Als die Magd hörte was der Alte sagte zuckte sie zusammen, wich zurück, die Augen weit aufgerissen und starr vor Panik, ihrer Kehle entwich ein lauter schriller Schrei. Alle Augen in der Taverne waren auf den Tisch des Alten gerichtet um zu Schauen was da vor sich ging. Die Magd unterdesse lief schreiend in Richtung Ausgang der Taverne, rüttelte an der Türe die scheinbar verschlossen war.
Der Alte nahm seinen ausgestreckten Finger, riss sich mit dem Nagel des Fingers die Vene am linken Arm auf. Aber anstelle von Blut quollen schwarze, dickflüssige Schatten daraus hervor die sich in Windeseile im ganzen Schankraum ausbreiteten. Der Alte schlug die Kapuze zurück. Man erhaschte einen Blick auf einen kahlen Schädel, eine spitze, zu große Nase und blutunterlaufene rote Augen. Das Gesicht war eingefallen als ob er kein Fleisch habe.
Der Alte öffnete den Mund und man erblickte zu den normalen Zähnen zwei spitze Eckzähne. Ein Sohn Nosferatus des Verfluchten! Nun schrie nicht nur die Magd sondern auch die anderen Gäste zuckten zurück, ehe die Dunkelheit der Schatten alle Sicht verdeckte.
Wildes Tohubawohu entstand als alle irgendwie versuchten aus der Taverne zu flüchten. Der Alte genoss einen Moment lang die greifbare Panik und labte sich an der Angst des ViehsŽ. Dann verließen nur drei Worte seinen Mund
~Es ist angerichtet~
(...to be continued....) |
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