| "Autor" |
Eine kleine Kurzgeschichte |
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geschrieben am: 01.10.2010 um 03:51 Uhr
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Auf einem kleinen Bauernhof im idyllischen Oberbayern wuchs einmal ein kleiner Junge auf, als Sohn eines einfachen Bauern und einer fleissigen Bäuerin.
Wie es so üblich war, lud er seine Schulkameraden Nachmittags zum Spielen auf den Hof ein, der unter anderem ein paar Kühe, Schweine und Hühner beheimatete.
Ebenfalls wuchsen auf den Weiden des Hofes einige Obstbäume und auch eine etwa 200 Jahre alte sehr knorrige Eiche, in die schon seine Eltern und Grosseltern ihre verschiedenen Schnitzereien hinterlassen hatten.
So konnte es natürlich nicht ausbleiben, dass sich die Jungen und Mädchen im Baumklettern regelmässig ihre Kräfte massen.
Die Obstbäume waren nach einiger Zeit nicht mehr genug der Herausforderung, sodass sich die ersten an die Eiche heranmachten, um diese zu besteigen, was sich natürlich innerhalb kürzester Zeit zu einem Wettkampf entlud.
Der Sohn der Besitzer musste selbstverständlich immer der Erste sein, der immer weitere Höhen erreichte, und es blieb auch nicht aus, dass man auch aus den Ästen hinuntersprang, um den anderen Kameraden einen besonderen Mut zu beweisen.
Natürlich wollten es alle Anderen ihm es Gleichtun, und liessen es sich nicht lassen, sich ein um den anderen mal sich zu übertrumpfen, und einen weiteren Ast empor zu steigen, und abzuspringen.
Den Rekord wollte natürlich der Sohn der Familie erreichen, und kletterte den höchsten Ast hinauf, der sein Gewicht gerade noch trug, stand dort oben, und alle riefen hinauf:"spring, spring!".
Er wusste, dass das nicht ohne Verletzungen abgehen konnte, aber seine Kameraden forderten ihn immer weiter auf, den Sprung zu wagen.
Schliesslich fasste er sich ein Herz, stiess sich ab, und sprang zu Boden.
Als er unten ankam rührte sich sein Körper nicht mehr, seine Freunde beugten sich über ihn, aber sie konnten ihm auch nicht mehr helfen, und vor lauter Panik liefen sie alle davon.
Am nächsten Morgen, als die Hühner den Bauern zur Arbeit riefen, und die Mutter das Frühstück bereitete, blieb es nicht aus, dass der Vater auch an der alten Eiche vorbei kam.
Sein Entsetzen liess ihn erstarren, als er seinen Sohn leblos im Gras liegen sah, und bis er den Notruf alarmierte vergingen wertvolle Minuten.
Doch als der eintraf konnte er auch nur noch den Tod des Jungen feststellen, einen Leichenwagen benachrichtigen, und unvollendeter Dinge wieder abziehen.
Es blieb natürlich nicht aus, dass die Eltern bei der Polizei zu dem Vorfall befragt wurden, und dessen hilflose Aussage war:" wir konnten ihm auch nicht helfen."
copyright odysseus |
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geschrieben am: 23.01.2011 um 21:43 Uhr
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| Bei uns stellen immer Ärzte den Tod fest, aber das sind meist auch Bauern. |
| "Anständigkeit ist die Verschwörung der Unanständigkeit mit dem Schweigen." George Bernard Shaw |
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