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geschrieben am: 28.10.2002 um 23:03 Uhr
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von einer dt. hp wo über eine cd geredet wird:
irgendeiner lebt mein leben *gg*
(zitat)
Eine der ungewöhnlichsten Platten der 70-er Jahre, Fripps erste Solo-LP. Für mich eine der "Punk-Platten" des Progrock, ähnlich wie HAMMILLS "Nair's big change" oder "In Camera". Ursprünglich als dritter Teil zusammen mit Daryl Halls "Sacred songs" und Gabriels "II" geplant, wo Fripp produzieren und mitwirken sollte. Leider erschien die Hall-LP nie (sie ist fertig produziert und vergammelt irgendwo in den Archiven :-(), und Fripp stellte das ganze Projekt um, "Exposure" war damit Teil 1 einer eigenen Serie von "Frippertronics" und "Discotronics" (auf "Let the power fall" glaube ich).
Wenn ich die Platte jetzt,knapp 20 Jahre nach ihrem Erscheinen höre, merke ich erst, wie weit sie ihrer Zeit voraus war. Mitgewirkt haben u.a. Peter Gabriel, Peter Hammill, Jerry Marotta, Tony Levin, Daryl Hall, Brian Eno, Barry Andrews, Phil Collins (als Schlagzeuger!) Die erste Seite fängt mit einem kurzen knappen Studiodialog an, dann folgen schräge "AAHHH'S" , Fripp ist nicht zufrieden:"and again", ein Telefon klingelt, man hört Schritte und: " You burn me up I'm a cigarette" klassischer Rock'n'Roll a la Fripp. Mit "Breathless" folgt ein Instrumentalstück, das ebensogut auf "THRAAK" oder "VROOM" von KC heute erscheinen könnte, keiner würde den Unterschied merken, wenn die spärlichen Frippertroniceinlagen nicht wären. "Disengage" wird von Hammill 'gesungen', klingt aber auch wie KC heute und wird mitten im schönsten Fluss rapide ausgeblendet um in "North star" (Hall singt,glaube ich) überzugehen. Wer "Albatross" von Fleetwood Mac kennt, dieser Song klingt genauso mit seiner weichen fließenden Gitarrenlinie; als ob Peter Green die Gitarre spielt. "Chicago" ist Blues mit Frippertronics gepaart, gesungen von Peter Hammill. "NY3" erinnert durch Andrews Wimmerorgel an die "League of the Gentlemen"-LP, der Song ist ein gesprochener Streit zwischen Vater und Tochter, unterlegt von Crimsonscher Musik.
Mit "Mary" klingt dann Seite 1 sehr sanft aus, das Lied besteht aus Frippertronics, sanfter Gitarre und der Stimme von Terre Roche. (von den "Roches")
"Exposure" leitet die Seite 2 der LP ein - Frippertronics, ein Schlagzeug setzt ein, Tony Levin am Bass kommt hinzu, und eine Frau singt, schreit immer "Exposure", ab und zu unterlegt mit Dialogen. Etwas ausgeflippter als die Version auf "Gabriel II" "Häaden two" sind irgendwelche aufgenommenen Sätze, die mit Musik unterlegt sind, erinnert musikalisch auch sehr an KC heute und endet mit Gelächter. Danach (Urban landscape) erst Frippertronics pur - Frippertronics ist eine Gitarre, die mittels zweier Tonbänder in Endlosschleifen aufgenommen wird, heute nennt Fripp die Nachfolgesachen "Soundscapes" - und plötzlich geht es laut zur Sache (Hammill und eine weibliche Stimme) streiten sich, passend dazu schräge Gitarrenarbeit von Fripp, deftiges Schlagzeug, treibender Bass.
"Here comes the flood" wird von auf und abschwellenden Frippertronics umrahmt, man hört quasi die Wellen ankommen, Gesungen wird der Song natürlich von Peter Gabriel, und diese Version gefällt mir wesentlich besser, da Gabriel nur auf dem Klavier begleitet wird. "Postscript" ist ein abschließender Studiodialog und damit hat die Platte ein Ende.
Fazit: Keine sehr leichte Kost, erinnert sehr stark an die heutigen KC, aber durch die Frippertronic-Zwischenspiele nicht ganz so hektisch. Als CD gibt es verschiedene Mixe.(/zitat) |
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