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geschrieben am: 18.10.2003 um 10:10 Uhr
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Selbst-Bewusst-Sein
Wen jemand den Weg einschlägt als Top seinen Partner zu erforschen, seine Höhen und Tiefen kennen zu lernen muss sich erst einmal über sich selbst, sein Ego, seine Beweggründe, seine Sexualität, seine Lust und Unlust im Klaren sein. Damit ist er sich auch im Klaren, dass dieser Selbst-Bewusst-Seins-Prozess ein lebenslanger ist und dass dieser Weg nicht mit halbherziger Anständigkeit, Offenheit und Courage möglich ist. Es bedeutet klar Verantwortung für seine Taten und Worte zu übernehmen.
Das bedeutet aber auch, dass ein bewusst lebender Mensch erkennt, dass er auch Fehler macht, dazu steht und sie nicht dem Partner in die Schuhe schiebt! Und, Wutausbrüche und Prügelszenen haben nichts mit Sadomasochismus zu tun und gehören auch nicht in so eine Beziehung.
Sinnlichkeit
Die beste Technik hilft nichts, wenn es nicht zu ziehen beginnt, dieser Zug, der in dem Band zwischen Top und Bottom entsteht, der einmal intensiver wird, sich etwas entspannt, wieder stärker wird um endlich orgastisch zu explodieren.
Freilich, ohne den richtigen Partner funktioniert das sowieso nicht, wenn der Funke nicht überspringt, dann ist alle Mühe vergeblich. Aber geknüpft wird dieses Band es erst mal vom Top und es ist seine Aufgabe, den richtig Zug aufrechtzuerhalten. Das wird aber nie funktionieren, wenn der Top nicht mit allen seinen Sinnen, seiner gesamten Lust bei der Sache ist. Es ist die Lust am Beherrschen, den Partner berühren - Berührung des Körpers und des Geistes, den Partner in Besitz nehmen, beschützen, quälen, lieben ...
Und, es ist die Lust, den Partner nach getaner Arbeit gnadenlos nieder zu kuscheln und zu schmusen ;-)
Kompetenz
Ein Top, der sein Werkzeug nicht beherrscht, sich um die physische und emotionale Sicherheit seines Partners keine Gedanken macht und glaubt es reicht, seinen Sklaven wie den letzten Dreck zu behandeln ist das Pulver nicht, mit dem man ihn erschießen sollte.
Sensibilität, Einfühlsamkeit
Es ist sicher nicht erforderlich, wie von einigen propagiert, dass jeder Top auch einmal Bottom spielen muss um wirklich einfühlsam zu sein. Es gibt sehr viele Tops, die nie geswitcht haben aber dennoch ganz ausgezeichnete, einfühlsame und sensible Tops sind. Der ganz normale Hausverstand und die Kenntnis um die Fähigkeiten des Partners sollte es relativ leicht machen, den Partner nicht zu überfordern, Bestrafungen im vernünftigen und gesunden Rahmen ausfallen zu lassen, in der Vergebung großzügig zu sein, den Partner nicht für den eigenen Alltagsfrust büßen zu lassen, Respekt vor dem Partner zu haben.
Das Bedürfnis, den Partner sexuell genau so glücklich zu machen, wie er sich auch bemüht, sollte dann eigentlich schon die meisten Hürden einer SM-Partnerschaft umschiffen helfen.
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