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Weil WIR die Eltern UNSERER Kinder sind ...

Nutzer: xebulon
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geschrieben am: 23.05.2005    um 16:59 Uhr   
... und es doch eigentlich besser wissen müssten

"Wenn du nach 1970 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun - wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!

Unsere Kinderbetten waren mit bleihaltigen Farben bemalt und Formaldehyd sickerte aus jeder Pore. Ganz zu schweigen vom Tapetenleim, dem Kleber, des Linoleums oder den PVC-Dämpfen des Stragula. Wasserfeste Filzstifte hatten Ausdünstungen die benebelten und wer erinnert sich noch an den leicht salzigen Geschmack des abzuleckenden Tintenkillers?

Steckdosen, Medizinflaschen, Schranktüren und Schubladen waren noch nicht kindersicher. Messer, Schere, Gabel und Licht wurden uns zwar verboten, aber meistens mussten wir uns erst einmal daran verletzten um es zu glauben. Unsere Fahrräder, Roller und Rollschuhe fuhren wir ohne Schützer und Helme.

Die Risiken per Anhalter in den nächsten Ort zu fahren waren uns unbekannt! Zum Thema Auto erinnere ich mich weder an einen Sicherheitsgurt, noch an Airbags, ABS oder ähnliche Sicherheitsvorrichtungen. Man saß zwar hinten, aber an einem heißen Sommertag gab es doch nichts Schöneres als seinen Kopf aus dem Fenster (das man damals noch komplett runterkurbeln konnte) des fahrenden Autos zu stecken und sich den Fahrtwind ins Gesicht blasen zu lassen, dass man kaum noch Luft bekam.

Wasser haben wir direkt aus dem Gartenschlauch getrunken und nicht aus einer Flasche. Wahnsinn! Wir haben zu fünft aus einer Limoflasche getrunken und es ist tatsächlich keiner daran gestorben.

Wir gingen in der Früh raus und haben den ganzen Tag gespielt, höchstens unterbrochen von Essenspausen und kamen erst wieder rein, als es dunkel wurde und man den Fußball nicht mehr richtig sehen konnte. Wir waren nicht zu erreichen. Keine Handys! Wenn es regnete spielten wir bei Freunden Monopoly oder Mensch ärgere dich nicht, Mühle oder Dame und bauten mit Matchbox Autos ganze Städte auf. Wir hatten weder Playstations oder Nintendo, X-Boxen oder Videospiele, keine PCs, keine 50 Fernsehkanäle oder Surround Anlagen. Ins Kino zu gehen war ein Ereignis, für das man sich herausputzte und das einem vor Vorfreude den Magen kribbeln ließ. Es gab noch Vorfilme, die immer eine Überraschung waren, weil keiner wusste was zu erwarten war und wenn zufällig ein Donald Duck oder Micky Maus Film dabei war, hatte man das ganz große Los gezogen.

Wir hatten Freunde! Wir gingen raus und haben uns diese Freunde gesucht. Wir haben Fußball gespielt mit allem was sich kicken ließ und wenn einer einen echten Lederball hatte war er der King und durfte immer mitspielen, egal wie schlecht er war. Um im Verein mitspielen zu dürfen gab es Aufnahmeprüfungen, die nicht jeder bestanden hat. Wer es nicht geschafft hat, lernte mit der Enttäuschung umzugehen. Wir spielten Völkerball bis zum Umfallen und manchmal tat es weh, wenn man abgeworfen wurde. Wir sind von Bäumen und Mauern gestürzt, haben uns geschnitten, aufgeschürft und haben uns Knochen gebrochen und Zähne ausgeschlagen. Wir hatten Unfälle! Es waren einfach Unfälle an denen wir Schuld waren. Es gab niemanden, den man dafür verantwortlich halten konnte und vielleicht sogar noch vor den Kadi zerrte. Wer erinnert sich noch an Unfälle? Unsere Knie und Knöchel waren von Frühjahr bis Herbst lädiert und ein Schienbein ohne blaue Flecke gab es nicht. Wenn wir uns an Brennnesseln gebrannt haben, oder uns eine Mücke gestochen hatte, haben wir entweder drauf gespuckt, oder den Nachbars Hund drüber lecken lassen oder drauf gepinkelt. Geholfen hat alles.

Wir haben gestritten und gerauft, uns gegenseitig grün und blau geprügelt und gelernt damit zu leben und darüber weg zu kommen. Wir haben Spiele erfunden mit Stöcken und Bällen, haben mit Ästen gefochten und Würmer gegessen. Und obwohl es uns immer wieder prophezeit wurde, haben wir kaum ein Auge ausgestochen und die Würmer haben auch nicht in uns überlebt. Wir sind zu einem Freund geradelt, haben an der Tür geläutet und sind dort geblieben nur um mit ihm zu reden.

Wir waren für unsere Aktionen selbst verantwortlich. Konsequenzen waren immer zu erwarten, wenn wir Scheiße gebaut hatten. Der Gedanke, dass ein Elternteil uns rausklopft wenn wir mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren, war undenkbar. Im Gegenteil, die Eltern stellten sich auf die Seite des Gesetzes.

Wir hatten Freiheit und Zwang, Erfolg und Misserfolg. Verantwortung und Konsequenz. Und wir haben gelernt damit umzugehen. Erinnere Dich daran, wie Du aufgewachsen bist und Du wirst sehen, was unseren Kindern heute fehlt. Als die Eltern einmal ein Auge zudrückten, anstatt die Kinder mit übergroßer Vorsicht zu erdrücken. Unsere Eltern trauten uns zu die richtigen Entscheidungen zu treffen. Meistens hat es geklappt. Die paar Mal, die daneben gingen zählen wir zu unseren Lebenserfahrungen."

(Verfasser unbekannt)
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Nutzer: Sternschnuppe39
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geschrieben am: 24.05.2005    um 20:28 Uhr   
und man glaubt es kaum es ist doch noch was aus uns geworden. gggggg
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Nutzer: Robin_Hood
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geschrieben am: 24.05.2005    um 21:09 Uhr   
xebulon, auf welcher schule bist du?
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Nutzer: Gast_Arbeitsamt
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geschrieben am: 24.05.2005    um 22:07 Uhr   
Joa damals haben selbst die Grünen nen auge zu gedrückt, wenn ich mir die geschichten so von meinem alten immer anhöre......ich wäre echt gern in den 60er aufgewachsen......

Heute wirste angeschissen wenn de mal versehentlich bei rot über die strasse gehst oder gar nen menschen falsch anschaust.......

is zwar net meine generation gewesen aber die zeit war geil fg
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Nutzer: TARA21
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geschrieben am: 24.05.2005    um 22:07 Uhr   
warum nur vor 1970 also meine kindheit sah auch net anders aus wir waren auch von früh bis spät draussen und kino war auch für uns was besonderes naja ich kenne einiges aus dem text und bin 1980 geboren
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Nutzer: Romeo7
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geschrieben am: 24.05.2005    um 23:20 Uhr   
na aber wenn DAS die Kinder von Heute sind, dann gut Nacht...

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Nutzer: Gast_Arbeitsamt
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geschrieben am: 25.05.2005    um 00:57 Uhr   
des is ja ma echt derb Romeo, das Kind hätte ich, wenn ich ehrlich bin in ne erziehungs anstalt gebracht......am besten inne Kinder und Jugendpsychathrie, weil des is ma nimmer hyperaktiv, des is echt aggressiv wie der da umgeht mit seinem umfeld.
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Nutzer: Gast_kleinehexe
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geschrieben am: 25.05.2005    um 07:59 Uhr   
na das ist noch mehr wie derb was der kleine sich da leistet.
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Nutzer: TomWelles
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geschrieben am: 25.05.2005    um 08:35 Uhr   
lol
Würde mich mal interessieren, ob das Gelaber und die Techniken der Superpädagogin etwas genützt haben...
Ich meine, wozu gibt es Internate und Kinderheime? Und soviele Eltern, die keine Kinder bekommen und eines adoptieren wollen... ;-)
"Anständigkeit ist die Verschwörung der Unanständigkeit mit dem Schweigen." George Bernard Shaw
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Nutzer: TARA21
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geschrieben am: 25.05.2005    um 12:15 Uhr   
jo die hat was gebracht jedenfalls solange wie sie dann da war. ob der immer noch hört ka.
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Nutzer: Gast_spatz
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geschrieben am: 26.05.2005    um 11:31 Uhr   
das jugendamt wird sich nicht einschalten, weil es keine rechtliche grundlage dafür gibt.

und das alles zum wohle des kindes.

halleluja.
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