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Ich bin "außer mir"...

Nutzer: BohemianVibes
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geschrieben am: 08.06.2005    um 17:06 Uhr   
Vorerst habe ich nur eine kurze Frage an euch,
ohne nähere Erläuterung.

(zitat)"Er mag alle außer mich."(/zitat)

(zitat)"Er mag alle außer mir."(/zitat)

Welcher von diesen beiden Sätzen ist richtig?


(Anmerkung am Rande: Ich finde es sonderbar, dass Wörter wie "Sprachwissenschaftler" zu lang sind, um als Thread-Überschrift verwendet zu werden. Wozu dient diese Beschränkung?)
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Nutzer: welpe
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geschrieben am: 08.06.2005    um 17:17 Uhr   
>Welcher von diesen beiden Sätzen ist richtig?


keiner :-)

sondern...

>Er mag alle außer ICH
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Nutzer: aficionado
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geschrieben am: 08.06.2005    um 17:26 Uhr   
Also, das heißt wohl: außer mir, außer dem Fall, daß du Berliner bist, dann darfst du gerne außer mich sagen, wie sich außerdem aus außerdem offensichtlich zeigt, regiert außer den Dativ.
Auch wenn ich ein Mitglied der Vereinigung zur Rettung des Genitives bin, läßt sich wohl hier nicht viel damit ausrichten, obwohl "außer des" und "außer meines" eigentlich so wunderbar klingen, daß ich mir mindestens für hochgebildete Kreise (etwa unter dem Adelsgeblüt der von und zu Eloquentius) einen Gebrauch vorstellen könnte!
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Nutzer: aficionado
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geschrieben am: 08.06.2005    um 17:34 Uhr   
...noch ein Wort zu den nicht akzeptierten Bandwürmern:
wahrscheinlich sind die CW-Bonzen Anhänger der Rechtschreibereform und wollen das Getrenntschreiben (sic!) erzwingen. Oberflächen -Übersetzung geht auch nur getrennt.
Sauerei dieses - ich protestiere unter Androhung von virtuellen Gewaltakten dagegen, zumal diese Getrenntschreiberei schon wieder zurückgenommen wurde!
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Nutzer: _divine_
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geschrieben am: 08.06.2005    um 18:42 Uhr   
(zitat)Vorerst habe ich nur eine kurze Frage an euch,
ohne nähere Erläuterung.

(zitat)"Er mag alle außer mich."(/zitat)

(zitat)"Er mag alle außer mir."(/zitat)

Welcher von diesen beiden Sätzen ist richtig?
(zitat)


Ich empfehle das Buch:

"Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod"

Kostet um die sieben Euro und sollte daher für jeden erschwinglich sein. fg

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geschrieben am: 08.06.2005    um 19:00 Uhr   
Hallo _divine_,

danke für die Empfehlung, aber das Buch besitze ich bereits (neben einigen wuchtigen Grammatikschinken ;-)). Ferner ist es nicht so, dass ich die Frage stelle, weil ich die Antwort nicht kenne; ich interessiere mich lediglich für den Sprachgebrauch meiner Mitmenschen. Also, heißt es nun "mir" oder "mich"? :-)


aficionado,

Berlinerin bin ich zwar nicht, aber ich muss sagen, dass ich auch gar nicht an einer dialektalen Version des obigen Satzes, sondern an der "standarddeutschen" Lösung interessiert bin (bzw. daran, was die CW-User für eine standarddeutsche Lösung halten).


Liebe Grüße,
Vibes
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Nutzer: BohemianVibes
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geschrieben am: 08.06.2005    um 19:10 Uhr   
Challo fratzi :-),

das find ich unlogisch.

(zitat)mich mag er nicht.(/zitat)

Richtig.

(zitat)er mag alle außer mir(/zitat)

Auch richtig.

(zitat)mir mag er nicht(/zitat)

Nicht richtig.

Bis hierhin sind wir uns einig, aber diese Erklärungen rechtfertigen kein "außer mich", da die Präposition "außer" den Dativ nach sich zieht.

Oder?

Hmm.

Ich bin gespannt auf weitere Antworten.
Geändert am 08.06.2005 um 19:11 Uhr von BohemianVibes
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Nutzer: aficionado
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geschrieben am: 08.06.2005    um 19:37 Uhr   
(zitat)Er mag alle, außer mich - denn, mich mag er nicht.(/zitat)

hier ist der Dativ wohl nur nicht zu verwenden, weil - wie mir als aficionado sofort auffallen muß - der Affektionsgrad von "mögen" sich natürlich weitaus intensiver auswirkt als eine indolente und trockene Präposition. Da "mögen" den Akkusativ regiert, strahlt es gewissermaßen über das "außer" hinaus und zieht daß Pronomen in seinen Bann....
In diesem Falle geht "außer" dann leer aus.
Geändert am 08.06.2005 um 19:38 Uhr von aficionado

Geändert am 08.06.2005 um 22:48 Uhr von aficionado
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geschrieben am: 08.06.2005    um 19:46 Uhr   
aficionado,

Kannst du das verifizieren oder hast du das nur so im Gefühl?

Ich bin nicht deiner Meinung.

Das Verb "mögen", zweifellos eine ganz entscheidende Satzkomponente, fordert erbarmungslos eine Akkusativergänzung. Die bekommt es auch, in Form von "alle". (Wen mag er? Er mag alle.)
Dann wäre das schon mal geklärt.
Und was bleibt übrig?
Das Wörtchen "außer".
Und was setzt man nach der Präposition "außer"?
Meines Wissens immer noch den Dativ.

Für weitere Streitereien bin ich gerne offen. ;-)



Geändert am 08.06.2005 um 19:46 Uhr von BohemianVibes
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geschrieben am: 08.06.2005    um 19:57 Uhr   
ich kann überhaupt nüscht verifizieren!
Allein dieses Wort bringt mich schon auf die Palme!
Als aficionado bin ich nur ein Gefühlsausgerichteter (mal gucken, ob das akzeptiert wird ).
Wenn du mich kennenlerntest, was leider wohl noch nicht geschehen ist, würde ich dir das auch gerne unter Beweis stellen. Und du würdest es bestimmt "mögen" außerdem.....
zurück zum Thema:

kleinlaut gestehe ich ein, ich glaube selbst meine Gefühlswenigkeit würde in dem Beispielssatz mit "mögen" auch immer den Dativ verwenden (also "mir"); ich wollte ja nur erklären, warum es dazu verführen könnte ein "mich" einzusetzen......
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geschrieben am: 08.06.2005    um 20:00 Uhr   
(zitat)Allein dieses Wort bringt mich schon auf die Palme!(/zitat)

Ich habe auch sehr breit gegrinst, als ich es - zugegeben zögernd - geschrieben habe.
Ein Fettes Wort.
Ich nicke anerkennend.
(Und alle haben geklatscht.)

Wo war ich stehen geblieben?

(zitat)kleinlaut gestehe ich ein, ich glaube selbst meine Gefühlswenigkeit würde in dem Beispielssatz mit "mögen" auch immer den Dativ verwenden (also "mir"); ich wollte ja nur erklären, warum es dazu verführen könnte ein "mich" einzusetzen......(/zitat)

Netter Versuch. Der Nächste bitte.
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geschrieben am: 08.06.2005    um 20:05 Uhr   
ein Berliner würde übrigens hier wegen seiner starken Dativaffinität nur sagen: Ick seh jakeen Problem janich: für mir heiss dit: Olle Imchen mag allet, außer mir - denn, mir mag er nich.

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geschrieben am: 08.06.2005    um 20:08 Uhr   
Mei, i dad sog'n: An jädn mog a, da Saubua da daamische, bloß mi dapackt a hoid ned... ;-)
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geschrieben am: 08.06.2005    um 20:15 Uhr   
(zitat)Mei, i dad sog'n: An jädn mog a, da Saubua da daamische, bloß mi dapackt a hoid ned... ;-)(/zitat)

demnach gibt es "außer" im Bayuvarischen garnicht?

Na, was hast denn dann für ein Problem? Sollen doch die Hannoveraner damit irgendwie zurecht kommen!
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geschrieben am: 08.06.2005    um 20:21 Uhr   
(zitat)ach nee, die Kommas haben wohl jakeene Bedeutung mehr, oda wat? :-))(/zitat)

ach komma, Kommas (oder eloquentischer: Kommata)
haben doch garkeinen Gefühlswert!
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Nutzer: BohemianVibes
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geschrieben am: 08.06.2005    um 21:00 Uhr   
Sehr geehrter gefühlsbetonter Studiosus (jawohl, ich meine dich),

(zitat)demnach gibt es "außer" im Bayuvarischen garnicht?
Na, was hast denn dann für ein Problem?(/zitat)

Davon abgesehen, dass das Wörtchen "außer" auch im Bajuwarischen existiert (und ich im Grunde "a Zuagroaste" bin), studiert man / frau schließlich nicht Bajuwaristik. Es hat mich auch ein bisschen schockiert, dass in meinem gesamten Freundeskreis kein einziger Mensch zu finden ist, der beim restriktiven Gebrauch der Präposition "außer" ausschließlich und mit Überzeugung den Dativ verwendet.

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Nutzer: aficionado
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geschrieben am: 08.06.2005    um 21:14 Uhr   
da die Dativisierung (von Berlin mal abgesehen) überall immer mehr um sich greift (siehe "der Dativ ist dem Genitiv sein Tod"), solltest du nicht schockiert, sondern eher gefühlsaufwallend positiv überrascht sein, wenn sich in Verbindung mit "außer" in deiner Freundes- und Bekanntenwelt ein Nischenbereich auftut, in dem mal die dativische Penetranz etwas durchkreuzt wird!
Laß uns doch einfach ganz bockig den Genitiv verwenden unter Berufung darauf, daß die Auslegung strittig sei..... ;-)
...also von nun an gilt: nicht nur unterdessen, sondern auch außerdessen

Geändert am 08.06.2005 um 21:16 Uhr von aficionado
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Nutzer: Jungfrau
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geschrieben am: 08.06.2005    um 21:19 Uhr   
es heißt auf jedenfall.. Er mag alle außer mich!
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Nutzer: bernsteinfarben
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geschrieben am: 08.06.2005    um 21:24 Uhr   
(zitat)Bis hierhin sind wir uns einig, aber diese Erklärungen rechtfertigen kein "außer mich", da die Präposition "außer" den Dativ nach sich zieht.
(/zitat)

..in diesem fall ist aber "ausser" nicht unbedingt eine präposition (die den dativ nach sich zieht) sondern möglicherweise eine restriktive konjunktion und deshalb kann grammatikalisch korrekt durchaus auch der akkusativ folgen, nach einer konjunktion kann der kasus des vorangegangen satzes (in dem fall akkusativ)übernommen werden.

"er mag alle ausser mich"

oder

"er mag alle ausser mir"

der punkt ist doch: er ist nicht sehr wählerisch was seinen umgang betrifft und mir ist das völlig egal, denn ich mag ihn auch nicht :o)

bernsteinfarben (bevor jemand das doppel-s reklamiert: ich bin schweizer und habe das "funny b" gar nicht auf der tastatur)
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Nutzer: Gast_sweety0018
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geschrieben am: 08.06.2005    um 21:52 Uhr   
In meinen Ohren klingt "Er mag alle außer mich." besser. Ich tendiere zu der Meinung von bernsteinchen. Bei "Er mag alle außer mich." ist "außer" keine Präposition, sondern eine Konjunktion, die zwei Satzteile im gleichen Fall verbindet. Das "mich" steht hier aus demselben Grund im Akkusativ, wie auch das "alle", nämlich, weil es direktes Objekt zu "mag" ist.

Das sieht man auch, wenn man den Satz so umstellt, daß aus dem Objekt das Subjekt wird: "Alle außer mich mag er."

Oder hab ich mich da jetzt verzettelt?


Geändert am 08.06.2005 um 22:42 Uhr von sweety0018
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Nutzer: zarteStille
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geschrieben am: 08.06.2005    um 22:36 Uhr   
Interessante Frage *lacht*

Nachdem mir von aficionados Antworten gerade ganz schwindelig geworden ist ;-), hier nun meine gefühlsmäßige Antwort:

Er mag alle außer mich

weil:

Er mag alle nur mich nicht.
Er mag alle mich ausgeschlossen.
Verdammt....er mag mich eben nicht


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Nutzer: destination
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geschrieben am: 09.06.2005    um 07:38 Uhr   
Um der ganzen Diskussion mit "mich" oder "mir" zu entgehen, sollte man vielleicht eine Ausweichmöglichkeit finden..gg.
Wie wäre es denn mit "meiner"? Daraus würde dann folgen:
Er mag alle, außer meiner Person. ...oder....
Er mag alle, außer meinereiner...lol

Ich stell mir eher die Frage wer denn nun wen nicht mag?

I love you all...gg
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Nutzer: BohemianVibes
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geschrieben am: 10.06.2005    um 16:32 Uhr   
(zitat)Ich stell mir eher die Frage wer denn nun wen nicht mag?(/zitat)

Tja, eigentlich ging die ganze Scheiße los, als ich ganz unschuldig und ahnungslos den Satz "Der hasst alle außer mir" äußerte und unterbrochen wurde:

"Heißt das nicht 'außer mich'"?

Seitdem stelle ich, wenn mir der Gesprächsstoff ausgeht oder mir mal langweilig ist, gerne die Frage:

(zitat)"Er mag alle außer mich."

"Er mag alle außer mir."

Welcher von diesen beiden Sätzen ist richtig?(/zitat)

Und weil die Antworten jedes Mal sehr exotisch, erheiternd, ergiebig ausfallen (besonders, wenn mehrere Leute an der Diskussion beteiligt sind), stelle ich sie auch immer wieder gerne.

Heute habe ich aber keine Lust mehr, über grammatische Phänomenchen zu diskutieren (obwohl der Duden gerade neben mir liegt und mich so obszön anlächelt ), ich feiere mich lieber selbst.

Zelebriert das Leben (und das Wochenende),
best vibes,

BohemianVibes

Geändert am 10.06.2005 um 16:32 Uhr von BohemianVibes

Geändert am 10.06.2005 um 16:32 Uhr von BohemianVibes

Geändert am 10.06.2005 um 16:33 Uhr von BohemianVibes

Geändert am 10.06.2005 um 16:34 Uhr von BohemianVibes
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Nutzer: McSquirrel
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geschrieben am: 21.08.2005    um 20:25 Uhr   
Hi Vibes,

warst heut so schnell aus dem IrishPub verschwunden, dass ich gar nicht gebührend reagieren konnte... da hab ich dann diesen Forenbeitrag entdeckt und musste glatt mal antworten.

Bei manchen kleinen Wörtern hilft es weiter, wenn man sich die pronominalisierte Version (heißt das so?) anschaut:

wegen - meinetwegen (und nicht: wegen mir) - Genitiv
außer - außerdem - Dativ
usw.

Da niemand unfehlbar ist, bürgern sich von Zeit zu Zeit "falsche" Formen ein - der Duden-Verlag als Spiegel der Gesellschaft ist machtlos und muss nach reichlicher Überlegung diese falschen Formen akzeptieren, daher wohl das dem Verb angepasste "außer mich". Andererseits wüsste man sonst nicht, ob das "außer" auf Subjekt oder Objekt bezogen ist.

Ersetzen wir aber "außer" durch "abgesehen von", dann klingt der Satz "Er mag alle abgesehen von mich" völlig falsch.


Bilden wir zum Beispiel mal einen anderen Satz:

Alle mögen ihn außer mir.

"Alle" ist Nominativ, "ich" muss aber trotzdem im Dativ stehen. Es hilft eine Satzumstellung:
Außer mir mögen ihn alle.

Zum Vergleich:
Alle mögen ihn außer ich. (Falsch)
<=>
Außer ich mögen ihn alle. (Hier sieht man, dass es falsch ist)

Hoffe mal, das klang jetzt wenigstens etwas schlau und konnte zur allgemeinen Verwirrung beitragen.

Freundliche Grüße,
-der McSquirrel
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"Autor"  
Nutzer: BohemianVibes
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geschrieben am: 22.08.2005    um 14:20 Uhr   
(zitat)der Duden-Verlag als Spiegel der Gesellschaft ist machtlos und muss nach reichlicher Überlegung diese falschen Formen akzeptieren“(/zitat)

Das ist allerdings richtig. Deshalb schrieb ich weiter oben auch „grammatisch“ – und nicht „grammatikalisch“.
„Hat sich halt so eingebürgert“...

Mit deinen grammatikali-, äh, -schen Ausführungen bin ich übrigens einverstanden, schade, heute wird mir überhaupt zu wenig Gelegenheit zum Stänkern gegeben. Es wird Zeit, dass mein Mann von der Arbeit kommt. :-)

Ansonsten wünsche ich allen, die es betrifft, angenehme Semesterferien. Bis auf die BWL-Studenten. Schämt euch.

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"Autor"  
Nutzer: TomWelles
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geschrieben am: 22.08.2005    um 14:27 Uhr   
Mich erinnert das alles hier beängstigend an meinen Englischlehrer in der siebten Klasse der uns die Zeitformen üben ließ...
"Anständigkeit ist die Verschwörung der Unanständigkeit mit dem Schweigen." George Bernard Shaw
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