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Gestohlenes Vertrauen

Nutzer: Belgarion
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geschrieben am: 10.01.2003    um 17:06 Uhr   
Überlegend steht der Magus am nahen Seeufer, das seichte Wasser betrachtend, welches sich in kleinen Wellen kräuselnd aneinander zu schmiegen scheint...
Einiges ist geschehen seit er das letzte Mal hier stand, seit er das letzte Mal Leere in seinem Herzen verspürte. Nicht gar so wie damals ist es... vielleicht aber noch schlimmer... schlimmer weil er jenes, was geschah nicht kommen sah und viel weniger eben dieses für möglich hielt. Doch die Erkenntnis das er sich täuschte, das er sich in seinem Bild, welches er sich von einem über alles geliebten Menschen machte, derart täuschen konnte... ist es vielleicht was ihn am meisten dabei schmerzt...
Seufzend steht er da... überlegend was nun zu tun er gedenkt, nicht noch einmal verlieren wollend was er mit solcher Mühe schließlich wieder an sich binden konnte... Doch spürend noch was geschah... wie ein tiefer Dolch steckend in seinem Herzen, welcher jenes durchbohrte, verletzte und gar mehr Schmerz und Trauer zufügte als er hätte nie für möglich halten können...
Nun, so liegt es an ihr das Vertrauen wieder aufzubauen zu ihm... doch wird sie es gar noch können? Nie verletzte ihn jemand tiefer als sie mit dem was sie tat... und vor allem... mit dem was sie ihm fast zu verheimlichen versuchte...
Wie mag sie nun noch sein Vertrauen zurückzuerlangen? Wie mag sie den gekränkten Mann wieder aufrichten zu dem hochgewachsenen, stolzen Mann der er einst war?
All das vermag ihm nur die Zeit zu sagen... jene Zeit welche er bereit ist zu geben um seine Liebe zu retten, um ihre Liebe zu retten... um die Frau nicht von sich stossen zu müssen die er mehr liebt als irgendwen jemals zuvor...
Mit diesen Gedanken und dem Entschluss nicht alles aufgeben zu wollen und es gar auch nicht zu können wendet er sich dann vom Wasser ab in Richtung des nahen Waldes...
Versuchend die Tränen, welche sich ihren Weg seine Wangen hinab suchen, zurückzuhalten, tritt er festen Schrittes durch den Schnee zu der ihm vertrauten Hütte... doch ob er jene mit alter, gewohnter Freude noch betreten kann, dessen ist er sich nicht sicher...
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