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Ein Wolf findet Frieden (den Tod)

Nutzer: Nisume
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geschrieben am: 20.05.2003    um 10:27 Uhr   
Off: Vorrausgehend ist die Chargeschichte Nisumes im Thread Link welchen ich aber nicht nochmal herauskramen möchte da er etwas veraltet und ungeordnet ist. Dennoch ist folgender Text als direkte Fortsetzung zu sehen :Off

~ Hier enden die Quidamschriften (Thread s.o.) und Erzählungen über Nisume, dem Werwolf... doch ist seine Geschichte noch lange nicht vorbei... sie fängt erst an ~

Der Abschied Nisumes, ein Brief zum Schluss

auf altem Pergament ist in krakeliger Schrift geschrieben...

„Warum ich diese Zeilen schreibe? Ich weis es nicht. Vielleicht möchte ich es um etwas zu hinterlassen an all jene denen ich etwas bedeute. Manche mögen mich nicht richtig gekannt haben, habe ich ihnen doch keine Gelegenheit gegeben. Andere die mich kannten haben mich vielleicht nicht verstanden und wieder andere sind froh das es mit mir zuende geht... auf die eine oder andere Weise. Mein ganzes Leben war ein Kampf, ein Kampf um mein Leben, gegen andere Leben... für andere Leben. Ich habe in all den Jahrhunderten die ich auf dieser Welt wanderte gehofft, das auch ich mein Leben unbeschwert zuende leben kann wie es dem Menschen nun einmal auferlegt ist... sein leben zuende zu leben von Anfang bis zum unweigerlichen Ende. Doch ich war blind und dumm. Wie kann man sein leben in Frieden beenden wenn man seine Seele verloren hat? Wenn sie einem gestohlen wurde von etwas, das man die ganze Zeit bekämpft und wogegen man am Ende doch nur verlieren kann weil das menschliche viel zu schwach ist? Es kam viel zu spät das ich das erkannte. „Er“, der Wolf in mir hält sein versprechen und ist Siegreich. Ich gebe mich ihm hin, er bekommt mich... doch ohne einen kleinen Sieg meinerseits lasse ich ihn mich nicht forttragen! Meine Seele hat er schon doch teilen wir uns immer noch ein und den selben Körper... und den wird er niemals bekommen! Morgen wird mein letzter Tag... „unser“ letzter Tag... dann ist es Zeit zu gehen, Frieden zu finden... das Ende das ich immer gesucht habe. Ich bin müde... sehr sogar, nichts ist mehr so von Wert wie es einmal war, die Zukunft verliert sich in der Vergangenheit. Es geht nicht mehr weiter, ich trete auf der Stelle. Nicht mehr lang...

krakelig unterschrieben mit seinem vollen Namen Nisume Li’Brojah“
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Nutzer: Nisume
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geschrieben am: 20.05.2003    um 10:28 Uhr   
Der Letzte Tag

Es war ein ruhiger Morgen. Die Sonne erklomm schnell das Firmament und schickte rasch ihre wärmenden strahlen hinab auf die Erde. Die Vögel waren längst erwacht und zwitscherten vergnügt in den Wipfeln der großen Bäume und nutzten den Wald als riesenhaften Konzertsaal. Es war friedlich.

Nisume saß unter einer großen Eiche wie er es immer tat und döste ein wenig. Er genoss es... die warmen strahlen der Sonne, das plätschern des nahen Flusses welcher sich in einen weiten See ergoss, das Vogelgezwitscher. Ja heute war wirklich ein guter Tag um Abschied zu nehmen, dachte er. Tief sog er die Luft in seine Lungen, roch den Duft des grases, der Erde und er witterte deutlich die Anwesenheit eines ihm nur zu gut bekannten Wolfes. Garou stand in einiger Entfernung am Waldrand und schaute zu Nisume hinüber. Etwas großes, braunes trug er in seiner Schnauze und es schepperte leise als er sich in Bewegung setze und zu Nisume hinüber lief.

„Du bist spät“ sprach Nisume leise zu Garou, welcher das Bündel klirrend ins gras fallen lies und damit begann Nisume entschuldigend durchs Gesicht zu lecken.

Nisume lächelte. „Ist ja schon gut... heute hat Zeit keine Bedeutung mehr für mich“

Garou senkte traurig den Kopf und legte sich dann neben ihn ins Gras während Nisume anfing das Bündel von etwas Erde frei zu klopfen und es zu öffnen. Waffen und eine alte Rüstung kam zum Vorschein, alt und angerostet. Es schein als habe das ganze Bündel lange Zeit vergraben unter der Erde gelegen irgendwo im Wald. Würmer hatten sich durch das Laken gebohrt welches die Waffen umschlossen und schlängelten sich auf den erdigen Rüstungsteilen hin und her. Nisume griff einen Knauf und zog ein abgebrochenes Langschwert heraus und betrachtete es mit nachdenklichem Blick. Er erinnerte sich daran wie es zerbrochen war... welch Schlachten er damit einmal geschlagen hatte. Er lächelte eine weile.

„Ich habe mir damals geschworen das ich dieses Schwert und all die anderen Dinge niemals wieder in die Hand nehmen würde als ich vor langer Zeit dieses Bündel vergrub“ sprach er leise zu Garou.

Sein blick verfinsterte sich. „Und doch ist es nun eine besondere Zeit und ich gebe zu ich sehen mich nach diesen Erinnerungen“

Seine Hand schloss sich fester um den Schwertknauf und sein griff wurde stärker. Kurz verharrte er so in Gedanken und lies dann das Schwert wieder zurück zu den anderen Waffen fallen. Er atmete tief durch und musterte seine rostige Rüstung Nocheinmahl, seinen Bogen.. die morschen, angefaulten Pfeile und verschnürte dann alles wieder zu einem Bündel.

„Sei so gut und wirf diesen Krempel fort, Garou... irgendwohin... ich brauche ihn nicht mehr“ sprach er deutlich und doch zögerlich.

Garou hob den Kopf und schaute Nisume an. „Nun tu schon was ich dir gesagt habe“ knurrte Nisume, „sofort!“

Garou sprang auf und schnappte das Bündel. Er schaute Nisume noch einmal an, wandte sich dann um und ging. Er wusste das er Nisume zum letzten Mal gesehen hatte und das sein „Alphawolf“, der „Alpha“ seines Vaters, seines Urgroßvaters... Ururgroßvaters und seinen ganzen Vorfahren. Und Garou ging.

Nisume lehnte sich wieder zurück an den Stamm des dicken Baumes und legte den Kopf in den Nacken. Er schaute durch das geäst des Baumes zum Himmel, sah Vögel vorbeifliegen und fragte sich ob auch er einmal so fliegen wird... so frei wie ein Vogel.

„Heute... ist wirklich ein schöner Tag zum sterben“ sprach er leise und lächelnd zu sich und schloss die Augen.

Es war soweit, das wusste er. Er ließ sich treiben... ließ los von allem das ihn schmerzte. Erinnerte sich an die schönen Dinge die er in all der Zeit hat erleben dürfen, dachte an all jene die ihm je etwas bedeuteten, für die er vor nicht all zu langer Zeit einen Abschiedsbrief verfasst hatte. Er lauschte den Vögeln, genoss deren Gesang und schaltete ab. Sachte verlangsamte sich sein Atem, das auf und ab seiner Brust beruhigte sich. Er begann zu lächeln, lachte leise mit seinem letzten Atem. Es ging anscheinlicht sehr schnell. Absolute Ruhe kehrte in ihn ein... und Nisume ging.

Fern in den Wäldern hallten die heulenden Trauerrufe der Wölfe wieder, sie spürten das jemand gegangen war. Hoch oben stand noch blass der Mond am Morgenhimmel, der Mond den Nisume so liebte. Dann war alles still...
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geschrieben am: 20.05.2003    um 10:29 Uhr   
Das letzte Gefecht

Nisume trieb fort, seine Gedanken kreisten und er hörte eine ihm nur all zu gut bekannte Stimme. „Er“ war es der zu ihm sprach und es verwunderte ihn nicht einmal. „Er“ wusste sicherlich genau was Nisume tat und so sprach „Er“ leise zu ihm...

Hörst du mich?
„Ich höre dich“

Was tust du?
„Ich gehe“

Aber... warum?
„Hast du Angst?“

Angst? Ich lache über die Angst!
„Dann wirst du viel lachen.“

Wa... was meinst du?
„Du weißt es genau. Du bist ein Teil von mir, Teil meines Körpers.“

Es ist mein Körper!
„Du weißt das dass nicht stimmt. Du hättest ihn gerne als deinen Körper, doch so leicht geht das nicht“

Du Narr, was denkst du wovon du sprichst?
„Von unserem Tot“

~Stille~
„Du hast dir damals meine Seele erbeutet und mich so an dich gebunden. Du willst auch meinen Körper und meinen Geist.“

Ich bekomme immer was ich will!
„Ist das so?“

Ja!
„Wieso hast du dann Angst vor dem was ich tue?“

Ich... habe keine... Angst!
„Du bist ein schlechter Lügner.“

Wie sprichst du mit mir?!
„Unsere Zeit ist vorbei... der Kampf ist vorbei... dieser dumme Krieg um das Dasein. Ich spreche mit dir wie ich will. Ich fürchte mich nicht mehr.“

Nichts ist vorbei!
„Noch nicht. Du hast damals den Kampf um meine Seele gewonnen... nun gewinne ich den Kampf um die Kontrolle meines Körpers“

Wir werden beide Sterben!
„Du wirst sterben! Ich finde Frieden.“

Du törichter Narr... wie willst du jemals Frieden finden ohne deine Seele?
„Ich brauche meine Seele nicht dazu.“

Wie meinst du das?
„Ich bekomme meine Seele niemals wieder von dir zurück, das weiß ich. Du klammerst dich zu sehr an sie in der Hoffnung mich auf ewig so an dich zu binden und dein Dasein zu ermöglichen“

~Stille~
„Ich brauche mir meine Seele nicht zurück zu holen, ich nehme einfach etwas in gleichem Gegenwert.“

~Stille~
„Dein schweigen zeigt mir das du weist was ich meine, das du weist das ich im Stande bin es zu tun.“

~Stille~
„Du fürchtest dich.“

Ich... fürchte mich... nicht!!!!
„Warum schreist du dann? Ich höre dich sehr gut. Ich sehe dich auch... sehe wie die deine Seele an dich drückst und auf ihre Kraft hoffst. Doch sie lässt dich im Stich... auch dein verdorbener Geist lässt dich im Stich, gelähmt durch Angst und so liegt deine Seele frei für mich, wie damals dir die meine.“

Nein!!!!!!!!!
„Siehst du. Letztendlich ist alles egal... wenn es zu spät ist“

Neeeiiinn!!!!!!!!
„Wir sterben und dennoch nehme ich deine Seele an mich und vervollkommne mich auf das ich Frieden finde... mit Seele und Körper als Einheit. Und du... bist wieder was du warst bevor du zu mir kamst.“

Neeiiin!!!!!!!
„Verloren... . Du tust mir leid“

Sei still!!!!!
„Das werde ich...“

Sei still... sei still!!!!
„...schon bald...“

Sei still! Sei still! Still!
„...ja....“

Still...
„...“

Still.......
„...“

Ich habe Angst...
„Ich weis...“

......
„......“

...dann wurde es wieder dunkel und Still... und Friede kehrte ein... für Nisume.
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geschrieben am: 20.05.2003    um 10:32 Uhr   
Nachtrag Off: Nisume ist zwar gestorben, doch nicht auf ewig Tod... im gegenteil... er hat einen wichtigen Schritt auf seinem Wege gemacht. Wie es weitergeht... sag ich natürlich nicht grinst aber es wird weiter gehen.

Neo-Nisume
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geschrieben am: 22.05.2003    um 16:32 Uhr   
Off: Und hier ist die Fortsetzung auch schon :Off

Wolfsseele

Nisume trieb dahin. Er wusste nicht wo er war... ob er war. Er spürte nichts... spürte seinen Körper nicht. Er wusste nicht einmal ob er wirklich er war, ob er dachte oder alles nur eingespielt in sein verblassendes Dasein war, die letzten Eindrücke vor dem finalen Schritt ins Nichts. Licht oder dunkel, es gab keinen Unterschied mehr. Es verwirrte ihn oder zumindest wurde es ihm so suggeriert. Er trieb dahin, haltlos... losgelöst vom Weltlichen sein, fern dessen was er kannte, als Leben akzeptiert hatte... zumindest eine Zeit lang. Eine lange Zeit.

Ein leises Geräusch drang ihm entgegen, er hörte es wispern, spürte es. Er war sich sicher solch ein Geräusch schon einmal gehört zu haben doch er konnte es nicht klar vernehmen. Wage erahnte die Richtung aus der es kam, sofern es noch Richtungen gab dort wo er jetzt war, umhertrieb... haltlos. Er konzentrierte sich auf dieses Geräusch, tastete nach ihm mit seinen verbliebenen Sinnen und langsam wurde es lauter. Es kam ihm vor als bewege er sich im nichts langsam, Stück für Stück auf dieses immer lauter werdende Geräusch zu. Es klang wie ein auf und ab aus hellen, durchdringenden Tönen. Rufe die nicht menschlich waren... und doch ihm galten. Er sehnte sich nach diesem Geräusch, wollte ihm nahe sein.. warum auch immer. Näher kam er, lauter wurde es bis es ihm schon fast Ohrenbetäubend und lähmend das Gefühl von Entfernung zu diesem Geräusch nahm.

Ein heulen von tausend Wölfe kehlen nahm ihn für sich ein, umschlang ihn wie ein umhang aus Tönen, hämmerte in einem Stakkato auf ihn ein, drohte ihn zu zerschmettern und doch genoss er es. Niemals hätte er erwartet das nach seinem Abschied noch etwas da sein würde, etwas auf ihn wartete... nach ihm rief. Bilder tauchten vor ihm auf. Zähne, spitz und bedrohlich... Augen die ihn musterten von überall her, um ihn herum. Er war eingeschlossen von funkelnden Pupillen. Das heulen verstummte und es war still. Lange war nichts mehr zu hören. Die Augen starrten ihn weiter an, blitzende Fänge tauchten hier und da unter ein paar Augenpaaren auf und verschwanden wieder im nichts. Dann ein knurren, erst leise und dann immer lauter. Nisume hatte furcht. Hatte er die wirklich? Es wurde ihm alles nur vorgespielt... oder doch nicht?

Stück für stück manifestierte sich ein graues Fell vor ihm, dort wo zwei besonders funkelnde Augenpaare ihn direkt anstarrten. Dem Fell wuchsen Zähne, eine Schnauze... Ohren, riesige Pranken. Nisume wusste nicht was das zu bedeuten hatte doch er erkannte das dieses Tier, dieser graue Wolf der Ursprung des Heulens gewesen sein musste, der Alphawolf dieses Rudels im nichts.

Mächtig und erhaben stand der graue Wolf vor ihm und musterte ihn. Leises knurren ging von ihm aus und auch die Augen um ihn herum begannen nacheinander mit einzustimmen. Immer lauter wurde das knurren. Nisume kam es vor als würde dieses tiefe laute grollen alles erschüttern.. als würde es das „nichts“ selbst ins wanken bringen bis plötzlich wieder stille herrschte.
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geschrieben am: 22.05.2003    um 16:33 Uhr   
Düster und grollend klangen Worte Nisume entgegen, sprachen zu ihm.
„Du hast es also geschafft, Mensch. Du bist hier. Bist zu uns gelangt.“

Nisume verstand nicht. Er wollte etwas sagen, wollte antworten, seinen Mund öffnen und fragen stellen die ihm vielleicht antworten gebracht hätten... doch er war stumm.

„Nicht viele kamen jemals hier her in all den Äonen... und doch bist du hier.“ Grollte der graue Wolf. „Ich hatte stets ein Auge auf dich... oder vielmehr meinen Schützling der bei dir weilte... doch er ist nun nicht mehr und nur du bist hier.“

Nisume lauschte den Worten, blieb ihm doch keine andere Wahl drangen sie doch direkt in seinen Geist. Er verstand. Nisume konzentrierte sich und formte Worte in seinem Geist.

„Wer seid ihr?“ dachte er.. sprach zum grauen Wolf.

„Wir sind ein Teil von dir“ grollte der graue als Antwort. „Wir sind die verbliebenen einer Welt die du nie begreifen wirst... sind Wesen die du nie verstanden hast und doch... sind wir ein Teil von dir.“

„Ich verstehe nicht“ dachte Nisume.

„Natürlich tust du das nicht. Letztendlich bist du was du immer warst... ein Mensch. Geboren von Menschen, aufgewachsen in einer Welt von Menschen und doch... gehörst du hier her.“

Nisume verstand die Rätsel des grauen nicht. Er konnte sich nicht erklären warum er in diesem „nichts“ war, warum der graue Wolf davon sprach das er zu ihnen gehörte. Er war nicht wie sie, kein Wolf. Er war ein Mensch wie der graue es ihm sagte... doch zweifelte er nach allem was er in seinem leben ertragen hatte zu einem kleinen Teil daran. Und dieser Teil wuchs von Augenblick zu Augenblick.

Er hatte sich nach der Erweckung von „ihm“ nicht mehr als Mensch gefühlt, war im ständigen Kampf mit sich selbst, mit „ihm“... diesem Wesen das es geschafft hatte Kontrolle über ihn zu erlangen wenn er es zuließe, wenn er nachgab. Der Wolf der in seinen Körper eindrang, seine Seele stahl, sein Leben für sich vereinnahmte und doch besiegt wurde.. durch seinen Tod... Nisumes Tod. Doch warum war er hier wenn er gestorben war? Er war ein Mensch... ein Mensch ohne Körper denn dieser war tot. Er war ein Mensch mit einer menschlichen Seele... .

Nisume stockte in seinen Gedanken. Es dämmerte ihm. Hatte er wirklich eine menschliche Seele? Nein... . Sie wurde ihm gestohlen von „Ihm“. Aber wie konnte er hier sein? Es musste etwas damit zu tun haben das er, bevor er ging, die Seele von „Ihm“ an sich nahm als „Er“ schwach war... um wieder ein vollkommenes Wesen zu werden und sterben zu können. Ein wesen mit einem Körper, einem Geist und einer Seele.

„“Er“ gehörte zu euch?“ fragte er den grauen Wolf

„Ja das tat er. Er war teil meines Rudels, einer der letzten unserer Art.“

„Wer seid ihr?“ fragte Nisume

„Du würdest es nicht verstehen. Sagen wir einfach wir sind Wanderer zwischen den ebenen. Wesen die in dieser Welt ihren Ursprung haben... in dieser „wundervollen Welt““
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Nutzer: Nisume
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geschrieben am: 22.05.2003    um 16:34 Uhr   
Ironie lag in den Worten des grauen. Er schwenkte seinen massigen Kopf hin und her, schaute herum... ins nichts.

„Eine schöne Welt, nicht wahr?“ der graue lachte bellend.

„Warum kamt ihr zu mir?“ fragte Nisume obwohl er sich langsam diese frage selbst beantworten konnte.

„Ihr Menschen seid interessante Wesen. Ihr strebt nach Macht... nach einem langen Leben, nach Reichtümern. Ihr nennt eich zivilisiert und klug... und doch seid ihr töricht und blind nicht zu erkennen das ihr einen Reichtum besitzt um den euch viele beneiden würden, lebt ihr doch auf einer Welt die so viel zu bieten hat. Wir haben all das nicht, haben nur dieses... „nichts“. Wir kamen zu euch Menschen um euch das zu geben wonach ihr euch sehnt... Macht und Leben. Ihr seid unser Tor in eine neue Welt... das ist die Gegenleistung die ihr Menschen uns erbringt... erbracht habt vor sehr langer Zeit.“ erklärte der Wolf.

„Ich verstehe“

„So? Tust du das?“ der graue Wolf hob die Lefzen zu einem makabren lächeln. „Stück für Stück kamen immer mehr von uns auf deine Welt. Jene die Anzeichen dafür zeigten uns Tür und Tor in deine Welt zu öffnen bekamen ihre Chance dies zu tun. Die Auserwählten... so wie du einst einer gewesen bist. Darum kamen wir zu dir.“

Nisume erinnerte sich. Er dachte an Wulf, an seine „Erweckung“ durch ihn und er begann zu begreifen. Er begriff warum „Er“ zu ihm gekommen war, warum „Er“ seine Seele an sich riss und seinen Körper wollte.

„Ja... ich verstehe... endlich“ wisperte Nisume

Der graue Wolf legte den Kopf schief und musterte Nisume wieder. „Ja... du verstehst.“

Der graue Wolf schwieg eine weile und erhob dann seine Stimme erneut. „Du hast große taten vollbracht für einen Menschen... Nisume. Du hast einen der unseren besiegt. Das gelingt nicht vielen.“

Der graue kannte also seinen Namen.

„Ich bin gestorben dafür. Ein sehr hoher Preis für einen Sieg.“ Antwortete Nisume resigniert

„Bist du das wirklich? Gestorben?“

Nisume zögerte mit seiner Antwort.

„Denkst du... das so der Tod aussieht, Nisume?“ fragte der Wolf immer noch lächelnd.

„Ich... weiss es nicht.“

Der graue lachte wieder bellend. „Dann lass mich dir versichern das du weit davon entfernt bist, tot zu sein.“

„Aber...“
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geschrieben am: 22.05.2003    um 16:34 Uhr   
Nisume verstand nicht. Er war gestorben... er hatte es zugelassen, hatte selbst diesen letzten Schritt gewählt. Er hatte gespürt wie er seinen Körper verließ... wie er sich auflöste... wie der Wind seine Reste über die Welt verstreut hatte im Augenblick seines Todes.

Der graue lachte immer noch. „Ihr Menschen seid schon etwas besonderes.“

Langsam machte der Wolf einen Schritt auf Nisume zu, kam ganz nah an ihn heran.

„Du bist nicht tot, Nisume. Du hast eine Schlacht geschlagen, hast sie gewonnen und nun... geht es für dich weiter... die nächste Schlacht zu schlagen.“

Nisume war verwirrt. Was meinte das Wolf damit... eine weitere Schlacht?

„Ich möchte dich belohnen für den Sieg über einen meiner Brüder. Möchte dir gratulieren für den Mut dein eigenes Leben zu beenden nur um letztendlich wieder du selbst zu sein... ein eigenständiges Wesen.“

„Was bringen mir alle belohnungen dieser Welt.. alle gratulationen.. jetzt? Wo ich nicht mehr bin?“

„Leben?“ sprach der graue als Antwort... als frage.

Nisume schwieg, wusste er nicht was er meinte... wusste nichts zu antworten.

„Beenden wir dieses Spielchen, Nisume“ grollte der graue Wolf und machte wieder einen Schritt zurück. „Du bist nicht tot und wirst es, wenn du gut auf dich acht gibst, in nächster Zeit auch nicht sein. Es steht dir frei zu gehen... zurück in deine Welt um das zu tun was dein letzter Wunsch war. Dein leben zu leben bis es endet wie es dein Menschsein so an sich hat.“

Nisume senkte den blick... er senkte ihn tatsächlich und schaute an sich herab. Er sah seine Beine, seine Füße... seinen Körper. Er schwebte im „nichts“ und er spürte es das „nichts“ da war das ihn umgab.

„Wie ist das möglich?“ flüsterte er

Der graue Wolf antwortete grollend während er zurück ins „nichts“ schritt und sich langsam auflöste. „In dir wohnt die Seele von einem der unsrigen, du nahmst sie dir als „Austausch“ gegen deine von meinem Bruder. Darum bist du hier, bist fähig hier in unserer Welt zu sein und mit mir zu sprechen. Du bist vollkommen, ein Körper, ein Geist und eine Seele als Einheit. Lebendig! Wesen zweier Welten... der unsrigen und der deinen.“ Erklärte der Wolf als er verschwand.

„Aber vergiss nie... Wolfsseele! Du magst hier gewesen sein... doch bist du hier nicht willkommen. Kehrst du hierher zurück... werden wir dich nicht wieder gehen lassen. Nur diesmal hast du es dir verdient. Wir belohnen dich mit neuem Leben. Geh jetzt... geh zurrück in deine Welt... aber gib acht. Mein Bruder ist nicht mehr bei dir und all seine Kraft, seine Lebenskraft... wird dich nicht mehr schützen. Dein leben kann enden wie das eines normalen Menschen... aber ich gebe dir etwas mit... als Belohnung. Du wirst schon sehen...“
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Nutzer: Nisume
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geschrieben am: 22.05.2003    um 16:38 Uhr   
Mit diesen Worten verschwand der graue Wolf. Die vielen Augen schlossen sich, verschmolzen mit dem „nichts“ und es war wieder vollkommen still.

Nisume erwachte. Er verschluckte sich fast am ersten Atemzug den er tat... es überraschte ihn. Wo war er? Suchend blickte er sich um. Er sah Bäume... einen See... . er erkannte seine Umgebung. Er war dort wo er sich zum letzten male niedergesetzt hatte... unter der breiten Eiche unter der er „gestorben“ war. Er lebte wieder. Sein Körper fühlte sich komisch an... irgendwie leer und doch war es ihm wie eine Erinnerung aus alten Tagen... aus seiner Zeit vor „Ihm“. Er war wieder allein, war wieder ein Mensch und... lebte. Doch etwas war anders...

Off: Wieder einmal kann ich nur sagen: Fortsetzung folgt, aber etwas möchte ich noch anmerken. Nisume ist nun wieder gänzlich Mensch doch hat er etwas zurrückbehalten von "Ihm" und das geschenkt des grauen Wolfes. An seinem aussehen hat sich nichts geändert, er hat immernoch Spitze kleine Fänge anstatt normaler Zähne, spitze Ohren mit Haarpinseln daran, buschige Augenbrauen und eine leicht Wölfisch anmutende verhaltensweise was durch das Geschenk des grauen Wolfes, nämlich sämtliche besonderen Sinne dieser besonderen Wölfe noch untermalt wird. Nisume lebt wieder... haltet die Augen offen zwinkert :Off
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Nutzer: Nisume
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geschrieben am: 26.05.2003    um 12:52 Uhr   
Off: Infohalber nochmal schiebt weil einige Nisu immernoch für tot halten :) :Off
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