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### HORRORVISIONEN... oder: die Geschichte geht weiter ### |
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geschrieben am: 28.03.2001 um 21:51 Uhr
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HORRORVISIONEN...
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copyright © 1999 by xeena
Der Sturm peitscht, es ist dämmrig.
Ich kämpfe mich durch den immer stärker werdenden Sturm vorwärts. Wohin eigentlich?? Ich weiss es nicht. Vielleicht
will ich nur weg von hier. Ich habe kein Ziel. Wozu auch, wo sollte ich denn hin??? Sieht es woanders auf diesem
Planeten anders aus? Ewig peitscht dieser verdammte Sturm... wenigstens regnet es nicht. Seit ich hier bin, hat es noch
nie geregnet, trotzdem ist der Himmel immer verhangen, es wird nie richtig hell. Aber die Wolken sind keine Regenwolken.
Staub, radioaktiv verseucht. Alles ist verseucht. Bin ich das einzige Lebewesen hier? Ich weiss es nicht... Wie stark bin
ich schon verstrahlt? Keine Ahnung. Die letzten Haare sind mir schon ausgegangen, egal, sie waren sowieso schlohweiss.
Der Glanz der Jugend war schon lange dahin.
Ich weiss nicht einmal mehr, wie lange ich schon so durch die Gegend laufe. Wenn die Nacht kommt, wird der Sturm
etwas nachlassen. Nacht ist nicht der richtige Ausdruck, es gibt auch keinen richtigen Tag. Nacht ist, wenn der letzte
Rest von Helligkeit verschwindet. Mond??? Ich habe noch keinen gesehen, Sterne sowieso nicht. Die Sonne ist nicht
einmal zu erahnen.
Langsam glaube ich, ich bin der einzige Mensch auf dieser Welt.
Es wird Zeit, dass ich mal wieder etwas esse. In meinem zerissenen Rucksack sind noch einige Dosen mit irgendwelchen
Konserven. Den Inhalt erfahre ich immer erst, wenn die Dose auf ist. Mein wichtigstes und gleichzeitig auch mein einziges
Werkzeug habe ich mit einer stabilen Kette am Gürtel befestigt...meinen Dosenöffner. Ohne ihn müsste ich mit Sicherheit
verhungern oder verdursten. Viele Dosen habe ich nicht mehr, aber das ist kein Problem. Es gibt immer wieder Orte, an
denen genügend davon zu finden sind. Auch Waffen und Werkzeug, durchaus noch einsatzfähig und brauchbar, wären
genügend vorhanden. Aber was soll ich mit Waffen? Schon lange ist mir niemand mehr begegnet, weder Mensch noch
Tier. Mit dem Werkzeug ist es genauso, es gibt nichts, wo ich es einsetzen könnte. Verdorrte Bäume, die man mit einem
Fusstritt umlegen kann, wenn sie nicht schon, vom ewigen Wind gefällt, zerstört am Boden liegen würden.
Es reicht also mein Dosenöffner. Neue Kleidung muss ich mir bei nächster Gelegenheit auch besorgen, ich sehe ziemlich
heruntergekommen aus. Das spielt auch keine Rolle, wenn niemand da ist, kann mich niemand sehen. Endlich mal ein
Vorteil in meiner ansonsten wenig angenehmen Situation.
Hinter einem grossen Felsbrocken suche ich mir einen einigermassen windgeschützten Platz und lasse mich nieder. Einige
Dosen aus meinem Rucksack nehme ich heraus und schüttle sie. Diejenige, welche mir das im Moment angenehmste
Geräusch abgibt, wird nun geöffnet. Voll Spannung rieche ich an der halbgeöffneten Dose. Was wird es diesmal sein? Es
riecht irgendwie nach Fleisch, ich schneide die Büchse ganz auf... tatsächlich, es ist Fleisch, sogar mit viel Sosse.
Schmeckt wenigstens nicht so trocken. Gerne hätte ich wieder einmal was Warmes gegessen, aber trotz aller Versuche,
das in grosser Menge herumliegende, brüchige Holz wollte einfach nicht brennen. Woran das liegt, ich weiss es nicht.....
- Ende Teil 1- |
| Warum richtest Du über mich, wenn Du doch keine Ahnung hast, wovon ich spreche, wie ich lebe, wie ich liebe? |
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