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geschrieben am: 26.04.2003 um 02:13 Uhr
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(zitat)Prinzipiell würde ich auch sagen, dass die Grenzen jedes Chars dem Spieler selbst überlassen sind. Nur, was dabei herauskommt, merkt man ja wohl sehr schön an diesem Thread- wenn Grenzen nicht gefallen, werden sie schlichtweg mißachtet. Versucht sie doch mal als Chance zu einem schönen Play zu sehen statt als Hindernisse, die man am besten umgeht.(/zitat)
Erst einmal stimme ich dem späteren zu, dass das Argument, Vampire wären ohne diese wenigen Schwächen nahezu unbesiegbar. Zu dem zitierten Textteil muss ich allerdings etwas sagen... von wegen Regeln und Vorgaben.
Die Grenzen eines jeden Chars sind dem Spieler selbst überlassen. Schön und gut. Was, wenn zwei Leute alle Grenzen einhalten und trotzdem nicht übereinkommen? Will meinen: Es gibt gute alternative Fantasyliteratur, obwohl auch bei der konventionellen die Charstärken weit genug divergieren.
Nehmen wir das Beispiel "Zauberer":
1. Ich spiele einen DSA-Magier. Schön und gut, sterblich, versagenschance etc...
2. Ich spiele einen HdR/Tolkien-Zauberer. Ist ein Avatar des ultimativen Guten, im Prinzip unsterblich.
3. Ich spiele einen Bruderschaftszauberer (Nebelgeist (Fluch d. Nebelgeists/Schattenkriege) von J. Wurts). Ursprünglich menschlich, jetzt unsterblich, kann selbst tödliche Wunden heilen, kann Materie und Menschen manipulieren etc...
4. Ich spiele einen M:TG-Magier. Sprich: Ich beschwöre massig Kreaturen und werfe mit Feuerbällen um mich.
Nur als Beispiel. Nummer 2 oder 3 könnte seinen Char vollkommen innerhalb seiner Grenzen spielen, für einen Spieler eines Nummer 1 Chars wäre das allerdings grober Unfug und dehnen von Fertigkeiten.
Deshalb meine ich, dass Grenzen die Fantasy behindern.
Elben/Elfen werden meistens als gut dargestellt, nun, in Stein der Könige (Margaret Weis & Tracy Hickman) gibt es mehr als nur einen elfischen Meuchelmörder und die Intrige gehört zum Tagesgeschäft.
Zwerge sind die begabtesten Ponyzüchter und Orks zwar wilde, aber durchaus kulturbildende Wesen, die mit den Menschen zeitweise sogar im Bündnis stehen und absolute Genies der Seefahrt sind.
Umdenken, Leute, neue Perspektiven erschliessen.
Nur weil man noch nie von einer Möglichkeit gehört hat, heisst das nicht, dass sie nicht existiert.
Oder, anders gesagt, um die Magic-Karte "Shelter" zu zitieren:
Gute Strategen nutzen ihre Möglichkeiten.
Grossartige Strategen erschaffen ihre eigenen.
...dasselbe gilt für Fantasy, Leute, glaubt's mir. Fantasy lebt von Ideen, Regeln schränken Ideen ein.
Wer sich selbst kontrolliert und einschränkt, der hat meistens die schöneren Plays, obwohl dazu gesagt sei, dass man auch nicht jeden mächtigen Char als PP abstempeln sollte. Wenn dieser mächtige Char nämlich gut und fair gespielt wird, dann ist das auch eine Möglichkeit.
Wenn allerdings weiterhin auf Regeln und Punkte gepocht wird, schultern zuckt und seuftzt dann spiele ich ab sofort nach Magic: The Gathering, weil dann jeder Gegner, der gegen mich kämpft und der nicht auch nach M:TG spielt, per Definition verliert, da er bereits in der ersten Runde decktot ist. (Wohlgemerkt, ich spreche nicht davon, die Figur einer Karte zu spielen, sondern einen Zauberer)
Klar, blödes Beispiel und Regelpositivismus, aber das ist Fakt.
Ich halte auch nicht viel davon, mich ständig zu beklagen, wenn jemand etwas tut, was er nicht tun könnte, bringt eh nichts. Als damals Kranodor eine Nachricht zugespielt wurde ohne dass er wusste, wie oder woher, habe ich mich auch nicht aufgrund der Unmöglichkeit beklagt - ich erspare mir hier Kranodors Fähigkeiten (und ich hätte auch einen nicht-eigenerdachten Char aus einem Buch spielen können, dessen Namen ich jetzt allerdings nicht nennen werde weil ich sonst meinen neuesten Char verrate, den ich gerne noch ein weilchen Inkognito spielen möchte.)
Nebenbei: Kranodors Fähigkeiten sind mannigfaltig. Er ist faktisch unsterblich (Durch den Trialismus des Äthers) und so weiter und so fort. Bislang hat sich kaum jemand beklagt... bei Kranodor glaube ich sogar gar niemand. Er ist ein Ätherer, ein halbgöttliches Überwesen. Das Volk habe ich, auch wenn es andere dieses Namens gibt, selbst erfunden. Wenn sich jemand beklagt, dass das ja unfair ist, okay, dann ändere ich es und mach einen Patryn oder Sartan draus, aus M.Weis&T.Hickmans vergessenen Reichen. Fast dasselbe, nur ein bisschen anders. Aber ebenso mächtig.
sich dann wegen dem Offtopic vor Presea duckt und mal ganz schnell weg ist (Sorry, musste noch hier antworten, aber wenn noch mehr dazu kommt, mache ich eben höchstpersönlich den RR&R-Thread auf.)
Geändert am 26.04.2003 um 02:14 Uhr von Kranodor |
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