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Vernebelter Geist...

Nutzer: Genevia
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geschrieben am: 18.04.2003    um 02:40 Uhr   
ruhig ist es...wie immer bei nacht... so schön, die sterne, der mond...sie strahlen förmlich erhellen die kleine lichtung etwas.
doch als man sich ihr nähert, wird die ruhe gestört...ein leises singen, kindlicher art.
dann entdeckt man sie... das braune haar hängt ihr schulterlang und wirr vom kopf, die wangen der 17jährigen leicht gerötet, sie lächelt strahlend.
auf dem rücken liegt sie im feuchten gras, es scheint ihr egal, ob das graue, schlichte wollkleid nass wird. die blaugrauen augen blicken einfach in die nacht, die zierlichen hände zeichnen in der luft.
es wirkt, als sei jenes mädchen in ihrer eigenen welt gefangen... als sei alles andere unwichtig... uninteressant.
was mag sie sehen, was hören oder fühlen, man vermag es nicht zu sagen.
auch als man sich ihr nähert, verändert sich ncihts, auch ansprechen hilft nicht, ändert nichts an ihrem verhalten...
was mag ihr geschehen sein, dass sie sich so von der außenwelt abschottet? was ist nur mit ihr los?


(so g wollte schon immer mal jemanden spielen, der etwas verrückt ist... kleiner wettkampf: wer schafft es, in ihren geist vorzudringen, sich mit ihrer sichtweise vertraut zu machen?)
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"Autor"  
Nutzer: Zharaseya
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geschrieben am: 18.04.2003    um 04:13 Uhr   
Langsam, Schritt für Schritt, nähert sie sich dem Mädchen. Es liegt einfach nur da, die Hände in die Höhe gestreckt und dieses selige Lächeln auf den Lippen.. Ein paar Meter entfernt bleibt sie stehen, starrt noch immer unverwandt auf die andere. Sie ist ihr unheimlich, doch plötzlich verspürt sie den Wunsch, hier bei ihr zu sein und zu warten... Sie setzt sich in das kühle Gras, wendet den Blick nicht von ihr ab. Kreise, Linien, Punkte und Spiralen malt das Mädchen in die Luft, ohne einem Schema zu folgen, immer weiter, Kreise und Linien, Kreise und Linien..

Sie fühlt wie sie müde wird, schließt die Augen. Und noch immer sieht sie Kreise und Linien, hat das Mädchen, wie es nicht weit von ihr im Gras liegt, wie ein Bild gemalt in ihrem Kopf. Alles ist so still, die Welt ist wie ausgestorben, und da ist niemand sie zu stören, niemand.. Sie spürt eine seltsame Ruhe in sich aufsteigen und möchte am liebsten schlafen. Doch plötzlich ist etwas anders, wie Strom durchfließt ein neues Gefühl ihren Körper. Sie hebt den Kopf und dreht ihn langsam hin und her. Sie wagt nicht, die Augen zu öffnen. Der kühle Nachtwind streicht über ihre Haut, und sie glaubt jedes einzelne Härchen zu spüren als sie fröstelt. Sie lauscht auf das Wispern der Bäume, fühlt die Feuchtigkeit des Grases durch ihre Kleidung dringen.
Jede Faser ihres Körpers ist gespannt; sie spürt, etwas ist dort... Sie atmet tief ein. Frisch ist die Luft und kalt, kälter als eben noch, viel kälter.
Etwas ist dort..

"Mach die Augen auf" flüstert eine Stimme rauh. "Mach die Augen auf."
Sie zögert, dann öffnet sie die Augen, hebt den Blick ... und sieht das fremde Mädchen dicht vor ihr sitzen. Ein seltsames Lächeln umspielt seine Lippen. Die Augen blicken sie durchdringend an, so als wollten sie direkt in ihre Seele sehen.. Und die Zeit scheint stillzustehen, während sich die beiden Mädchen anschauen. Vertieft in die blau schimmernden Augen des Mädchens merkt sie nicht, wie der Wind stärker wird, an ihren Haaren und Kleidern zerrt. Etwas im Blick des Mädchens beunruhigt sie, ein seltsames Glimmen, als würde hinter diesen Augen alles in Flammen stehen...
Plötzlich zuckt sie zusammen, das andere Mädchen hat lauthals zu lachen begonnen. Es ist ein heiseres, abgehacktes Lachen, das Mädchen schüttelt dabei den Kopf hin und her. Doch das Gelächter endet abrupt, das Mädchen schlägt die Augen nieder, als wäre es ihm peinlich. Als es den Blick wieder auf sie richtet, lächelt es scheu. Das Glimmen ist verschwunden, nur noch ein unbestimmbarer, doch nicht bedrohlicher Ausdruck liegt auf seinem Gesicht. Es hebt die Hand, als wolle es ihr Gesicht streicheln, hält dann inne, fährt mit den Händen über ihren mageren Körper, zerknüllt das Kleid zwischen den Fingern, glättet es wieder, zerknüllt und glättet es.
Auf einmal schaut es auf, zeigt zum Himmel. Wieder schaut es sie kurz an, zeigt erneut empor und ruft dabei: "Sieh, sieh doch!"

Ein unheimliches Vibrieren erfüllt plötzlich die Luft, die Erde, durchdringt ihren Körper, schwillt stetig an. Sie blickt auf ihre Hände, sieht sie zittern. Ein verstörter Ausdruck tritt in ihre Augen, die Lippen formen lautlos "Was..", da hört sie wieder die aufgeregte Stimme des Mädchens an ihrem Ohr: "Sieh doch, sieh, sieh doch nur!"
Endlich hebt sie den Blick gen Himmel und erkennt, was das Mädchen so erregt. Der Mond strahlt unglaublich hell, nur noch vereinzelt sind ein paar blass leuchtende Sterne zu sehen. Erst einen Moment später sieht sie, warum das so ist. Der Mond ist riesig, doppelt, dreifach so groß wie sonst und von merkwürdig gelber Farbe...

"Was ist das?!", ruft sie endlich, von Entsetzen gepackt. "Oh mein Gott, was IST das??" Sie starrt das Mädchen an, spürt wie Panik in ihr aufsteigt. Sie springt auf, möchte weglaufen, egal wohin, nur weg hier - und taumelt. Der Wind hat sich in einen Sturm gewandelt, der sie fast von den Füßen reißt. Sie dreht den Kopf, versucht sich zu orientieren, doch sie sieht überhaupt nichts, alles um sie herum ist grau und diffus. Keuchend sinkt sie wieder zu Boden.
Das fremde Mädchen beobachtet sie wortlos, regungslos. Jetzt streichelt es ihr über das Haar, die Wangen, flüstert kaum hörbar: "Es ist doch nur ein Traum". Als sie aufblickt beginnt es wieder zu lachen, wirft den Kopf in den Nacken und lacht und schreit: "ES IST DOCH NUR EIN TRAUM!"

Sie schließt die Augen, legt die Hände vors Gesicht, schüttelt den Kopf.

... nur ein Traum, nur ein Traum ....





Geändert am 18.04.2003 um 04:15 Uhr von Zharaseya
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Nutzer: Genevia
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geschrieben am: 18.04.2003    um 13:55 Uhr   
(schautz ma verwundert weil soviel von ihrer handlung vorweggenommen wurde und net weiß was sie schreiben soll oder hat sie das echt nur geträumt? kopfkratzt)
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Nutzer: Zharaseya
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geschrieben am: 18.04.2003    um 14:52 Uhr   
schmunzelnd zugibt ein bisschen abgeschwiffen zu sein.. Es war aber auch eine seltsame Nacht gestern...
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