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Zeit |
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geschrieben am: 29.03.2003 um 13:19 Uhr
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Es klingt ein Ruf aus alter, alter Zeit
an unser Ohr wie aus Prohetenmund;
Ist dir verborgen die Vergangenheit,
so tut sich dir das Werdende nicht kund.
Du willst so gern in deine Zukunft schaun;
da mußt du erst die Gegenwart begreifen,
und diese kann sich stetig nur erbaun
nach Regeln, die aus dem Vergangnen reifen.
Sind diese Regeln dir vielleicht bekannt?
Ward eine dir von ihnen offenbar?
Du kennst ja nicht das ferne, ferne Land
in dem die Gegenwart einst Zukunft war.
Was kümmert das dich, was verschwunden ist!
Soll die Nachwelt nicht um uns bekümmern?
Es hat die Menschheit das, was sie vergißt,
zur Sühne auszugraben unter Trümmern.
Und solche Sühne ist auch unsere Pflicht,
die wir vergaßen, was die Vorwelt gab.
Erkennen wir der Menschheit Seele nicht,
so sind wir nichts als dieser Seele Grab.
Drum wünschest du nch dieser, deiner Zeit
den Kommenden als lebend dich zu zeigen,
so geh zum Ursprung, zur Vergangenheit,
um dann belehrt aus ihr emporzusteigen. |
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