| "Autor" |
auf dem Nordenberg (inplay) |
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geschrieben am: 21.05.2002 um 12:38 Uhr
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Es ist früh am Morgen, als die Gestalt einer jungen Frau im roten Licht der aufgehenden Sonne auf einem schmalen Pfad den Berg hinaufwandert. Ruhig strebt sie der heiligen Stätte zu, die sich auf dessen Gipfel befindet und doch nichts weiter ist, als ein großer Felsen, neben dem ein blühendes Mandelbäumchen steht.....
Oben angekommen, sieht sie sich um, lange war sie nicht mehr hier. Sie streicht leicht mit einer Hand über den Felsen, in dessen Rillen noch immer etwas krustiges Blut ist und der auch noch einige Flecken von Kerzenwachs trägt. Das Bäumchen daneben ist recht gut gewachsen, seit sie das letzte Mal hier war, wenngleich auch etwas windschief.
Sie setzt sich ins noch vom Morgentau nasse Gras und blickt ins Tal. Unten steigt zwischen den Bäumen etwas Rauch auf, dort wo sich die Lichtung befindet und das Lagerfeuer. Die ersten Stimmen der Waldbewohner sind zu hören.... doch hier oben ist es ruhig, nur ein kalter Wind weht, zerzaust ihr die Haare und lässt sie frösteln.
Die junge Frau lächelt gedankenverloren, obwohl ihr recht kalt ist in dem dünnen orientalischen Sari. Sie trägt an der Schulter ein Mal, in Form eines kleinen Drachen. Am Arm hat sie eine Narbe, auf die sie nun sanft blickt. Wie sehr vermisste sie ihn, wie lange war es her. Während ihr Blick wieder zum Tal hin schweift, versinkt sie in alten Erinnerungen... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.05.2002 um 16:05 Uhr
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auch aus liebeskummer getrieben klettert sie fast lautlos den berg hinauf, an ihrem rücken ein Schwert befestigt, die braunen locken so hochgesteckt, das sie schon wieder damenhaft wirkt. oben angekommen richtet sie sich hoch auf und atmet die frische luft tief ein. dann streicht sie sich vorsichtig eine locke aus dem antlitz. ein lächeln liegt auf ihren sinnlichen lippen, doch man kann nicht sagen das sie fröhlich wirkt. kurz nickt sie zu krishna, und setzt sich dann in den schatten des bäumchens, um nachzudenken....
Wer keine Liebe,
und freundschaft kennt,
ist innerlich bereits tot!
Nantierah de Loire |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.05.2002 um 17:53 Uhr
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Nicht Liebeskummer führt die junge Frau auf den Berg. Viele Erinnerungen verbinden sie mit der Stätte..... und mit ihrem Bruder.
Zunächst bemerkt sie die Fremde nicht, zu sehr ist sie in Gedanken versunken und ihr Blick ist weiterhin ins Tal gerichtet, doch ohne dort wirklich etwas zu sehen.
Ein Lächeln stiehlt sich kurz auf ihr Gesicht, als für einen Moment der Schein der Sonne die Kuppel ihres Tempels reflektiert, welche in der Ferne über die Baumwipfel ragt.
Ihre Gedanken schweifen weiter und sie findet es seltsam... dort unten hatte sie so viel zu tun, nur hier oben schien die Zeit stillzustehen und ihr all die Erinnerungen aus vergangenen Tagen zu gewähren..... Junix... wo steckst du nur... murmelt sie und der Wind trägt ihre Worte davon.... |
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