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Aidskranke nicht auscchliesen? |
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geschrieben am: 19.01.2000 um 14:38 Uhr
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Hallo Leute!
Einige von euch kennen mich vom Chat! ;-) Ich arbeite ehrenamtlich seit 5 Jahren bei der Aidshilfe und ich will mal eure Meinung wissen, ich versteh nicht warum es in der heutigen Zeit so schwer ist damit umzugehen. Ich finde es sind noch immer Menschen die genauso ihre Gefühle haben wie wir. Ich habe bei der Aidhilfe Menschen kennengelernt, die alles verloren haben ( Freunde Familie und Bekannte) Ich bin der Meinung erst da sieht man wer ein Freund ist, aber als Mutter oder Vater sein Kind abzustossen versteh ich nicht. Es gibt Meinungen wie das man einen Aidskranken nicht mal die Hand geben soll. Das ist echt das ärgste. Die Menschen die ich kennenlernte haben meist nur uns Mitarbeiter um mal zu reden oder mal wegzugehen. Warum kann man die Krankheit nicht so akzeptieren wie andere auch? Es sind doch noch immer Menschen und die meisten haben es echt nicht leicht, trotzdem werden sie von der Gesellschaft abgestossen. Keiner kann sagen warum, ich bin der Meinung das die Aufklärung noch immer sehr gering ist und keiner eine Ahnung hat wie man sich infesziert. Sagt mal was haltet ihr davon???? Thx Mädl22 |
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geschrieben am: 21.01.2000 um 09:43 Uhr
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im endeffekt ein problem verbreitet durch die medien!
es gibt weltweit wirklich mehr schwere krankheiten als krebs aids etc.,
allerdings wird aids dermassen aufgebauscht dass diese angst dadurch resultiert ist!
ich will damit nicht sagen dass es falsch ist dass medien und staat vor einer krankheit warnen, nur dadurch entstand eben diese ganze unbegründet grosse angst!
ich selbst kann wirklich nicht sagen wie ich mich gegenüber einem aidskranken menschen verhalten würde....sorry ist eben so
ich meine klar es ist eine mensch wie jeder andre nur er hat eben ne krankheit na und?
aber wenn man dann vor jemandem steht der HiV-positiv ist..dann ist es schon wieder eine andre sache,......wenn ich die erfahrung gemacht habe werd ich auch sagen können wie ich reagiere aber so ist es einfach nicht möglich.
aus meiner jetzigen situation würde ich sagen:
ich würd mit dem menschen umgehn wie ich auch mit andren umgehe....vielleicht etwas übervorsichtig was verletzungsrisiko bei ihm betrifft, was auf dauer mit sicherheit nervig ist, aber ist ja leider so das hiv übertragbar ist und dann achte ich halt reflexmässig darauf dass sich dieser mensch nicht verletzt damit mein infektsrisiko so minimal wie möglich wäre......
ich würde ihn jetzt nicht in watte packen aber naja halt darauf achten wie gesagt, ansonsten würde ich aus jetziger situation sagen:
keine vorurteile!
behandlung wie jeder andre mensch!
cu
der raw |
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geschrieben am: 21.01.2000 um 10:12 Uhr
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Hallo,
ich habe 4 Jahre mit einer Freundin zusammengewohnt, welche AIDS hatte.
Auf ihren Wunsch hin wurde verschwiegen, gelogen und ausgwichen. Das war so schwer.
Aber ich konnte sie verstehen, denn einige Reaktionen waren echt Übel.
Ich verurteile nicht die Reaktionen, denn Unwissendheit macht Angst. Diese Menschen werden ihr leben lang leiden unter dem was sie nicht tun konnten. Ich sah es schon auf der Beerdigung, sie kamen alle. Bei der Krankheit waren wir aber nur noch zu zweit an ihrem Bett. Anschließend wollten sie von ihrer Last (der Ohnmacht) freigesprochen werden, von mir (komisch). Sie sagten ich wäre so mutig, so stark. Aber sie sahen nicht das ich es tat, weil sie einfach meine Freundin war die ich mochte und die mir wichtig in meinem Leben war. Das konnte mir auch keine Krankheit nehmen.
Ich kann weiterleben mit der Gewissheit etwas sehr besonderes miterlebet zu haben. Christine hat mir die Chance gegeben sie zu begleiten, gemeinsam zu leiden und zu fühlen. Sie war etwas ganz BESONDERES und ich habe viel gelernt in dieser Zeit.
Die anderen werden ihr Leben lang ihr Gewissen fragen: hätt ich mich nicht doch überwinden können und da auch ganz gut stehen können?
Wissen wie man reagiert, weiß jeder erst in genau dieser Situation.
Es wird immer spekuliert. "Stell Dir vor das und das passiert, wie verhälst Du Dich da?"
Schmeiß diesen Menschen in eine Situation und erst da kann er sagen wie er sich verhält. Nicht vorher, da kann man nur sein erhofftes Verhalten sagen.
Nach Christines Leidensweg habe ich die Mauer des Schweigens durchbrochen. Erzähle von diesem Weg und hoffe ich kann somit bei dieser Aufklärung beitragen. Ich arbeite in einem Jugendtreff und erzähle den Kidds davon, es ist einfach immer noch zuviel Unwissendheit da.
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geschrieben am: 21.01.2000 um 11:49 Uhr
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Ein guter Freund von mir, der mittlerweile in den USA lebt hatte AIDS. Ich muß zugeben, am Anfang hatte ich auch so meine kleinen Problemchen damit, aber ich bin stets offen an diese Sache herangetreten.
Ich habe ihn offen und ehrlich gefragt, worauf ich achten muß, ob ich ihm helfen kann, wie ich mich verhalten soll.
Das Gespräch hat mir persönlich sehr geholfen. Nur ist der Aufklärungsfaktor in den Medien leider viel zu gering. Es wird stets über diese Krankheit berichtet und erzählt, wie schlimm diese Krankheit ist. Aber reine Aufklärung wird kaum betrieben.
Mittlerweile kann man schon fast sagen, daß AIDS-Kranke in unserer Gesellschaft wie Aussätzige behandelt werden. Mein Freund steht zu seiner Krankheit, aber er hat es damit nicht gerade leicht.
Eines muß ich Dir in diesem Zusammenhang noch sagen:
Ich finde die Arbeit, die Du machst wahnsinnig toll und bewundere Dich dafür. Ich würde mich gerne mit Dir mal über Deine Arbeit unterhalten. Vielleicht mailst Du mir mal? Würde mich sehr freuen...
Dein Ghostwalker
<A HREF="mailto:w4ghost@gmx.net w4ghost@gmx.net |
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geschrieben am: 21.01.2000 um 15:04 Uhr
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Hy Leute! :-))
Ich finde es super und habe mich echt sehr gefreut als ich sah das ihr geschrieben habt. @Raw toll das du so ehrlich bist, find ich super von dir nicht jeder ist so ehrlich *knuddel dich mal dafür* @kiara Super ich finde es toll was du gemacht hast. Das mit dem Jugendzentrum ist eine tolle Iddee das werde ich mal bei der Aidshilfe vorschlagen, denn da gehört echt noch viel Aufklärung. @ ghostwalker Super auch von dir ich werde mich mal bei dir melden. Thx an euch alle in Wien ist die Meinung leider nicht so schön, eher schlechte Meinungen über Aids und ich bin froh mal was anderes zu hören. Ich werde mal bei der Aidshilfe erzählen das es auch nette normale Menschen gibt die sie nicht abstossen, sondern sich entweder informieren oder ihm gleich akzeptieren, das freut bei der Aidshilfe jeden der betroffen ist. Danke an euch Mädl22 :-)) |
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geschrieben am: 22.01.2000 um 16:24 Uhr
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| mal wieder hochschiebt, weil wichtig ist drüber nachzudenken! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 22.01.2000 um 18:39 Uhr
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| Kiara ganz doll dankt und auch mit raufschiebt *knuddel* |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.12.2000 um 18:19 Uhr
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| ich weiß, der thread ist schon asbach, aber ich finde, daß HIV immer aktuell ist und deshalb hab ich hin mal hervorgekramt. charly |
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