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geschrieben am: 03.07.2002 um 13:56 Uhr
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Dunkelheit, von dem stärker gewordenen Wind in Kälte gesetzt streicht durch die Straßen, die sich scheinbar von Minute zu Minute sichtlich leert. Die Menschen, die von ihrer Arbeitsstelle nach Hause eilten, die Kinder, die von ihren Eltern heim gerufen wurden, auslösend der immer stilleren Umgebung. So ist es doch recht verwunderlich, das sich um diese Zeit noch immer ein Mädchen durch den freiliegenden Fußgängerweg bewegt. Nur begleitet von den Lichtern der veralteten Straßenlaternen, auf denen sich schon der Dreck an den Glasrändern ansammelte und um welche sich zahlreiche Tagesfliegen und Nachtfalter sammelten.
Keinen Blick vermag diese vielleicht 16jährige Gestalt vor sich zu richten. Sicher, die feuerroten Locken, die unter der aus schwarzem Jeansstoff bestehenden Baskenmütze gesichert wurden. Würde man einen ersten Blick zu ihr riskieren, würde wohl die Vermutung aufkommen jene Haare seien kurz, gehen sie auch bis zu ihren Achseln. So auch bei Tage nicht annehmbar gleicher Schatten auf ihr Gesicht geworfen wird wie nun zu diesem Lichtfall und das nur von dem schmalen Schirm der Mütze. Ein Schatten der es vermag ihre stahlblauen klaren Augen in sich zu verschlingen, ihre blasse Haut und selbst ihre kecken Sommersprossen in reine Trauer zu wandeln. Ihre Hände legten sich schon lange an den Kapuzenkragen ihres schwarzen Jeansmantels, ihn feste, fast verkrampft zu heben und somit, hilft es auch nicht wirklich viel, die schaudernde Kälte abzuhalten sie vollends einzunehmen. Denn obwohl sich in den letzten Tagen auch die Sonne ihren sommerlichen Weg durch die Straßen bahnte, so will das Wetter sich wohl heute nicht ganz auf die Wettervorhersage einlassen, welche doch ausdrücklich warme Temperaturen versprach. Stattdessen vermag es wohl nun ein Gewitter anzudrohen das sich ob der schwüle schon fast bestätigte, ist die Kälte des Windes auch bei jener kaum zu ertragen.
Immer schneller führen ihre Schritte sie voran, von den beigen Turnschuhen, die sich nur mit der Spitze aus ihrer gegilbten langen und dunklen Schlagjeans befreien konnten, abgefedert, so das sie kaum auffällt. Nur ein leises Klappern ertönt immer wieder, immer wenn ihre, aus Cort bestehende, Umhängetasche an ihren Oberschenkel schlägt und der schwung ihres Schrittes erneug einsetzt.
Kein wenig verwunderlich ist es das das was geschehen sollte seinen lauf nimmt.
Ein leises murmeln zieht sich über ihre Lippen und sind ihre worte auch nicht zu verstehen so redet sie wohl doch recht streng zu sich selbst als sie plötzlich unterbrochen wird...unterbrochen von einem Stoß gegen ihren Körper, der sie ins taumeln brachte und nach hinten stolpern ließ, auf das sie auf ihrem Hosenboden landete.
Was war geschehen...natürlich, sie hatte den ihr fremden mit der schweren Tasche, der gerade aus dem Hinterhof kam völlig übersehen, war ihr Blick doch gen Boden gerichtet und so stoß sie mit ihm zusammen.
Erst noch völlig still, ob des Schock's, der sich in ihr breitmachte, war es zwar ein Missgeschick, doch ist es doch immer wieder erschreckend von etwas auf den Hosenboden befördert zu werden. Bis sie dann ihren Blick hebt und empört aufsieht, erst einmal zu registrieren, was eigentlich geschah. Wild wirkt ihr molliges doch durchaus interessantes Gesicht, hat sie doch etwas an sich, was sie von den anderen lustlosen Teenagern unterscheidet. Musternd der Blick der klaren Augen, der sich durch ein paar rote Locken, die sich durch den Fall aus der Mütze verirrten kämpft um zu erkennen gegen was sie eigentlich gerempelt ist. Schwer hat sie es im ersten Augenblick mit dieser Tätigkeit, wollen ihre Haare sich wohl lieber dem spielerischen Wind in seiner Bewegung anschließen als das sie ihre Augen freilegen und ihr somit ihre Sicht erleichtern... |
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