| "Autor" |
Für True Spirit und Raziel |
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geschrieben am: 14.08.2002 um 11:25 Uhr
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Langsam tritt das zierliche Wesen in den Garten der verblühten Rosen. Ihren Kopf gesenkt, fern von aller Fröhlichkeit die sie einst besahs. Leicht und dennoch beschwerlich läuft sie über die schwarzen Rosenblätter auf dem Boden. Kurz hält sie an, und bricht eine junge Rose von der riesigen Hecke neben ihr. Vor einer Bank bleibt sie stehen, stellt sich auf die Zehnspitzen und nimmt die steinernde Tafel von der Hecke. Kurz fallen weiße Tränen aus ihren Augen, die auf die Bank fallen, und zersplittern. Sie läuft zurück, bricht unterwegs noch einen Rose und tritt vor das Tor. Dort kniet sie sich nieder, legt die steinernde Platte nieder und rechts und links jeweils eine Rose. Mit einem Finger streicht sie über das Gedicht auf der Platte und leis spricht sie es nach.
Verblühst du schon?
Du verblühst schon, holde Rose,
weckt Dich nicht der Sonnestrahl?
O, Du liebe, kleine, lose
o,erblühe noch einmal!
Einmal öffne noch die Hülle,
sie, ich will bescheiden sein,
einmal lass mich noch der Fülle
Deines Glanzes wohl erfreun!
Willst das Köpfchen nicht mehr heben?
Senkst die Blätter welk und fahl?
Ach! es wird ja Lenz im Leben,
nur ein einzig, einzig Mal!
ihre stimme verstummt, die weißen Tränen auf die Platte fallen, in den Rillen der Schrift verweilen sie. Sie sich erhebt, auf die Rosen sieht, auch auf sie, jeweils eine weiße Träne fällt, und diese sich öffnen.
Noch einmal zurück sieht, blanker Schmerz in ihrem Blick liegt und leis murmelnd sagt: True, bitte sage es Raziel, vielleicht ist es gut so sie hofft, das ihre Freundin weiß, was sie meint..
Das Tor schließt und sich dann umwendet.
Im Schatten entschwindet. Geändert am 14.08.2002 um 14:14 Uhr von Black_Lilli |
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