| "Autor" |
Für True Spirit |
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geschrieben am: 29.08.2002 um 19:00 Uhr
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Zum letzten Male tunkt sie die Feder in das Tintenfass, auf dem hölzernen Tisch in einem kleinen dunklen Raum. Sie streicht die Feder ab und setzt sie behutsam auf das Blatt Papier. Der letzte Punkt war es, den sie tat. Zufrieden legt sie die Feder neben das Blatt und schaut auf das Geschriebene.
Der Heilige hob das Haupt, und das Gebet
fiel wie ein Helm zurück von seinem Haupte:
denn lautlos nahte sich das nie Geglaubte,
das weiße Tier, das wie eine geraubte
hilflose Hündin mit den Augen fleht.
Die Beine elfenbeinernes Gestell
bewegt sich in leichten Gleichgewichten,
ein weißer Glanz glitt seelig durch das Fell,
und auf der Tierstirn, auf der stillen, lichten,
stand, wie ein Turm im Mond, das Horn so hell,
und jeder Schritt geschah, es aufzurichten.
Das Maul mit seinem rosa-grauen Flaum
war leicht geöffnet, sodass ein wenig weiß
-weißer als alles- von den Zähnen glänzte,
die Nüstern nahmen auf und letzten leis.
Doch seine Blicke, die kein Ding begrenzte,
warfen die Bilder in den Raum
und schlossen einen blauen Sagenkreis.
Nickt leicht zu sich selbst und nimmt einen Zettel. Auf diesen schreibt sie geschwind: Für dich True, damit du mich in der Zeit, wo du fort bist, nicht vergisst. Lilli
Den Zettel legt sie auf das Gedicht.
Sie sich dann von dem Stuhl erhebt, ihn ran schiebt und nochmals auf das Blatt sieht.
Sich dann abwendet und den Raum schweigend verlässt. |
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