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Sinkende Zeitbomben oder Mehr Sicherheit für unsere Küsten

Nutzer: fortinbras
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geschrieben am: 06.04.2001    um 02:03 Uhr   
Selbst mit moderner Technik ist Ölteppichen kaum Herr zu werden - die Wissenschaftler sind weitgehend ratlos. Dennoch wird zu wenig getan, um folgenschwere Havarien zu vermeiden.

Die Bilder von Ölkatastrophen gleichen einander in erschreckender Weise: Seevögel verenden mit schwarz verklebtem Gefieder. Ganze Schwärme toter Fische werden an den Strand gespült. Helfer waten hilflos im klebrigen Schlick und versuchen, die todbringende Ölmasse einzusammeln - mit Mistgabeln, Schaufeln und bloßen Händen.

Diesmal waren es 2700 Tonnen Schweröl, die der Tanker "Baltic Carrier" vor der dänischen Ostseeküste verloren hat - eine vergleichsweise kleine Havarie. Bisherige Bilanz: 14 Kilometer verseuchte Küste, mindestens 2500 tote Vögel, Auswirkungen auf Fischbestände und Vegetation unbekannt.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als habe man seit dem Unglück der "Amoco Cadiz" vor 22 Jahren nichts dazu gelernt - damals liefen vor der Bretagne 200.000 Tonnen Rohöl ins Meer und verdreckten 350 Kilometer Küste. Seitdem wurden weltweit 15 weitere große Tankerunglücke registriert, hinzu kommen unzählige Lecks aus Pipelines und Förderanlagen. Erst im März sank vor Brasilien mit "P-36" die größte Bohrinsel der Welt. Um immer abgelegenere Ölvorkommen zu nutzen, wurden Pipelines, Supertanker und Fördertechnik bis an die Grenze des Machbaren ausgereizt - die "P-36" bohrte 1300 Meter unter dem Meeresspiegel noch einmal einige tausend Meter tief in die Erde.

Primitiv und widerlich

Im Gegensatz dazu ist die Technologie zur Beseitigung von ausgelaufenem Öl nach wie vor eher primitiv: Verseuchte Küstenstreifen von verklumptem Rohöl zu reinigen, das zwingt viele geduldige Helfer zu widerlicher Handarbeit.

Nicht weniger frustrierend geht es zu, wenn ein Ölteppich auf offener See entfernt werden soll. Das naheliegende Anzünden und Abfackeln ("in-situ burning") ist nur mit einigen Ölsorten bei bestimmter Schichtdicke und Temperatur möglich. Wegen der Rauchentwicklung darf der Ölteppich der Küste nicht zu nahe kommen. Zudem verdunsten die leicht brennbaren Bestandteile des Öls so schnell, dass die schwarze Masse bereits einige Stunden nach der Havarie nicht mehr entflammbar ist.

Daher bleibt meist nur das mühsame Abschöpfen des Öls, das so genannte "Skimmen". Hierzu wird ein Förderband oder eine Drehscheibe durch das Wasser gezogen, an dessen lipophiler (fett anziehender) Oberfläche das Öl hängen bleibt. Da das Verfahren nur bei intaktem Ölfilm funktioniert, ist es schon bei mittlerem Seegang unbrauchbar.

Alternativ kommen Vakuum-Skimmer zum Einsatz, die ähnlich wie Haushaltsstaubsauger funktionieren und genauso oft verstopfen. Wenn sich schließlich bei schwerer See der Ölteppich in eine aufgeschäumte Mousse verwandelt, sind alle Skimming-Verfahren am Ende: Sie fördern mehr Wasser als Öl. Bei großen Havarien gelingt es selten, mehr als zehn Prozent des ausgelaufenen Öls wieder einzusammeln.

Da die Beseitigung der ausgelaufenen Ölmassen nach wie vor Glückssache ist, werden bereits seit langem bessere Sicherheitsstandards für Bohrinseln und Tanker gefordert. Die Wende brachte 1989 das Unglück der "Exxon Valdez", bei dem sich 40.000 Tonnen Rohöl vor Alaska in den Prince-William-Sund ergossen, eines der letzten Naturparadiese Nordamerikas.

Eskorten schützen

Die USA reagierten mit dem "Oil Pollution Act" von 1990, der unter anderem strenge Auflagen für Öltanker enthält. Bis 2015 sollen alle Schiffe mit doppelter Hülle ausgerüstet sein. Doch Tanker unter Billigflaggen wie Liberia oder Belize erfüllen die empfohlenen technischen Standards häufig nicht. Auch die Ausbildung der Mannschaft von Supertankern ist im internationalen Vergleich sehr unterschiedlich - eine einheitliche Regelung, wie bei Verkehrspiloten, ist nicht in Sicht. In engen oder viel befahrenen Seestraßen wie dem Ölhafen von Valdez werden daher die Tanker neuerdings von Schleppern eskortiert, die jede Untiefe kennen und bei Manövrierfehlern sofort eingreifen können.

Die jüngste Kollision der "Baltic Carrier" mit einem Frachter ereignete sich in der Kadetrinne, mit jährlich 55.000 Schiffen eine der am stärksten befahrenen Seestraßen der Erde. Nach bisherigem Stand war die Ursache ein Manövrierfehler des unter der Flagge der Marshall-Inseln laufenden doppelwandigen Tankers. Wenn dies stimmt, hätte die Eskortierung durch einen Schlepper, wie sie etwa im Hafen von Valdez vorgeschrieben ist, den Unfall verhindert.

Von Alexander S. Kekulé
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Nutzer: MiaWallace28
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geschrieben am: 06.04.2001    um 04:04 Uhr   
Wie unsicher sind Öl-Tanker?

Jan Rispens, Öl-Experte bei Greenpeace, über Gefahren auf den Meeren, zehn Jahre nach dem Fall Exxon Valdez in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

SZ: Vor zehn Jahren ist die Exxon Valdez an einem Riff in Alaska gestrandet und hat rund 40 000 Tonnen Rohöl verloren. Was ist heute davon noch zu spüren?

Rispens: Insgesamt ist nur ein kleiner Teil von dem Öl entfernt worden, 20 oder 30 Prozent. Der größte Teil des Öls ist noch immer an den Stränden zu finden: vor allem unter den Steinen an den Kiesstränden.

SZ: Welche Auswirkungen hat das für das Öko-System?

Rispens: Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, daß insbesondere Muscheln giftige Bestandteile aus dem Öl filtern. Die Muscheln sind Teil der Nahrungskette und werden wieder von Vögeln und anderen Tieren gefressen. Deshalb, so sagen die Forscher, sind auch das Brutverhalten und die Bruterfolge vieler Vogelarten stark beeinträchtigt. Eine Komission hat nach dem Unfall 30 Tierarten untersucht, wieweit sie sich wieder erholen: Nur zwei, eine Adler- und eine Otterart, haben sich wieder vollständig regeneriert.

SZ: Für die Fischer dort war der Unfall ja existenzbedrohlich. Wurden sie ausreichend entschädigt?

Rispens: Der Ölmulti Exxon hat 1991 relativ schnell die Reinigungsarbeiten und etwa 300 Millionen Dollar an die Fischer bezahlt. Die Reinigungsarbeiten haben bisher mehr als zwei Milliarden Dollar gekostet. Später hat es dann aber eine große Sammelklage von vielen Fischern und anderen Betroffenen gegen Exxon gegeben. Ein Gericht verurteilte Exxon 1994, noch einmal rund fünf Milliarden Dollar zu bezahlen. Das hat der Konzern bis heute nicht gemacht, da laufen immer noch Berufungsverfahren vor Gericht.

SZ: Haben die Ölmultis Konsequenzen aus der Havarie und den Unglücken der letzten Jahre gezogen?

Rispens: In Alaska hat sich ganz wenig geändert: Vor zehn Jahren hatten nur zehn Prozent aller Tanker, die Prince-William-Sund angefahren haben, eine doppelte Hülle. Heute sind es genau sowenig. Doppelhüllen verringern das Risiko eines großen Ölaustritts erheblich. Aber trotz der Versprechen setzen Esso und die anderen nicht mehr Doppelhüllen-Tanker ein.

SZ: Sie sind dazu international erst ab dem Jahr 2026 verpflichtet . . .

Rispens: . . ja, wenn sie in amerikanische Häfen fahren allerdings schon 2015 - was auch viel zu spät ist. Alle Tanker, die ab 1996 gebaut werden, müssen Doppelhüllen haben. Aber für die existierenden Tankerflotten gibt es diese extrem lange Übergangsfrist bis zum Jahr 2026.

SZ: Ein Unglück wie vor zehn Jahren könnte in Alaska also jeden Augenblick wieder passieren?

Rispens: Ja, eindeutig, auch an vielen anderen Orten der Welt. Zwar wurden auf den Schiffen einige Sicherheitsbestimmungen verbessert. Einem Großteil der Tanker fehlt nicht nur die Doppelhülle, sie sind auch schrottreif.

SZ: Wieviel Millionen Tonnen Erdöl werden jährlich transportiert?

Rispens: Mehr als eine Milliarde Tonnen. Ein Unglück wie in Alaska kann wieder passieren.

SZ: Was müßte außer den Doppelwänden Ihrer Meinung nach noch verbessert werden?

Rispens: Auf diesen Schiffen muß, wie bei Flugzeugen auch, eine Black Box installiert sein, damit man die Unfall-Ursachen auch besser analysieren kann. Die Schiffsbesatzungen müssen besser trainiert und ausgebildet werden. Und man muß ökologisch sehr sensible Gebiete für solche Tanker-Schiffahrt sperren.

SZ: Welche zum Beispiel?

Rispens: Die Deutsche Bucht kann man nicht sperren, aber strengere Regeln sind notwendig. Wir haben gerade gesehen, daß es da Unfallpotential gibt: Wenn anstelle der Pallas ein großer Öltanker vor Wilhelmshaven untergegangen wäre, dann hätte man natürlich eine Katastrophe hier direkt vor der deutschen Küste gehabt. Im eisbedeckten Polarmeer sollten Tanker nicht fahren.

SZ: Ist eigentlich immer klar, wer bei einem Unfall haftet?

Rispens: Nein, das ist sehr undurchschaubar. Und meistens zum Nachteil der Natur oder der betroffenen Menschen. Viele der schrottreifen Tanker fahren unter Billigflagge. Da könnte Flaggenhaftung eine Lösung sein, so daß im Notfall die jeweiligen Länder mithaften.

SZ: Das allein ändert aber nichts an der riesigen Menge, die weltweit verbraucht und per Schiff transportiert wird.

Rispens: Deshalb fordern wir, daß die Konzerne weniger in neue Erdölvorhaben, sondern verstärkt in erneuerbare Energien investieren - auch um das Klima nicht weiter zu belasten.

Die Fragen stellte Oliver Bantle
Quelle: SZonNet, Süddeutscher Verlag GmbH, München



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Nutzer: Menolly
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geschrieben am: 06.04.2001    um 12:45 Uhr   
KD, du bist und bleibst ein ........

Meno
Wir sind der Stoff, aus dem die Träume gemacht sind. Shakespeare
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Nutzer: laila*
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geschrieben am: 06.04.2001    um 20:19 Uhr   
das steht doch nicht da, um unser gewissen zu beruhigen, king dave!! sondern damit wir uns eben nicht einfach wieder unserm alltagsgeschehen zuwenden (du kannst also bügeln?? *staun)...aber die frage ist: was kann man tun, damit nicht so gedankenlos mit unserer natur umgegangen wird??? statt hier so blöd herumzulästern, gib doch mal konstruktive vorschläge k.d.!!
mir ist es auf jeden fall nicht egal, wenn ich keine möglichkeit mehr haben werde, die schönheit des meeres erleben zu dürfen...
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Nutzer: MiaWallace28
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geschrieben am: 06.04.2001    um 21:27 Uhr   
... mir ist es auch nicht egal laila* ...

Um die Gefahr einer Umweltkatastrophe im Wattenmeer zu reduzieren, ist es nach WWF Ansicht nötig, dass Schiffe mit gefährlichen Ladungen einen Lotsen an Bord haben und von Schleppern begleitet werden, die im Falle einer Havarie sofort eingreifen können. Dies befürworten auch die meisten Deutschen: 80% der Befragten sprachen sich dafür aus, dass z.B. Öl- und Chemikalientanker in Küstennähe von Schleppern begleitet werden, auch wenn dies zusätzliche Kosten für die Hafenwirtschaft und die Allgemeinheit bedeute.

Um den gemeinsamen Naturraum Wattenmeer zu schützen, müssten die Anrainerstaaten Dänemark, Deutschland und die Niederlande bei der Vorbeugung wie bei der Krisenbewältigung eng zusammenarbeiten. Dies sei heute noch nicht der Fall. Der WWF und 94% der Deutschen setzen sich für eine engere Zusammenarbeit der drei Staaten ein, sowie für eine gemeinsame Einsatzzentrale. Da gerade Deutschland als „Bremser“ auftritt, hofft der WWF nun auf den nötigen Impuls für die Ausweisung eines gemeinsamen geschützten Meeresgebietes der drei Staaten auf der nächsten Wattenmeer-Ministerkonferenz im Oktober.

... und dies ist nur ein brennpunkt ...

*koppschüttelndzzzüberlethargie*

peace & respect
mia


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Nutzer: verovero
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geschrieben am: 07.04.2001    um 13:34 Uhr   
Wenn man der Pazifikküste (ab Mexico südwärts) fährt, sieht man die Ölplattform-Leichen: Merkwürdige Riesengestelle rosten still vor sich hin, gestrandete Schiffe tun dasselbe und werden von Touristen auch noch als romantisch empfunden. Was da drin ist oder war, interessiert keinen ...

Dazu der Gedanke daran, mit welcher Selbstverständlichkeit man die MIR ins Meer stürzen liess, wohlbedacht darauf, daraus eine «Präzisionsshow» für die Massenmedien zu gestalten. - Und die Menschheit hat mitgemacht: Aplaus für die HighTech-Leistung Russlands ...

Wie die Kinder gehen wir davon aus, die Erde samt ihrer Bevölkerung würde für immer bestehen, alles würde sich entwickeln, alles sei Fortschritt.
Solches Denken wird durch die Wirtschaft unterstützt, der es rein auf den Profit ankommt. Das Individuum will eine gut laufenden Wirtschaft, damit es seinen «hohen» Lebensstandard beibehalten kann ...

Manche Öltanker kreuzen die Meere als Seelenverkäufer unter Billigflagge. Gibt es hie und da einen spektakulären Unfall, unterrichten uns die Massenmedien. Diese Informationen bedeuten bloss die Spitze des Eisbergs.

Das Individuum kann solches nicht steuern. Ereifert es sich über solche Themen allzusehr, wird es als grün, obskur und etwas hypersensibel betitelt/empfunden und sogar ausgegrenzt.

Achtung: kds Beitrag... ob er nun lethargisch ist oder nicht:
Er spiegelt genau das, was dem «gewöhnlichen» Bürger angesichts aller oben angebrachten Beiträge bleibt:
Er entrüstet sich (mehr oder weniger engagiert) über verbreitete Informationen, kann aber eigentlich nichts tun, als sich den tägliche anfallenden Arbeiten widmen: Hier als Beispiel dem Bügeln.

- Wer in unseren Breitengraden Kleider besitzt kann froh sein, er wird nicht frieren.
- Bügeln ist nicht lebensnotwendig ! - hebt aber das Image ungemein.
- Sollen wir auf's Heizöl verzichten?
- Nehmen wir nicht auch den Wagen, wenn wir zum Supermarkt fahren, um ein neues Bügelbrett zu kaufen?
- etc.

Wir machen alle mit. Vielleicht ist das so, weil die Katastrophen «immer so weit weg sind.» - Und: Wir haben es ja überlebt. Ich denke, die Summe aller solchen + ähnlichen Katastrophen wird die Menschheit als gesamte betreffen. Den letzten Generationen Menschen wird es nicht besser ergehen als den in grausamster Weise verendenden Seevögeln.

vero
Geändert am 07.04.2001 um 13:40 Uhr von verovero
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Nutzer: Gast_baghira
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geschrieben am: 07.04.2001    um 17:19 Uhr   
vitani, Klappe! (nicht sorry, aber musste auch mal sein)


vero - Du hast es auf den Punkt gebracht, in dem Du die beiden gegensätzlichen Seiten (KD gegen den Rest ;) )passend "zusammengeführt" hast. Irgendwo haben halt beide Seiten Recht.

applaus


Der berühmte Nagel und der Kopf
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Nutzer: MiaWallace28
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geschrieben am: 07.04.2001    um 19:07 Uhr   
In Ursula K. Le Guins Utopie - eine der wenigen positiven und womöglich die beste, die im 20. Jahrhundert geschrieben wurde - sind die Odonier, eine Gruppe überzeugter Anarchisten, nach einem Aufstand vom Planeten Urras auf den Nachbarplaneten Anarres verbannt worden. Dort fehlen sämtliche Annehmlichkeiten, die wir für unentbehrlich halten: Die Menschen müssen ihrer kargen, staubigen, abweisenden Welt alles abtrotzen, was sie zum Leben brauchen.

Dennoch wünscht man sich dorthin, und sei es nur, um zu erfahren, wie sich die Abwesenheit von Herrschaft und Besitz auf das menschliche Zusammenleben auswirkt. Auch ohne Kristallkugel und Kaffeesatz lässt sich unschwer konstatieren: Je länger wir zum Gott des ungebremsten Wirtschaftswachstums beten, je später wir uns von den vorherrschenden Methoden der Energieerzeugung und -verschwendung verabschieden, desto unerfreulicher wird es für zukünftige Generationen werden.

Es besteht also wenig Grund zu jener Hoffnung, die in John F. Kennedys berühmter Amts-Antrittsrede im Jahr 1961 noch mitschwang: der Mensch, in absehbarer Zeit werde er in der Lage sein, sich das Universum - "this new ocean" - als Lebensraum zu erobern.

Doch wer weiß, vielleicht hat das irgend jemand da draußen bereits getan, und dann ergeht es uns womöglich so, wie es Douglas Adams in Per Anhalter durch die Galaxis schildert: Die Erde wird von Außerirdischen platt gemacht, die eine galaktische Umgehungsstraße bauen - und dabei ist ihnen der absolut unbedeutende, kleine blaugrüne Planet leider im Weg. Da hilft nur noch eins: KEINE PANIK...

;o)

mia
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Nutzer: verovero
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geschrieben am: 09.04.2001    um 12:15 Uhr   
::kd,
Kurzpause. Mache ähnliche Streifzüge. Sanitäre Einrichtungen in den Anden, lebender Rost. Reliefe, Makro. Statik und vergangene Statik.
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Nutzer: fortinbras
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geschrieben am: 14.04.2001    um 04:51 Uhr   
Hi,

ja sicher, es ist immer wieder dasselbe: "Was bringt es denn, wenn ich versuche, was zu ändern? Nix!"

Leider denken sechs Millarden Menschen so. Wenn nur zehn Prozent von denen anfingen, ihre Gewohnheiten zu ändern, ginge es unserer Umwelt besser. Aber egal, was solls, wenn dieser Planet abgeerntet ist, ziehen wir halt zum nächsten um.

Ihr geht mit der Welt um, als hättet ihr eine zweite im Keller.

Warum muss es ein neues Bügelbrett sein? Ein neuer Bezug für das Alte reicht meist auch. Und das passt auch in die Einkaufstasche, die man in öffentlichen Verkehrsmitteln mit sich führen kann.

Im Endeffekt läuft alles immer auf dieselbe schale Schlussfolgerung hinaus: "Also eigentlich kann man doch nichts machen."


Gruss
Fortinbras

P.S.: Erst wenn der letzte Schein verprasst, die letzte Mark vergeudet, der letzte Groschen gefallen ist, werdet ihr feststellen, dass man mit Bäumen nicht bezahlen kann.
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"Autor"  
Nutzer: DarkFrippi
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geschrieben am: 14.04.2001    um 12:05 Uhr   
Die lernen auch nicht daraus! Da werden die alten Schiffe benutzt, die gerade mal den 2. Weltkrieg überstanden haben.
Aber da kannste nichts machen. Da hilft nur eins! Eimer schnappen, hingen, abküppen!
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"Autor"  
Nutzer: Menolly
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geschrieben am: 15.04.2001    um 02:24 Uhr   
Hallo KindGave,

was du schwafelst interessiert nicht die Bohne, und dass du dumm und intolerant bist wissen wir ja schon länger.
Ansonsten: Halt die Fresse, wenn du nix konstruktives dazu beitragen kannst.

ohne Gruss
Meno
Wir sind der Stoff, aus dem die Träume gemacht sind. Shakespeare
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Nutzer: Uziel
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geschrieben am: 15.04.2001    um 13:39 Uhr   
Mahlzeit...

Irgendwo läuft hier alles auf den selben Punkt raus...

Es muß sich was ändern... Das bestreiten auch kd oder vero nicht...

Aber das wie, das ist der Punkt...

Und da schlagen kd und vero mit gnadenlosem Realismus zu...

Und irgendwo haben sie auch recht...

Das Öl, daß sich hier täglich rund um den Planeten bewegt, ist ja nicht nur zum verbrennen da....

Fassen wir mal nur einen kleinen Bereich zusammen:
Plastik, Kleidungsstücke, Schmiermittel, Arzneimittel....

Ja, für das alles wird "Petroleum" benötigt.....

Vielleicht kann man was erreichen, wenn man ein wenig die Faulheit ablegt und das Auto mal stehen läßt...Wenn man sich mal lieber ne Decke holt, als die Heizung noch ein wenig mehr aufzudrehen...

Aber....

Auf Kleidung verzichten? Auf die gesamte Mechanik des Umfeldes verzichten? Auf lebensrettende Medikamente verzichten?

Und worauf wollt ihr in dieses Forum posten???
Das Keyboard könnt ihr auch wegwerfen...

Der Verbrauch wird sich nicht reduzieren lassen, zumindest nicht in dem Maße, um die Lobby der Erdölfördernden und Verarbeitenden Mächtigen so zu schädigen, daß alternative Möglichkeiten umfassend gefördert werden können....

Und diese Lobby ist nun mal die Weltbeherrschende...

Und noch ein Wort zu denen, die sich so hervorragend für die Umwelt kämpferisch einsetzen (Greepeace, Robin Wood etc...):

Es sind mit Sicherheit wichtige Ziele, die sie verfolgen...

Aber:
Ein Polizeieinsatz mit tausenden Beamten über unzählige Tage kostet Geld, das der Staat auch in Projekte investieren könnte, um solche Ausweichmöglichkeiten zu erforschen..

Und das Deutschland in diesem Sektor der Forschung sehr aktiv ist, kann man über die letzten Jahre sehr gut beobachten...

Vielleicht ein paar Denkanstösse....

Mortem plenus expecto,
Uziel
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