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geschrieben am: 22.10.2002 um 19:22 Uhr
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Sie beginnt leise zu lesen, sitzend in einem kleinem stillem dunklen Raum mit kaminfeuer und einem Fenster, durch das die schwärze der Nacht dringt. SIe liest diese worte mit viel Gefühl, doch anscheinend ohne eine Sinn zu sehen.
Es gab eine zeit, da dachte ich, ich müsste leben um zu leiden. Ich dachte, es gäbe keinen Ausweg, weil alles keinen Sinn mehr machte. Doch dann trat ein Engel in mein leben und ich merkte es zuerst nicht, weil ich zu sehr mit meinem Schmerz kämpfte und versuchte ihn zu verbergen. Doch dieser Engel reichte mir seine Hand, überwandt seine eigene Angst und offenbarte sich mir. Sein Anblick und sein Verhalten, stützte mich, gab mir Kraft. Er richtete mich wieder auf, zog mich aus meiner Tiefe. Er machte mich wieder zu dem was ich einmal war. Doch dies war nicht für Dauer, da ich alles nur vergaß und nicht verarbeitete. Nun bin ich wieder dort angelangt, wo ich begann, doch nun hat alles, trotz des Schmerzes und all der Verzweifelung noch einen Sinn. Der Engel hat mir geholfen und mir etwas geschenkt, was ich niemals von ihm verlangt hätte. Er schenkte mir seine Liebe und dies, dies lies mich hoffen. Hoffen darauf, das all dieser Schmerz nun doch einen Sinn hatte.
Doch jetzt scheint mein Engel gefallen zu sein und ich weiß nicht wie ich ihm helfen könnte. Er war es der mich aus der Schwärze zog, doch jetzt bin ich zurückgefallen und habe ihn anscheinend mitgezogen, wie soll ich ihm dann helfen? Wie soll ich ihn aus der Grube ziehen, die ich selbst für mich gegraben habe? Ich weiß es nicht. Ich habe diese Grube gegraben, um mich endlich befreien zu können, aber doch nicht, um ihn auch noch mit hinunter zu ziehen! Ich wollte alles was vorher war vergessen, um noch mal und mit ihm beginnen zu können, aber um das zu schaffen, muss ich mich erst mal von allem was war und mich gefangen hielt lösen. Er reichte mir seine Hand und das war der Anfang. Doch jetzt ist die Hand die mir geholfen hat weit unter mir und ich kann ihm nur meine Hand reichen, aber was nützt das? Ich ziehe ihn zu mir, aber auch nicht wieder ans Licht. Soweit bin ich noch nicht, doch er, er soll nicht leiden. Es soll das Licht sehen und sich darin sonnen können und seine Wärme spüren. Ich schenke ihm meine Liebe, die ihn wärmen soll, doch es scheint eher, dass ich ihn mit meiner Stimmung mehr sorgen mache und ihn mit runterziehe. Das will ich nicht, doch ich bin es nicht, die daran etwas ändern kann. Wenn ich bei ihm bin, dann können ich und er diesen Schmerz vergessen. Gemeinsam können wir ans licht, doch einzeln sind beide verloren. Die Leine zueinander hält uns am leben und hilft mir nicht in allem Schmerz zu verzweifeln, aber ich muss ihn noch einmal durchleiden um in dann vergessen zu können.
Doch wie kann ich das, wenn ich weiß, das er es nicht sehen kann, wenn ich leide. Ich muss leiden, um neu zu beginnen, aber wie wenn er sich dann um mich sorgt?
Ich kann ihm nur sagen, dass es ein Ende haben wird, wenn es soweit ist. Und dass er sich keine sorgen machen muss, weil ich nicht wirklich leide.
Das wahre Leid ist es für mich erst, wenn ich niemanden mehr habe, aber dass ist ja nicht so.
Ich bin gefallen, kann aber irgendwann wieder aufstehen, nur ich bitte ihn, sich nicht solche Sorgen zu machen, weil ich weiß, dass es mir danach gut gehen wird, nur bis es soweit ist, brache ich die Zeit.
Geändert am 26.10.2002 um 20:54 Uhr von Lady_Laila |
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