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Gedanken

Nutzer: Niniella
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geschrieben am: 12.11.2002    um 20:19 Uhr   
Mein Leben ist vorbei.
Es hat geendet, bevor es richtig begann!
Mit einem Mal sehe ich nur noch Schatten, Dunkelheit.
Wie konnte das geschehen? Wie konnte er mir das antun?
Uns das antun?
Im einen Moment noch überglücklich - im nächsten Moment ist das Unglück über mich hineingebrochen - hast Du mein Leben beendet!
Ich gehe durch die Welt, nehme nichts mehr wahr, es ist unwichtig geworden!
Alles scheint unbedeutend - alles ist unbedeutend, nichts macht noch Sinn, meine Existenz macht keinen Sinn!
Ich sollte dem ganzen ein Ende bereiten, wen würde es stören?
Ich hätte endlich wieder Ruhe - meine Seele und mein verkümmertes Herz könnten endlich vergessen, was geschah!
Den Tag vergessen, als mein Leben endete, meine Zukunft in tausende kleiner Scherben zerbrach - wie der Kelch an der Wand.

Das Kleid ist ganz dreckig, der dunkelrote Fleck eingetrocknet; der wertvolle Stoff zerstört - es tut nicht mehr weh. Wird es doch nicht mehr gebraucht.
Ich wandele umher - ein Schatten meiner selbst.
Ich kann es nicht verstehen, kann es nicht, will es nicht!
Will ich es wirklich nicht? Oder habe ich Angst? Angst vor der Wahrheit?
Ich habe Dich geliebt! So sehr, wie ich niemals glaubte, lieben zu können.
Und was hast Du daraus gemacht?
Du hast mich verraten!

So fühle ich mich: Verraten!

Diese Erkenntnis schmerzt, sie... sie lässt mich verzweifeln.
Nacht für nacht erlebe ich diesen grausamen Tag wieder, sehe Dein lachendes Gesicht, wie Du meinen Niedergang beobachtest. Du hilfst mir nicht! Stehst nur da, kalt Dein Blick.
ich erwache schweißgebadet, zitternd. Finde keine Ruhe mehr!
Meine Tränen sind versiegt... meine Augen schmerzen.
Mein Leben ist beendet. Alle meine Wünsche sind im Dunst vergangen.
ich erhebe mich, schwach, mir fehlt die Kraft und die Motivation weiter zu leben!
Wie gern würde ich wieder weinen können!
Ach, Geliebter! Warum ist das geschehen? Wie konnte es uns geschehen?
Nichts konnte uns trennen!
Und was ist nun?
Ich sehne mich danach, den blanken Stahl in meiner Brust zu spüren, will mit diesem Schmerz nicht leben!
Ich hätte alles für Dich getan! Mein Leben für Dich gegeben!
Und ich glaubte die ganze Zeit das gleiche von Dir erwarten zu können!

Wie sehr habe ich mich geirrt?
Wie gut hast du mich hinteres Licht geführt!
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Nutzer: CoraRavenwood
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Registriert seit: 18.04.2002
Anzahl Nachrichten: 417

geschrieben am: 12.11.2002    um 20:23 Uhr   
ich kenne dieses gefühl *seufzt* Aber ein schönes gedicht *knuddelz* cora
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Nutzer: Belgarion
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Registriert seit: 16.02.2002
Anzahl Nachrichten: 9

geschrieben am: 12.11.2002    um 21:26 Uhr   
müden blickes sieht er auf das seichte wasser, am seeufer zusammengekauert... nichts macht mehr den einst großen, stolzen herrscher aus der er einmal war. sein leben, könnte man es noch so nennen, ist nichts mehr wert... für niemanden, am meisten jedoch nicht für ihn... der blick, aus seinen ehemals strahlenden augen, tastet langsam das stille, tiefe wasser ab... leer, ausdruckslos... nun wünscht er sich nur noch in die dunkle ruhe des sees einzutauchen, vergessen zu können was geschah... sich selbst vergessen zu können...
doch diese ruhe kann er sich nicht geben, so sehr er sich es auch wünscht in diesem moment... zu groß ist sein verlangen sich selbst für das was er nicht fähig war abzuwenden zu bestrafen... niemals wird er sich verzeihen können, niemals wieder mit sich frieden finden können, selbst wenn die unendlichkeit ihm sein nichttun vergeben mag... denn jenige ist in seinen augen nicht lang genug...

wie konnte es nur soweit kommen? wie konnte ich es nur soweit kommen lassen? leisen wortes spricht er... doch niemand vernimmt seine fragen.. niemand könnte sie ihm je beantworten... leise senkt er den blick gen himmel ein jünger aldurs.. wie konntest du nur so jemanden erwählen deine dienste anzutreten? nicht einmal mehr wert zu sterben... oder war ich es jeh? nicht einmal mehr wert die liebe, die mir geschenkt wurde zurückzugeben, zu teilen... oder war ich es gar jeh? nicht einmal mehr wert weiterhin diesen heiligen orb bei mir zu tragen, ihn zu nutzen... für deine dienste...langsam nimmt er eisenfausts schwert in die geschundenen hände, blickt es fragend an... den heiligen stein in der mitte des knaufs ich werde dir entsagen, mächtiges kleinod, mich meiner magie entsagen auf das ich niemandem mehr schaden kann...
langsam schließt sich seine hand um den knauf, die augen schließend murmelt er die magischen worte, die ihm wohl bekannt... langsam beginnt der stein in sanftem blau aufzuglimmen... es scheint als würde er sachte zu ihm sprechen... oder war es gar der sachte abendwind? nein, versuche mich nicht davon abzuhalten... zu viel ist geschehen, zu viel habe ich verloren als das mein leben noch lebenswert wäre... gebrochen bin ich, und gebrochen habe ich das was mir mehr bedeutet als mein leben, mehr als ich auch nur vermag in worte zu hüllen... nicht würdig bin ich dich zu tragen, deine dienste zum dienste aller einzusetzen... vermag ich es auch nicht, solange ich nicht die notwendige strafe erfahren habe!
wispernd fast antwortet ihm der orb... doch die worte die er wählt, sofern man es so nennen kann, sind nur für den schwertträger bestimmt... verstehend was er von ihm verlangt, und wissend das er sich nicht gegen sein obliegen stellen kann, öffnet er die augen, welche sich mit tränen füllen die sich sachte ihren weg bahnen...
ich habe verstanden... flüstert er doch ob ich es vermag, das weiß ich nicht... wieder über das seichte wasser blickend sieht er dann schemenhaft den menschen vor sich der ihm alles bedeutet, strahlend dennoch gebrechlich blickt sie auf ihn hinab. ihr blick anklagend, zutiefst gekränkt, fragend... würde er doch alles geben sie wieder in die arme schließen zu können, ihr vetrauen wieder innezuhaben, sie lieben zu dürfen mit jeder faser seiner selbst... doch wie nur sollte er ihre fragen beantworten können? wie nur sollte er die schreckliche wahrheit jenes abends erklären können? es ist geschehen... und all seine träume, wünsche und sehnsüchte zerplatzen mit einem mal...
mit einem leichten wispern des orb blickt er fragend auf
ist es gar eine prüfung? sollte doch nicht alles zu spät sein? eine chance mir und ihr zu beweisen das ich alles für sie, ja für uns geben würde? das ich nichts unversucht lassen darf? sachte den kopf schüttelnd haucht er dann dem wasser entgegen nein... ihre gefühle sind fort, empfindet sie doch nichts mehr als mitleid und hass für mich... und ich kann es ihr nicht verdenken... auch nicht bei all dem was sie mir bedeutet... blickt dann zu einem hellen stern auf, der am firmament kraftvoll ruht
ich werde dir beistehen wo immer ich kann... kann ich es doch nicht verkraften dich derart leiden zu sehen... und ich weiß... tränen rinnen ihm über die wange, sein herz bei diesen worten nun fast vollends zerbicht ich weiß das du nie wieder mit mir glücklich sein kannst...
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