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Unlust eines Engelskind |
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geschrieben am: 17.11.2002 um 07:02 Uhr
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...mit ärgerlichem und genervtem Gesichtsausdruck stapft der kleine Engelsjunge im Regen durch den Wald...mit hin und her schwenkenden blicken, versucht er den Pfützen auf der Lichtung auszuweichen, welches allerdings ziemlich schwer scheint, so hat trägt er mehrere große Bücher und einzeln zusammen geschnürte Pergamente vor sich her...wenn man Ihn von vorne erblicken würde, könnte man denken, dort läuft ein Stapel Bücher aus denen Schwingen heraus schauen...leises fluchen ist zu hören...
Herbst, herbst...murmelt der kleine Engel...die Natur gibt die Stämme frei, für das nächste Götterlauf neue währende Leben. So ein Mist, wenn ich wenigstens daheim bleiben dürfte, aber nein ich muss ja ins Reich zu Arglasee um zu lernen...und nur weil Yamira mit schnupfen im Tempel liegt, darf ich Ihr Zeugs auch noch mitschleppen...Sie macht es wenigstens richtig, das Schwesterlein....schmunzelt sacht....an solchen Tagen sollte man wirklich besser zuhause im warmen, trockenen und bequemen sein...wo es mit Sicherheit auch viel lustiger ist....fast schon ins kindliche Träumen gerät....
...an Krishnas Tempel angekommen, in dem Cedar haust (Cedar der Sohn von Ihr ist), steht er nun wie ein begossener Pudel mit triefenden Schwingen vor der Türe...nach einigen Verrenkungen und den fast herunterfallen des Bücherstapels, schafft er es mit den Ellenbogen die Türe zu öffnen und sie mit einem sachten tritt wieder hinter sich zu schließen...
Puhhh....ein wohliger zufriedener seufzer ertönt...
...schnell schreitet er zu einen Tisch und lässt erleichtert den Stapel darauf ab....geschwind verschwindet er im Hinterzimmer und zieht sich ein paar trockene Klamotten über ehe er zurück in den Hauptsaal schreitet...gelassen setzt er sich an den Tisch und schlägt mit einen blick voller Unlust das hiesige Buch auf...genervt spricht er...
Nur weil Papa es verlangt muss ich nun jeden Tag diesen Mist hier lesen...seufz...überfliegt ein paar Zeilen...Die Schule der Mächte, Lehre des Lichts....hätte er mich mit auf das Schlachtfeld genommen auf dem er zur Zeit verweilt hätte ich bestimmt mehr darüber gelernt....stattdessen kriege ich immer nur ein „Da bist Du noch zu jung für“ zu hören....lustlos baumeln seine Beine am Stuhl hinab...Und wenn ich Mutter fragen würde....schüttelt sacht den Kopf....Sie würde mich wahrscheinlich direkt vor lauter Sorge einschließen....Erwachsene haben immer leichtes Reden...stützt gelangweilt den Kopf auf den Händen ab und fängt an zu lesen....
...fragt sich gerade wo seine Mutter eigentlich ist...wäre es doch nun ein guter Zeitpunkt das lernen zu unterbrechen und in die kleine Höhle am See zum spielen mit den anderen Kindern des Waldes zugehen...sieht sich suchend um, das Buch schon zum zuschlagen bereit....
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geschrieben am: 17.11.2002 um 11:36 Uhr
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Obgleich es in den Wäldern regnet, scheint das Klima in dem großen Garten zwischen den Felsen unverändert.
Ein Sonnenstrahl fällt durch die halb offene Tür und von draussen erklingt fröhliches Lachen und Hundegebell.
Kein Gedanke an Engelkriege, an Bücher und unsinnige Lehren, ihre Kinder waren alt genug, um selbst zu entscheiden, ob sie diesen Unsinn mitmachen wollten.
Befreit und sorglos klingt das Lachen von draussen, so, wie es schon lange nicht mehr zu hören war.
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geschrieben am: 17.11.2002 um 15:36 Uhr
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| ...des lachen wegen aus seinen Gedanken gerissen...schaut er verwundert zur Gartentüre und begibt sich dann schleichend dorthin...blickt mit grossen Augen und lächelndem Gesicht hinaus..."Sollte es wirklich sein das alles wieder ist wie vor Kriegszeiten?"....als er seine Mutter dann allein mit dem Hund rumtollen sieht verfällt sein Gesicht in traurigkeit, sacht bahnt sich eine dicke Runde Kinderträne seinen weg durch sein Gesicht...wielang ist es her das er mit seinem Vater und Yamira das Baumhaus im Garten baute oder als Papa und Mutti eingeschlafen waren und er den Picknickkorb entleerte...warum ist die Zeit weg, warum soll er die Mächte erlernen wenn das einzigste was sie tun Ihm Schmerzen bereiten...so sind sie doch der Grund weshalb sein Vater auf dem Schlachtfeld steht und sie sind auch der Grund weshalb es seiner Mutter solange so traurig erging wie den Kindern selbst....hat er sie schon lang nicht mehr so lachen gesehen wie nun beim spielen mit dem Hund...fast Mutlos nichts dagegen tun zu können Hängen seine Schwingen schwach hinab...wechselnden blickes auf das Buch und raus in den Garten... |
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geschrieben am: 17.11.2002 um 16:03 Uhr
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Noch hatte sie ihren Sohn nicht bemerkt. Sie geniesst das Gefühl der Freiheit, ein paar Momente lang sich nicht sorgen zu müssen um ihre Kinder und alles, was ihnen geschah.
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