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geschrieben am: 12.11.2003 um 22:33 Uhr
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es war einzig die Ahnung eines Windhauches, welcher im kuehlen Zuge an den Gewaendern der Anwesenden zerrte, kraftvoll mit eisiger Kaelte belebt und doch so zart und vorsichtig tastend, dass er den Anschein einer Illusion weckte, die –bevor man jene als diese erkannte- wiederrum Zweifel an ihrer Trugheit weckte. Glaubt ihr zu wissen was der Wind mit sich traegt? Glaubt ihr tatsaechlich deuten zu koennen, was euch die Erde gibt? Fremde, und zugleich vertraute Stimmen saeuselten, sangen, summten unverstaendliche Worte, drangen –alle scheu verdeckend- ein in die Gedanken der Anwesenden, weit hergetragen von dem Windstoß, welcher bereits verebbte, ehe man sagen konnte dass er wehte. ~Bruder... oh mein Bruder~ zurueckhaltend, doch gleichsam fordernd hallte die melodische, fast betoerende Stimme Moriellas ueber die Lande. Es war tatsaechlich die sanfte, erfahrene Stimme der Eigeborenen -eben jener, dessen Antlitz man so selten erblickt hatte, welches weder von Schuechternheit, noch unbestimmter Zurueckhaltung gekennzeichnet war und vielmehr die Schoenheit, gar Sinnlichkeit ihrer selbst wiederspiegelte. Und gleich aller Ahnung zum Trotz -welche die fernen Stimmen aufwirbelte- legte sich eine sonnengebraeunte Hand, bestueckt von duennen, weiblichen Fingern, welche voellig schmucklos doch von Stolz und Pracht zeugten, auf die Schulter Mandrakes; waehrrend ihr ebenholzbraunes Augenmerk ueber die schier endlos, von Armee bedeckte, Ebene kreiste Mandrake...Bruder. Du hast gerufen und ich will dir beistehen, weniger um mich in der Kunst des Kampfes zu beweisen, sondern jenen zu helfen denen waehrrend des Gefechtes meine Heilkuenste zu Gute kommen werden sanft schimmerte ihre einzelne, weisse Haarstraehne, welche in der Schwaerze ihres restlichen Schopfes dem Herausstechen eines hellen Sternes in dunklem Nachthimmel glich. Die junge Frauengestalt wusste es aus den hinteren, unbemerkten Reihen zu handeln, unverhofft zur rechten Zeit und so schien es wenig verwunderlich, dass ihre Ansichten nicht dem eines Kaempfers glichen. Lieber wachte sie und half wo Hilfe von wahren Noeten war, anstatt weitere Not zu schaffen.
Und so glitt in aller Ruhe Moriellas treuer Blick ihrem Bruder entgegen, ihn wissen lassend, dass jener sich auf ihre Hilfe stuetzen konnte. Wo sie wollte und konnte wuerde sie helfen. Gleich als muesse diese bestaetigen, sandte auch die Harpyie –welche alle Zeit auf dem Wanderstab der Hexe ihren stolzen Blick umherschickte- das gelbe, stechende Augenmerk auf Mandrake. Das Tier, welches nie von der Seite Moriellas zu weichen schien, besass die selbe stoische Ruhe, welche auch die Frauengestalt ihr Eigen nennen konnte. So verharrte sie weiter abwartend, einzig begleitet vom frischen Wind, welcher wieder sachte aufkam um das lange dunkle Haar ihrerseits tentakelartig in die Luft zu erheben....
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