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geschrieben am: 05.01.2003 um 15:00 Uhr
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Ihr Blick suchte seine Rast bei Luna, ihrer Schwester, die sie zu dem machte, was sie nun darzustellen hat bis zu ihrem Ende, obwohl solches fern liegt. Die Sinne bis zum Äußersten geschärft, empfänglich, achtend auf Veränderungen selbst im kleinsten Maße, sind konzentriert sauf jeden Laut, wartend auf die Antwort, auf das Säuseln des Windes. Der Kopf des jungen Geschöpfes ist gehoben, empor, dem Himmel entgegen und es ist deutlich zu erkennen ,wie die ,mit langen weißen Wimpern geschmückten , Lider sich senken, als die Namen preisgegeben werden. Doch ist es ein Lächeln ,welches seinen Tribut auf ihren vollen, weichen Lippen zollt, ein Lächeln wie es selten zu sehen ist, voller Vorfreude und Hoffnung. Es will sich der Gedanke einschleichen, dass die Namen ihrer selbst bekannt vorkommen, ein gutes Omen.
Und genau in jenem Moment der Verzückung des jungen Geschöpfes mit den so weich und lieblich gezeichneten Zügen ist die Hoffnung am deutlichsten zu spüren, die Macht die sie umspielt, umgarnt wie die Nebelfinger die Täler der Berge. Wie sich die Hoffnung ausbreiten will ,in die Herzen strahlen, so sie empfänglich werden und wieder fähig sind ,selbst die Hoffnung zu erwecken, aus dem finsteren Schlaf zu reißen, denn die Herzen sollen rein bleiben.
Erneut verstreicht eine kleine Zeit, eine bittere Weile die nur einen süßen Nachgeschmack mit sich tragen möchte, doch dann erklingt endlich die erlösende Stimme der jungen Frau ,die vielleicht 20 Winter zählen mag, Winter die sie überstand, um selbst anzumuten wie ein sanfter Wintersmorgen ,der seltsam warm und angenehm ist, eine Woge der Hoffnung.
°~ Meine Stimme gilt für die Wahl und Aufnahme der Kinder; aber stimme ich auch meinem Bruder Amrun zu, denn die Kinder sollen nicht in unsere Aufgabe hineingezogen werden. Sodenn sollen sie in Sicherheit geborgen sein, in der Obhut und dem Schutz. Du sagtest, Luna, sie seien sicher in den Mondbergen und so soll es sein. ~°
Sicher sind die Worte gewählt, eine Intensität ihrer Ziele selbst, dass sie für diese Sache mit größter Aufopferung kämpfen würde. Kinder sind ebenfalls Träger der Hoffnung, denn sie sind noch zu naiv um die Wahrheit zu sehen, noch zu verträumt um die Realität zu begreifen. Im Grunde genommen sind die Kinder stärkere Träger und Träumer ,als die erwachsenen Menschen und die weisesten Alten. Doch ist es nicht jener Punkt der Stärke ,der sie dazu bewegt sich für die Sache auszusprechen ,sondern da die Namen in ihren Gedanken bekannt sind. Sie kennt die Namen, da ihre eigene Mutter sie ihr einst nannte, die ewig lange Liste ,die kein Ende trägt, angefüllt mit Namen, die ihren Schutz bedürfen und selbst helfen würden - in fernster Zukunft - , die die Fürstin der Hoffnung allesamt auswendig kennt und so schweift ihr Augenmerk, klar und rein, hinüber zu ihren Schwestern und Brüdern, ob noch andere Meinungen geteilt oder geschieden werden...
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