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Nächtliche Spritztour (na)

Nutzer: Xenvenia
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geschrieben am: 23.01.2003    um 08:28 Uhr   
Der Abend legte sich über die Stadt, langsam legte sich der Wintersmog. Die Luft wurde wieder atembar. Das fade Dämmerungslicht hing in den Gassen und tauchte alles in eintöniges Grau. Gelangweilt lief sie durch ihr Revier, prüfend ob alles in Ordnung sei.
In den Tiefen ihrer ausgebeutelten Taschen fühlte sie ihre letzten Münzen und Scheine, wusste sie doch, dass diese für ein richtiges Essen wohl kaum reichen würden.
Sie versuchte die Kälte nicht zu nah an ihre Hals zu lassen und packte sich gut in ihren dunklen zerschlissenen Ledermantel ein.
Der Tag war schlecht gelaufen, s konnte sie nun kaum mit einem „Dach“ über dem Kopf rechnen in dieser Nacht, aber sie kannte ihre Plätze, wo man sich gut vor der Witterung und den Blicken verbergen konnte. Nur noch wenige Straßenblöcke trennten sie von der Grenze ihres Heimatviertels. Fast schein es als achte sie auf gar nicht mehr, aber dann sah sie etwas, dass sie diese acht erfreuen würde. Ganz einsam und verlassen stand ein gut aussehender Wagen, vielleicht grad mal 1 Jahr alt, an der Straße. Unauffällig drehten sich ihre Blicke umher, dann zog sie ein kleines unscheinbares Metallstück aus ihrer Manteltasche. Sie hoffte, dass der Wagen keine Alarmanlage hatte, zwar wäre sie schnell genug weg, aber würde es doch die Aufmerksamkeit der anderen erwecken. Und sie hätte keinen spaß. Mit einem geschickten „Zing“ gab das Türschloss nach. Als würde der Wagen ihr gehören stieg sie hinein. Der Innenraum war sauber, und gepflegt, und scheinbar wurde er kurz vorher gereinigt.
Einen Führerschein besaß sie natürlich nicht, aber Auto fahren hatte sie schon gelernt, als sie noch klein war, nur an Verkehrsegeln halten, dass war ihr fremd.
Den Wagen zu starten bereitete ihr keine Probleme, war dies doch fast Routinearbeit.
Die ersten Meter noch unauffällig fuhr sie los, bevor sie an der nächsten Ecke lauthals den Motor aufheulen und die Reifen durchdrehen ließ. Eine alte Kassette legte sie ein, drehte die Lautsprecher des Autos auf volle Lautstärke, sie knackten leidvoll unter dem Lärm der auf dem Tonband war.
Mit freudigem Glänzen im Gesicht fuhr sie durch die Nacht, drängte andere Autos ab, ignorierte Ampeln, Schilder und Bodenwellen.
Ab und zu bremste sie um einem gutaussehenden Mann zuzuzwinkern, und um dann mit einem lauten schnellen start davonzurasen


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