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geschrieben am: 27.01.2003 um 13:32 Uhr
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fest schlugen die Hufe der Stute in den harten Boden der Wüste, welche sie durchquerte. Die Reiterin blickte nicht zurück, sah nur vor sich und trieb das Tier weiter an, strich sich aufgrund der unerbärmlichen Hitze nur hin und wieder eine blonde Haarsträhne aus dem Gesicht. Gefolgt von ihrem Hund ritt sie weiter, bis sie plötzlich das Gefühl hatte, etwas würde von ihrer Hand rutschen... Mit einem Mal kam die Stute schnaubend zu stehen, während der Blick der Frau auf dieser auf dem Ring an ihrer Hand ruhte, welcher plötzlich von ihrem Finger zu rutschen schien. Eine unnatürliche Blässe legte sich auf ihr Gesicht, als ihr klar wurde, was sie getan hatte. Sie war einfach gegangen, ohne zurück zu blicken, ohne auf andere zu achten... sie hatte nicht einmal dem Mann, den sie mehr als alles andere liebte, eine Nachricht zukommen lassen... Hatte sie damit alles verloren? Vielleicht war ihre Flucht vor sich selbst und ihren Fehlern ihr grösster Fehler gewesen. Augenblicklich spürte sie Tränen in ihre Augen steigen und drehte sich im Sattel um, doch war von ihrer neuen Heimat nichts mehr zu sehen... würde sie weiter reiten, wäre es das Ende. Sie wusste, dass sie nicht den Mut hätte, wiederzukehren und ihrem Verlobten in die Augen zu sehen, den sie einfach zurück gelassen hatte... sie würde ewig vor sich selber flüchten... wieder blickte sie auf den Verlobungsring an ihrer Hand, der unnatürlich zu schimmern schien, als wolle er sie warnen.
Es ging nicht mehr, auch wenn sie wusste, dass ihr jetzt die Kraft fehlte, sich ihren Fehlern zu stellen, so wusste sie doch auch, dass es eine Person für sie gab, die ihr genau diese Kraft geben konnte. So riss sie die Stute herum, die sofort die Ohren spitzte, als sie merkte, dass wieder die Heimat angestrebt werden sollte und so brauchte die Reiterin sie nicht einmal anzutreiben, da das nassgeschwitzte Tier von alleine lospreschte, wieder dicht gefolgt von dem buntgefleckten Hund... Es war ein weiter Weg, doch musste sie so schnell wie möglich zurück kommen... würde sie Thacker durch diese unüberlegte Handlung verlieren, hätte ihr Leben keinen Sinn mehr...
Es war bereits dunkel, als sie die Stute vor dem Haus zum Stoppen brachte und absprang um sofort ins Haus zu stürmen Thacker? Thacker wo bist du? erklang ihr verzweifeltes Rufen, während sie durch alle Räume lief und sie spürte wie ihr Körper begann zu zittern, als ihr ins Bewusstsein schlich, dass er fort war... so wie sie, ohne eine Nachricht. Wie betäubt tratt sie wieder auf die Treppen vor dem Haus und sah zum Mond hoch, dann über den See hinweg Thacker?!? erklang nochmal ihr verzweifeltes Rufen, lauter und durch den Nebel hallend, doch brach ihre Stimme aufgrund der Tränen ab, die über ihre Wangen liefen Bitte...bitte nicht... nur noch über ihre Lippen kam, bevor sie sich auf die Treppen sinken liess, ihr Gesicht in den Händen verborgen... sie war zu spät... |
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