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Plötzlicher Aufbruch (für Tinuviel) |
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geschrieben am: 01.02.2003 um 20:42 Uhr
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Nachdenklich betrachtet sie Tinuviel, die schlafend neben ihr liegt, wieder einmal. Gerade eben war sie 'heim'gekehrt, nachdem sie wieder einmal überstürzt hatte aufbrechen müssen. Nachdenklich schweifte ihr Blick umher. Niemand konnte sie hier stören, niemand - ausser ihr Herr. Ihr Blick fiel auf das blutverschmierte Schwert, die Stoffe, mit denen Tinuviel ihre Wunden gesäubert hatte. Schaudernd nun, zum ersten Mal, zog sie sich ihren Mantel etwas enger um die Schultern. Sie hatte nicht gehen wollen. Sie hatte Tinuviel nicht so eilig verlassen wollen. Aber hatte sie denn eine Wahl gehabt?
Wie gern hätte sie all das noch ein wenig erforschen wollen. Was sich in ihrer Brust regte war neu, sehr neu für sie. Immer noch erschreckte sie die Heftigkeit der Gefühle, von denen sie nicht wusste, dass diese überhaupt existierten. Es war verboten, und das war ihr bewusst. Es war ihr untersagt, sich irgendwem oder irgend etwas auf diese Art und Weise hinzugeben. Jemand anderem Zuneigung zu schenken denn ihrem Herrn. Würde er es erfahren, würde er sie hart bestrafen. Sie musste Tinuviel davor bewahren, ebenfalls dieser Strafe anheim zu fallen...
Leicht runzelt sie die Stirn und fährt sich dann mit der Hand durchs Haar. Flink löst sie ihren Zopf und legt sich dann neben Tinuviel nieder, sorgsam die ihr liebgewordenen Züge musternd. Irgend etwas musste man tun können... |
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