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geschrieben am: 18.02.2003 um 18:48 Uhr
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(Anmerkung: Dieses Play betrifft vor allem den Orden des Sternenfeuers und die angeschlossenen Player und Plays, insbesondere solche, die mit Fah'tum zu tun hatten.)
Ein einsamer Reiter reitet hinfort, weit genug, um ausser Sicht zu sein. Vor Blicken durch die Luft hindurch und allwissende Präsenzen schützt er sich durch eine pure Aura des Nicht-Seins. Es ist Rodonark, der so reitet, auf dem finstren Schattenmahr Nachtwind, einst das Reittier des Superior-Ätherers von Fah'tum, nun ein Geschöpf des Untergangs, von Narben und Wunden gezeichnet, untot wirkend, mit schwarzen Flammen, die anstelle von Augen, Hufen, Mähne und Schweif lodern. Der Reiter selbst sieht wie die grotesk entstellte Leiche Kranodors aus: Ein Teil des Gesichts ist weggerissen, den fauligen Rest zieren scheussliche Narben. Die schwarze Robe, die er trägt, ist zerrissen und zerfetzt, von geronnenem Blut und Eiter verkrustete Wunden blitzen durch die Löcher. Am Sattel baumelt das Schwert Draglith, Seelenräuber und Existenzvernichter, das schwarze Pendant zum Weltenschwert Darquiniash. Auf dem Rücken trägt der gebeugte Reiter die Lanze Aeternos Wille mit der zweifachen Klinge. Um den Hals trägt dieser Reiter der Verdammnis den schwarzen Endymion, der kaum noch Macht ausstrahlt, zumindest keine, die irgendein existierendes Wesen spüren oder gar nutzen könnte. Die schwarzen Augen, die wie leere Höhlen wirken sind auf den Weg vor seinem inneren Auge gerichtet und innerhalb kurzer Zeit hat er ihn erreicht.
Mit steifen, grotesken Bewegungen steigt der Reiter vom Pferd und nimmt die Lanze von seinem Rücken. Das halbe, gebrochene und gesprungene Gesicht verzieht sich zu einem boshaften Grinsen, als er die Lanze in beide Hände nimmt und über seinen Kopf hält...
ES IST MEIN WILLE!
Ruft er mit schauriger, krächzender und hallender Stimme, die jedoch bereits nach wenigen Metern verklingt. Donner antwortet ihm. Tiefes Grollen erfüllt den Himmel und die Wolken brechen auf. Regen, schwarz wie Teer und brennend kalt, prasselt auf ihn hernieder und schwarze Blitze zucken. Wo der Regen auf die Erde trifft welkt diese förmlich, Bäume werden fahl und verkrüppeln binnen Sekunden, fruchtbare Erde wird zu schwarzem Staub und Flüsse werden bitter und schwarz. Nur Tod und Sterben herrscht vor wo jenes unheilige Gewitter wütet.
Mit dem Ruf
DER WEG DER WELT FOLGE MEINEM WILLEN!!!
der nicht minder unheilkündend klingt, rammt der verfallene Reiter die doppelte Klinge der Lanze in den Boden und für einen Moment wird ein weites Areal von einer Explosion des Nicht-Seins erschüttert. Die Wahrnehmung in jenem Gebiet fällt für einen Moment kurz aus und der kleine Wald verschwindet von verschiedensten Karten. Einen kurzen Moment lang ist der Himmel schwarz, doch dann tut sich ein Riss im Boden auf, tiefschwarz und ins Nichts führen. Lebende Schatten kriechen heraus, Vergessensbringer, die Geißel von Fah'tum. Mit einem Schrei aus der Kehrseite der Schöpfung, dröhnend, hallend, krächzend und zischend zugleich erhebt sich der Erste der mächtigen Aeternosdrachen, tiefschwarz, ohne Konturen oder Schatten oder erkennbare Muster, aus reinem Nichts geschaffen. Wo sein Flügel das Sichtfeld verdeckt, da vernebelt er so stark den Blick, dass keine Erinnerung an das zurückbleibt, was vorher an jenem Orte war.
Zufrieden blickt Rodonark mit seinem verfallenen und gebrochenen Gesicht auf den Aufmarsch seiner Armee, Legionen von Vergessensbringern... sowie eine grosse Zahl jener Aeternosdrachen. Kurz blitzt es in den schwarzen, hasserfüllten Augen blau auf. Wind kommt auf und trägt den schwarzen Regen langsam aber stetig in weitere Gebiete.
Noch muss er sich verstecken, doch bald wird er offen aufmarschieren können. Er ist drei Wesen in einem:
Nihilio, der Herr des Bösen, Urmacht von Hass, Neid und Missgunst,
Aeterno, der Herr des Nicht-Seins, der Weltenfeind, Herr und Urmacht von Vergessen, Vernichtung und unwiederbringlichem Verlust sowie
Kranodor, Superior-Ätherer, Bewusstsein des Äthers, Herr über Luft und Wasser, Geist und Magie, Meister der Prophezeiungen.
Drei der mächtigsten Wesen von Fah'tum in ein einziges gebannt, mit drei der mächtigsten Artefakte Fah'tums ausgestattet, steht nun in einem schwarzen, verdorrten Wald wo teerschwarzer Regen fällt und die Erde verdirbt, neben einem Riss, aus dem die gefürchtesten Wesen Fah'tums gekrochen kommen, und wartet auf den Tag, wo er gen Tanelon marschieren wird.
Noch ist der Zeitpunkt nicht gekommen, noch schützt seine Aura des Nicht-Seins den Aufmarsch vor den Augen und Sinnen anderer, doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis die dunklen Stürme losbrechen und die Wesen der mystischen Wälder ein weiteres Mal auf die Probe gestellt werden... Geändert am 18.02.2003 um 18:50 Uhr von Rodonark |
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