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Wege in die Heimat |
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geschrieben am: 17.03.2003 um 22:01 Uhr
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(gleich ma vorweg, das ist nur ein kurzes forumgame... gegen ende, wenn alea zurückkommt, könnt ihr mitspielen)
dunkel ist die nacht, wie immer, wenn sie das anwesen verlassen will. lautlos wie immer erhebt sie sich und holt einen kleinen rucksack aus dem schrank, den sie sich am tag vorher gepackt hat.
Sie küsst ji ganz vorsichtig auf die wange und flüstert beinahe lautlos flüstert sie "Auf bald ji"
dann verlässt sie das anwesen, unbemerkt, wie sie hofft, und verbindet sich die augen, wissend, dass sie ihre heimat nur blind finden kann.
sie schlägt sich in den wald und geht so schnell wie möglich weiter um den wald rasch zu verlassen. sie will versuchen, ihre heimat wieder zu finden...und ihre familie...hoffend, dass sie dort mehr erfährt, über sich, über ihre vergangenheit, warum sie sich nicht wie ein mensch fühlt. der wind mag wissen, wann sie zurückkehrt.
(weiterer hinweis: alea bleibt...kann momentan allerdings nur selten online, deshalb hab ich beschlossen, sie zu ihrer familie zu schicken und eine art tagebuch zu erfinden) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.03.2003 um 22:24 Uhr
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1. Tag
ich kenne diese gegend...den geruch der bäume am rand des zauberwaldes, meiner neuen heimat.
jetzt wird es wieder schwerer, sich zu orientieren. meine erinnerung ist zwar wieder wachgerüttelt worden...doch ich bin mir nicht sicher, ob ich mich an die genaue zusammensetzung erinnere.
ich bin im winter gegangen, vor meinem 18. schattenwechsel... da gab es diese dinger namens blumen nicht... auch jetzt sind es nur wenige, aber das reicht ja schon. jetzt steht es kurz bevor...hoffentlich komme ich an, bevor es so weit ist... ihc will das ritual nicht verpassen...hoffentlich hilft es mir.
auch muss ich erschrocken feststellen, dass ich es nciht mehr gewohnt bin, mich allein auf meine anderen sinne zu verlassen. das ist die gefahr, wenn man sehen kann... man vergisst seine wurzeln und ist leichter zu täuschen.
aber es geht wieder besser...
ich fühle den wind, höre sein flüstern. selbst das gras unter meinen füßen spricht zu mir, erzählt mir, wo ich bin.
3 tage brauchte ich letztes mal... wird es diesmal genauso sein?
ich hoffen nur, dass die schatten mir noch immer beistehen und mich nicht verlassen haben.
In erfurcht vor der Natur...
Alea |
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geschrieben am: 17.03.2003 um 22:54 Uhr
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2. Tag
ich weiß nicht, was das soll... scheinbar habe ich mich doch verlaufen... da waren felsen ohne ende, doch ich erinnere mich nicht an sie.
verfluchtest schicksal...wo nur hast du mich hingeführt?
das bringt meine zeitplanung durcheinander... auch gibt es jetzt wieder vögel...diese tiere mit federn und flügeln... sie singen so viel, dass ich nicht das höre, was ich brauche um den weg zurückzufinden. doch halt! cih höre einen bauch... er kann nciht weit wegsein... nur ein paar meter. ich werde seinem lauf folgen... dieses leise rauschen, ja, er ist es, der bach, an dessen ufer ich lange entlangging. ich werde die nacht nicht rasten... in spätestens zwei tagen muss ich da sein, sonst ist es zu spät.
ich höre jetzt besser auf, zu schreiben, bevor mich irgendwelche wilden tiere findne und angreifen... ich schreibe dann weiter, wenn ich angekommen bin.
wünsch mir glück... und bete, dass das schicksal zu mir hält...
ich glaube an das glück der reisenden und die schatten, die mich behüten werden...
alea |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 18.03.2003 um 21:05 Uhr
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4. Tag
Ich bin endlich angekommen. Gestern habe ich den halben tag damit zugebracht, den versteckten eingang zu finden. Auch hier konnten mir meine Augen leider nicht weiterfinden.
Zu meinem erstaunen stellte ich fest, dass man mich schon längst erwartet hatte und nicht, wie gedacht, für tot erklärt hatte.
Die erklärung hierfür liegt bei zarlo, unserem ehemaligen seher. Er hatte vorrausgesagt, dass ich kurz vor meinem 18. schattenwechsel auftauchen werde, um doch noch am ritual teilzunehmen. Leider war er kurz darauf verstorben, was sich meine familie mit der tatsache erklärt, dass er versucht hat, mich zu finden, obgleich ich direkt unter der sonne wandelte.
Es ist irgendwie schön, wieder hier zu sein, doch gleichfalls erschreckt es mich. Es ist so kühl und feucht hier unten und man kann nur schwer etwas erkennen, bei nacht sieht man nichteinmal seine eigene hand vor augen.
Doch zum ersten mal konnte ich die anderen sehen und es hat mir angst gemacht. Wie viele von ihnen sind am ende....viele kinder haben schiefe beine oder arme, deren brüche nicht heilen wollen. Ob das an dem fehlen der sonne liegen kann?
Die frauen in meinem alter machen mir am meisten angst. Sie sind mit tiefen narben übersäht, der geburt ihrer kinder wegen. Scheinbar bereitet eine geburt ihnen solche schmerzen, dass sie sich an den steinwänden und den in die erde ragenden wurzeln verletzen. Und ich erkannte flüchtig ihre augen. Sie sind schwarz! Wie die nacht und sie sind so...so leer, auch wenn ihre stimmen anderes verraten.
Eben gerade habe ich erfahren, dass arania, meine schwester, ebenfalls die welt der lebenden verlassen hat. Ihre knochen brachen sehr schlimm, als sie versuchte, einem kind ins leben zu verhelfen.
Eigentlich wusste ich ja um die gefahren hier unten und warum es von uns nur so wenige gibt. Doch ich habe es vergessen.
In wenigen stunden beginnt mein ritual. Ein glück, dass die anderen nicht wissen, dass ich sehen kann...das wäre mein sicherer tot! Auch dürfen sie nichts von dem kind wissen, dass ich unterm herzen trage. Meine eltern würden in ewiger schande leben, wenn sie davon erführen.
Ich muss mich jetzt wieder auf anderes konzentrieren. Man bringt mir die kleidung fürs ritual und die kinder stellen so viele fragen über die welt oben...und ich darf ihnen nicht antworten...
Alea
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geschrieben am: 18.03.2003 um 21:07 Uhr
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6. Tag
ich bin am verzweifeln!
In was für einer welt wurde ich geboren, die so schrecklich ist? Das ritual an sich verlief ruhig... ich fürchte, ich sehe jetzt auch anders aus und ich bin...so ruhig...so ruhig dass es mir angst macht.
Nach der prozedur hat man mir michan als gefährten an die seite gestellt. Sie ließen mich nicht einmal reden, als ich versuchte, ihnen von ji zu erzählen, der doch mein gefährte ist.
Michan war 17 schattenwechsel mein bester freund. Doch jetzt hat er sich verändert. Er lag die ganze nacht bei mir, um ein kind zu schaffen... es tat weh, da er keine rücksicht nehmen wollte oder konnte. Jetzt weiß ich, warum in jener nacht so viele frauen ihr leben lassen. Es weckte erinnerungen in mir, die ich lieber weiter versteckt hätte. Ein glück trage ich bereits ein kind in mir, so dass ich nicht weiter an diesen ort gebunden sein werde. Im gegenteil. Ich muss hier fort, bevor es auf die welt kommt. Denn bestimmt wird es wie sein vater flügel haben... und die haben weder michan noch ich.
Jetzt ist er zum glück fort. Mama hat mich getröstet, mir erzählt, dass das normal ist, und dass man sich damit abfinden muss. Aber wieso?
Sie sagte mir auch noch, dass der alte seher mich als priesterin vorgesehen hatte. Morgen beginnt das lernen. Aber ich will nicht hier bleiben... ich will doch zurück zu ji und den anderen... ich werde nicht mehr lange warten, dann flieh ich erneut. Ich habe es schließlich schon einmal geschafft. Und das war, als ich noch blind war. Jetzt dürfte es wohl ein kinderspiel sein.
Ich werde nun schlafen gehen und mir einen plan überlegen. Ich schätze, in zwei tagen kann ich gehen. Dann ist der mond wieder hell, was ich zu meinem vorteil nutzen kann.
Alea
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geschrieben am: 19.03.2003 um 21:00 Uhr
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9. Tag
Ich muss hier weg. Heute nacht werde ich gehen, wenn alle schlafen.
In den letzten beiden tagen hat man begonnen mich zur priesterin auszubilden. Es ist schmerzhaft und anstrengend...mir fehl einfach die kraft für so etwas.
Mein rücken schmerzt. Man hat mir irgendein zeichen da rein gestochen. Das ist normal, jeder in meiner familie hat es, doch durch die blindheit ist es schlecht geworden. Ich habe darüber gefasst. Es ist geschwollen und brennt, ich rieche auch altes blut. Es hat sich wohl entzündet.
Auch hat man mir schuhe und umhang weggenomen, damit ich nicht wieder weglaufe. Aber das ist mir egal.
Ich vermisse ji sosehr. Und sogar youkai, seek und die anderen, die ich kenne und die lieb zu mir waren... lieber sogar, als meine echte familie. Was habe ich mir eigentlich dabei gedacht, wieder hierher zu kommen?
Alea
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geschrieben am: 19.03.2003 um 21:01 Uhr
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11. Tag
es ist kalt ohne umhang, ohne schuhwerk. Mein kleid ist zerrissen, sofern ich es erkennen kann und schpitze, schwarfe steine haben meinen füßen ganz schön zugesetzt, als ich laufen musste. Bei nacht sind die anderen schneller als ich dachte. Nun sitze ich am bach und kühle kurz die wunden. Doch mir ist klar, dass ich nicht lange halt machen kann. Es zieht mich zurück in den wald. Vielleicht ist es der hunger...vielleicht aber auch das, was man sehnsucht nennt.
Eigentlich geht sonst alles gut....nur der mond bereitet mir sorgen. Zwar ist es so schön hell und groß. Doch dunkle wolken umrahmen ihn, scheinen auf ihn zuzuziehen. Das helle licht, welches er auf die erde sendet und die scharfen gegenstände harmloser erscheinen lässt, wird verdunkelt und lässt die ganze gegend trostlos und öde erscheinen.
Ich schätze, dass ich morgen wieder im wald sein werde... wenn ich glück habe und nichts anderes passiert. Doch jetzt muss ich weitergehen....ich werde nicht ruhen, bevor ich den wald nicht erreicht habe.
Bitte...wer immer es auch hören mag... gib mir kraft.
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geschrieben am: 19.03.2003 um 21:09 Uhr
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(sooooooo, endlich ist sie wieder da gg ab samstag oder sonntag auch wieder inplay)
ein schritt noch...nur ein schritt... dann steht sie endlich wieder auf der lichtung.
doch wie sie aussieht. ihr haar ist zerzaust und voller blätter. ihr kleid ist am unteren teil völlig zerissen, ihre füße sind zerrissen und blutig, ihr gesicht zeigt erschöpfungserscheinungen.
ich bin zurück... sie sieht sich um, ihre augen sind nicht mehr hell, sondern von einem dunklen blau und ihr gesicht ist kalkweis.
ji....wo bist du?
sie macht einen weiteren schritt auf die lichtung, dann bricht sie vor erschöpfung zusammen. |
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