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geschrieben am: 20.04.2003 um 11:13 Uhr
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Nacht der Entscheidung
Das die Sache mit dem geheimen Bund schief gehen musste, war vorauszusehen. In einer grässlichen Gewitternacht, die 1. im Lenz, wollten sich die 10 Zauberer auf der Festung Pasuro treffen. Jedoch waren Miruano, Sangwan und Thanu noch nicht angekommen und man begann sich Sorgen zu machen, denn es war draußen ein so furchtbares Wetter, das man niemanden gern vor die Tür setzte.
Schließlich kam Thanu, bis auf die Knochen durchnässt, an. Die anderen Zauberer hielten ihn auch sogleich vor, dass er unpünktlich sei und wenigstens ein Zauber zum trocken bleiben, hätte anwenden können. Gerandi sagte nichts, murmelte nur genervt, vom Warten und den Krawall des Gewitters, eine Zauberformel und machte Thanu somit trocken. Lutherian verdrehte die Augen: „Geschätzter Gerandi, gewiss ist es nett von euch gemeint, den jungen Thanu, nun sagen wir, trocken zulegen. Doch wäre es nicht besser, er würde es selbst lernen?“
Gerandi zuckte die Schultern: „Wenn ihr, werter Lutherian, es schon nicht macht. Der Junge soll sich schließlich keine Erkältung holen...“
Lagranno versuchte zu schlichten. „Nun hört aber auf, ihr...“
Bevor er weiter reden konnte stürmte Miruano in den Saal, vielleicht lohnt es sich zu erwähnen, dass er trocken war. „Ich hoffe ich bin nicht zu spät...“
Thanu konnte sich ein grinsen nicht verkneifen und Lutherian, der an diesem Tag sowieso schlechte Laune hatte, sprach mit unüberhörbarer Ironie.
„Wie kommt ihr den darauf, wir warten ja erst eine geschlagene Stunde...“
In diesem Moment schlug die riesige Standuhr, die an der Wand des Saales stand, 11.
„Nun gut“, fuhr Lutherian fort, „Jetzt sind es schon 2 Stunden.“
Er blitzte Miruano herausfordernd an, dieser murmelte etwas wie, „eine schlechte Laune...“ und setzte sich.
Gerandi wollte schon etwas sagen, aber Lathandir legte ihn besänftigend die Hand auf die Schulter und schüttelte stumm den Kopf.
Und so warteten sie weiter auf Sangwan. Plötzlich ging die Tür auf, natürlich sahen sofort alle auf, doch in der Tür stand „nur“ Thartessos, der vorher kurz das Zimmer verlassen hatte.
„Das Gewitter ist vorüber, der Regen hört dann auch noch auf“, meinte er, mit einen kurzen Blick nach draußen
„Warum nicht gleich so?“, murmelte Gerandi, wurde jedoch von Thartessos ignoriert.
Leggero, der bisher noch nichts gesagt hatte, fuhr schließlich hoch: „Verdammt noch mal, wo bleibt Sangwan, selbst Thanu ist mal früher als er da!“ und er funkelte Thanu vorwurfsvoll an.
Lagranno fuhr ebenfalls auf.
„Nun hör aber auf, was kann den der Junge dafür, dass Sangwan zu spät kommt?“
„Aber er hat doch Recht!“, mischte sich Lutherian ein.
In diesem Moment tauchte Sangwan mitten im Saal auf und schaute sich finster um.
„Oh, da beehrt uns Sangwan nun doch mit seiner Anwesenheit“, höhnte Gerandi.
„Ich habe weitaus besseres zu tun, Gerandi, und jetzt erwarte gar nicht erst, dass ich sage, warum ich zu spät komme.“
„Habe ich auch nicht anders erwartet. Dir liegt aber auch nicht viel an den geheimen Bund, oder?“
Sangwan schmunzelte eisig, „Da weiß ja einer bestens Bescheid!“
„Wie darf ich das verstehen?“, Miruano schaute Sangwan fragend an.
„Ganz einfach, Thartessos, Lutherian, Meriandor, Leggero und meine Wenigkeit, haben beschlossen den geheimen Bund zu verlassen.“
Die genannten nickten bestätigend.
Thanu starrte ausdruckslos vor sich hin und Miruano schaute die „Aussteiger“ an.
„Ihr wollt zur schwarzen Magie, nicht?“
Sangwan nickte nur.
Lathandir und Lagranno tauschten Blicke, dann nickte Lagranno und stand langsam auf.
„Mein Bruder und ich, werden ebenfalls den geheimen Bund verlassen. Wir werden jedoch nicht zur schwarzen oder weißen Magie gehen, sondern zur grauen. Wer will sich uns anschließen?“
Er schaute zwischen Gerandi, Thanu und Miruano hin und her.
„Ich schließe mich euch an“, meinte Gerandi und mit finsterem Blick auf die Schwarzmagier fügte er hinzu, „zu diesem Abschaum will ich nicht gehören.“
„Ich auch nicht, darum schließe ich, Miruano, mich euch an.“
„Und du Thanu?“, Lagranno musterte den Jungen.
„Ich... ich... möchte... eigentlich bei der... weißen Magie bleiben“, murmelte er leise.
„Bist du dir sicher?“
„Ja, Lagranno, ja, das bin ich!“, sagte er schließlich entschlossen.
Lagranno lächelte kurz und merkte das die Schwarzmagier schon verschwunden waren.
„Gut, so sei es...“
(Mir ist doch noch was eingefallen...)
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