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Die Stimme der Jeanne Kalais

Nutzer: EthanHaykes
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geschrieben am: 19.03.2003    um 14:46 Uhr   


Ein Warlock war schnell, wenn er es zu sein wünschte. Schneller als ein Elb war auch Ethan Haykes, der seit einigen Tagen in einer Kaschemme eines schäbigen Dorfs armen Bauernvolks Qartier bezogen hatte, aus unerklärten Gründen Absicht tragend, eine Weile zu verbleiben, ungesehen, ungehört des Nachts und an einem Ort, da man keine Fragen stellte, solange die Münzen silberne oder goldene Farbe besaßen. Er war derartig schnell, daß der Preis, den er dafür zu entrichten hatte, ganz ohne Frage der Unheiligkeit zu zollen war, denn zu einer unmenschlichen Geschmeidigkeit mischte sich die düstere, bittersüße Drohung knapp unter der Haut schlummernder körperlicher Kräfte, die bei weitem nicht seine eigenen sein konnten.

Weit war er gelaufen, hatte hier und da die Schatten gemeuchelt, bevor sie in der Lage waren, ihm aus dem Wege zu gehen, und er hinterließ eine Spur latenten Entsetzens im Frühling, der den Wald allmählich eroberte.

Und dann endlich hatte er gefunden, was er suchte. Als er inne hielt, schlug er leise lachend die Schöße seines schwarzbraunen Mantels zurück, während der Blick wasser heller Augen einen abartigen Glanz gewann, als er sich entschied. Ja, dieses war der Ort, diese winzige Lichtung, zugewuchert von allerlei Dornengestrüpp und nur kärglich mit Gräsern und Flechten bewachsen, die Stämme der umstehenden Baumriesen bemoost.

Es kostete ihn nicht viel zu ergründen, daß sein erster Eindruck nicht getäuscht hatte. Als der Mann, der sich im Wachstum mancherlei Pflanzen auskannte - und auch in der Wirkung ihrer Essenzen - wußte er auch zu beurteilen, daß der Boden seines Vorhabens angemessen war: an dieser Stelle war er bereits gemächlich über die kleine, verborgene Lichtung gewandert, hatte in deren Mitte seinen Gang endgültig beendet. Er ließ sich in die Hocke nieder, und die glatten Strähnen seines gut einen Meter langen schlohfarbenen Haars netzten die Erde. Er hob seine rechte Hand, grub sie mit Macht in den Boden trotz dessen Festigkeit, lockerte die Erde auf und hatte alsbald eine Kuhle vor sich mit einer Spanne etwa dreier Hände breit.

Ethan blickte sich nicht um, denn selbst, wenn es einen Beobachter gäbe - er achtete nicht darauf, es mußte schon ein Zufall sein, so abgeschieden jemandem zu begegnen. Als er seine eigenartige Grabungsaktion abgeschlossen hatte, langte er in eine Tasche seines Mantels. Was er zu Tage förderte, das schien auf den ersten Blick nichts als eine Taschenspielerei zu sein, ein Trick vielleicht eines ansatzweise magiebegabten Schaustellers.

Der abtrünnige Hexenmeister balancierte auf einer Fingerkuppe ein schwebendes, filigranes Kleinod, eine faszinierend schillernde Seifenblase, die einfach nicht zerplatzen wollte - und er zögerte nicht, diese winzige Kugel in den Boden zu versenken, nur um sie alsbald mit der zuvor aufgebrachten Erde zu bedecken. Er hatte irgend etwas ausgesät, doch zu welchem Zweck? Nun hieß es, Geduld zu besitzen und zu wirken. Er richtete sich auf, klopfte die Erde von seinen Fingern. Seine Lippen bewegten sich kaum merklich, als er tonlos zu murmeln begann, und allmählich zog sich die Stille in eine abartige Aufmerksamkeit zusammen, der Blick des Hexers verblieb auf der Saat. Eine Nacht, dann würde er wissen, ob er erfolgreich war oder das Kleinod verloren...



[Off: obwohl dieses Spiel hauptsächlich zwischen der Wächterin86 und Ethan Haykes stattfindet, ist jeder herzlich eingeladen, zu ergründen, was dahinter steckt, einzugreifen oder einfach zu beobachten, wenn es interessiert. Was hinter dieser Aktion steckt, erfährt man nur im Spiel ;)]



Geändert am 19.03.2003 um 17:34 Uhr von EthanHaykes
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Nutzer: Wächterin86
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geschrieben am: 19.03.2003    um 16:58 Uhr   

Es war ein dummer Fehler gewesen ,den sie begangen hatte, ohne über die möglichen Konsequenzen nachzudenken, hatte sie in das Tauschgeschäft eingewilligt. Ihre Gutgläubigkeit und ihr Vertrauen gegenüber Fremden hatte sie wieder einmal "auf die Nase fallen lassen" ( - das hätte Gimrador gesagt, wenn er zu diesem Thema befragt würde.)Natürlich hatte sich der Hexer deutlich ausgedrückt ,als er das gefundene Plaid - eine überdimensionale Reisedecke - gegen ihre Stimme tauschen wollte. Sie selbst dachte natürlich an ein Lied oder eine Geschichte, die sie verlauten lassen sollte - und eben ihre Gutgläubigkeit und dem Glauben in die Existenz des Guten in jedem Wesen hatte sie zu einer voreiligen Entscheidung gebracht.
Sicherlich überdachte sie die Entscheidung in den verstrichenen Stunden immer wieder und kam zu dem Schluss, dass sie niemandem etwas davon erzählen würde ( im Gebrauch einer anderen Kommunikationsmöglichkeit , wie Stift und Papier). Zurückgezogen an die Ufer des klaren Sees, dessen Hüterin sie noch immer war und ist, suchte sie die Einsamkeit und verließ diesen Ort nur noch selten. Gegenüber ihrer erst wiedergefundenen Freundin fühlte sie ein schlechtes Gewissen, immerhin hatte sie versprochen auf sich Acht zu geben - und das hatte sie nicht geschafft. Merian hätte wahrscheinlich auch keine begrüßenden Worte gegenüber dieser Sache gesprochen - und der Gnom , nun, der hätte ihr eine deftige Standpauke gehalten. All dies hatte sie zu dieser Entscheidung gebracht: Sie würde zurück kehren; aber erst wenn sie dieses Problem beseitigt hätte.

Da ihr die engelsgleiche ( oder zumindest engelsähnliche ) Stimme genommen wurde und in den Händen Ethans lag - sie sprach sehr oft zu ihm und er konnte die Flüche, die sie ihm an den Hals wünschte, öfter hören ,als er es wollte - suchte sie ihn mit ihren Augen und ihrem Geist zu jeder Stunde. Und so kam es auch ,dass sie ihn nach einigen gescheiterten Versuchen entdeckt hatte , an eben diesem Umfeld, denn den genauen Ort konnte sie nicht genau sagen. Jedenfalls war sie auf dem Weg , um ihr Recht zu fordern ,selbst wenn sie ihm etwas anderes anbieten müsste. "Sei nicht so naiv! Das ist deine Stimme, er hat kein Recht darauf und du wirst darum kämpfen! Du bist stark genug! Zahl es ihm heim!" , das bemeckerte die Vernunft, die sich im Recht fühlte und (wie immer) antwortete sogleich das Herz :"Nein ,du musst freundlich bleiben, auch er muss irgendwo ein fühlendes Herz besitzen!". Nun musste sich die junge Frau mit den ewig langen Haaren ,die im dunkelsten Tone des Blondes erstrahlten - und der Trick an dieser Sache war, dass das Haar in keinster Weise dunkel anzusehen war, denn es schimmerte in der Dunkelheit - sich die beiden diskutierenden Kleingeister anhören. Mit ihren verschiedenen Meinungen, die sie mit eisernem Willen verteidigten. Doch selbst die beiden Kleingeister konnten sie nicht von ihrem Vorhaben abbringen, oder ihre Meinung aufdrängen, letztendlich war alleinig der Moment entscheidend.


to be continued

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geschrieben am: 19.03.2003    um 17:00 Uhr   

Nicht aufgeben! Fast geschafft! Nur Mut!

So suchte sich die junge Frau, die auf den Moment vertraute, durch den Wald, immer die Pfade benutzend, die unbesucht und gemieden waren. Es waren Wege voll Schmutz und Schlamm, doch Verunreinigungen scheute sie nicht. Es gehörte zwar nicht in ihre Gedankenwelt, doch im Moment zählte nur eines: Ihre Stimme. Ein seltsames Gefühl etwas für sich selbst zu tun, ohne Rücksicht zu nehmen.

Und nachdem sie einen guten Marsch hinter sich gebracht hatte, spürte sie die Präsenz des Hexers in sich pulsieren und ihr Schritt griff aus, ließ sie eilend vorankommen und dann, dann durchbrach sie die Waldgrenze und da sah sie ihn, doch sie konnte sich nicht rühren. Gefesselt und entsetzt betrachtete sie ihn , abwartend , und schon wieder brachte sie es nicht zustande ihre Stimme als erstes zu erheben, so blieb sie stumm...


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Nutzer: EthanHaykes
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geschrieben am: 19.03.2003    um 17:15 Uhr   


Und eben jener Mann, welchen die "Besucherin" dort auf der Lichtung sah, obwohl der Name für diesen Ort kaum angemessen schien, den bestenfalls drangen vereinzelte Dämmerstreifen bis zum Boden vor, schien selbst versunken, wie er dort die endlosen Litaneien murmelte, deren Singsang jenseits des menschlich hörbaren in gequälten Bahnen verklang - man sagte ihm nach, daß er in der Lage war, auf diese Weise solchen Geschöpfen das Blut aus den Ohren zu treiben, deren Sinne feiner waren. Und man sagte es nicht ohne Grund.

Hoch gewachsen in seiner Gestalt, wenn auch nicht der größte, zeigt seine körperliche Statur nichts von der Anspannung, die es ihn kostet, die Frequenzen der Lautmalerei selbst zu malträtieren. Er hatte eine ganz eigene Art, die Kräfte in Macht zu wandeln, an sich zu binden, eine Art, die nicht auf die Worte und nur wenig auf Gesten angewiesen war. Und zunehmend erhob sich selbst unter den Augen der Lady die Unwirklichkeit über den Ort, die Schatten nahmen einen öligen Glanz an, und die Zeit begann auszuflocken, bis sie schwerelos und träge wie die Samen von Pusteblumen sichtbar geworden im Raum hingen.

Und wie fein mußten die Sinne sein, um zu bemerken, daß zu den Füßen des Hexers ein winziger, feiner, zartgrüner Punkt dem Boden entsprossen war als Bote von etwas anderem, wesentlich Größeren...


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geschrieben am: 19.03.2003    um 17:41 Uhr   

Da stand die junge Frau nun, verloren und gefunden und zugleich unbemerkt - so dachte sie es sich ,so legte sie es sich zurecht. Tatsächlich musste sie es sich eingestehen ,dass ihre Augenlichter , in denen das Licht des Ozeans ruhte und die Frequenz des Meeres mit sich trug, zuerst einen Augenaufschlag, dann zwei ,drei und vier und sie verharrte gebannt an dem Ort an dem sie ihre Bewegungen inne halten ließ. Die wabenden Bewegungen der Schatten hatten ihre Aufmerksamkeit ,die sich so schnell an etwas binden konnte - und wenn so etwas geschah, dann konnte die Welt untergehen und sie würde es nicht bemerken - gefordert und ihren Atem ansatzweise gefrieren lassen, ihr Gesichtsausdruck voller Entsetzen gezeichnet, mehr als der Hexer selbst auslösen konnte. Die einzige Bewegung ,die von ihr ausging , war das Beben vor Anspannung ihrer Fingerspitzen, die verkrampft an ihren Seiten ruhten.

Und erneut verstrichen unzählige Augenaufschläge , denn sie handelten sich nun in rascher Folge ab, bis sie ihre Füße zu Schritten bewegen konnte. Kleine Schritte, sehr langsam, als würde sie sich erst sicher werden müssen ,was sie tun wollte. Nur wenige waren ihr geglückt und erneut verloren sich ihre Bewegungen im keimen, alleinig ein inneres Erzittern auslösend.

Ihre Augenlichter ruhten nun auf dem Angesicht des Hexers, und tatsächlich suchte sie seinen Blick ,denn sprechen konnte sie nicht. Mit ihren Augen konnte sie so vieles ausdrücken ,denn das Meer unterstützte sie in jedem Wort, so gut sie es vermochten. Und auch das Rauschen in eben jenen Lichtern des Ozeans war voller Aufregung gepeinigt, voller Furcht und dennoch voller Tatendrang.

Die Absicht stand eindeutig geschrieben in ihrem Herzen ,welches deutlich aus ihr herausleuchtete, denn ihr schlanker Körper war wie aus reinem Glas, aus Kristall. Keine kalte Mauer stellte ihre Hülle da, sondern erlaubte dem Herzen in größter Güte dem Beobachter entgegenzuschimmern. So stand auch darin geschrieben: "Gib mir meine Stimme zurück".

Und ,wie absurd, lag das aus weißer Wolle gesponnene Plaid um ihre Schultern geschwungen, erinnernd, ja, vielleicht wollte sie ihn damit auch daran erinnern, dass seine Tat nicht in Ordnung war...



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geschrieben am: 20.03.2003    um 08:48 Uhr   


In der Tat waren zumeist die Taten eines Menschen viel furchtbarer, als der Mensch selbst es war - denn den Menschen konnte man ansehen, konnte man berühren, beeinflußen, bestrafen. Wurde man aber Zeuge einer seiner Taten, schränkten sich die Möglichkeiten rapide ein. Umso schlimmer, wenn man zum ersten Mal eine Ahnung davon erhielt, wozu dieser Mensch imstande war - und die Wächterin war mit Sicherheit nicht unbewandert in derlei Dingen. So warf sich alsbald der spottende Abgrund wesentlich fantasievoller eingesetzter Absurditäten auf, und der einzige Gegenpol in diesem Machtgefälle bestand in den Schritten, den sie endlich zu ihm hin fand.

Das war der Augenblick, da ein Erzittern in die bis dahin ununterbrochene Litanei lautloser Wortführungen trat, da die fahlen Lippen geschlossen zur Ruhe kamen, mit Zärtlichkeit bewegt. Er wandte seinen Blick ihr entgegen, um nicht einen Deut angenehmer in der Wasserhelle, als sie sein Augenmerk kannte. Überrascht wirkte er freilich nicht, obwohl er doch so unachtsam gewesen wäre - eine solche Regung der Schwäche hätte seiner Überheblichkeit zuviel abgetragen, die er wie einen Dornenschild um sich trug.

Er machte sich ein Vergnügen daraus, ihrer Scharade die Informationen abzugewinnen, die er sich selbstredend auch ohne zu raten erdenken konnte. Einen Gruß erhob er nicht an sie, wozu auch - sie konnte ja nicht antworten, und nur um der Genugtuung willen, sie zur stummen Gestik zu zwingen, wog ihm die Mühe nicht auf. Es mochte seltsam klingen, doch war seine Aufmerksamkeit nicht so stark mit ihr verknüpft, daß er ihr gegenüber die Art von Haß entwickelte, die Demütigung rechtfertigte. Allerdings, diese Frage stellte er trotzdem:
"Was wünscht Ihr?" Er legte die eigentlich makellos glatte Stirn in Denkfalten, bevor er hinzusetzte:"Oh ja natürlich, wie gedankenlos von mir. Eure Stimme."

Die Lässigkeit, mit welcher er sprach, war bezeichnend für die Großmut, mit welcher er andere behandelte - großmütig zu seinem eigenen Nutzen."Wäret Ihr doch nur ein wenig früher gekommen - dann hätte ich sie noch nicht ausgesät."

Er ließ ihr einen Augenblick zu überdenken, was er da gesagt hatte. Er hatte ihre Stimme ausgesät? Was sollte daraus wohl erwachsen? Ihrer sicherlich unausgesprochenen, doch vorhandenen Frage wies der Fingerzeig des Warlocks den Blick auf den Boden, wo der erste Keim bereits einige Zentimeter über der Erde grüne Blättchen trieb. Was immer das war, es wuchs schnell - und es sah aus wie eine gewöhnliche Pflanze.



Geändert am 20.03.2003 um 08:48 Uhr von EthanHaykes
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geschrieben am: 20.03.2003    um 21:22 Uhr   

Es war schon lange Zeit vergangen seit sie die Anspannung in dieser reinen Form so intensiv gespürt hatte, denn es war mit keiner Wut verbunden, sondern mit einer unterschwelligen Woge der Furcht. Und genau jene stand ,vermischt mit Stärke und Entschlossenheit, in ihren intensiv rauschenden Lichtern des Meeres als er seine Stimme erhob. Seine Ziele und Beweggründe konnte sie nicht erschließen, dazu kannte sie ihn noch zu kurz. Natürlich entdeckte sie in diesen Begegnungen weder eine Chance auf eine gerechte Einigung, die beide zufrieden stellen würden, noch die Gelegenheit ein nettes Gespräch aufzustellen - eigentlich wollte sie nur fort von hier. Ein Gefühl war es, dass ihr Herz zu den Worten: "Das könnte noch eine Weile dauern" trieb.

Einige Herzschläge waren verklungen, ehe sie erneut zu einer Regung ansetzte, denn seine Worte hatten sie verwirrt, ihr Vorhaben auf Gedeih und Verderb in die Grundmauern zurückgewiesen. Genau deswegen benötigte sie eine kleine Anzahl von Augenaufschlägen ,um sich zu sammeln und zu begreifen, um zu verstehen.
Seinem Deut folgten ihre Augenlichter bis sie das kleine Pflänzchen erspähten und erneut war das Entsetzen in ihre sanften Gesichtszüge gemeißelt - wie mit Gewalt, denn dieser Ausdruck möchte man am liebsten fort waschen.

Langsam - bloß nicht zu schnell! - kletterten die Lichter des Meeres zurück in sein Angesicht, die fein geschwungenen , hellen Augenbrauen einander zugewandt. Deutlich in ihnen war das "Was?!" abzulesen und bestätigt wurde jenes Wort mit dem seitlichen Neigen ihres Kopfes - was schon immer ihre Angewohnheit beschrieb wenn sie etwas nicht begreifen konnte. Unterstrichen wurden diese Gesten noch durch die wortlosen Bewegungen ihrer Lippen ,die dasselbe ausdrücken wollten.

Alles in Allem wollte ihr Körper in seiner ganzen Einheit sagen: "Was habt ihr getan?!"

Ihre schlanken Beine suchten nun den Weg bis hin zur Pflanze, um dort in die Knie zu gehen, um mit allen Kleingeistern vereint ( welche natürlich Herz, Seele und Verstand beschrieben ) nach der Wahrheit zu forschen. Gewöhnlich zweifelte sie nicht an den Worten anderer; aber sie konnte es nicht glauben ,dass ihre Stimme zu einer Pflanze werden konnte...



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geschrieben am: 21.03.2003    um 10:02 Uhr   


Nun war es ganz gut, daß die Thematik dieser Zusammenkunft zwischen ihnen so deutlich für sie war, obgleich sie einem Fremden erst einmal nur Unklarheit zu bieten vermochte. So wußte er eigentlich zu diesem Zeitpunkt schon oder noch, was sie sagen wollte, bevor sie sich auch nur ihrer Gestik bedient hatte, denn eigentlich war die Idee, eine Stimme wie eine Blumenzwiebel in den Boden zu bringen, schon ausgefallen genug, um zu erfordern, daß man die Hintergründe genauer erklärte. Und in der Tat schien der Warlock, seines Zeichens kein angenehmer Zeitgenosse, ein stilles Vergnügen an dieser Art der Gesellschaft zu finden, denn das wasserhelle Augenmerk folgte mit zärtlicher Bewunderung einer jeden Bewegung, die sie tat, und das unterschwellige Flackern latenten Irrsinns, Zeuge einer Fantasie, die andere auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen gedachten, bewies Faszination an dieser Begebenheit.

So sah er ihr zu, wie sie sich niederließ, und die zunehmende Unwirklichkeit einer offenen Munds gestorbenen Zeit vertrieb alle Laute, dämmte sie wie in Watte, mit einer Ausnahme, denn wie ein unguter Nieselregen klangen ungesprochene Worte, berührten die Nervenbahnen in zersägenden Klängen, mehr das Herz denn die Ohren - so als nieselte es anstelle Wasser Blut, und man erwartete, eigentlich jeden Augenblick das kühle Platschen von Tropfen auf benetzter Haut zu vernehmen, während sich die Luft mit dem süßlich-eisenhaltigen Duft füllte, die diesem Saft zueigen war - der Geschmack verbrannter Magie war diesem so ähnlich, daß man seine Schlüsse zogen konnte. Und auf diese Weise erklärte sich auch, warum dieses Pflänzchen in seiner Reinheit so schnell wuchs, denn während sie es betrachte, nahmen die ersten Blättchen bereits die Größe von Handflächen an, während der Pflanzenstock bereits verholzte und sich gut dreißig Zentimeter über den Boden schob.


"Es wird nicht allzu lange dauern. Schätzungsweise eine Nacht, dann hat sie geblüht und ihre Früchte sind reif.", warf er gedehnt in den Raum. Das Lächeln, das seine Mundwinkel in dem Versuch der Imitation eines Lächelns kräuselte, war unheimlich. "Wenn Ihr Wert darauf legt, könnt ihr Euer Kleinod ausgraben, hintenan, ich brauche es im Grunde nicht."

Damit macht er deutlich, daß er es eigentlich nicht auf ihre Stimme abgesehen hatte, sondern darauf, etwas mit dieser zu erreichen, doch was das sein konnte, das lag ihm noch auf der Zunge und wartete darauf, herausgekitzelt zu werden in dem Wissen, daß je mehr sie wußte, die Möglichkeiten Dinge mit ihr zu tun, nur anstieg.


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Nutzer: Wächterin86
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geschrieben am: 21.03.2003    um 15:30 Uhr   

Ruhig, wie zum Vergleiche ausgelegt, legte sich ihre zierliche Hand, besponnen mit schneeweißer Haut, der Länge nach auf einem Blatte der rasch wachsenden Pflanze nieder. Sanft waren ihre Finger zu der Pflanze, behutsam, als wollte sie jene auf keinen Fall verletzten.
Tatsächlich erwies sich der Gedankenstrang ,den sie schon allein aus Beobachtung gesponnen hatte, und die Sichtweise ihrer Augenlichter als richtig und die Blätter waren so groß, wie ihr Fokus es gemessen hatte. Und auch jene Augenlichter ,die sich bestätigt fühlten, zeigten sich voller Erstaunen ,denn die junge Frau hatte noch nie solch große Blätter gesehen, so sie zu einer Pflanze und nicht zu einem Baum gehörten.

Das Augenmerk der jungen Frau legte sich nun erneut auf den Warlock, doch weder Zorn noch Enttäuschung war darin zu erkennen, sondern pure Neugierde und Faszination. Ein Finger der freien Hand wurde abgespreizt und deutete auf das Pflänzchen. Dann bediente sie sich ein weiteres Mal der Geste des seitlich Neigens des Kopfes, um ihr Interesse auszudrücken und ihn aufzufordern weiterzusprechen, mehr zu erzählen. Somit hatte er es geschafft: Ihr Interesse war geweckt.

Während sie versuchte sich verständlich zu machen rümpfte sie einige Male die Nase ob des strengen Geruchs, ein Husten unterdrückend - das Kribbeln in ihrem Rachen spürte sie dennoch. Die zunehmende Anspannung ihrer Muskeln versuchte sie zu verbergen, so gut sie es nun mal vermochte. Denn sie spürte, sie fühlte und sie wusste, dass hier etwas im Gange war, das neu und anders war, vielleicht sogar schädlich war.

Doch schon als sie sich dazu entschlossen hatte nach ihrer verlorenen Stimme zu suchen , da war ihr auf Anhieb klar gewesen ,dass sie dem Warlock vertraute. Auf eine seltsame Art und Weise, welche nur ihr Herz zu erklären vermochte. Denn jenes Herz entschließt sich immer für die kompliziertesten Wege, obwohl es für jenen Kleingeist überhaupt nicht kompliziert, war sondern logisch. Und genau jenes Vertrauen lag offenkundig in ihrem Blick ,der ihm noch immer zugewandt war.



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Nutzer: EthanHaykes
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geschrieben am: 21.03.2003    um 22:14 Uhr   


Natürlich, man vertraue dem Hexenmeister. Der Abglanz des Wahnsinns, der unterhalb seiner Pupillen lag und ständig drauf und dran schien, ihn gänzlich zu verzehren, war ein Zeichen unerschütterlicher Vertrauenswürdigkeit. Und doch, die Art, wie sie ihn behandelte, faszinierte ihn, jedes Mal mehr, wenn er einem Wesen begegnete, das trotz seiner offensichtlichen Neigungen gewillt war, ihm... Zuneigung... zu schenken.

Freilich war es gefährlich, ihn zu faszinieren, und lediglich die Tatsache, daß die Pflanze zusehends wuchs und an Stärke gewann, während sich die Lichtung mehr und mehr der Atmosphäre eines Höllenlochs hingab, veranlaßte ihn dazu, die Hintergründe näher zu erläutern, bevor das Weib auf den Gedanken kam, das Gewächs abzufackeln. Kurz leckte er sich über die noch immer angesengten Lippen, die sich nicht sonderlich von der letzten Begegnung erholt hatten.


"Seht Ihr, ich bin ein Mann, der sich seit langem mit Pflanzen befaßt - und mit Magie, könnte mn sagen." Es war natürlich eine eigene Art von Magie, die nichts mit den Elementarkräften gemein hatte. "Und es ist eines meiner... Hobbies... magische Pflanzen zu züchten. Man könnte sagen, ich bin eine Kapazität der Forschung betreffend dieses Gebiets - wie dem auch sei. Das, was Euch sicherlich brennend - " er sprach diese Wort in einer sarkastischen Tonlage aus: "interessiert, ist folgendes: Dieses kleine Bäumchen dort - es wird Euch, wenn es ausgewachsen ist, um zwei oder drei Armlängen überragen - hilft mir dabei, ein magisches Replikat Eurer Stimme herzustellen."

Er machte eine Pause, strich sich versonnen durch das schlohweiße, offen getragene seidenfeine Haar, das seinen Rücken einen guten Meter hinab bedeckte.

"Sinn, Zweck und Ergebnis dieses Replikats ist, daß die Kopie Eurer Stimme ein jedes Eurer Worte... nun kopiert."

Nun machte er nochmals Pause, maß sie mit abschätzendem Blick ab. Jedwede Lust, eventuell Hand an sie zu legen, war ihm vergangen, es sei denn er bannte zuvor die elementaren Mächte in ihr, und eigentlich galt sein Interesse nun mehr dem Ausgang seines Experiments. Und genau das gab er dann auch zu:"Es ist ein Experiment. Nicht, daß es mir darum ginge, Euch zu belauschen." Schließlich wußte er nicht, wer sie war, hatte keinerlei Einblick in ihr Umfeld und keine machtpolitischen Präferenzen in ihre Richtung - ihre Stimme war ihm lediglich als Versuchsobjekt brauchbar geworden.


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geschrieben am: 21.03.2003    um 22:38 Uhr   

Sicherlich mochte er verwundert sein über ihre Verhaltensweise, die Behandlung, die sie ihm zeigte und doch liebte das Herz der jungen Frau auf eine seltsame Art und Weise. Weltoffen, großherzig , voller Vergebung - eigentlich wäre es ihr ebenso möglich einen Stein mit ganzem Herzen zu lieben, wenn der Herz nicht manches Mal auf den Verstand eines Menschen hören würde und die Regeln gelernt hatte, die das Zusammenleben ermöglichten. Er kann es nicht sehen ,dass sie anders ist ,als jene die ebenso Zuneigung ausstrahlen ,denn diese Zuneigung ist global zu sehen, alles umfassend - so es nicht die Kapazität übersteigt und ihren Verstand verwirrt ( dann ist die Zankerei zwischen den Kleingeistern am größten).

Einen Augenaufschlag mochte es den Anschein haben ,dass ihr Blick auf seinen verbrannten Lippen verharrte und was er in ihrem Gesicht erblicken mochte war Reue, Bedauern und auch Entschuldigung. Dann senkte sie die Lichter des Ozeans nieder auf die Pflanze, noch einmal, als wollte sie jeden noch so kleinen Wachstumsschub verfolgen, immerhin ist es immer noch ihre Stimme, die er benutzte, die er entweihte, die er sich zu nutzen gemacht hatte. Und dennoch... kein Zorn, nichts brodelte in ihr, denn sonst wäre die Intensität der Frequenz des Meeres nicht so wohltuend und klangvoll.

Dann begannen ihre blassen Lippen sich zu regen, als würden sie die Hoffnung hegen ,dass er verstehen würde ,was hinaus drang, und für diesen einen Wortlaut betrachtete sie sein Gesicht erneut , voller Ruhe, dieser Ausdruck in seinen Augen schien sie nur mittelmäßig zu irritieren, vielleicht übersah sie dies, oder schenkte dieser Tatsache keinerlei Beachtung.

"E- x- p- e- r- i- m- e- n- t"

Um der Frage das Fragezeichen zu verleihen neigte sie ihren Kopf erneut von einer Seiten zu anderen, diese Geste schien wohl die bedeutsamste zu schmücken. Schließlich ging es nicht um Raffinesse sondern um die Verständigungsmöglichkeiten.

Dann sendet sie einen fragenden Blick hinunter zur Pflanze ,als würde sie seinen Gedanken nicht folgen können ,welche Früchte ihm diese Art von Experiment einbrachte. Ob sie süß waren? Die Früchte? Neugierde schlich sich erneut in ihren Geist und sie begann auf ihre sanfte Weise zu schmunzeln

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Nutzer: EthanHaykes
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geschrieben am: 21.03.2003    um 23:05 Uhr   


"Ja, ein Experiment.", wiederholte er, nachdem er erraten hatte, was sie beschäftigte. "So wie viele andere vor ihm, und allesamt gescheitert, die Stimmen verloren."

Die kurze Grimasse, die er zog, bedeutete seinen Unwillen über diese Verluste. Er trat einen Schritt zurück, denn inzwischen war der kleine Baum auf Brusthöhe angewachsen und begann nun, ausgreifende Äste zu bilden, zusätzlich dazu ein prachtvolles grünblättriges Kleid.


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geschrieben am: 22.03.2003    um 08:44 Uhr   

Und einer dieser ausgreifenden Äste schob sich unverschämt unter die Haarpracht der jungen Frau, die ein unvergeßliches Gesicht zieht, als sie sich befreit. Während diesen wenigen Momenten ,die sie benötigt, galt ihre Aufmerksamkeit den Ästen und kommt erst wieder auf ihm zum Ruhen ,als sie rückwärts auf allen Vieren ebenfalls ein wenig Abstand sucht. Das musste sie sich merken, nicht nur Wesen können äußerst brutal und rücksichtslos sein, sondern auch Pflanzen die aus der eigenen Stimme wuchsen.

"Grab' es aus! Es ist deine Stimme! Er hat kein Recht Bäume daraus wachsen zu lassen!", protestierte der Kleingeist , mit Namen Verstand, unwillig. Tatsächlich legte sich das Augenmerk der jungen Frau einige Herzschläge lang auf die Stelle, an der die Pflanze mit der Erde verschmolz. Doch ein Schütteln ihres Kopfes setzte ein , verweigernd, sie würde nicht zerstören. Das passte nicht zu ihr. Nicht zu der jungen Frau mit den ewig langen Haaren und den Augen die man für Meereslichter halten konnte.

Dann schlich sich jedoch die Sorge in das junge Gesicht, als ihre Ohren die Worte des Warlocks vernehmen mussten. Was hatte er gesagt? Dieses Experiment war immer wieder gescheitert? Dann würde sie... vielleicht niemals mehr sprechen können.

Um sich die Chancen auszurechnen, ob diese Pflanze die Nacht überstehen würde, hob sie ihren schlanken Arm und deutete auf die Erde, um den abgespreizten Finger , imaginären Linien folgend, den Pflanzenstamm nach oben zu ziehen. Dabei legte sich das Augenmerk erneut fragend gen Ethan. Dieses Rätsel zu entschlüsseln würde wohl nicht so einfach werden, doch der Sinn lag in ihrem Blick verborgen. Sie wollte eigentlich nur wissen, ob es schon andere Stimmpflanzen gab, die schon so hoch gewachsen waren.

Denn sicherlich fürchtete sie sich um ihre Stimme, die Angst vor der Stummheit, davor verloren zu gehen und nicht um Hilfe schreien zu können...



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Nutzer: EthanHaykes
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geschrieben am: 28.03.2003    um 12:19 Uhr   


((OFF: So... dieses ist der letzte Beitrag von mir im Rollenspielforum, bevor ich endgültig fort bin. Dieser Beitrag entsteht nur unter großem Vorbehalt, aber in dem Willen, ein vernünftiges Ende für dieses Spiel zu finden – schließlich werde ich nicht abziehen, ohne dass Wächterin86 ihre Stimme zurück bekommen hat. Um dem ganzen einen logischen Beiklang zu geben, mache ich aus Freundschaft zur Spielerin eine Ausnahme. In allen anderen Threads, in welchen einer meiner Chars verstrickt ist, findet man glaube ich durch Ignorieren der bis dahin verfassten Beiträge eine gute Möglichkeit. Gruß, Engelsfall/Höllenstern/EthanHaykes))

Und mit einem Mal änderte sich alles. Das Wachstum des Baumes geriet außer Kontrolle, seine Wurzeln spalteten das Erdreich und die Äste entwickelten solche Kraft, dass sie jene der anderen Bäume brachen. Die Umstehenden mussten zurück weichen, und der Hexer bildete keine Ausnahme – doch er wich nicht. Dieser Baum war sein Geschöpf, und er hatte nicht die Absicht, sich von ihm schlagen zu lassen. Er spannte seinen Leib an, riß die Arme hoch und war mit einem Mal so furchterregend, so grausig, dass man nur sagen konnte, er war von der eignen Macht zerfressen worden. Die bleichen Züge verzerrten sich in Anstrengung, und er mobilisierte all seine Kräfte, um den außer Rand und Band geratenen Baum zu bezwingen, ihn aufzuhalten – doch war es erfolglos. Schnell war die ganze Lichtung zerstört, die umstehenden Bäume umgeknickt wie Streichhölzer, das Wurzelwerk hatte eine tiefe Grube in das Erdreich geschlagen, die es nun ausfüllte. Und keinen Millimeter wich der Hexer, rang mit den Kräften, die er entfesselt hatte – die unnatürlichen Auswüchse umschlangen alles, dessen sie habhaft werden konnten, und schließlich hatte ihn der Baum verschlungen, begraben, oder sonst etwas – er war nicht mehr zu finden. Und als hätte das unheilige Werk damit einen Sinn erhalten, begann es zu blühen, gebar anstelle einer einzigen Blüte abertausende schillernde Blasen, und für einen Moment war die Lichtung von schrillen Schmerzenslauten ein und derselben Stimme, endlos verfielfacht, erfüllt, als jede einzelne der Blasen zerplatzte, der Baum sich selbst verzehrte und verging, verdorrte bis dass nichts mehr von ihm übrig war als die zerstörte Lichtung...

Später, wenn man zurückkehrte, um den Ort genauer in Augenschein zu nehmen, konnte man eine lokal sehr eng begrenzte abgeklungene Naturkatastrophe beobachten. Die tiefe Grube, in welcher die Überreste der entarteten Wurzelstränge lagen, war derart unzugänglich, dass man nicht nach der Stimme suchen konnte... und selbst wenn man den Weg fand, die Stimme war zerstört.

Suchte man dann aber weiter, so konnte man mit genug Aufmerksamkeit eine einzelne Stimmblase finden, die nicht zerplatzt war... sie schwebte sachte über dem Boden wie ein unwirkliches, herrliches Juwel, und wenn sie vibrierte, dann klang eine Stimme daraus, die jener ursprünglichen absolut identisch war. Welch Paradoxie – der erste Erfolg des Hexenmeisters war auch sein Untergang. Allerdings – die Leiche des Warlocks war und blieb verschollen.


((So. Das wars von mir. Lebt vorerst wohl und danke für die schöne Zeit.))


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