|
|
|
geschrieben am: 08.07.2003 um 21:00 Uhr
|
|
er blickt erbost Deirdre an
Ihr wagt es mich und all die Christen zu beleidigen? Ihr, der ihr euren zahlreichen Götzen nachrennt, wohl noch Fleischesopfer ihnen liefert? Ihr, die höchstwahrscheinlich Unzucht treibt und behauptet noch zur Ehre ihrer Götter, ums Goldne Kalb sich scharrt, weil alles es erlaubt, was euch gefällt?
Einen Beweis wollt ihr für`s Paradies, für Gottes Macht? Ja, so sprachen schon die Heiden als sie unseren Heiland ans Kreuz nagelten, in ihrer Verblendung: Zeig uns deine Macht, wo ist dein Gott nun, wo du ihn brauchst, spotteten sie! Doch Jesus sprach: Herr, vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun! Und er fuhr auf in den Himmel am dritten Tage nach seiner Wiederauferstehung!
So will ich auch euren Worten vergeben, denn richten tut euch doch ein anderer!
Den Beweis, DEN ihr fordert, bekommt ihr spätestens am Tag des jüngsten Gerichts!
Doch wer Augen hat, der sehe, und wer Ohren hat, der höre. Denn Gott wirkt in vielem, nur erkennen müssen wir es selbst!
So möget ihr weiterhin spotten, euch ereifern, lasterhaft euer Dasein fristen und euren falschen Götzen und Religionen dienen. Sie, die Zwietracht sähen, während unser Glaube Eintracht fordert. Sie, die Kriege fordern, während unser Glaube den Frieden will. Sie, die Haß predigen, während Jesus zu lieben lehrt.
Doch Liebe sein Ton wird etwa spöttisch, was man seiner alten Erscheinung gar nicht zutrauen würde ist nicht die Lust, die euch zur Dirne macht, sondern Liebe findet hier statt. er deutet auf sein Herz
So denn ihr Wesen: Mein Klause steht jedem offen, der in Frieden zu mir kommen mag! Ob Mann, ob Frau, ob Kind ob Greis! Und wisset: Es GIBT ein Leben auch nach diesem hier!
er blickt wieder in die Runde, nicht einen Christen mag er erkennen, vielleicht auch, weil sie Angst hatten sich zu zeigen unter diesem gottlosem Volk. Ansha vermag er nicht zu erkennen, wahrscheinlich weil sie im Schatten steht oder weil sein Augenlich schon durch das Alter geschwächt ist. Dann schweift sein Blick wieder zu Deirdre, der gotteslästerlichen Frau, der er noch wenige Tage zuvor geholfen hat...Auf die Anklage, er würde seine Grundsätze verraten, eben wegen dieser Hilfe geht er nicht ein. Sich gegen die heilige Inquisition zu stellen, war gefährlich, auch für Ihn, aber er konnte sich darauf berufen, daß er in Unkenntnis war, ob des wahren Vorfalls. Ohnehin wurde auch in ihren Kreisen diskutiert, wenn auch nur unter vorgehaltener Hand, ob der Großinquisitor noch das rechte Maße fand. Aber mit diesen Dingen wollte er sich eigentlich gar nicht groß beschäftigen, obgleich er nun, kaum hier im Wald angekommen, von vielen genau wegen dieser Fragen bedrängt wurde.
|
|
|
|
|