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geschrieben am: 31.10.2003 um 14:49 Uhr
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>Ich sah selten, so ein Phänomen wie dieses. Ich sah selten so eine Katastrophe wie diese und doch müssen wohl solch Vorfälle sein, damit die Menschen lernen. Ich spreche von Menschen, weit ab, in Dörfen, Landstrichen und Städten.
Alles begann ganz leise. Man sollte jetzt meinen, das der schwarze Tod sich tosend ankündigt, aber nein, er will sich nicht zeigen, er kommt schleichend und feiert still seinen Triumph.
Ich kann mich sehr weit zurück erinnern.
Ich war in dieser Stadt nicht ansässig, nein ich hatte nur die Aufgabe erhalten einer Adelstochter Heistoffe zu verabreichen, da sie an sehr hohem Fieber litt.
Doch leider, verlängerte sich mein Verweilen von ein paar Tagen bis hin zu mehreren Wochen, bis ich selber die Flucht ergriff. Nein ich ergriff sie nicht, ich wurde gezwungen, vom schwarzen Tot.
Es gab in dieser Stadt viele Heiler und Ärzte und doch nur Quacksalber, die im Auftrag der Kirche heilten.
So nun denn ohne weiter abzuweichen, da die Zeit rinnt, erfuhr ich von einem Fall in der Unterschicht, der mich nachdenklich stimmte und auch ein wenig ängstigte.
So wollte ich mir den erkrankten selbst beschauen, da die Armen immer so maßlos übertrieben.
Sie übertrieben nicht...
Ich werde nicht vergessen, wie ich das kleine Haus, in einer der vielen wirren Straßen betrat. Wie immer, wie überall roch es in den Straßen recht ungut, der typische Geruch von den Ablassen, der Natur.
Und immer wieder erschauderte es in mir, wenn ich sah, wie die Ratten durch die Straßen und die Häuser liefen.
Man erzählte mir, das eine Familie hier in diesen Mauern wohnte, doch traf ich nur eine Frau an, eine Mutter, von der optik her, schien sie so.
Ihre Pupillen waren geweitet, sie war blass ihre Lippen trocken, wie auch ihr Mund, als ich sie untersuchte. Ihr Körper erlag wohl dem Geschehen, Schock lähmte einen Teil ihrer Sinne.
Doch konnte sie mir erzählen wie alles begann, auch wenn ich mir keinen Reim darauf machen konnte, da auch ihre Worte vom Schock gezeichnet waren.
Nun was die Menschen nicht kennen, das fürchten sie, ich tat es auch, so vermummte ich mein Gesicht, hauptsächlich Nase und Mund und betrat das Zimmer des Kranken.
Ich sah nur sein Gesicht. Bei ersten Untersuchungen konnte ich fest stellen, das er Fieber hatte, das ihn Schmerzen quälten.
Ich legte seinen Oberkörper ein wenig frei, da die ansässige etwas von Beulen whisperte und sie hatte nicht übertrieben.
Am Hals, Ellenbogen, wie auch in der Leistengegend, konnte ich gar faustgroße Beulen ausfindig machen, die ihm sehr schmerzten. Nun ich wusste nichts rechtes zu tuen und so verordnete ich, eine schohnende Kost, gute Pflege und vor allem Hygiene, so weit die Menschen diese kannten um mich darauf auf den Weg zum dort lebenden Landherren zu machen, dem es möglich war, Post und Nachrichten zu empfangen. Auch besaß er eine Menge Schriften, die mir vielleicht weiterhelfen konnten, ich wollte dem auf den Grund gehen, denn sowas sah ich noch nicht<
So würden diese Zeilen der fremden gewahr werden etweder sie ängstigten sie, oder ihre Neugier wurde geweckt und sie nahm nächste Bildnisse und Zeilen weiter auf.
Vom Träger immernoch keine Sicht...nein, er ließ es nicht einfach so zurück, da es nahe kommt, das er ein Arzt ist? |
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