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Und er überrollt die Lande....

Nutzer: Woven
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geschrieben am: 31.10.2003    um 13:51 Uhr   
Gelegen auf der Lichtung, des Waldes auf der so viele Wesen, wie Rassen verweilen, das man hier glauben könnte, es würden alle Welten zusammen treffen, werden die jenigen, die schon früh morgends, diese Wiesen aufsuchen, vielleicht den Fetzen Papier finden. Nahe gelegen des Sees, im weichen Sand des Ufers könnte jenes Stück mit seinem Inhalt die Blicke auf sich ziehen.
Wild und doch präzise wurden jene Striche gesetzt, die für manche vielleicht ein Bild abgeben oder erheben.

Der schwarze Tod. Weit und breit ist keine Seele zu sehen, der wohl jene Feder schwang um dieses Anbild zu entwerfen und doch sollte diese Zeichnung eines Zeitgenossen nicht alles an Fundus sein, so würde man noch ein gebundenes Pergament finden, welches wohl an die 80 Seiten zählt. Abgenutzt und abgeschliffen ist deren Gestalt und wahrlich scheint es nicht die besten Zeiten gesehen zu haben. Sollte der dicke Einband, den wohl kostbaren Inhalt schützen und doch ist auch dieser schon in kleiner, schnörkliger Schrift in unordentlichen Zeilen geschrieben.
>Viele meinten er würde die Stadtmauern nicht überwinden und viele waren der Ansicht, das sie hinter diesen Geschützt waren. Er schaffte es doch, er überwindete jede Mauer, wie groß sie auch war, wie massiv sie auch war. Eine welle überrante ganze Länder und Landstriche wurden ausgelöscht. Der Wohlstand trat nun ein. Jeder konnte erfasst werden, egal ob arm oder reich und es gingen so viele, das sich anderen an ihren Hinterlassenschaften erfreuten, an denen aber die Finger des schwarzen Todes hafteten und somit wurden sie für ihre Gier bestraft und erlagen ihm.
Es flüchteten sich so viele in die Städte in der Hoffnung sie würden geschützt bleiben und doch zeigten sich in den Städten folgende Bilder.

So viele Menschen die in die Städte flossen genau die selbe Zahl wurde wieder rausgetragen. Doch selten nur in Särgen, sondern in Pest Karren, es war eine Seuche.<
Noch immer zeigte sich der Besitzer jener Schriften nicht und so verging die Zeit und nach und nach, benetzte das helle Sonnenlicht, diese Seiten und schenkte ihnen aufmerksamkeit, ob andere dies auch taten?
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Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 31.10.2003    um 14:06 Uhr   
Noch früh zur Morgenstunde in die Wälder aufgebrochen, ziellos streifend, unsinnig suchend nach einer Begegnung, die noch einzig als leises Flüstern in ihrer Erinnerung dem Leben geblieben war, tritt Jalima an den Rand der Lichtung.
Recht ruhig liegt sie noch da und wenig Wesenheit tummelt sich unter schweren, grauen Regenwolken, die der Herbst mit sich brachte, harrend, bis endlich nebeldichte Wasserfälle die Sicht verschleiern dürften.

Den grauen Umhang um sich gezogen, dass er die aufkommende Kälte von ihr forthalte, so wie den Herbstwind, die Kapuze auf dem Kopf und doch nur halb, so dass manche blonde Strähne sich fliehend aus dem Halbschatten geschlichen hatte, sieht sie um sich. Bäume spiegeln sich klar in grauen Augen, der See für kurze Augenblicke. Kurz senken sich die Lider wie müde, verschließen kurz den Geist gegen die Wirklichkeit und bitten stumm um eine andere, wenn wieder weitoffene Seelenspiele nur aufnehmen können, was Wahrhaft ist und doch – der Wunsch wird ihr verwehrt.
Die Wirklichkeit ist dieselbe geblieben, als sie die Augen neuerlich aufschlägt, ziellos vor sich hin blickt und doch.. der Zufall will es wohl, dass just ihr Blick durch jene Hinterlassenschaften namenloser Herkunft sticht.
Kurz nur verbleibt sie in nichterfassen, dann klärt sich ihr Blick, fasst das Pergament wie übriges und endlich tragen zögerliche Schritte die unscheinbare junge Frau näher an das Ziel ihrer Aufmerksamkeit.

In stiller Verwunderung lässt sie sich in die Hocke, blickt um sich, suchend, wie fragend, den Besitzer jener Dinge suchend...
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Nutzer: Woven
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geschrieben am: 31.10.2003    um 14:15 Uhr   
Ob die Schriften den Besitzer hinterlassen haben, oder der Besitzer sein Eigentum ist fraglich.Doch ist es eher unwahrscheinlich, das man solch Gesichtlich, medizinisch Schreiben einfach verfliegen lässt. Sicher für viele Magier ist ein... bakterikum nichts interessantes, doch sind die sozialen Aspekte wie auch die Sicht des Verfassers für vielerlei sehr interessant.
Auch wenn der Einband recht dick erscheint, so schimmern schon die nächsten Zeilen auf der folgenden Seite durch und noch deutlicher, jene Zeichnung eines Zeitgenossen, der wohl nicht der Schöpfer der ersten beiden ist.

Nein die durchschimmernden Farben zeugen von Angst und so würden die folgenden Zeilen, würden sie denn gelesen werden, dieses Bildniss bestätigen.
Die Fremde, morgendliche, würde kein Hinderniss sehen, der Besitzer ist nicht zu erbliken, auf weitem nicht....
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Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 31.10.2003    um 14:26 Uhr   
Eine kleine Weile blickt sie so um sich, zunehmend verwundert und doch greift nicht die lebensbewahrende Vorsicht, die so mancher in diesen Wäldern mit sich tragen wird.
Wieder legen sich ihre Augen in gedankenschwerer Stille auf die Hinterlassenschaften.. wahrlich, sonderbar, dass dergleichen hier verblieb.. offen und gut sichtlich und doch keine Spur eines Besitzers.
Als fühlten ihre Finger jene Vorsicht, die ihrem Kopf nicht eingestanden werden mag, heben sich jene der Linken zu dem kleinen blauen Stern, den sie am Halse trägt, verbringen den Anhänger behutsam unter den Kragen des Umhanges, während jene der Rechten mit Bedacht nach jenem Pergament wie dessen Mitliegendem fassen, auf dass ihre Augen in richtigem Winkel das ein oder andere mehr aufnehmen können.
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Nutzer: Woven
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geschrieben am: 31.10.2003    um 14:49 Uhr   
>Ich sah selten, so ein Phänomen wie dieses. Ich sah selten so eine Katastrophe wie diese und doch müssen wohl solch Vorfälle sein, damit die Menschen lernen. Ich spreche von Menschen, weit ab, in Dörfen, Landstrichen und Städten.
Alles begann ganz leise. Man sollte jetzt meinen, das der schwarze Tod sich tosend ankündigt, aber nein, er will sich nicht zeigen, er kommt schleichend und feiert still seinen Triumph.
Ich kann mich sehr weit zurück erinnern.
Ich war in dieser Stadt nicht ansässig, nein ich hatte nur die Aufgabe erhalten einer Adelstochter Heistoffe zu verabreichen, da sie an sehr hohem Fieber litt.
Doch leider, verlängerte sich mein Verweilen von ein paar Tagen bis hin zu mehreren Wochen, bis ich selber die Flucht ergriff. Nein ich ergriff sie nicht, ich wurde gezwungen, vom schwarzen Tot.
Es gab in dieser Stadt viele Heiler und Ärzte und doch nur Quacksalber, die im Auftrag der Kirche heilten.
So nun denn ohne weiter abzuweichen, da die Zeit rinnt, erfuhr ich von einem Fall in der Unterschicht, der mich nachdenklich stimmte und auch ein wenig ängstigte.
So wollte ich mir den erkrankten selbst beschauen, da die Armen immer so maßlos übertrieben.
Sie übertrieben nicht...
Ich werde nicht vergessen, wie ich das kleine Haus, in einer der vielen wirren Straßen betrat. Wie immer, wie überall roch es in den Straßen recht ungut, der typische Geruch von den Ablassen, der Natur.
Und immer wieder erschauderte es in mir, wenn ich sah, wie die Ratten durch die Straßen und die Häuser liefen.
Man erzählte mir, das eine Familie hier in diesen Mauern wohnte, doch traf ich nur eine Frau an, eine Mutter, von der optik her, schien sie so.
Ihre Pupillen waren geweitet, sie war blass ihre Lippen trocken, wie auch ihr Mund, als ich sie untersuchte. Ihr Körper erlag wohl dem Geschehen, Schock lähmte einen Teil ihrer Sinne.
Doch konnte sie mir erzählen wie alles begann, auch wenn ich mir keinen Reim darauf machen konnte, da auch ihre Worte vom Schock gezeichnet waren.
Nun was die Menschen nicht kennen, das fürchten sie, ich tat es auch, so vermummte ich mein Gesicht, hauptsächlich Nase und Mund und betrat das Zimmer des Kranken.
Ich sah nur sein Gesicht. Bei ersten Untersuchungen konnte ich fest stellen, das er Fieber hatte, das ihn Schmerzen quälten.
Ich legte seinen Oberkörper ein wenig frei, da die ansässige etwas von Beulen whisperte und sie hatte nicht übertrieben.
Am Hals, Ellenbogen, wie auch in der Leistengegend, konnte ich gar faustgroße Beulen ausfindig machen, die ihm sehr schmerzten. Nun ich wusste nichts rechtes zu tuen und so verordnete ich, eine schohnende Kost, gute Pflege und vor allem Hygiene, so weit die Menschen diese kannten um mich darauf auf den Weg zum dort lebenden Landherren zu machen, dem es möglich war, Post und Nachrichten zu empfangen. Auch besaß er eine Menge Schriften, die mir vielleicht weiterhelfen konnten, ich wollte dem auf den Grund gehen, denn sowas sah ich noch nicht<

So würden diese Zeilen der fremden gewahr werden etweder sie ängstigten sie, oder ihre Neugier wurde geweckt und sie nahm nächste Bildnisse und Zeilen weiter auf.
Vom Träger immernoch keine Sicht...nein, er ließ es nicht einfach so zurück, da es nahe kommt, das er ein Arzt ist?
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Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 31.10.2003    um 16:12 Uhr   
“Schwarzer Tod….?“ Formen ihre Lippen, zu leise die Worte, als daß sie weit durch die Herbstkühle kämen. Kurz lenkt ein Krachen im ewigen Feuer der Lichtung Jalimas Augen auf sich, nur um sie wiederum freizugeben, worauf sie sich wie selbstvergessen zum grauverwobenen Himmel aufheben.
Die zunehmend feuchte Kälte kroch ihr in den Rücken, sei es nun, dass der nahende Winter die knorrigen Finger nach ihr ausstreckte, oder das soeben gelesene sie schauern ließ.
Noch einmal lässt sie den Blick über die Lichtung streifen, suchend nach einem möglichen Besitzer oder auch nur einem, der um dessen Vebleib wissen könnte, doch mehr als ein verlassener, feuchtschwerer Teppich gefallener Blätter mag sich ihr nicht offenbaren.
So zieht sie mit der freien Linken den Umhang enger um die schmalen Schultern, streicht eine Strähne hinter das rechte Ohr zurück, dass sie nicht ins Sichtfeld fiele und schickt sich an, die Lektüre der sonderlichen Schriftstücke fortzusetzen.
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Nutzer: Woven
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geschrieben am: 31.10.2003    um 17:28 Uhr   
>Es dauerte so gut 2 Tage bis ich erfuhr, das dieser Landstrich einer von vielen war, bei denen diese Erkrankung auftrat und doch bekam ich nur spärliche Angaben, über den Verlauf, eine Heilung oder über die Infektionswege.So kehrte ich nach dieser Zeit zu meinem Patienten zurück, der seine Sinne verloren hatte und sich unter der Erkrankung quälte.
Seine Frau erlag dem selben Schicksal und immer mehr Fälle wurden in der Stadt bekannt. Alle Mediziner, Heiler und Ärzte fragten sich, wie die Erkrankung übertragen werden konnte.
Doch war nun nicht abdingbar, das von der selben Erkrankung die Rede war, in so vielen Städten, wie gemeldet wurden und wer wusste schon wie viele betroffen waren und nicht gemeldet. Es war eine Seuche, die Pest.
So nannten es die Mediziner, ein kürzel aus der Gelehrtensprache. Das Volk nannte es "der schwarze Tod". Wieder betrat ich vermummt die Mauern, der Unterschicht und nun sah ich die beiden, den Erkrankten, seine Frau, bei der sich die ersten Beulen zeigten.
Er war nicht mehr bei Sinnen und sie erstarrte immer mehr.
Ich konnte nichts tuen, außer zu sehen, wie sie starben... nach weiteren 3 Tagen.
Danach ging alles ganz schnell. Viele glaubten es würde sie nicht betreffen, aber jeden konnte es treffen.
Ich sah in der nächsten Tagen viel Elend und Leid und so gab ich meine Säßhaftigkeit auf um mehr über diese Erkrankung zu erfahren und um Schutz zu suchen. Ich selbst war nur ein Armer Mensch, ein Armer Arzt.<

So folgten die ersten Tage auf den nächsten Seiten, manchmal verzog sich die Schrift ins kursive, wohl ob der schnellen Federführung, doch gab es auch Sätze die unvollendet blieben. Die Tinte wurde immer dünner bis sie auf einem Pergament gänzlich verschwand.

3 Seiten leere

Doch schimmerte auf der dritten, das dicke schwarz, der vierten wieder.

>Es ist kaum zu glauben. Ich gewann nun erkenntnisse, die anderen verwehrt bleiben. Viele haben Angst, den Infizierten zu nahe zu kommen, ich sah viele Menschen, die auf den Straßen zusammenbrachen. Man ließ sie einfach liegen. Man haate Angst man wollte sich nicht anstecken. Noch immer war recht unklar, wie es zu der Infektion kommen konnte, aber es war offensichtlich, das es eine Heilung geben kann.
Ich studierte, die lebenden erkrankten, sowie die verstorbenen und stellte fest das sich geschätzt bei 20 Erkrankten die an den Beulen litten, bei 1-4 Infizierten diese aufbrachen. Von denen höchstens 4 überlebten 2 die Erkrankung und sind wohl nun bestimmte Zeit immun. Diese Erkenntniss veranlasste mich, diesen auf den Grund zu gehen, so bat ich in den Städten bei der Unterschicht meine Dienste als Pestarzt an.
Auf unterschiedliche Weise versuchte ich die Beulen, die Gelehrten nannten sie auch Bubonen, zu öffnen. Egal welchen Weg ich wählte, es war sehr schmerzhaft, aber die Menschen vergaßen den Schmerz, als sie überlebten.
Die Lealität betrug also an die 50-80 Prozent. Doch sollte man nicht meinen, die Gefahr war gebannt, nein der schwarze Tod, gebot den Kampf und schickte eine steigerung der Erkrankung.
Die Menschen begannen nun zu denken und ich verstand nun, das es sich bei den Bubonen um eine Übertragung von ungezifer, wohl der Rattenfloh auf den Menschen verstand. Doch bei der steigerung der Lungenerkrankung die viel aggresiver war, konnte ich nur erahnen, das diese von Mensch zu Mensch übertragen wurde. Letztere raffte mehr Menschen dahin als die Beulen. Man fühlte sich gesund und konnte schon binnen weniger Stunden an der Lungenpest sterben. Ich lief nur noch vermummt herum, wurde gezwungen rote Kutten zu tragen auf das die Menschen sich von mir und anderen Pestärzten fernhielten und das taten sie auch. Man verlangte das ich eine schnabelmaske anlegte, doch weigerte ich mich strikt dagegen.

Doch begannen die Menschen, die Landherren mit der Abschottung, es wurde die Quarantäne erfunden, wie wir Medizner es nannten. Es dämmte die Pest nicht ein, aber es verhinderte weitere unnötige Ansteckungen.
So erinnere ich mich, wie ich die Patienten nur noch mit 2 meter langen Stöckern behandeln durfte, keiner durfte mehr die verseuchten Häuser betreten, alles was den toten und Erkrankten gehörte wurde mehrmals durchgeräuchert und doch fuhren jeden Tag die Pestkarren durch die Stadt und sammelten die Verstorbenen ein<
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Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 31.10.2003    um 19:10 Uhr   
irgendwann zwischen den Seiten war aus flüchtigem studieren ruhiges Lesen gewachsen. Die blonde junge Frau hatte die Kapuze zurück in den Nacken geschoben und einzelne Haarsträhnen wogen im Wind, während sie, die Lektüre nunmehr im Schoße liegend, ein Bein bequem angewinkelt, das zweite gestreckt, sich niedergelassen hatte, ohne es recht zu gewahren.

In ruhigen, erfassenden Bahnen ziehen die grauen, wachen Augen Zeile um Zeile über die Schrift, ab und an blättern schmale Finger und zunehmend zeichnet sich versunkene Aufmerksamkeit in ihre Züge.
Nur selten, flüchtig, zerren seichte Falten ihre Stirn beim ein oder anderen Wort oder Satz. Es beginnt bereits zu dämmern, wohl ist der ein oder andere inzwischen auf der Lichtung gewesen oder ist es gerade noch, doch all das ist ihrem Geiste fern in diesen Minuten, zeichnet er doch bilder einer Stadt, heimgesucht von körperlosem Schrecken wie dessen Spuren, Tod und Elend, Angst...
Und beinahe glaubt sie eben jene Schritte mitzugehen ein zweites Mal in Gedanken, die jener, der diese Zeilen schrieb damals tat.

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Nutzer: Woven
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geschrieben am: 31.10.2003    um 20:16 Uhr   
So könnte man wirklich mit dem Verfasser mitfühlen, sich in diesen hinein versetzen.

>So ging ich in roter Kutte durch die Straßen der Stadt und alle wirklich alle hielten wohl einen Abstand von bis zu zehn Schritten. Doch die kranken, die sich noch auf den Beinen halten konnten, knieten vor mir und flehten mich um Hilfe an. Ich solle sie doch Heilen, oder ihnen zu einem schnellem Tod verhelfen.
Ich sah Dinge, die man nicht für möglich hielt und die doch zeigten wie egoistisch manche Menschen doch sind.
Die Kranken wurden allein gelassen, jenige die die Beulen hatten wurden noch gepflegt, andere mit der Lungenpest, ließ man sterben.Aber ich sollte meinen, das ich viele mit der Lungenpest behandelt habe und doch starben alle.
Ich konnte nun die Krankheitsverläufe mitverfolgen und fühlte mit den Erkrankten mit, bis ich selber machtlos war und fliehen musste.
Wenn man die Bubonen hatte, konnte man noch überleben, würde man einen Pestarzt finden, der sie aufbrach und desinfizierte. Hatte man die Lungeninfektion, konnte man nur auf den schnellen tod hoffen.<

So würden die Betrachter, Bilder, Schriften lose in jenem Bund von Pergament finden, die den Krankheitsverlauf beschreiben, Bilder der Erkrankten zeigen, von Zeitgenossen dargestellt. Wieder folgten ein paar Seiten leere, doch auf der folgenden, mittig begonnen

>Ich bin nun schon ein paar Tage alleine, überall. Dörfer gibt es keine mehr, Landstriche sind von leblosen Körpern besiedelt und so kam ich nach langem wieder in eine Stadt, recht groß, wie ich sie nicht kannte und obwohl ich mich an den Mauern als Pestarzt ausweiste, musste ich 4 Tage lang wie anderen Besucher oder Verdächtige außerhalb in einem Reservart leben, bis ich dann endlich die Stadt betreten durfte.
Auch an mir nagte eine Infektion, es war nicht die Pest und ich fragte mich nun langsam wie es mir zu Teil zu wurde, so lange von der Erkrankung verschont zu bleiben. So suchte ich das Krankenhaus auf und bat um Medikamente.
Die Anwesenden in jenem Gebäude, waren prunkvoll gekleidet, gar nicht wie man es von medizinschen Personal zu erwarten war und so wurde ich von allen, ohne das ich etwas sagen konnte, als Pestkranker beschrieben. Erst im letzten Moment ließ man mich zu Wort zu kommen und so wurden mir Salben und Arzenie zu Teil um meine Infektion abzutöten, die ich persönlich als starke Erkältung bezeichnet hätte.
So denn blieb ich ein paar Tage in diesen Mauern und wunderte mich mehr und mehr, das ich nirgends Patienten sah. Doch kläre sich bald die Frage der wenigen Patienten, noch der prunkvollen Kleidung, als ich sah, wie ein Pestkranker ins Krankenhaus kam und um Hilfe flehte. Das Personal riss ihm die Kleider vom Leib, ja es war ein Edelmann, sie zogen ihn durch den Flur und warfen ihn wahrlich in ein Zimmer. In diesem Raum lag eine Decke von Körpern, die meisten und tot, man hielt jeden Pestkranken der hierkam für tot und somit wurden sie zu diesen befördert... lebendig.
So kehrte vielerseits der kranke Wohlstand ein, aber auch Armut in Städten die auf die Landwirtschaft angewiesen war, doch gab es kaum noch Bauern, viele sind verstorben und so brachen Hungersnöte und Kriege aus.
Da fällt mir wieder ein, ein anderer Pestarzt erzählte mir davon. Er war in der Stadt Caranas, eigentlich ein blühender Fleck und bisher vom schwarzen Tod verschon gewesen. Doch wurde diese Stadt von den Tataren belagert. Sie kamen auf die Idee, die Stadt auszuhungern, doch sollte dies nicht gelingen, da sie am Wasser lag und über Handelschiffe gut versorgt waren. Im Heer der Tataren brach der schwarze Tod aus und jeden Tag starben zehne bis hunderte. So kamen sie belagerer wohl auf die grausame Idee, die verstorbenen loszuwerden und die Belagerung aufzuheben in dem sie jene mit Hilfe von Katapulten in die Stadt beförderten. Jene Soldaten türmten sich nun in den Straßen, die Bevölkerung floh und die Epedemie setzte ihren Weg fort. Schon allein der Gedanke grauste mir und so umging ich diese Landstriche weiträumig in den Armut und Krieg herrschte.

Mir viel eines Tages, als ich am Meer spazieren ging auf, das so viele Handelsschiffe auf der See treibn. Später erfuhr ich das die Besatzung umgekommen war, so setzte ich meine Wege zu Fuß fort, vermummt, verhüllt.<

Letztere Zeilen wurde sehr sauber und ruhig geschrieben, wohl in freier Natur.
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Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 31.10.2003    um 20:51 Uhr   
ihre Augen nähern sich den letzten Gebilden schwarzer Striche, die Buchstaben sind und die Geschichte dessen erzählen, der sie lebte und als das letzte Wort durch ihren Geist geronnen ist, stutzt sie förmlich.. betrachtet einen Augenblick reglos das Pergament das sie behutsam in den Fingern hält und endlich dreht und wendet sie es sogar, sieht sich nach einer Fortsetzung des ganzen um und kaum getan bricht es leise aus ihr heraus "So kann es doch nicht enden..."
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Nutzer: Woven
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geschrieben am: 31.10.2003    um 21:22 Uhr   
So fällt beim drehen und wenden ein kleines aber dichtbeschriebenes Pergament heraus, aus dem Bund der anderen.
Der Schriftstil gleicht dem anderen so gut wie nicht, nur die Tinte scheint zu ähneln.

>Ich dachte erst, er sei ein Stecher, auf Grund des Anbildes. Der kräftigen Gestalt von muskeln geprägt sowie der Körpergröße der eines richtigen Soldaten gleich kommt als ich dann noch sein Haupt sah, kahl und markant war mir klar,das frauen für ihn ein Spielzeug sind.
Nach kurzem erfuhr ich seinen Namen, jedenfalls munkelten die Dorffrauen jenen. Dieser kam nur dem eines Stechers gleich.
So war es immer wieder merkwürdig als er durch die Straßen ging, vermummt um wohl dem schwarzen Tot zu entkommen.
Nein alle bekommen ihn früher oder später. So war es immer wieder interessant Rufus zu beobachten.<

Anbei dieser Zeilen fand man ein Abbild wahrer Zeichenkunst und man sollte meinen, dem wahren sehr nahe.


Unter jene Zeilen würde ihr die altbekannte Schrift gewahr werden.

>Ich werde nie vergessen, wie ich diese Zeit als Folter ansah und doch lebe ich nun so glücklich.
Nach langem Reisen kam ich in ein Königreich, der Name entfiel mir nun, da ich diese Zeit gerne vergessen würde. So betrat ich diese Gefilde die unter der Herrschaft einer Adeligen Familie standen. Auch hier hielt der schwarze Tod einmarsch.
Die Menschen die ich in den Städten sah waren von Armut gezeugt. Alle lagen im Bett auf der Straße, egal wo im sterben. Nur noch Zoller und Adel schienen noch ein paar Tage zu verweilen. Bald wurde bekannt, das ein Pestarzt in der Stadt ist und so wurde ich unter Zwang in des Königs Schloss gebracht wo ich kurz darauf vor ihm stand.
Er wollte das ich seine erkrankte Tochter behandelte, da mein tuen meinem Anbild vorrauseilte.
Ich sah die Menschen, wie sie dahin rafften, ich sah die Zustände und ich sah wie der König und sein dummes Adelsvolk im Prunk lebte auf Grund der Hinterlassenschaften der vielen Toten.
Ich weigerte mich.
So erlitt ich die nächsten Wochen gefangenschaft, man nahm mir mein Haupthaar, so wie mein Anbild jetzt auch scheint und ich durfte mehrmals in den Genuss der Auspeitschung kommen, bis mich das Glück ereilte und ein anderer Pestarzt kam um die Erkrankte zu besehen. Ohne hab und gut warf man mich aus dem Schloß und da stand ich nun fast gar ohne Kleidung bei all den kranken. So behalf ich mir, nahm mir Kleidung ovn Bubonen verstorbenen und räucherte sie mehrmals durch bis sie frei vom schwarzen Tod waren um darauf in der nächsten Stadt mir Geld und Gewandung überäuft zu werden ob meiner Dienste.
Noch immer war ich gesund.<
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Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 01.11.2003    um 12:42 Uhr   
mit spitzen Fingern klaubt sie jenes, herauspurzelnde Schriftstück auf, studiert es mit zunehmend skeptischer Mine, schüttelt letztenendes knapp den Kopf und schickt sich an, jenes weiter zu studieren, dessen Inhalt mehr zu sagen vermag als die stumpfsinnigen Geisteswinden einer Person, deren Fähigkeit zu schreiben die junge Frau im stillen erstaunte.

Mit zergehen der letzten geschriebenen Zeile des Verfassers hebt sie neuerlich den Blick, sieht um sich und sachte Falten bevölkern ihre Stirn. "Mh...." ein kurzer Blick noch auf die Schriftstücke, dann rafft sie sie zusammen, daß sie sie einigermaßen sicher halten kann, ohne sie zu knicken, schafft sich auf die Füße hoch und geht einige Schritte.. hin zum See.
Wieder blickt sie um sich.
Übers Wasser getragen, frischt der Herbstwind auf, fährt ihr bald unschön durch die Haare und zwingt sie, eine Hand von den Papieren zu nehmen, um die blonden Strähnen in Zaum zu halten.

Es war schlicht unlogisch, daß jene Stücke hier herumlagen und der Verfasser wie vom Erdboden verschluckt schien. Irgendwie mussten sie schließlich hier her gelangt sein, so macht sie sich nun daran, die nähere Umgebung nach einem möglichen Verbleib des Schreibers zu überdenken..
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Nutzer: Woven
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geschrieben am: 01.11.2003    um 14:02 Uhr   
Wer seid ihr und was macht ihr hier kam es nun nahe des Seeufers aus einem der Gebüsche, als ein junger Mann aus diesen trat. Wohl nutze er die morgendlichen Stunden um sich zu waschen, so trat ihr ein Anbild eines großen Mannes entgegen, der die Statur eines wohl guten Soldaten haben könnte. Doch zwischen den weißen Stiefeln und der weißen Leinenhose fiel wohl der schillernd rote Bund auf der jene leinen hielt.
Eininge Wassertropfem perlten von seinem Kahlenhaupt, hinab über das ausgeprägte muskelspiel seines Torsos.
Ein tiefgrünes Augenpaarm it weißen Sprenkeln blickte die fremde an, kurz verlagerten sich jene auf die Pergamente.
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Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 01.11.2003    um 16:26 Uhr   
sichtlich irritiert doch nicht wirklich erschrocken pendeln ihre Augen kurzweilig zwischen der Gestalt und den Pergamenten, nur um diese endlich in der linken Hand zu fassen und die rechte Hand in die Hüfte zu stemmen "Leben,... meistens.."

Eine kleine Weile mustert sie den Fremden, dann zuckt ihr Blick noch einmal kurz zu den Pergamenten "Rufus....nehme ich an... ihr solltet das nicht rumliegen lassen.. man hört von Dieben hier in der Gegend. Vermehrt in letzter Zeit." ohne erwähnenswerte Scheu macht sie einige Schritte auf den Fremden zu und drückt ihm seine Habe in die Hände.
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Nutzer: Woven
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geschrieben am: 01.11.2003    um 16:35 Uhr   
So bitte ich euch, vergesst meinen Rufnamen am besten wieder, er ist nicht schön zu sprechen und zum anderen glaube ich weniger, das sich Diebe für diese, Schriften interessieren, wenn sie denn überhaupt lesen können.
Er blickte die Fremde an, um sich optisch ein Bild von ihr zu machen, so wanderten seine Blicke schnell und unaufdringlich über ihr Anbild.
Geändert am 01.11.2003 um 16:36 Uhr von Woven
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Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 02.11.2003    um 22:24 Uhr   
"Unterschätzt einen dummen Dieb nicht..." sie schmunzelt unverbindlich "...der nimmt womöglich, was sich ihm bietet und bedenkt erst später, was er damit erreicht hat."
So streifen seine Augen eine junge Frau wohl anfang zwanzig, das blonde Haar wirkt eher, als treibe der Wind regelmäßig sein Spiel mit ihm, denn sähe er des öfteren Kamm oder Bürste. Ein waches, durchaus wachsames Paar gewittergrauer Augen ruht auf ihm und grober, grauer Wollstoff zeichnet aus dem wohl schlanken Leib darunter eine bloße Ahnung. Dort, wo jener Stoff endet, knapp oberhalb der Knie, zeigt sich braunes Leder in Hosen und fest geschnürten Stiefeln.

Sie neigt den Kopf ein wenig in die Schräge "Jedoch.. wenn ich euch nicht bei eurem Namen nennen soll, wie dann ? Fremder klingt so... allgemein..." wiederum fliegt kurz ein Lächeln über ihre Lippen.
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Nutzer: Woven
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geschrieben am: 04.11.2003    um 12:18 Uhr   
So nun ruft mich doch mit meinem Nachnamen, wenn ihr es so beliebt.
Ich bin Woven.So sollten wir es uns beide gleich tuen, ich möchte euch schließlich auch soweit kennen, wenns auch nur euer Rufname ist


Der junge Mann blickt sie an, irgendwas stimmt ihn unwohl. Diese Art, von seinem Gegenüber, wirkt in seinen Augen einfach zu sicher...
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"Autor"  
Nutzer: Tod_
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geschrieben am: 04.11.2003    um 14:19 Uhr   
seufzerz da nun anscheinend nen Kollegen hier im Wald hat...:)
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"Autor"  
Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 11.11.2003    um 22:39 Uhr   
OFF: Entschuldige Woven, ich musste überraschend geschäftlich verreisen und konnte daher nicht erscheinen.
Ich schlage vor, wir führen das Play am kommenden Wochenende im Chat fort, denn hierzu fehlt mir grade der Kopf ein wenig :)

Jalima
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Nutzer: Woven
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geschrieben am: 18.11.2003    um 14:35 Uhr   
Hmm okay, ich hoffe wir sehen uns mal wieder, wäre recht ungut wenn wir jetzt hier im Forum weiterplayen...

Hoffe man sieht sich.. :)
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"Autor"  
Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 18.11.2003    um 15:31 Uhr   
:) Ich denke doch.
Freu mich auf die Fortsetzung.

LG

Jalima
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Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 28.11.2003    um 21:58 Uhr   
(Im Forum bist du offenbar...hm.. kommst du mal in den Chat ? ;)
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