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~Eine Geschichte über eine Perle, etwas Goldschmuck und viel Seide~

Nutzer: shinju
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geschrieben am: 07.11.2003    um 16:01 Uhr   
Es war der Bruder Wind gewesen.. es war der Dämon gewesen, der in jedem Wesen sitzt... vielleicht war es auch das Schicksal gewesen... aber am ehesten war es doch eine Suche, die eine Frau ausziehen ließ aus Ländern, die sie kannte, um "Goldschmuck" und "Seide" wiederzuerlangen.

~Es liegt auf meinen Schultern, Schwestern. Und wisset, dass ich euch nicht enttäuschen werde und wenn mein Schwert dafür, die halbe Welt bluten lassen müsste. Ich werde es für euch tun, so wie ihr es für mich getan hättet... tun würdet... ich weiß es nicht.~


Der Herbst ward müde und wollte seine Regentschaft bald dem Winter überlassen. Wie gut, dass alles rechtzeitig fertig geworden ist. So ist, von der Ruhe eingehüllt, östlich des Waldes ein kleines Reich entstanden wie durch Zauberhand. Keine Mauer zäumte dieses Grundstück, aber Fackeln, die immerbrennenden, standen gleichweit voneinander entfernt, einen Ring bildend. Die zischelnden Flammen waren ihre besten Späher...

Auf dem Anwesen befanden sich drei Gebäude, allesamt in einer seltsamen Architektur erbaut, die man hier nicht pflegte. Diese Bauweise stammte aus dem fernen Osten, die Dächer aus dunkelem Holz waren oben spitz zulaufend und wellten hinab, fanden ihr Ende in Drachenfiguren... halb Hund, halb Drache, eine seltsame Mischung, die man aus der Ferne nicht erkennen konnte. Das Hauptgebäude war recht imposant in seiner Größe, zwei Stockwerke hoch anscheinend, aber die Breite und die Länge waren das, was beeindruckte.
Ein weiteres Gebäude konnte man deutlich als Stall ausmachen. Der Stall stand weiter entfernt des Hauptgebäudes. Dazwischen ein Garten, der auf den Frühling warten musste um vollendet zu werden. Aber einen Teich konnte man erkennen und vereinzelte goldene Herbstblätter schwammen darin herum. Ein idylisches Märchen aus fernen Landen. Hinter dem Hauptgebäude war ein Schrein aufgebaut, fern der Augen, der größte Schatz der Hausherrin, ein Meisterwerk aus Stein... aber sie wusste ihn zu hüten..

Und ein Gebäude stand außerhalb der Fackelbegrenzung, es war von mittlerer Größe, in dem selben Stil erbaut wie auch die anderen Gebäude. Die Wände rot wie die des Hauptgebäudes, das Dach schwarz. Im Inneren, man kann es durch die Schiebetüren erkennen, herrscht Bewegung. Es werden die letzten Vorbereitungen getroffen für das Spektakel, welches statt finden soll diese Nacht. Man hört Frauen- und Männerkichern gleicherweise, als plane man etwas geheimnisvolles.
Die größte Tür wurde aufgeschoben und hinaus liefen gut ein Duzend Männer und Frauen zugleichen Teilen, alle gewandet in die farbenprächtigsten und edelsten Stoffe. Seide, Kaschmir... bestickt, bemalt... behangen mit Goldschmuck und Perlen, mit eingearbeiteten Bernsteinen und Rubinen. So strömten sie aus, strömten tanzend und lachend in die Welt hinaus, dieser bunte luxeriöse Karneval. Ein jeder Mensch trug eine Maske vor dem Gesicht, ebenso aus Stoff, ein Gesicht draufgepinselt in kunstvollem Schwung. Blaue Augen, rosane Wangen, rote lachende Lippen, egal was für ein Gesicht sich dahinter verbarg.
Und jedem, dem die begegnen würden in ihren kunstvollen Gewändern in all den vielen Farben, würden sie erzählen, dass man diese Stoffe in einem kleinen Geschäft weiter im Osten bekam. "Man müsse nur nach Osten gehen, an der Baumgabelung dann nach links und dann...."
Vielleicht war es ja üblich solche Ankündigungen auf Papier an Bäume zu schlagen, aber die Herrin dieses Geschäftes und dieses kleinen Reiches hielt nie etwas von den üblichen Wegen etwas zu tun.

Schmunzelnd blieb eine Gestalt an der Schiebetür stehen, auch wenn die anderen schon aus dem Sichtfeld ihr verschwanden. Eine Frau, gehüllt in für ihre Verhältnisse schlichte rote Seide. Ihre Art den Stoff zu tragen, es war ein Kimono. Das Gesicht war ein puppenhaftes, zeigte kaum Unebenheiten. Eine winzige Nase, flache Wangenknochen, die Augen des fernen Ostens. Das Gesicht war überpudert von einer Schicht Weiß, die dünnen Lippen waren rot angepinselt. Genauso kunstvoll wie die Masken, des durch den Wald rennenden Getümmels.
Steinern blieb das Gesicht solange, bis auch der letzte ihrer Dienerschaft verschwunden war.. erst dann bildeten die Lippen ein Schmunzeln, eines welches so undeutbar war. Zuversicht oder stille Grausamkeit?


~Es ist alles nur eine Frage der Zeit letztendlich.. vielleicht werde ich hier das finden, was ich suche. Hier muss ich es finden, denn woanders kann es nicht sein. Die Träume, die Worte, die Befehle.. Bald Schwestern, bald.. kein Opfer wird zu groß sein.. Und wenn Blut fließen muss, so wird es fließen... aber es wird nicht meins sein.~



(Auf ein gutes Play ;)
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Nutzer: KathyJil
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geschrieben am: 07.11.2003    um 19:04 Uhr   
(Mischt sich mal ganz dreist ein)

"Nun komm schon, bald haben wir es geschafft, es ist nicht mehr weit"

sprach sie zu sich selbst? Oder etwa doch zu dem Pferd. Ein hübsches Pferd, ein starkes Pferd und alles was ihr in Scham und Schande noch geblieben war.

Und als würde es das Unglück noch nicht böse genug mit ihr meinen zog auch noch Wind auf, ein Blick in den grauen Himmel versprach nichts gutes, leise fluchte sie vor sich hin, ganz und gar so, wie es sich für eine Frau nicht gehörte, aber sie müsste weiter, heute noch müsste sie über die Berge gelangen. Was ein schwieriges Unterfangen und schlichtweg unmöglich.

Leise und beruhigend, beugte sie sich vor um ihrem Hengst etwas ins Ohr zu flüstern und ihm das schweissnasse Fell zu tätscheln.

Und dann war es auch schon soweit, der erste Regen fiel.


"Verflucht seien die Götter" und als sie nur leicht ihre Oberschenkel zusammen presst stob ihr Pferd auch schon weiter, in unbekannte Welten in neues Terrain und vor allem fort von der Vergangenheit. Und? Was war das dort vorn? Eine Zuflucht? Ein Palast? Ganz egal, so lang man ihr Unterschlupf gewährte. Sie brauchte etwas zu essen, und zwar dringend, und sie brauchte schlaf
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Nutzer: shinju
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geschrieben am: 07.11.2003    um 20:40 Uhr   
(Ist ja auch zum Einmischen gedacht ;)

Was auch immer das für ein Ort war, etwas schien sich hier zu bündeln, etwas unter dem großen Gebäude. Die Fremde sollte hier nicht über die Götter fluchen, denn was in diesen Häusern ein und aus ging, das schätzte solche Worte nicht.

So begann ihr Pferd, unwichtig wie edel und treu es doch war, zu stocken, wollte nicht näher an diesen Ort und nicht zu nahe an die Fackeln heran. Tiere haben ein feines Gespür für Magie und andere Mächte.. Deswegen war auch dieser Grund fern von jeglichem Getier, ob nun Hase, Spatz oder Maus.
Nur die Pferde, die dort hinten im Stall angebunden waren, scharrten wie jede Nacht mit ihren Füßen und der Kanarienvogel, der in seinem goldenen Käfig auf dem angehobenen Plateu um das große Gebäude herum saß und nur sang, wenn seine Herrin es wünschte, er wünschte sich auch woanders zu sein, denn die Nächte waren dem Vogelvieh nicht geheuer.

Das Pferd würde somit wohl nur unter Zwang den unsichtbaren Zaun überqueren, der nur aus Fackeln in regelmäßigem Abstand bestand.

Aber da war ja noch das Gebäude vor diesen Grenzen, wo vor einiger Zeit die Dienerschaft verkleidet in Richtung Wald lief, und dort stand nur als Schatten erkennbar die Herrin dieses Ortes, war voller Ruhe, egal wie sehr es regnen oder stürmen mag. Aber sie stand ja auch unter dem überstehenden Dach des Geschäftes, das eigentlich erst morgen öffnen sollte.

Was war denn das für eine Gestalt um diese Uhrzeit auf dem Pferd in diesem aufziehendem Sturm?

Komm näher, Mädchen, und wir werden sehen ob du das bist, was ich suche. Wenn du es sein solltest, dann wird das Schlimmste in dieser Nacht für dich sicherlich nicht der Sturm und der Hunger bleiben... Komm näher, wir werden sehen..

Geändert am 07.11.2003 um 20:43 Uhr von Shinju
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Nutzer: KathyJil
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geschrieben am: 07.11.2003    um 22:16 Uhr   
"Ruhig mein Guter" beinahe automatisch griff sie zu dem kleinen Dolch den sie nahe ihres Strumpfes verbarg. Beinahe elegant rutschte sie dann aus dem Sattel und tätschelte ihm beruhigend den Hals.

Die braunen, großen Augen huschten suchend umher


"Ich erbitte Gastfreundschaft" die junge Stimme fest, beinahe so als wäre sie befehlsgewohnt, in ihrer Situation wohl mehr als nur lachhaft und so sprach sie einfach gegen etwas unsichtbares, vielleicht hörte man sie ja, doch warum hielt sie den Dolch weiterhin in der Hand?
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Nutzer: shinju
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geschrieben am: 07.11.2003    um 23:11 Uhr   
Als die Herrin dieses Reiches den befehlenden Ton vernahm, kam etwas Leben in das steinerne Puppengesicht: Ein Schmunzeln, welches nicht amüsierter sein könnte, aber dennoch keine Freundlichkeit besaß.

So verging eine kleine Ewigkeit -oder ein Moment nur?- und das einzige Geräusch war der Gesang des Windes, der ohne Furcht an ihr vorbei streifte, ihr Haar kurz zum Tanze aufforderte und aus dem Wald noch goldene Blätter mitgebracht hatte. Im Mondlicht wirkte alles grau... Er hatte keine Furcht, aber er war auch gern gesehener Gast. War es bei der Reisenden ebenso?

Danach breite sich wieder Stille aus, ein Augenaufschlag, noch einer und noch einer... so lange es eben brauchte bis das Puppenlächeln erstarrte und sich die, die von ihrem Vater "Perle" genannt worden war, von dem Schatten löste. Sie war barfuß und dennoch waren ihre Schritte sicher, als könnte der Boden sogar aufreißen und das Höllenfeuer ihre Sohlen kitzeln und sie würde nicht mal schmunzeln... Letztendlich wäre auch nur das ein Lebenszeichen ihrer wichtigsten Güter, die doch abhanden gekommen waren.

Auch wenn doch so alles grau wirkte, so erkannte man deutlich das Rot ihres Kimonos und das ihrer Lippen, wie ein surreales Bildnis und der Mond schien theatralisch in das weiß gepuderte Puppengesicht. Sie blieb ein paar Meter hinter der Frau stehen -hatte sie die Asiatin überhaupt gehört? Wenn nicht, so tat es sicherlich das Pferd-, presste die Handflächen vor der Brust gegeneinander und verneigte sich mit den Worten


Meinen Gruß, Reisende. Bringt Ihr meinem Hause Glück?

und auch wenn die Herrin dieses Hauses dabei leicht verneigt, leicht gebeugt, vor der Fremden stand, bis diese das Wort an sie richten würde, so sahen die dunkelen, beinah schwarzen Augen voller Stolz auf den Gast. Sie wirkte nicht unfreundlich, sogar voller Respekt. Ehre das Fremde, bis es bekannt wird.

Sicher, du wirst mein Gast heutnacht, nicht wahr? Die Augen waren nicht schwarz, aber in der Nacht ist alles dunkel...
Geändert am 07.11.2003 um 23:13 Uhr von Shinju
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Nutzer: Crynn_Dhorc
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geschrieben am: 07.11.2003    um 23:22 Uhr   
Wind, ja ein Wind. Es war der Wind. Immer nur der Wind. Und unter seinesgleichen fiel er nicht auf. Warum auch? Und wer schenkte schon einem kühlen Lufthauch, der Wolken, Regen, Blätter, Baumwipfel, Grashalme und Blütenstengel vor sich her peitschte, oder sie auch nur bog und wiegte, Beachtung? Wer würde etwas so natürlichem wie diesem auch nur einen zweiten Gedanken schenken ausser jenem üblichen: Das er kalt sei, oder stürmisch, oder warm, oder angenehm oder sonstetwas.
Und darauf verließ sich auch dieser Wind. Aber ... etwas war anders. Vielleicht .. ja, vielleicht mochte es ein wissendes Gespür bemerken, das dieser Wind nicht nur eine Laune der Natur war, sondern das etwas anderes in ihm mitschwang. Es war nur eine dünn spürbare Präsenz, gar nicht wirklich da. Und jenes tobte erst über die Reiterin samt Roß hinweg, zu jenem Häuschen mit den seltsamen Statuen.
Drachenstatuen.
Das war es, was die Präsenz, die den Wind begleitete zu diesem Ort gezogen hatte. Doch bisher wollte jene Präsenz nichts. Nur beobachten. Nur schauen.
Und so mischte sich der Bruder Lufthauch - oder ist es eine Schwester? - unter seinesgleichen, unauffällig, unsichtbar und doch sehend.
Nur beobachten.
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Nutzer: shinju
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geschrieben am: 08.11.2003    um 01:05 Uhr   
Nein, Windhauch, ich weiß dass in dir ein unruhiger Geist innewohnt. Ich weiß es, weil du meine Grenzen überschritten hast und ich weiß es, weil jeder Windhauch ein Geist ist. Weißt du warum ich es so gut weiß? Ich kriege Besuch jede Nacht von einem deiner Geschwister.

Lausche, vielleicht erzählen dir die anderen Geister, die sich so gerne versammeln in meinem Garten, das Märchen vom verliebten Wind...

Sei, wie es auch die anderen sind, mein Gast.. es soll dir an nichts fehlen.

Schau, ich muss nichts sagen, bleibe stumm und beherrsche auch die telepathische Unterhaltung nicht... aber ich weiß, dass ihr mich hört, wenn ihr wollt... und auch wenn ihr nicht wollt, so wisst ihr doch davon.


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Nutzer: Crynn_Dhorc
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geschrieben am: 08.11.2003    um 02:27 Uhr   
Du spürst mich also? Nun gut, sei es so. Ich weiß es. Aber was willst du tun? Den Wind einfangen?
Du gewährst Gastfreundschaft. Wie nett. War das ein leises Kichern, das den Wind begleitete? Vermutlich nur Einbildung. Das Pfeifen, wenn der Luftzug an etwas scharfkantigem vorbei geschossen war. Die Sinne spielten so manchem in dunkler, stürmischer Nacht einen Streich, nicht wahr?
Doch war das Kichern schon wieder verstummt.
Humorlos.
Aber die Präsenz zog nicht weiter, noch nicht. Wer bist du, Mensch, das du glaubst, jedem Gastfreundschaft gewähren zu wollen? Weisst du, was du dir nach Hause eingeladen hast?
Wer weiß, vielleicht nehme ich die Einladung an. Wer weiss...
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Nutzer: KathyJil
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geschrieben am: 12.11.2003    um 16:49 Uhr   
ein lächeln galt der Herrin, als sie versucht ihr langes braunes Haar, dass eigentlich ordentlich in einem Zopf zusammen geflochten sein sollte, ihr Strähnenweise um das hübsche Gesicht spielte

Glück? Ich hoffe doch

kam beinahe die rüde Antwort, wie man es von einem ungezogenem Balg oder Vagabunden erwartet hätte, seltsam war nur, dass ihre Kleidung gar nicht zu einer ärmlichen Person passen wollten.
Das hübsche Kleid, aus tiefblauem Barokat, dazu abgesetz mit Brüssler Spitze.

Den Dolch liess sie nun wieder verschwinden, so beiläufig wie möglich.

Sie stand da und sah der fremden Frau endgegen
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Nutzer: shinju
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geschrieben am: 12.11.2003    um 17:30 Uhr   
Ihr Schmunzeln wirkte so wie es letztendlich war: Nur ein schwaches, angelerntes Lächeln. Es passt gerade so schön, deswegen lächel ich... oder versuch es zumindest, denn mir ist danach nicht zumute.. Längst nicht mehr danach zumute

Ihr solltet nicht hoffen, ihr solltet es wissen, mein veehrter Gast.

so war nun auch die Frage beantwortet ob der Gastfreundschaft. Die Herrin dieser Welt würde doch niemals einen Gast ablehnen, das wusste wohl auch das Windchen auf dem Dache, nicht wahr?
Sie legte eine Hand behutsam auf die Schulter des Mädchens, denn wie eine Frau benahm sie sich nicht. Aussehen, Kleidung, alles nur Hüllen aus denen man schlüpfen kann wie eine Schlange aus ihrer zu alten Haut. Magst du Schlangen, mein Kind?
Die Hand war so warm, wie die Hand eines Menschen sein konnte der so eine Weile im Wind stand, aber das spürte man nicht durch den Stoff.


Dann kommt mit. Ich werde ein Zimmer für euch herrichten lassen. Um euer Pferd wird sich asbald gekümmert werden.

Eine eindringliche, melodische Stimme. Ein entferntes Flötenspiel gar. Kaum hatte sie die Worte gesprochen, öffnete sich auch die Schiebetür im etwas entfernten Hautgebäude und eine untersetzte Gestalt huschte heraus. Ohne abzuwarten bis der Bedienstete bei dem Pferd des neuen Gastes war, leitete Shinju sie mit sanfter Gewalt vorwärts, auf den Weg der aus Meeressand bestand... so herrlich weich unter den Füßen.

Dort, wo das seltsame Windchen, sich hinter dem Drachen versteckte, da blicke sie hinauf. Hm... den Wind einfangen... wieso denn nicht?
Was ich bin, Windhauch? Ich bin mir sicher, auch wenn du eigentlich ein Orkan bist.

Ich fürchte dich nicht, ich fürchte nur die Unsicherheit.
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Nutzer: KathyJil
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geschrieben am: 12.11.2003    um 18:41 Uhr   
sie war viel zu müde, viel zu hungrig und viel zu durchgefroren um sich um irgendetwas sorgen zu machen. Nur Schlafen...und essen...alles weitere könnte auch später noch geklärt werden

Ich danke Euch

sie lächelte sie an, dankbar zum ersten mal, sie war einfach so erschöpft
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Nutzer: shinju
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geschrieben am: 12.11.2003    um 19:34 Uhr   
Die Hand der Asiatin leitete sie so ohne Gegenwehr auf das Hauptgebäude zu. Hinter ihnen wieherte das Pferd des Gastes auf, denn die huschende schwarze Dienerin war an diesem angekommen und wollte es zum Stall bringen. Nur ein flüstern genügte und es beruhigte sich... aber vielleicht lag es auch daran, dass es dann nicht Richtung des großen Hauses geführt wurde, sondern zu den Ställen.
Eine Unruhe würde bleiben, aber vielleicht war das Ross ja genauso müde wie seine Herrin?

Ein angenehmer Geruch lag in der Luft, er strömte aus dem hohen Kamin des Hauses, dessen Stufen aus dunkelem Holz gemacht worden waren. Ein fremder Geruch vielleicht -kannte die Streunerin, die auch Prinzessin hätte sein können den Geruch von Orangen und Zitronen?- aber einer, der den Magen wohlig singen ließ. Hier wurde gekocht... wurde das auch schon, als sie hier angehalten hatte?


Habt ihr eine lange Reise hinter euch, werte Fremde?

wie eine Mutter ihr müdes Kind ins Bett, so führte Shinju das Mädchen die drei hölzernen Treppen hinauf, auf eine Art Veranda ohne Abgrenzungen... eine kleine Anhebung aus Holz, die um das ganze Haus herum führte. Der Holzboden war wohlig warm, als habe die Sonne den ganzen Tag darauf geschienen. Deswegen lief wohl auch die Herrin barfuß...

So öffnete sie letztendlich auch die Schiebetür und die Wärme des Inneren schoss beiden entgegen.. ein warmer Wind gar.. Aber noch führte die Frau die Streunerin/Prinzessin nicht hinein, sondern deutete auf ihre Füße, dass sie sich denn die Schuhe auszog. So war es üblich und schließlich musste sich der Gast nach dem Gastgeber richten... oder war es andersrum? Bei den Göttern, die im Walde wohnen, ich habe es vergessen. Der Blick galt immer noch ab und an dem Dache. Ich werde die Tür auflassen, Windchen oder auch Orkan.. wirst du uns auch begleiten?
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Nutzer: KathyJil
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geschrieben am: 12.11.2003    um 19:50 Uhr   
natürlich schlüpfte sie aus ihren Schuhen, sie folgte, recht scheigsam, dennoch sah sie sich immer wieder neugierig um, doch ihr war nicht viel nach Reden, was hätte sie auch sagen sollen?

Ihr Knurrender Magen unterbrach die Stille, es war ihr recht undangenehm, so hielt sie den blick gesenkt und folgte weiterhin, blind und taub für ihre Umgebung


Ja, ich bin weit gereist
antwortete sie ihr, so wage wie möglich. Sie wollte das alles vergessen, nicht mehr daran denken, nun lag die Welt neu und offen vor ihr
Geändert am 14.11.2003 um 16:39 Uhr von KathyJil
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Nutzer: Crynn_Dhorc
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geschrieben am: 13.11.2003    um 09:03 Uhr   
Ah, da war noch ein Menschlein. Eines jener jämmerlichen, armseligen Kreaturen, die in jener Welt doch so selten zu finden waren. Und als die beiden Frauen das Haus betraten, da frischte das "Windchen" auf und heulte mit neuer Kraft um das Haus herum, rüttelte an Fensterläden und Schiebetüren, als wollte er einer stummen Wut Ausdruck verleihen, die er nicht verspürte.
Entweder war die Herrin dieses Hauses verdammt mutig, oder aber verdammt dumm, schoß es der Präsenz durch den gerade ungeformten Kopf.
Und so seltsam es für jemanden seiner Art auch war, er war doch von der "alten Schule", denn er achtete die Gesetze der Gastfreundschaft und der Höflichkeit, sofern er sich auf fremdem Boden befand. Und das gefiel ihm nicht.
Wieder klang das humorlose, trockene Pfeifen, das auch ein Kichern sein könnte für ein paar Sekunden. Er könnte sie ja in sein Heim "einladen". Dort herrschten seine Gesetze. Und es war ein Narr, wer sich in Andhar'ac gegen ihn stellen wollte.
Aber noch hatte er sich nicht entschieden. Alles zu seiner Zeit, nicht wahr?
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Nutzer: shinju
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geschrieben am: 23.11.2003    um 15:57 Uhr   
Das Innere wärmte die kalten Glieder des Gastes, die kalten Füße der Herrin und der rote Teppich schmiegte sich voller weicher Zärtlichkeit an die nackten Fußsohlen.

Es war ein länglicher Raum, ein Flur, wie es aussah, der ausgelegt war mit diesem Teppich aus blutigem Rot. Die Wände zu ihrer rechten und linken waren dünn, wie Papier und man sah im Lichtschein die Gestalten dahinter tanzen und herumhuschen, wie Schatten im Licht. Auch hier war alles abgetrennt durch Schiebetüren, die aus dem gleichen papierähnlichem Stoff bestanden wie die Wände...
Moment, es war kein Papier, es waren tatsächlich Stoffe, weiße Laken, die zwischen Holzrahmen gespannt waren. Auf einigen waren auch Bildnisse gepinselt, dessen Ideen alle aus der Tierwelt der Lüfte stammten... verschiedenste Vogelarten auf den Wänden, die hauchdünn und doch dick genug waren nicht transparent zu sein, sondern nur die Siluetten zu offenbaren. Wenn man sich gegen diese Wände lehnt, würden die Laken dann einreißen?
Hier, in dieser Etage, schien man keine Geheimnisse zu haben, aber es gab ja noch eine drüber und eine drunter, wie die Treppe aus hellem Holz am Ende des Flures verriet.

Aber so weit kamen sie nicht, denn die Asiatin schob mit einer kurzen Berührung des gespannten Stoffes die erste Schiebetür von rechts auf.


Nun, werter Gast, so erlaubt mir die Ehre euch zu verköstigen.

Mit diesen Worten deutete sie in den nächsten Raum hinein, der nicht so groß war, eher klein und dessen Boden aus dem gleichen Holz bestand, wie auch das der "Veranda".
Ein Tischlein, dessen Tischbeine zu kurz geraten waren, stand tief auf dem Boden, und Stühle gab es keine. Sehr wohl aber zwei violette Kissen, die vor den beiden langen Seiten des kurzen Holztisches standen. Das Tischlein war verziert, Bilder von Drachen waren hineingeschnitzt ohne die Fläche uneben zu machen.
Sonst war nicht viel mehr in diesem Raum, außer viel Platz und einige große Vasen, die mit ebensolchen Drachenbildern verziert waren, und in denen Lavendel blühte. Kleine Lavendelsträucher.

Es mag ein seltsames Reich sein, aber es ist meins... ich mache alles nur mit Perfektion, denn alles andere ist wertlos.

Das Windchen würde nicht viel zu rütteln haben im oberen Stockwerk, denn da wo die Schlafkammern waren, blieben die Fenster stets geöffnet. Es gab nicht mal Fensterläden...

Mut, Dummheit... sind die wahrsten Helden, nicht die dümmsten Wesen? Und waren nicht die Idioten immer die, den meisten Mut offenbarten? Erzähl mir nichts von diesen Dingen, Windchen, wenn du sie unterscheiden willst... Sprich sie in einem Zuge aus und ich weiß du sprichst wahr und weise...

Geändert am 23.11.2003 um 15:59 Uhr von Shinju
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