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Wenn Puppen schreien und sich ihre Fäden durchschneiden

Nutzer: Bhejiu
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geschrieben am: 01.12.2003    um 16:10 Uhr   
Gewimmel von Schnee fällt hinab. Gewimmel beginnt zu bedecken dies weite Land. Bis alles, ja wirklich alles ruhig und verborgen liegt, unter einer Decke aus Schnee. Könnte man doch behaupten es wäre die Zeit und der Ort eines Massengrabs, denn kaum das es Winter wird rührt sich fast nichts mehr. So geschieht es das Menschen, Elfen, Halb-Elfen, Halblinge, Gnome, Zwerge, Orks, usw. lieber den Tag in der warmen behaglichen Hütte verbringen, sich mit einwenig Met begnügen und eine Unterhaltung genießen als sich von der Kälte auffressen zu lassen.
Und doch mit dem ersten Schnee regt sich wie jedes Jahr zu dieser Zeit etwas. Will eine Andacht erhalten, will wohl erinnern, eine Erinnerung aufkeimen lassen.

Ist es wirklich so? Oder ist dieses Wesen doch das erstemal unterwegs durch die schneebedeckten Berge, durch die verschneite Landschaft, welche an einem Traum erinnerte, fern ab der Wahrheit des Lebens?
Alleine und barfuß durch die klirrende, schneidene Kälte zog das gerademal 1.30m große Wesen. Schwarzes Haar zu kleinen Zöpfen, befästigt am kleinen ovalen Kopf. Der Ponny streichelt, im rauschenden Wind, die bleiche Stirn und zerrt quälend, wie ein scharfes Messer über die, in dünnem Stoff gesteckte, Haut. Füße gleiten über den Schnee hinweg, hinterlassen kleine Abdrücke eines Kindes und rote Flecken. Wie vergossene Tränen sahen die Flecke im weißen Glanz des Schnees aus.
In der rechten Hand besaß das Wesen wohl einen Gegenstand. Wer dies kleine Wesen einmal erblickte wusste was es hinter sich herzog wie einen kleinen Karren. Es war ein Bär, aus alten Lappen zusammen genäht. Ihm fehlte bereits das rechte Auge und sein linkes Ohr.


"Ein Kind?",werden wohl die meisten fragen
"Ein Kind!", werden sie rufen.

Ja ein Kind in weißen, dünnen Gewändern bewegt sich durch die Nacht und durch den Tag. Bewegt sich kaum bekleidet durch den immer näher kommenden Winter. Gar schreitet es diesem entgegen und hinterlässt auf dem Weg rote Spurren im Schnee.
Süßlicher Geruch des Blutes legt sich mit in die Luft hinein, hinterlässt den feinen beschwerlichen Duft des Eisens.
Große Augen sind es die zum Himmel hinauf blicken, nie auf den Weg sehen welcher noch vor einem lag. Nie zurück sich wendend um eine Vorstellung davon zu bekommen, was schon hinter einem sich befand. Die Farbe jener Augen, die wohl den grauen Himmel bestaunten, einwenig leidig diesen betrachteten, vielleicht aus einer Hoffnung heraus,waren schwarz wie die Nacht. Sie schienen Blind, denn Glang besaßen sie nicht. Ihre Lippen waren mit einer schwarzen Farbe überzogen, wohl Asche. Doch nur woher?

Und das Blut? Woher kam dieses? Etwa vom alten Bären, vom alten Begleite, dem alten Gefährten. Nein das nicht.
Es kam von ihren Gelenken. Ein Kind das vielleicht gerademal 9 Jahre alt hatte sollch eine Idee, sich die Adern aufzuschneiden, sich das Leben nehmen wollend?

Es gibt und gab so vieles das unergründet blieb und unergründet bleiben wird. Vielleicht, nur vielleicht wird man dieses kleine Mädchen danach fragen können.
Doch was spricht die Stimme der Vernunft leise da in das eigene Ohr?


"Nicht, halte dich fern. GEFAHR!!"

Gefahr? Das man nicht Lacht. Etwa vor einem Kind das sich eindeutig selbst verletzte?

Wer weiß es schon? Und doch am Ende wird sich alles Auflösen..

Vielleicht....
Vielleicht auch nichr!!


Derweilen betrat dies Kind bereits das erste mal die Lichtung und schon zogen eine Tiere fort, hinweg an einem anderen Ort.


Spürst du den kalten Wind über die Haut ziehen? Erkennst du das Herz kreischend schreien?
Warum nur? Warum ist alles so leise zu vernehmen? Warum höre ich diese Stimme nicht?
Ist es weil ich nicht Träume? Ist es etwa deswegen? Oder doch nur weil ich nicht zu hören vermag, nicht mehr hören möcht... Flüstert die Kleine und presst ihren Bären an sich. Er war zu Eis gefroren, doch es störte sie nicht. Die Schultern wurden schützend hinauf gezogen.

Ich möchte manchmal nach Hause, doch weiß ich nicht mehr wo diese Heimat liegt. Ich möchte weit ab von hier sein, und doch kann ich nicht gehen. Ziehe ständig meine kreise hier, beginne mich beim Gehen im kreise zu drehen. Ihre schwarzen Lippen küssen sanft das dreckige Fell des alten Wegbegleiters.

Vielleicht.. Ja vielleicht ist dies die Heimat und ich bin bereits schon blind und kann sie nie mehr sehen.. Nicht mehr wiedersehen.. Nie mehr erkennen!!!! Auf den Knien sinkt sie und schmiegt den Bären an sich während sie wohl zu trauern oder doch einfach nur nachzudenken scheint....

Geändert am 01.12.2003 um 16:12 Uhr von Bhejiu

Geändert am 01.12.2003 um 16:21 Uhr von Bhejiu
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