| "Autor" |
Von Pferdedieben, die sich als Gras verstecken... |
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geschrieben am: 14.12.2003 um 01:07 Uhr
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Es gibt Märchengestalten, die findet man nur in verstaubten Büchern - und das ist meistens auch gut so...
Aber da gab es auch andere, die man am liebsten auf vergilbte Seiten bannen wollte...
Nicht alle Sagenwesen finden sich in Bibliotheken, sondern ihre Geschichte wird von Generation zu Generation überliefert. Doch was passiert wenn die alten Legenden, die nicht immer von Heldentaten handeln, in Vergessenheit geraten, weil die Menschen sich nichts mehr erzählen?
...und da gab es zwei, denen gefiel dieser Gedanke gar nicht. Feen, so erzählte man sich ja schließlich, starben ja sogar wenn man nicht mehr an sie glaubte.
Das wollten die beiden Pixies, namentlich Crumbly und Gutrot, erst gar nicht ausprobieren.
Also mal von vorne: Was brauchte man so alles für ein Märchen?
Gewiss, erstmal die richtige Atmosphäre, die die beiden verquirlten Zauberwesen in der Nähe des Zauberwaldes fanden.
Diese bestand aus einem Sumpf, dessen Eingang dazu genutzt worden war die gefallenen keltischen Krieger zu ehren. Kein Grabräuber hatte es gewagt sich an den liegengelassenen Schilden, zerbrochenen Schwertern und den längst stumpfen Äxten zu bereichern. Zu mahnend sahen die gewaltigen Steinkreuze auf die letzte Ruhestätte hinab und die bleichen Nebelfinger wussten zu umgarnen was es wert war beschützt zu werden.
Der Sumpf selbst wusste keine andere Farbe aufzuweisen als vermodertes Grün und nur das Grau des Nebels schnitt sich gewaltsam durch das trügerische Gemälde.
Das es im Sumpf, besonders im Vorhof dazu, Gras gab (auch in dieser Jahreszeit vorhanden) konnte man ja noch verstehen... in größere Erklärungsnot kam man aber so sich das Gras auch bewegte. Der Wind natürlich, der die Nebel umherschickte. Wieso also auch nicht das Gras?
Aber - wie bei allen Birkengeistern! - legte man es sich zurecht, dass dieses Gras auch sprach?
"Tritt mich! Tritt mich!"
"Maul! Du alle verscheuchen! Schlimmer als Troll!"
"Du mich nennen Troll?"
"Nein, schlimmer als Troll!!"
"..."
Und wenn die herbe Wortgewalt doch ein frühes Ende fand, da ließ man Fäuste sprechen. Balgende Grasbüschel?... Wieder.. ähm... der Wind?!?
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.12.2003 um 01:08 Uhr
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Sollte sich doch ein genauer Beobachter finden, der nicht zurückschreckt wenn die nebeligen Hände seinen Nacken kraulen, dann würde er beim aufmerksamen Hinsehen erkennen, dass es weder Wind noch Gras war.
Es waren Pixies! Sag, du weißt nicht wie Pixies aussehen? Gut, deswegen waren die beiden ja auch hier.
Wesen, eine Unterarmlänge groß, von hagerer Gestalt und grünlicher Haut als habe der Sumpf sie geboren. Was weder Männchen noch Weibchen war, das trug auch keine Kleidung, war aber recht kreativ was die Hutauswahl anging.
Crumbly frönte dem neusten "Feen-schick" und trug deswegen einen Fingerhut, in knalligem Pink. Fingerhut, das wusste man, schadete bei gesunden Menschen doch dem Herzen. In diesem Falle schadete es auch den Augen. Das Haar Crumblys war von moosigem Grün und hatte die Beschaffenheit von Stroh.
Bei Gutrot war es auch nicht anders, aber er entschied sich doch lieber für die "elegantere" Variante und trug das Laubblatt auf dem Haupte wie es später Napoleon tun würde.
Diese Zwei balgten sich und stritten in einer Sprache, die keine war. Sie bestand aus grunzenden, krächzenden, lispelnden und -im Falle Crumblys- quietschigen Geräuschen.
Fakt war: Diese beiden Gegner schenkten sich nichts...
...dabei vergaßen sie, wie so oft, für den Augenblick ihre liebsten Beschäftigungen: Das Pferdestehlen um damit im Sumpf zu reiten (ihr versteht: großer Verschleiß!) oder sich als Gras zu tarnen um Wanderer in die Irre zu führen.
Diese Aufgaben vergaßen sie aber immer nur für kurz... zu kurz...
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