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~So rufet nach mir...~

Nutzer: Gast_Dante
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geschrieben am: 19.02.2004    um 23:33 Uhr   
Spürst du die Kälte...

Irgendwo tief in den Niederhöllen, ein Körper liegend geschunden und malträtiert...welch perverser Geist...

Wer ist es...

In einer Blutlache liegend..der größte Teil schon am Körper geronnen ist...nackt und kalt ist alles an dir...

Lebst du noch...

Langsam bewegen sich die Hände, suchen nach Halt, Fingernägel bersten bei dem Versuch sich festzuhalten, reißen und alles was man hört ist ein leises Stöhnen...

Was machst du da...

Langsam richtet sich der nackte Körper auf, tiefe klaffende Wunden offenbahren sich...

Doch der Blick...

Was siehst du...

Zitternd der Körper, ob vor Wut oder vor Kälte niemand wird es wohl wissen...das weiße Haar verklebt vom Blut und fettig, ungegerbtem Fell gleich sein Haupt ziehend...der Blick wandert, ist es Zorn in den grauen Pupillen...Langsam ballen sich die geschundenen Gliedmaßen zusammen...Die letzten Kraftreserven mobilisierend...schwer wiegt die Luft in seinen Lungen...einem alten Mann gleich...sich langsam voranschleppend...

Was hast du vor...

Doch den Stolz selbst im Angesicht des Todes nicht verlierend richtet er sich auf und murmelt Worte in einer alten dunklen Sprache...Die letzten Kräfte nutzend um von diesem Ort zu entfliehen...

In seinem Schädel nur noch ein Gedanke dröhnt und sich tief in sein Hirn brennt....RACHE...

An wem...

Alsbald ist er verschwunden...das Blut beginnt zu gefrieren und wird wohl ein stummer Zeuge dieses Denkwürdigen Ereignisses bleiben...

Doch wird er wiederkehren und an all denen Rache üben die ihn verraten und hintergangen haben....wartet doch nicht zu lange den auch euer Blut wird euch irgendwann ein letztes mal trösten...wenn ihr es gurgeld ausspuckt und mit ihm euren letzten Lebenshauch fliehen laßt...

Off: Neuer Char... -No Comment-, den Rest Inplay
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Nutzer: Gast_Dante
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geschrieben am: 25.02.2004    um 23:10 Uhr   
So schleift sich der ausgemergelte und von Wunden gezeichnete Körper schlurfend durch das Portal...

Spürt er doch langsam wie die Kälte der Niederhölle ihn verläßt und er die Wärme dieser Ebene langsam in sich aufnimmt...

In der Nähe sieht er einen kleinen Bach...langsames kleines Rinnsall...Quelle allen Lebens...doch allein der Anblick quält ihn... Leben was bedeutet schon Leben...bedeutet es das du lebst und wandelst dein Dasein fristet...ja...doch bedeutet es zu Fühlen oder gar zu empfinden...Nein

Zuvielen hast du vertraut und ihnen von dir erzählt..was bekammst du...Verrat Lüge Intrige...Niemandem wirklich kannst du vertrauen...Verstecke dich, solange du aungreifbar und schwach bist und schlage dann mit unerbitterlicher Wut zu...keiner soll deinen Zorn überleben...niemand....tanze in ihrem Blut und erfreue dich an ihren Todequalen....JA tu es....
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Nutzer: Ninive
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geschrieben am: 26.02.2004    um 20:41 Uhr   
etwas verlegen doch kurz offgelaber dazumüllt...sry>.< ich hab des net ganz verstanden...also find das ja scho ganz nett und würd auch einsteigen, aber ich hab kein Peil ob ich darf/kann/soll, oder ob du auf andre Chars wartest, die dich kennen...
wenn du nur ganz kurz beantworten könntest...dann lösch ich den post hier auch wieder...
sich leise verkrümelt^.^
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Nutzer: engelsleiche
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geschrieben am: 26.02.2004    um 22:40 Uhr   


[*traut sich einfach mal und steigt ein* soferns nicht passt bitte bescheid geben]

ein Zucken nur in weiter Ferne deutete einzig eine Reaktion der Engelsgestalt an, des Engels welches nie einer war und doch so sehr zu sein erhoffte. Es war, wie in diesen Tagen ihrem Geschmacke nach ein wenig zu haeufig, gewandelt worden; so verschmaelerten sich die menschengleichen und doch so totenfahlen Lippen als die trockenen Mundwinkel ihrerseits sich hinabziehen wollten. Still horchte ihr Herz in die Ferne... Doch war es wahrhaftig ein Herz? War sie in der Lage zu fuehlen oder schlug ein Stein in ihrer Brust? Einer dieser Klumpen, die es wussten jemanden hinabzuziehen, tiefer und tiefer in Abgruende, welche nicht gleich der Niederhoellen waren, sondern muehelos jenen trotzen konnten. Sie wagte gar keinen einzigen Sprung mehr, der ihr die Gewissheit haette bringen koennen, denn zu ueberwaeltigend war die Angst die sich ihrer bemaechtigte; eine Angst den Halt zu verlieren, das kleine Licht das stetig aus der Weite her hoehnend schien... Doch Angst... war sie nicht auch ein Gefuehl?...
Genug der Gedanken, welche sie immer wieder in einem strudelgleichen Sog von Gut und Boese rissen. So war sie doch gar nicht befaehigt zwischen diesen Extremen zu unterscheiden. Es sollte ihr alles gleich sein und auch dort bleiben von wo es gekommen war. Und trotz allem kam es eben, dass sie ihre nackten Fuessen Schritt fuer Schritt voreinander setzte um den Wissensdurst und die verhaengnisvolle Neugierde zu stillen. Ihre mueden Augen waren aller Ahnung zum Trotz weiterhin geoeffnet um zu erblicken was in ihrer boesen Vorahnung hergekommen war. Denn Angst, sollte es denn so etwas geben, spuerte sie in diesem Momente nicht ...
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Nutzer: Gast_Dante
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geschrieben am: 27.02.2004    um 00:06 Uhr   
So stand er in der Nähe des kleinen Rinnsalls, gedankenverloren und voller Zorn ward sein Blick...

Immernoch lief Blut aus seinen Klaffenden Wunden, überall an seinem Körper, doch spürte er es in diesem Moment nicht einzigst der Zorn behherschte ihn und sein Denken...

Doch spürte er auch die Kälte auf dieser Ebene, ein sachter Wind streifte seinen Körper, gar umschmeichelnd und tröstend...doch hatte er Nichts für dergleichen übrig...nicht in diesem Zustand...

Langsam und voller Unbehagen hebte und senkte sich seine Brust...

Lebe ich...?

Viel mehr vermochte sein Geist zu diesem Zeitpunkt nicht zu ergründen...

Langsam ließ er sich am Rande des Baches hernieder, leise ächzte er als sich beim Bücken die Wunden wieder öffen, bis er im kühlen Gras sich hinlegen und seinen Wunden etwas Ruhe gönnen konnte...

Gedanken...So viele Gedanken in seinem Kopf die ihn fast die Beherschung verlieren lassen, doch weiß er das er in diesem Zustand nicht dem Zorn in seinem Kopf genüge tun kann...er muß ruhen...das weiß er...doch untätig hier herumzuliegen steigert seine Wut ins Unermeßliche und so blicken seine grauen Pupillen zum Himmel, doch ist es nicht der Himmel den er sehen will...

Geändert am 27.02.2004 um 13:15 Uhr von Dante
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Nutzer: Xaelle
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geschrieben am: 27.02.2004    um 00:42 Uhr   
Ich bin das allsehende Auge, ich bin der Geruchssinn der alles riecht und die Ohren, die alles hören. Doch was bist du? Ein Wurm welcher sich vor Schmerzen am Boden windet? Ein Wesen was dennoch stark genug war alles zu überstehen?

Ruhig, als würde sie in dieser Ebene nicht existieren, steht sie an einem nahen Baume. Die Kleidung in einem blendenden weiß gehalten verdeckt die Kapuze ihr Antlitz vor unwürdige Blicke. An ihrer rechten Schulter ruht das Zeichen ihrer Macht – ihrer Schwäche. Die Sichel mit der schwarzen, mordenden Klinge. Eine prächtige Größe, überragt jenes wunderschöne Stück doch ihren Träger selbst noch um 15cm. Worauf wartet sie nur? Um das abdanken des Mannes dort am Seeufer? Um die Erlangung seiner Seele?
Oh nein! Sie ist nicht der Tod! Will es niemals sein! Doch sie liebte den unbekannten Meister so sehr, dass sie sich mit ihm identifizierte, dass sein wollte, was er ist.
Ein kühler Atemstoß verlässt die roséfarbenen Lippen des Wesens – tu’ etwas, Fremder – aber tu’ es gleich!




Geändert am 27.02.2004 um 00:51 Uhr von Xaelle
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Nutzer: engelsleiche
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geschrieben am: 27.02.2004    um 12:22 Uhr   
Schuechtern begann der Nebel, der schmeichelhaft alle Zeit um die nackten Beine des Wesens strich, sich zu senken. Fast schien es als wuerde er demuetig den Weg der Engelsgestalt saeumen, welche hochgewachsen schnelle Blicke umherschickte.
Sie spuerte den Boden unter ihren Fuessen, die gefrorene Haerte einer Kaelte die in diesen Tagen an diesem Orte vorherrschte und sie schien Gefallen daran zu erlangen. Nicht in allen Ebenen war die Welt so bestaendig und fest, vor allem nicht in jener, die sie ihre Heimat nannte.
So kam es dass auch sie muehelos das Unterholz durchbrach und in vorsichtigen Schritten in das Helle, das Licht des Tages trat. Wahrlich menschlich wirkten die kleinen Falten um die silbernen Augen ihrerseits als sie sich gezwungen sah, jene ob des ploetzlichen Lichteinfalls, zu verengen. Und trotz der schnellen Lichtaenderung erblickte sie rasch die Gestalt, welche auf der anderen Uferseite eines kleinen Baches verweilte und sah sich gezwungen an dem jetzigen Platze zu verharren. Stillschweigend, denn kein Laut kam ueber die totenfahlen Lippen, schickte sie ihr sanftes Augenmerk ueber das fliessende Wasser, denn was sie zu erblicken erhoffte, hatte sich vor einiger Zeit in dem Gras niedergelassen.
Sie selbst stand steif, einzig die grauen Schwingen, die es wussten ihren Ruecken schmeichelhaft zu zieren, wiegten sich im Einklang mit dem kuehlen Fruehjahrswind und gar das dunkle Haar taenzelte in langen Seidenfaeden mit der Melodie des frischen Windzuges. Ihr ausgemergelter Koerper ward versucht sich in grauen Gewaendern zu verstecken und einzig ihre duerren Beine erlaubten einen Blick auf die unmenschlich blasse Haut des Wesens.
Was war es, das ihre Augen erblickten? Und war sie tatsaechlich gewillt es herauszufinden?
Weiter harrte sie ohne Regung, denn eine Reaktion seinerseits war es nun, die sie erwartete...


Geändert am 27.02.2004 um 12:23 Uhr von engelsleiche

Geändert am 27.02.2004 um 12:24 Uhr von engelsleiche
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Nutzer: Gast_Dante
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geschrieben am: 27.02.2004    um 13:12 Uhr   
So verweilte er am Rande des Baches, das plätschern ließ ihn gar ein wenig entspannen, doch sollte auch der Schein trügen im inneren tobte seine Wut und nicht viel mehr als ein tiefes...

Nanóru....?

verließ seinen Mund, leicht hob er sein Haupt und blickte sich um, die grauen Pupillen, begannen langsam sich zu schwärzen und seine Iris verschwamm ein Nebelaufkommen gleich...bis das Grau wieder langsam einem düsteren Sonnenaufgang gleichgestellt langsam zurückkehrte...

Er hatte nicht den kleinsten Gedanken...nicht einen einzigen an seine Vergangenheit, doch wohnte auch die Logik in diesem Hirn voller Zorn und er wußte das nicht wirklich Gefahr ausgehen konnte...doch sollte auch nur das kleinste Zeichen eines Hasses in einem der beiden Gemüter sich abzeichen so würde mit dem was er hatte zuschlagen...nichtsahnend über seine eigentliche Existenz könnte dies wahrlich tödliche Konsequenzen nach sich ziehen... und abermals hebte sich der Brustkorb...dann blickte er beide kurz an, doch nur einem Windhauch gleich der eine Sonnenblume streift...dann blickte er wieder auf den Bach und sprach ruhig...


Hanásu bin sóku na, damo ánata naráu desu memei...

Ruhig lag sein Blick auf dem Rinnsall und er spürte langsam wie die Wunden sich schlossen...wie das Blut verkrustete und sein Körper langsam zu regenerien begann...

Oh ja arme Seele...wüßtest du nur wie viele male dein Körper dies bereits getan hat...WAS du getan hast...mit welcher Inbrunst du es genossen hast wenn das Blut deiner Gegner zu Boden tropfte und du sie spottend ausgelacht hast...doch nur um sie zu verwirrend und um ihrer Herr zu werden...wüßtest du nur um deine Gaben...doch all dies hat dich nur an einen Punkt gebracht...das auch Blut schmerzen verursachen kann...bald wirst du die Bilder sehen die dein Geist dir noch vorenthält und du wirst verstehn das du zu sühnen hast...und all die Freunde die dich und deinen Vater verraten haben, werden Ihre Schuld begleichen...
Ja tanze in ihrem Blut...Nimm die Rache an dich und zeige welch Scharfe Klinge sie besitzt...
Geändert am 27.02.2004 um 13:14 Uhr von Dante
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Nutzer: Xaelle
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geschrieben am: 27.02.2004    um 14:18 Uhr   
Oh, nein nein nein. Wunden heilen nur äußerlich, im Inneren bleibt der wahre Zwist zwischen Wahn und Realität bestehen - der Krieg der neuen und endenden Ära.

Die dürren, blassen Glieder der Finger umfassen das kühle Metall des Stabes ihrer Sichel und drücken es näher an ihrem verhüllten Körper. Nichts hat sie übersehen, weder den Fremden noch die Fremde dort auf der anderen Seite des Flusses. Doch ihr anfängliches Interesse schwindet mehr und mehr. Sie ist bei Wesen, für die sie nie etwas übrig hatte - schwache Wesen, welche sich verdeckt halten oder sich heilen. Schwache Seelen, die keine Schmerzen ertragen und kein Wort sprechen. Wie misslungene Ölgötzen, wartend, auf die Auflösung ihrer Existenz. Das Amusement steht ihr buchstäblich auf die feinen Zügen ihres Antlitz geschrieben, nein - sie will jenes Intermezzo nicht länger stören. Oder, was dies auch immer werden sollte.

So wendet sich die Unscheinbare ab. Als hellster Punkt in jener Lebenskette nie erblickt, schwindet sie als der Stern des Lebens.
Und leise, als würde ihre Stimme zwischen der Wahrheit und einer großen Lüge schweben, erklangen die Wörter die ihr Tun erklären sollten:

"Adiau, vi esenco."

Unbekannt diese Sprach' für manch ein Gehör, doch für sie die reine Normalität. In langsamer Drehung wendet sie sich dem tieferen Gebiet zu.
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Nutzer: engelsleiche
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geschrieben am: 28.02.2004    um 21:15 Uhr   
Ihre gegebene Befugnis Seelen zu erkennen und zu deuten kam keineswegs von ungefaehr und auch wenn viele sie um diese Faehigkeit beneiden wuerden, war sie selber geschaendet mit der Aufgabe, die ihr zuteil. Vielleicht war gerade die Angst vor Bloesse, vor dem Moment indem der Schleier fiel und sie sich selber offenbarte der wahre Grund fuer ihre Verschwiegenheit, denn keine einzige Person dieser Welt wusste um ihre wahre Existenz, auch wenn sie –vor allem fuer die Menschen- eine entscheidende Rolle spielte. Sie wusste um die Aufgewuehltheit des Wesens, das es wusste eine Sprache zu sprechen der sie selber nicht maechtig war, denn Gefuehle anderer zu erkennen, ohne gleiche zu spueren war ein weiteres ihrer vielen Laster. Doch zu deuten weshalb ein jemand fuehlen moege, hatte sie sich noch nie gewagt. Die Tatsache war entscheidend und nicht der Vorwand einer Gegenbenheit; das Hier und Jetzt und niemals das Vorhin...
Und so kam es dass auch ihr die kurzzeitige Anwesenheit eines weiteren Wesens nicht verborgen blieb, jedoch war das, was es fuer noetig hielt sich im Verborgenen zu halten noch nie ihr Interesse wert gewesen. Erblicken wuerde sie jene sowieso, ob frueher oder spaeter passierte alles Sterbliche ihren Weg mit mehr oder weniger großen Wohlwollen. Und so galt ihr Fokus einzig Dante...
Als fielen ihr die Schritte schwerer und schwerer gelangte die Engelsgestalt erneut in Bewegung, jedoch ein diesesmal schleppend, vorsichtig; ein unaufmerksamer Beobachter haette es womoeglich Schleichen genannt. Doch war es dies keineswegs, schleichen mussten nur diejenigen, welche etwas zu verbergen hatten, welche von Furcht getraenkt unentdeckt bleiben wollten. Sie indess war nie fuer das Verstecken, so hatte es schliesslich etwas Hinterhaeltiges, etwas das man wahrlich verwerflich nennen konnte. Muedigkeit war es, die sie beherrschte; nicht nur heute, sondern seit Anbeginn. Eine Traurigkeit, die dem Wissen entsprungen war, dass sich letztlich doch alles wiederholen wuerde: Leben und Tod... Leben und Tod... ein stetiges Wechselspiel, das einen beizeiten in wahre Resignation fallen lassen konnte.
Die schwarzen Pupillen ihrerseits verengten sich, sodass das Silberne der Regenbogenhaut fuer Sekunden zu strahlen begann; ein sanftes Glitzern, wie das eines Sternes, welcher von hoch oben hinabzuwinken versuchte, nicht hoehnend, sondern vielmehr freundlich einladend, sowie es sich fuer einen Hoffnungsstern wie sie gehoerte. Der traege Schritt klang ab und sie kam auf dem Ufer, kurz bevor das Wasser sanft und doch mit Gewalt hinabfloss, zum Stehen. Abschaetzend fiel der Blick auf die Wunden ihres Gegenuebers, welcher ,obgleich der Bach sie noch trennte, nur noch wenige Schritt von ihr entfernt war. Sie sah nur ungern Blut, denn es war doch etwas, das von Leben zeugte, etwas das sie nie besitzen wuerde, so sehr sie es sich auch erhoffen moege. Das Pulsieren der Adern, wenn das Herz in der Brust schneller zu schlagen begann... Welch Gefuehl es sein moege, wollte sie sich erst gar nicht erst vorstellen, denn sobald man ahnte wie wohlig schoen etwas sein konnte, wuerde man es sogleich vermissen... So fehlte es ihr an nichts. Es war einfacher zu existieren und die Einfachheit bestimmte sie...
Hilfe... Sollte sie jenem Fremden Hilfe anbieten? Oder es gar zunaechst bei einem Gruße belassen? Vielleicht auch nur einer knappen Geste, die eine Begrueßung andeuten konnte... Ja... Die Einfachheit bestimmte sie und so sandte sie ein Nicken dem Fremden entgegen, denn die Stimme als Erste zu erheben sah sie nicht als passend an. Vielmehr glich es ihr den sanften und dennoch bestimmten Blick nicht von der Gestalt abzuwenden, welcher in aller Zurueckhaltung auffordernd nach Worten seinerseits bat. So umklammerte ihre Rechte den Stab der Sense, dessen Schneide vermutlich als einzige Bedrohung von ihr ausgehen koennte, mit festem Griff, obgleich ihre duerren Finger den Anschein erwecken konnten nicht die Kraft zu besitzen eine solche Schwere zu tragen....



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