|
|
|
geschrieben am: 01.03.2004 um 18:05 Uhr
|
|
(*seufz* Hach, wenn das schon so herzzerreißend geschrieben ist, wie könnte ich da denn anders.. Auf ein Neues ;)
Es war soviel passiert. Wunden waren geheilt, aufgerissen worden, das selbe Spiel, welches das Leben schrieb. Das Leben ist eine Sandburg, die man in der Brandung baut...
Geschichten wurden geschrieben, vergessen um dann wieder neu erzählt zu werden.
Wollen wir diese Geschichte so enden lassen?
...Nicht so lange es die zwei Ruhelosen gibt, beide in bitterem Schmerz, der nur gemeinsam süßlich schmecken kann.
Es war eine Weile her, es ist viel geschehen. Der Musikant war geplagt worden von eigenen Dämonen, die seinem Spiel verfallen waren wie er selbst nur ein Sklave der Geige war. Aber das waren andere Zeiten, er ward vom Fluch erlöst worden ((auch wenn wir es nie zuende gespielt haben!!)) und es blieb nur eine Narbe, die von dem Wesen erzählte, dessen Wirt er gewesen war.
Das Leben hatte aufgehört ein Alptraum zu sein, nur um einem anderen zu weichen. Das Flüstern des Dämons hatte einem ganz anderen Geräusch nun Platz gemacht und einer neuen Bitterkeit.
Tick, tack, tick, tack. Wieso hatte der, der die blutige Unsterblichkeit gekostet hatte, nicht schon vorher die Uhr in seinem Inneren gehört? Sie raubte ihm den Schlaf, raubte ihm den Verstand. So lag er eine ganze Weile in seiner Hütte, im Moor der leisen Melodien, und sprach mit den Schatten an der Wand, die ihm auch nur erzählten, er sollte hinausgehen in die Welt, denn der Tag könnte was Gutes bringen. Er hörte ihnen nicht mehr zu, zweifelte an sich, an seinem Verstand, blieb so lange wach bis der Schlaf ihn niederstreckte, ein jedesmal aufs Neue. Tick, tack, tick, tack.
~Geh, geh hinaus in die Welt~ flüsterten die Schatten.
"Nein, draußen ist das Ticken so laut wie auch hier."
~Geh, geh hinaus in die Welt um zu suchen~
"Was soll ich noch suchen?"
~Geh, geh hinaus in die Welt um den Frieden zu suchen.~
"Ich glaube nicht an den Frieden, denn nie ist es gut. Wo soll ich den Frieden denn finden?"
~Geh, geh hinaus in die Welt um die zu suchen, die dir Frieden bringt~
"Wer? Wer sol das Ticken vertreiben können? Wer sollte mich ablenken von der Sicherheit des Todes?"
~Geh, geh hinaus in die Welt um die zu suchen, die dir Frieden bringt und deine Hilfe braucht~
"Wer? Wer braucht meine Hilfe?"
~Geh, geh hinaus in die Welt um die zu suchen, die dir Frieden bringt und deine Hilfe braucht, so wie du ihre gebraucht hast.~
..."Feraz!"...
Waffen besaß der Musikus keine, aber er nahm seine einzige Geliebte mit allein. Seine Geige, das schöne schlanke Instrument, das trug er im schwarzen Kasten stets auf dem Rücken. Der Wind zerrte an dem langen Mantel und dem inzwischen langem schwarzen Haar und es war ein Wunder dass der Hut ihm auf dem Kopf blieb.
Denn er hatte verstanden, was die Schatten ihm sagen wollten. Das Ticken würde nie vollends verschwinden, aber man würde es übertönen können. Übertönen mit dem Wispern einer bestimmten Person.
So, lauf, Musikus. Finde Feraz, finde deine Menschlichkeit, indem du eine menschliche Dummheit begehst... |
|
|
|
|