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~Der Tag an dem ich gezwungen wurde ein Gott zu sein~

Nutzer: Aramin
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geschrieben am: 09.04.2004    um 20:57 Uhr   
5 Tage war es jetzt her, dass der junge Sohn einer armen Familie die Schnappsidee hatte Abenteurer zu werden. Als der Rausch selbigen Schnappses tatsächlich wieder nachließ, befand er sich auch schon in den Bergen, in Begleitung eines Rucksackes, eines rostigen Schwertes und der oft gestellten Frage.

Wo zum neunmal pennenden Ratzinger bin ich hier???

Als er sich wenigstens vage erinnerte, was er eingepackt hatte und den Vorsatz hatte nie wieder Alkohol zu trinken, machte er sich auf den Rückweg. Ungeachtet der Tatsache das er sich vorher zurückschauend zu seinem Dorf gedreht hatte und sich jetzt, durch die erneute Wendung immer weiter entfernte...

Das Angrenzende Reich abseits des Niasarim Gebirges. Ein großes, kultiviertes, hoch religiöses Volk herrschte, lebte und wucherte hier. Man hätte nichts zu beanstanden gehabt, wäre da nicht ein Problem gewesen. All ihre hingebungsvolle Verehrung galt einer der bösartigsten Gottheiten, die man sich nur vorstellen konnte. So Bösartig, dass man die Viehherden zur Schlachtung einfach nur neben dem Tempel weiden lassen musste. Aber neben der einen oder anderen Annehmlichkeit brachte dieser Gott mehr als genug Probleme mit sich. Menschenopfer, hässliche Kinder, schlechtes Essen, und wofür man eine dunkle Gottheit noch alles verantwortlich machen konnte.

Glauben bedeutet Macht. Macht bedeutet Glauben. Einer der vielen Wege wie Götter in dieser Welt entstehen, besteht darin erdacht oder auch "erglaubt" zu werden. Die Dunkle Gottheit war ein perfektes Beispiel für manipulierte Religion. Sie überzeugte die Menschen von unsagbarer Grausamkeit, sorgte für Schlechtes Wetter und nutzte jede kleine Kathastrophe um sich auf einen Berg zu stellen und zu rufen:


"Ja das bin ich gewesen. Ich weiß nicht wieso, aber ich bins gewesen also gehorcht mit gefälligst!"

Und siehe, sie gehorchten. Sie gehorchten so streng und ernst wie es nur ihr Volk tun würde. Ihr Eifer brannte, und erweckte in der dunklen Gottheit nie geahnte Mächte. Wäre da nicht die kleine Untergruppe gewesen, die fest daran glaubte, dass irgendwann eine Gegengottheit auftauchen und ihn vernichten würde.
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Nutzer: Aramin
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geschrieben am: 09.04.2004    um 21:12 Uhr   
Nun begab es sich aber zu der Zeit, als das eigendlich Vollkommen sinnlose Ritual der Erinnerung die Volksscharen nahe des Tempels zusammenrottete. Der Gott selbst sollte erscheinen, und jene erwähnte Untergruppe glaubte fest, er wäre dann angreifbar für den der da kommen sollte. Eigendlich hatten sie Unrecht.

Leider war das Schicksal anderer Meinung und quetschte den Lauf der Dinge in die richtigen Bahnen..

Aramin hatte das Gebirge längst passiert. Endlich begriff er, dass er sich verlaufen hatte. Nein eigendlich befürchtete er es.

Das Ritual begann. Im düsteren, bösen Tempel standen Priester in Roten bösen Kutten und sahen mit bitter...konzentrierten Blicken auf den Altar. Roter Nebel wallte, Umrisse formten sich...

sie riefen im Chor


"Erscheine! Erscheine! Erscheine!"

Man hörte Schritte durch die Sphären hallen. Und ja, es waren BÖSE Schritte.

Die Menschenmasse wurde immer dichter. Aramin fragte sich wie er sich zwischen derart deprimiert dreinschauende Menschen verirrt hatte...aber irgendwas musste ja da sein oder? sie sprachen immer von "IHM" und wenn es ein "ER" gab der ein ganzes Volk beeindruckte würde "ER" sicher wissen in welche Richtung er gehen, oder auch fliehen musste. So schälte er sich nach und nach durch die Menschenmassen zum Tempel vor...

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Nutzer: Aramin
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geschrieben am: 09.04.2004    um 21:19 Uhr   
Und da geschah es. Der Dunkle Gott persönlich erschien im Saal. Die Luft füllte sich mit Schwefelgeruch. Die Priester rochen es und siehe, es war BÖSER Schwefel. Doch dann kam etwas womit niemand rechnete. Zumindest der Gott nicht, wohl aber einige seiner Gläubigen. Die Tür schwang auf. Ein 15 jahre alter Junge mit einem fürchterlichen Kater und einer Möchtegern Abenteurer Ausstatung stolperte in den Tempel. Hinter ihm fiel das Licht der Sonne ein und blendete den Gott. Die Sonnen beschienen, leuchtenden Umrisse des Jungen sorgten für den Nötigen Spezialeffekt. Da stand er nun. Aramin der unfreiwillie Erlöser und der Gott zerfiel zu Asche, als die Priester zu der Überzeugung kamen, dass das ja durchaus passieren könnte.

Sie warfen sich vor Aramin in den Staub und beteten. die Verwirrteste, frischgebackenste Gottheit des Universums an. Und siehe, er sprach:


Erm ...äh...ähr...erm...ähhh....also..äh..Mist.

Und die Priester warfen mit glühenden Eifer in den Augen ihre Fäuste in die Luft und riefen schallend:

ERMÄHRERMÄHALSOMIST!!!!!

Bald spürte er wie der Glaube dieser Menschen ihm macht verlieh. Ein neuer Gott war geboren. Oder auch in seine existenz gestolpert
Geändert am 09.04.2004 um 21:21 Uhr von Aramin
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Nutzer: Gast_Höllenstern
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geschrieben am: 09.04.2004    um 23:07 Uhr   

rofl! ich mag diesen stil. darum les ich auch pratchett so gern.
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Nutzer: Eolyth
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geschrieben am: 11.04.2004    um 15:23 Uhr   

((Aramin ich hoffe du weißt, dass ich dich für die bleibenden Lachfalten, meine Bauchkrämpfe und die verlorengegangen Haare meiner prachtvollen Königsfrisur verantwortlich mache!??))

Nein, mal ehrlich davon abgesehen, dass das kleine Geschichtchen komisch is(wie kommt man auf son' Scheiß???)!

Sollte uns das nicht zu Denken geben!?


~I'll entertain you, so come on and enjoy me, like I enjoy your money...honey...~
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"Autor"  
Nutzer: dye
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geschrieben am: 12.04.2004    um 03:06 Uhr   
Also da muss ich doch auch mal stellung nehmen und mich anschließen.
Der Stil ist klasse...gibs da mehr von?
*Respektvoll den Hut zieh*
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