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Gottes Werk und Teufels Beitrag (NA) |
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geschrieben am: 15.05.2004 um 19:48 Uhr
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tiefe Nacht in der Stadt die niemals schläft, wendet man sich vom Brodway ab, verlässt die Innenstadt, vergisst die Neonreklame, die blinkende Werbung an jeder Straßenecke, so verlässt man auch das Flair dieser Stadt; hier ist es ruhiger, gelassener aber auch gefährlicher. Das Prestige der Stadt scheint in diesen Breiten keinen Zugang zu erhalten, es ist noch keine arme Wohnsiedlung aber sicherlich eine am Scheideweg.
Der einst weiße Putz bröckelt in unförmigen Platten von den Backsteinwänden um sich als kleine Haufen kantiger Splitter in den windgeschützen Ecken der Häuserschluchten zu sammeln. Sicher tagsüber war auch hier das Leben präsent aber nicht Nachts, nein nicht Nachts, wenn die Sonne hinter den großen Wolkenkratzern verschwand, taten es ihr die Kinder und Frauen gleich. Vereinzelt konnte man sicherlich auch auf die Kolonnen von Männern treffen, die sich am Samstag Abend amüsieren wollten, und die umliegenden Pubs und Kneipen abzustotterten. Das hallende Motorengeräusch verschiedenster Kleinwagen dröhnte noch leise um die Häuserblocks, hin und wieder auch das kräftige Heulen eines LKW's ansonsten herrschte Ruhe, hier im dritten Bezirk.
Plötzlich ein gehetztes Schnaufen, dort im Schatten der verlassenen Fabrik, ein flüchtiger Schatten und eine menschliche Silouette, die sich für einen Moment nach vorne lehnt um auf die Straße zu blicken. Der Kopf im Halbdunkel verschwindet wieder und für einen Moment gönnt sich der Flüchtende einen Punkt der Ruhe, er schließt die Augen, hört sich selber atmen und dankt dem Herrgott, er war entkomm....;er würde den Satz niemals zuende denken, denn noch vor der letzten Silbe, kreischen Reifen auf dem erkalteten Asphalt und ein Minivan schießt um die Ecke am südlichen Ende der Fabrikanlage, die steten Frontscheinwerfer schlingern durch die Nacht, erhellen die gegenüberliegende Straße und springen auf die Gasse in der sich der Flüchtling befindet, die gelben Augen, weiten sich vor Schreck und die schlitzartigen Pupillen ziehen sich aufgrund der plötzlichen Helligkeit zusammen. Das Herz pumpe Adrenalin durch die Venen, der Atem wird wieder panisch und hastig und dann ist der schwarze Schatten wieder in der Gasse verschwunden, eine Katze miaut und das scheppernde Geräusch einer fallenden Mülltonne füllt die Gasse aus.
Schneller, schneller, noch ein Stück, sie dürfen ihn nicht kriegen, nicht nochmal ins Labor zurück und mit diesem Wunsch, diesem Flehen greifen die kräftigen Hände unter einem schmerzerfüllten Knurren an die Dielen und einen Pulsschlag später leuchten die Fronscheinwerfer des Minivans nur die leere Häuserschlucht aus und den hellbraunen Lattenzahn an, dahinter jedoch flüchtet die undeutliche Silouette tiefer in das weitläufe Gelände der Fabrik. |
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geschrieben am: 16.05.2004 um 11:37 Uhr
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Was man mit Geld alles bekommen kann? Alles, keine Frage und dabei ging es nicht um tote Ware sondern auch um Menschen die für ein paar gedruckte Papiere alles tuen würden und wenn man dieses hat, hat man auch seine Leute.
Das rascheln des Zeitungspapier der New Yorker Presse war das einizgste Geräusch in dem großem Raum das überhaupt zu vernehmen war und auch wenn die tiefbraunen Augen die aktuellen Artikel überflogen war sie gedanklich doch wo anders.
Gespannt war sie auf den Bericht ihres Läufers, es ist mehr als klar das in den Straßen New Yorks bei Nacht mehr zu erkennen und zu fassen war als in ein paar Wochen bei Tage. Es gibt hier so viele die für ein paar Scheine alles machen und so legte sie den Haufen des knitterigen Zeitungspapier auf den Tisch und wandte ihren Kopf leicht Richtung Fenster welches einen atemberaubenden Blick auf das Herz der Stadt freigab.
Die sonst so kalten Augen bekamen kurz einen stechenden Funken und einen stich von Neugier, was würde der gute Mann ihr morgen alles vorlegen?
Die Jagt nahe der verlassenen Fabrik auf alle Fälle da es wohl eher der Zufall wollte das bei diesem "Hunt" noch seine Person anwesend war, als stiller Beobachter.
Sie lehnte ihren Kopf an die Lehne des schwarzen mit Samt bezogenen und blickte an die dumpf beleuchtete wand... |
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geschrieben am: 16.05.2004 um 16:03 Uhr
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Ahhh verdammt....das Folgende ging in einer Folge von knurrenden Lauten unter; der Mann war, als er in einem Häusereingang verschwand, gegen eine weitere Tonne gelaufen und auch wenn sie nicht umfiel so ritzte er sich an der rostigen Kante den Oberschenkel auf und konnte dennoch nicht anhalten um sich zu versorgen, zu tief war die Angst wieder zurück in das Labor zu müssen.
Noch immer atmete der Mann schwer und gehetzt, und während er sich nun in der Halle umsah, erstaunlich obwohl es stockduster war konnte er perfekt sehen, ein Wunder das er gegen die Tonne gestoßen war. Doch schon wieder meldete sich sein zerschundener Körper zu Wort als der Schreck über die plötzlichen Verfolger wieder abklang; sein Rücken, er schmerzte fürchterlich und je mehr er sich aufzurichten versuchte um so schlimmer wurde die Pein, so daß er auch in diesem Moment mehr in der Hocke saß als wirklich stand, und auch wenn er lief war es ein vornübergebeugtes Springen und Hechten, tatsächlich bewegte er sich auf dem Vorderballen des Fußes vorran.
So arbeitete er sich tiefer in die Anlage voran und inmitten der Dunkelheit konnte er einen hellen Lichtstreifen ausmachen, an einer Stelle ziemlich in der Mitte der Halle war das Dach durch Regen und Abgase durchgerostet und ließ den Mond frei passieren; er trat näher heran denn unbedingt wollte er sich die runde weiße Scheibe ansehen, als er auch schon ins Licht trat und die gelben Schlitzaugen im Licht funkelten, dann war er auch schon wieder in den Schatten verschwunden. Das Letzte was das Mondlicht beschien war das Handgelenk mit der Ziffer "9" |
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geschrieben am: 16.05.2004 um 17:02 Uhr
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Das kam dem stillen Beobachter alles wie gerufen, für diese Daten würde es sicher noch einen saftigen Bonus geben das stand wohl außer Frage und so nahm er es auch auf sich dem Gejagten zu folgen soweit es ihm möglich war. Ab und an fuhr er sich über sein rauhes Kinn und hielt sich gekonnt bedeckt...
Das würde der Auftraggeberin sicher mehr als gefallen dessen war er sich sicher.. |
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