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Versammelt euch, Kinder des allmächtigen Wolfspaares |
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geschrieben am: 22.05.2004 um 12:15 Uhr
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Es war Nacht. Ein jener Frühlinsnächte die voll der feinen Düfte des nahenden Sommers war.
Hier und da ein Rascheln rings herum: Mal das "Schuhu" einer Eule mal das Fiepen einer Maus. Der Wald mit seinen Lebewesen kam nie zu Ruhe, ebenso wenig wie Gevatter Wind, der auch jetzt mit dem Fell der Goldpfote sein Spiel trieb: Es zärtlich durchstreifte und sich dann schließlich wieder auf den Weg machte, so wie er es seit eh und je gemacht hatte. Nacht für Nacht, tag für Tag.
Doch irgendetwas war anders...anders als all die anderen Nächte zu vor. Das Kind der Sonne lag wach, die grauen Augen gen Himmel gerichtet, die Sterne betrachtend. So stand sie in einem stillen Zwiegespräch mit den Eltern aler Wölfe: Wulv und Wulvin.
Sie dachte an das Gespräch von gestern zurück, das sie mit dem Sternenjäger geführt hatte. Und wie immer war die Frage aufgekommen "Wo sind sie nur?".
Man hatte ihr versichert die Zeit der Wölfe sei vorüber, so wie auch die Zeit der Drachen vergangnen war. Doch sie konnte und wollte sich nicht damit abfinden, die ewige Optimistin, der kleinen Sonnenstrahl.
So lag sie dort, auf einer kleinen Lichtung, auf einem Stein, dem noch ein wenig Wärme innwohnte, vom Tag gespeichert konnte er nun die Goldene mit einem Hauch unsichtbaren Sonnenlichts umfangen.
Der Mond wanderte über das Firmament stets von den blaigrauen Augensternen der Güldenen verfolgt und belächelt. So harrte sie aus...die Nacht verging, der neue Tag kam...die Unruhe blieb.
Hunger? Durst? Nein vorerst war ihr Körper frei von solchen Verlangen, nur sie Seele war rastlos, der Blick unstet.
Auf was wartete sie..oder besser gesagt auf wen?
Das Heulen, welches vielleicht eine Stune später erklingen mochte, war klar..und reicht weit..sehr weit. Von Gevatter Wind in alle vier Himmelsrichtungen getragen und von den Vögeln des Waldes aufgeregt bejubelt. Ein lauter Ruf, gefolgt von einem Stummen... einer leisen Bitte "Kommt zu mir... kommt zu mir der Wanderin...versammelt euch unter Wulvs Antlitz, bevor es vielleicht zu spät ist"
Die Ohren zuckten in jede Richtung, der Kopf leicht schräg gelgt wartete sie auf eine Antwort, sollte sie keine bekommen so war sie sich gewiss, dass jener der ihr sagte die Zeit der Wölfe wäre vorrüber, Recht behalten sollte. |
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geschrieben am: 24.05.2004 um 14:39 Uhr
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Sterne, klar am Himmel hängend, weisten ihr aufs Neue den Weg in die Freiheit außerhalb ihres Rudels. Hier hatte sie keine Verpflichtungen, zumindest keine die ihr gestellt worden waren. So spiegelte sich des Mondes Licht in ihrem weißen Fell wieder, wurde gebrochen und zurück geworfen an die Mutter der Nacht, welche hoch oben am Himmelszelt leis auf die Wölfin herablächelte.
Ihr samtiges Fell wurde von dem Winde eingenommen, um sich durch jene feinen Haare ein Weg schließlich wieder hinaus zubahnen und ihr das Gefühl der Kälte auflegte.
Zu jener Zeit ward sie alleine gesessen, auf einem großen Hügel, von welchem sie aus hinab auf das große Land vor ihr blicken konnte. Ihre Ohren spielten leicht ein Spiel mit dem Wind und so drangen die unterschiedliŽchsten Geräusche zu ihr und verflogen so schnell wie sie gekommen waren. Dabei war auch ein ihr vertrauter Klang gewesen, schien er fern und nur durch den Vater der Winde zu ihr gelangt zu sein. So hob die Sternentänzerin ihren Kopf und antwortete dem fremden Wesen auf ihre Art...ein tiefes Heulen wurde in die Nacht versendet.....ein Ruf voller Sehnsucht und Qual, und doch so voller Neugier und Erwartung.....AAAAaaaaaaaOOOOOOOoooooooooooooooUUUUUUUuuuuuuuuuuuu |
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geschrieben am: 24.05.2004 um 18:39 Uhr
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Die Goldpfote hob den Kopf, der inzwischen auf ihre Vorderpfoten gesunken war. Die durchwachte nacht forderte ihren Tribut von der nicht mehr allzu jungen Wölfin.
Das Ohr gespitzt, die Nase in den Wind gehoben lag sie da wie die Sphinx in Ägypten. Eine stille Wächterin.
So wie sie es einschätzen konnte, meldete sich da eine Schwester auf die höfliche Bitte der Goldenen.
Ein erneutes Heulen durchdrang die neblige Morgendämmerung als der Mond sich hinter den Tannen zur Ruhe legte und die Sonne, die leuchtende Mutter sich aus ihrem Schlafe erhob und sich vorsichtig einen Weg durch die Nebelschwaden bahnte.
Das Heulen- Eine Einladung? Vielleicht die Qual und die zarte Hoffnung zu teilen, zu teilen mit dem Kind der Sonne? |
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geschrieben am: 27.05.2004 um 13:00 Uhr
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| erneut drang jener Ruf an ihre Ohren, und so tappte sie aufgeregt von einer auf die andere Pfote; verwirrt und doch tief im Inneren erfüllt von Freude. Die Nacht hatte sie kaum geschlafen, doch immer wieder darüber entsinnt, was die Welt mit sich brachte. Und doch ward sie nicht müde gewesen, war dies doch kein Zufall, dass jener Ruf sie erreicht hatte. Ihre Augen schweiften über das Land... ein Guten Morgen wurde ausgesandt, an das Land weit um sie herum |
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geschrieben am: 27.05.2004 um 22:33 Uhr
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Man mag es Zufall oder Glück nennen dass die weiße in eben jener Nacht in den nahen Gebieten und nicht in ihrem Revier umherwandert , so dringt der Ruf an ihre Ohren..Diese spielen kurz im Wind , fangen das heulen der beiden Schwestern ein und so bildet sich ein stummes lächeln auf den Lefzen der Schneeweißen..Gute beobachter können stets erkennen wie die Mondstrahlen regelrecht von ihrem zierlichen Körper eingeatmet werden aber wen wundert es so seltsam wie sie wirkt ? Allein schon die Kette mit dem Mondanhänger..oder der weit verzweigte schwarze Blitz auf der rechten schulter der Fähe..Alles deutet eindeutig auf eine Lunaris hin aber die wenigsten werden diese Rasse wohl noch kennen und es ist wohl auch nicht von Bedeutung..Langsam , ruhig hebt die kaum dreijährige ihren Kopf leicht an , schließt die stechend gelben augen , legt die Ohren leicht an als sie antwortet..Kräftig , laut , lieblich..Man kann es gar mit einem gesang vergleichen , mit dem üblichen Gesang der Kinder der Nacht wie man die Wölfe doch so gerne bezeichnet..
~Luna mit euch , meine Schwestern..Sagt , was ruft ihr so verzweifelt ?~
gleichzeitig eine frage und die Bitte ihren weg fortzusetzen..Immerhin will man ja nicht ungefragt womöglich irgendwo eindringen..Nein aus dem Alter ist die Schneeweiße längst raus.. |
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geschrieben am: 28.05.2004 um 11:52 Uhr
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Abermals ruckte ihr Kopf in die Höhe, um auch den zweiten Artgenossen zu begrüßen. Und wieder erzitterte Mutter Natur als die Goldene ihren Ruf über Wald und Flur entsendete, auf der Suche nach anderen Bekannten oder Fremden.
Es war eine Einladung... Kummer und Sorgen, aber auch Freuden und Hoffnungen zu teilen, wie es sich für Brüder und Schwester gehörte. Geteiltes Leid ist nur halb so schlimm, sagten die Menschen nicht so? Und wahrscheinlich hatten sie damit auch Recht.
Die Goldene lag wie zuvor auf dem Stein der kleinen Lichtung, die Augen schienen in weite Ferne zu blicken, was mochte sie sehen- die Zukunft vielleicht? |
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geschrieben am: 28.05.2004 um 16:21 Uhr
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Jener zweite, eindringlicher und doch lieblicher Ruf schmiegte sich in ihre Ohren. Ihre blassen Augen sahen irgendwie erwartungsvoll in die Ferne vor ihr. Was würde da kommen? Was würde geschehen? Würde sie noch jemanden vernehmen?
Sie saß nun auf ihren Hinterläufen und ihr Körper bärste sich auf, der Kopf ging nach hinten und ein leises Winseln, welches anstieg, bis es zu einem weiteren, kräftigen Ruf anschwoll...
~Nicht die Verzweiflung ließ mich rufen, sondern Neugierde nach Liebe und Geborgenheit..~
Ihre Augen schimmerten bei jenen Lauten hell auf, gleich einem Eis, dass sich in ihnen brach. Sie schienen nicht weißt, nicht zu weit, als dass sie jene nicht hätte erreichen können....doch so verweilte sie, in stiller Einsamkeit auf dem Felsen...auf welchem sie gelegen hatte.... Wartete, bis die Stille des Augenblicks zerrisen wurde. Zerissen durch eine Antwort |
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