Auf den Beitrag: (ID: 20668) sind "0" Antworten eingegangen (Gelesen: 499 Mal).
"Autor"

Mysteriöse Ereignisse

Nutzer: Erzaehler
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 19.02.2004
Anzahl Nachrichten: 16

geschrieben am: 19.05.2004    um 16:00 Uhr   
Die Sonne geht langsam über den Hügeln des ewig grünen Tals, an dem das Dorf Desimar grenzt, auf und der Hahn in diesem Dorf eröffnet den Morgen mit seiner kräftigen Stimme. Die alte Witwe des ehemaligen Dorfältersten macht sich, wie jeden Morgen auf, ihren Neffen zu besuchen und ihn aus dem Bett werfen. Doch an diesem Morgen soll etwas anders sein. Die alte Frau marschiert über den noch stillen Dorfplatz zur kleinen, aus Lehm gebauten, Hütte und klopft an.
Der Junge war ja schon immer taub gewesen, dachte sie bei sich und öffnet langsam und vorsichtig die Tür. Sein Haus liegt ruhig vor. Nicht einmal die Kühe im überdachten Stall meldeten sich wie sonst. Ihr lief ein Schaudern über den Rücken und sie wusste nicht warum, aber irgendetwas war heute anders als sonst.
Geisterstille herrscht in diesem Haus. Auf Zehenspitzen bewegt sich die Alte in Richtung des Gemachs ihres Neffen. Seltsam das er die Tür dieses Zimmers aufgelassen hatte, dachte sie noch bei sich als sie die Tür langsam ein Stück mehr aufschiebt um in die drohende Dunkelheit hinein zu sehen. Vor den Fenstern hingen wie immer schwere Lichtundurchlässige Vorhänge, kein Wunder das der Junge bis in die Puppen schläft. Ihre Finger gleiten langsam zu einer Kommode um eine Kerze zu suchen und die dazu passenden Feuersteine. Ihre Augen gewöhnten sich rasch an die Dunkelheit und sie sieht bereits den schweren schwarzen Schatten am Boden. Mit zitternden Fingern beginnt sie die Steine gegeneinander zu schlagen. Immer höher schlagen dabei die Wogen ihrer Unruhe auf. Und als die Kerze entfacht wird schreit sie auf und fällt zurück. Die Kerze prallt auf den Boden und rollt langsam, noch erleuchtet, neben den schweren massigen Körper, bevor die Flamme im Blut erlischt.

Das ganze Dorf ist auf den Beinen um nach den Toten zu sehen. Jupp war sein Name gewesen. Jetzt war er nur noch ein verkrüppelter Toter, denn ihm fehlte das rechte Auge. Das Linke hatte man ihm, mit der neben ihm liegenden Schafsschere ausgestochen, sein rechtes wohl damit herausgeschnitten. Seine männlichen Weichteile hatte man ihm abgeschnitten und in den Mund hinein gelegt. Neben der Leiche fand man gemalte Zeichen die später von einem Weisen als einen Namen gelesen werden konnte.
Beldame stand neben den ehemals Lebenden geschrieben.
Die Dörfler kannten diesen Namen, denn vor 6 Monaten lebte eine rothaarige in Desimar die genau diesen Namen trug. Sie war eine dieser Weiber gewesen die sich Traumschlösser baute. Warum sie sich aber an ihrem Vetter vergriff verstanden sie nicht.

Noch am selben Tag meldeten Waldläufer, das ein schwarzer Obelisk im Wald auftaucht sei und ihn als düster und seltsam beschrieben. Der Obelisk wird angeblich von wandelnden Leichen bewacht. Hellseher sprachen sogar von etwas Bösem und sagten voraus das dieser Turm nichts gutes bringen wird.

Pfadfinder berichten das etwa eine halbe Tagesreise vom Zauberwald entfernt ein Dorf vollkommen zerstört wurde. Keiner der Bewohner hatte überlebt. Das Dorf sein ein einziger Schlachthof. Verstümmelte Leichen, ob Alt oder Jung, befinden sich dort. Sie vermuteten zunächst das es irgendwelche Banditen waren. Doch die angeblichen Banditen hatten nichts aus dem Dorf mitgenommen nur Leichen hinterlassen.

Welchen Schluss man daraus ziehen kann ist nicht abzusehen.
Die Hellseher behauten das das nicht das Ende, sonder der Anfang einer ganzen Mordserie, sei.

Geändert am 19.05.2004 um 16:06 Uhr von Erzaehler
  Top