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In stillem Gedenken - ein weiteres Grab

Nutzer: Proteus
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geschrieben am: 19.07.2004    um 12:48 Uhr   
Dort, auf jener Anhöhe aus deren Zentrum heraus sich einst die stolzen Mauern Thorrens gen Himmel erhoben, dort... wo man den einsamen Baum findet, dort... wo die Geister der Ahnen sich niedergelassen hatten, dort nur wenige Schritte zu gehen findet sich ein Grab. Liebevoll gepflegt. Zu lesen steht dort "In stillem Gedenken, Bruder Tschenka"

Doch nicht länger soll dies Grab allein an dieser Stätte sein. Ein weiteres Grab, kaum mehr als ein Hügel in der Landschaft. Gleich einem Buch, eine unbedeutende Geschichte erzählend die niemals jemand hören wollte, nun endlich zugeschlagen. Gleich einem Fehler im Leben wie im Sterben. Auch dort steht zu lesen. Keine Wünsche, kein Geleit. Nur ein Name.

Proteus.
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Nutzer: Sica.P.
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geschrieben am: 19.07.2004    um 16:41 Uhr   
schweigsam erscheint sie aus dem Schatten. Dieser Ort ist ihr fremd, doch hat ein Blick in die grünlich schimmernde Schale in dem düsteren Turm, den sie ihre Heimat nennt, ihr verraten, wie sie es finden wird. Völlig emotionslos starren rotbraunen, pupillenlose Augen auf das Grab. Trauer ist nicht ihr Gebiet, aber Gedenken wird sie ihm. So sieht man auch in der zierlichen weißen Hand der Fürsten eine schwarze Rose. Sehr langsam und andächtig lässt die Schöne die merkwürdige, tote Rose nieder. Das wunderschöne Anlitz erstarrt als sie kniet. Zwei bullige, verhüllte Gestalten flankieren zu ihrer Seite. Als sie sich aufrichtet, spricht sie leise. Dies war ein Freund von ihr... Ihre beiden riesigen Begleiter nicken mechanisch, dann treten sie einige Schritte zurück und warten. Die eisige Kriegerin erhebt noch einmal kaum hörbar ihre Stimme und haucht nun fast sehnsüchtig: Leb wohl, Proteus. Mögest du an dem Ort wo du jetzt bist Glück und Freude erfahren... Augenblicklich wendet sie sich ab und ihren Begleitern zu. Diese nicken erneut und zusammen verschwinden sie in dem trostlosen nichts, aus dem sie entsprungen sind...
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Nutzer: Khesaron
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geschrieben am: 19.07.2004    um 17:05 Uhr   
Ungläubig der Blick des Jungen als er auf die beiden Gräber zutritt. Der Körper möchte 12 Jahre zählen... der Geist jedoch noch soviele mehr. Das Erbe seines Vaters, das Erbe eines Wesens das einst geschaffen ward um zu töten, bot die Grundlage für sein schnelles, raumgreifendes Wachstum.

Vater?

Mehr vermag er nicht zu sagen. Still lässt er sich neben den Gräbern ins Gras sinken. Wo seine Mutter war, wusste er nicht. Aber wo sein Vater war... ja das war ihm nun klar.
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Nutzer: Tya
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geschrieben am: 19.07.2004    um 18:34 Uhr   
Sie verharrte nahe der Gräber dort im Schatten, stumm sah sie dort hin, man mochte gar sagen sie hielt Totenwache, denn sie ward gänzlich in schwarz eingehüllt und hielt ihren Schöpferstab mit der seltsamen Mondsichelartigen Spitze.

Suchte man in ihrem Gesicht nach Tränen, so suchte man vergebens. Und doch zeigte sie ihre Trauer um den einstigen Freund. Als der kleine Junge dort auftauchte, seufzte sie schwer, jedoch lautlos. Und wieder war einer gegangen. Wieviele noch? Was würde mit dem Jungen werden? Wer würde sich seiner annehmen?

Kurz schwingt sie im Schatten ihren Stab woraufhin ein seltsames Klingen zu hören ist und ein seltsamer, jedoch uralter Gesang wird vom Wind emporgehoben...
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Nutzer: LadyDeWinther
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geschrieben am: 20.07.2004    um 11:38 Uhr   
Langsaqm geht sie den gewundenen Pfad hinauf. Tief in ihrem inneren spürte sie dass da jemand fort war, der zu ihren besten und ältesten Freunden gehörte.
Behutsam um den Jungen der vor dem Grabe kniet nicht zu erschrecken, bewegt sie sich auf das Grab zu.
Mit einem traurigen Lächeln verharrt sie zuerst schweigsam neben den Jungen.
Dann erklingt hell ihre Stimme.

"Mögest du nun in Frieden ruhen mein Freund.
Möge dein Sein sich mit deinen Urahnen vereinen.
Mögest du wie alle deiner Sippe in die weiten des Universums eintauchen, um dort deine ewige Ruhe zu finden."
Vereinzelt rinnen ihr Tränen aus den Augen. Doch ein Lächeln umspielt ihre kirschroten Lippen. Sie sieht dann mit ihren giftgrünen Augen zu dem Jungen hinab.
Geändert am 21.07.2004 um 17:58 Uhr von LadyDeWinther
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Nutzer: Mendea
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geschrieben am: 20.07.2004    um 12:04 Uhr   
Sie weiß nicht, was sie hier her führte. Sie hatte einfach einen Fuß vor den anderen gesetzt und war schließlich an diesen Ort gelangt. Trauer lag in der Luft und war zum greifen nahe. Still verweilt die schlanke Gestalt ab von der Lichtung in den Schatten. Die grünen Augen fixieren nachdenklich das Grab.
Zu lange hatten sie sich nicht gesehen, nicht gesprochen, nicht mehr gelacht... Was war nur geschehen? Ein Seufzer entweicht den schmalen Lippen. Zu viel hatte sich verändert.
Ruhe in Frieden. Ich werde dich nicht vergessen.
Die Schattenläuferin schlägt die Augen nieder und zieht sich tiefer in den Schutz der Schatten zurück
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Nutzer: Khesaron
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geschrieben am: 20.07.2004    um 14:29 Uhr   
Keine Träne... nein nicht eine. Er war sicher das sein Vater ihn sehen würde und er wollte nicht das er seinen Sohn weinend vorfindet. Was sollte er nun tun? Wo sollte er hin? Er wusste es nicht. Er würde hier bleiben.
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Nutzer: ork
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geschrieben am: 21.07.2004    um 08:28 Uhr   
Aus dem Dunkel tritt ein Ork , ein grünes großes Monstrum das verächtlich auf das Grab herabblickt, seiner Umgebung keine Aufmerksamkeit schenkt, und einen Moment innehält bevor er wütend brüllt ; "Proteus soll der Tot ereilt haben , das ist mehr als unwarscheinlich , ich duchschritt die tiefsten Schluchten der Hölle und erklomm auch die unwirklichsten Berge und Proteus sah ich dort nie . Und ich kann mir beileibe nicht vorstellen das man diesen Mensch gewordenen Schlachtenzorn in den Himmel gelassen hat.Ein krankes Spiel das man hier zum besten gibt , und übel soll jene ereilen die sich davon einen Vorteil verprechen ." Wutschnaubend wendet sich der grüne Fleischberg vom Grab ab , hält aber dann inne, löst den reich verziehrten Bolter vom Gürtel und wirft ihn auf das Grab . "Das ist nur eine Leihgabe , also beweg deinen breiten Arsch ins Land der Lebenden und bring ihn mir bald zurück , ich häng an dem Ding ." Als er endlich diese Stätte verlässt härt man ihn noch in der Ferne fluchen;" Wieso sollte der Tod einen holen der ihm so unendlich viele Opfer brachte ? "
Geändert am 21.07.2004 um 08:29 Uhr von ork

Geändert am 21.07.2004 um 08:35 Uhr von ork
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Nutzer: Gast_Lunachild
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geschrieben am: 21.07.2004    um 11:39 Uhr   
langsam nur...so unendlich langsam, das leichenblasse gesicht, bar jeder vergangenen schönheit von trauer und schmerz durchzogen... dabei wusste sie nciht einmal, was sie hierhergeführt hatte.
dort hinten waren gräber....wesen standen herum und das eine schien noch frisch... wer mochte dort liegen?

als die einstige lichtfürstin dann den namen auf dem stein ließt, bricht sie zusammen. tränenüberströmt legt sie eine hand an den stein.

nein...proteus...das...kann nicht sein... nicht noch ein freund...warum...wa...rum?
zitternd senkt sie den kopf, die sonst leblos herabhängenden schwingen zucken schmerzvoll... es war nicht der erste freund, den sie verlor, doch er war ihr lieb und wichtig... hatte sie nun niemanden mehr?
dann bricht sie vollends zusammen, völlig kraftlos... hoffend auf eine baldige erlösung, um sie alle irgendwann wiederzusehen... um ihm zu sagen, dass es ihr leid tut, nicht genügend zeit für ihn zu haben...
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Nutzer: Aleriasona
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geschrieben am: 21.07.2004    um 14:16 Uhr   
Sie hörte von der Botschaft ,einige Waldläufer hatten gerüchte gehört und jene ,der hohen Lichten zugetragen,die sich daraufhin auf dem Weg machte um sich zu vergewissern ob es nunmehr wahr wäre,die schweren Hufen des Pegassen ,schlagen dumpf ,im Trab auf den Boden,kleine Staubwolken wirbeln auf ,bei jedem kraftvollen Schritt des Tieres.An dem Ort des letzten Friedens angekommen ,hält sie das Tier an und blickt auf den Frisch aufgeschütteten Hügel,sie hatte schon viele Tode gesehen ,doch jener Ihres Bruders traf wohl mindest ebensotief ,wie jener Tod von Cortanes,sie hatte viel erlebt in ihrem Leben,leid gesehen ohne das man jenes in Worte fassen könnte,leicht Weht die seidene Robe im zarten Windspiel,still blickt sie auf das Grab und ihre Gedanken schwelgen in der Vergangenheit ,glücklichere Zeiten,jedoch verzieht sich ihre Mimik nicht um das mindeste,keine Träne rinnt mehr ,dazu hatte sie zuviel schlechtes erlebt,zart gleitet die feingliedrige Hand über den muskulösen Hals des blau-schwarzen Pegassen ,der nervös Schnaubend auf der Stelle tänzelte,ob des Geruch des Todes der hier unangenehm weilte

So ist auch hier Gevatter Tode eingekehrt und hat mir wieder einen Teil genommen,das mir im Leben mehr wie wichtig war,Jedoch nicht nur mir, sondern auch dem Orden ein wichtiges Mitglied ,den keiner würde die Stelle des Mentors so ausfüllen ,wie du es einst getahn hast Bruder

leise wispernd die gesprochenen Worte,gemächlich lenkt sie das Tier von diesem Orte der Trauer fort,sie hatte hier nichtŽs mehr verloren,ein letzter Blick streift das Anwesen ,ehe sie sich vollständig abwendet,die Züge unverändert,nahezu Diplomatisch wirkend,sie Trauerte nicht mehr im Offenen,jedoch wie es in ihrem Herzen aussah ,das konnte wohl nur sie sagen,wärend sie davonritt ,knistert leise die Erde und Blutrote Rosen ,ranken ,einfassend um das Grab herum und verstömen ihre schweren lieblichen Duft,es war nun schon der Zweite in kurzer Zeit,den Blick zum Horizont gerichtet ,geht sie dem Wissen nach,das es nicht der Erste und der Letzte war ,um den die Trauern würde..,doch ein jedes mal,wenn einer ihrer Lieben starb,brach ein Teil von ihr ,und verging mit Ihnen

~Morituri et Salutan~
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Nutzer: Haramis
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geschrieben am: 07.08.2004    um 15:38 Uhr   
Es hatte vor Tagen begonnen. Dieses seltsame Gefühl, welches nun in ihr wohnte. Sie wusste nicht was geschehen war, doch das es schrecklich sein würde, dessen war sie sich bewußt. Sofort hatte sie sich auf die weite Reise begeben. Von dem Ort, an dem sie so viele glückliche Stunden mit Proteus verbracht hatte. Wohin sie gehen musste, hatte sie nicht gewusst und doch lenkten ihre Schritte sie nun zu diesem Ort. Doch je näher sie diesem Ort hier kam, desto stärker wurde der Schmerz in ihrem Herzen.

Sanft umspielte der Wind ihre Gestalt, so wie er es immer tat. Langsam trat die junge Frau aus dem Unterholz. Ihr Blick wanderte langsam umher bis er die Gräber und die Wesen davor fand. Für einen Moment blieb sie stehen. Kein Laut war zu hören, doch ihre Angst ließ den Wind, ihren Begleiter schweigen.

Nur langsam ging sie weiter, doch mit jedem Schritt den sie auf die Gräbe zu ging, schien es als würde ihr Herz langsamer schlagen. Jeder Schlag den es machte spürte sie wie einen Messerstich.

Leise trat sie hinter Khesaron und legte ihm die Hand auf die Schulter, fast als suche sie bei ihm halt. Noch immer weigerte sie sich das Grab zu sehen. Denn es durfte nicht sein. Es konnte nicht. Das war nie geschehen.

Wie betäubt stand sie einfach still da, die Hand auf der Schulter ihres Sohnes. Das Gesicht seltsam blass und ohne jede Regung. Es schien als sei sie nicht einmal richtig wach. Doch eines hat sich an ihr verändert. Eine silbergraue Strähne fiel in der sonst so hellen blonden Lockenpracht deutlich auf.
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Nutzer: Shadowpanther
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geschrieben am: 14.08.2004    um 12:09 Uhr   
*Fassungslos steht er vor dem Grab. Wieder war er für lange Zeit fort und wieder gibt es einen unglaublichen Verlust, als er zurückkehrt. Was war geschehen? Wer ist dafür verantwortlich?*

Wie immer bin ich zu spät, wenn ein Freund meine Hilfe hätte brauchen können. Lastet ein Fluch auf mir?

*Langsam neigt er den Kopf, ein letztes Mal den Freund grüßend.*

Die Dunkelheit hat dich eingeholt. Mögest du das Licht finden.

*langsam verlässt er die Stelle, wo einer seiner ältesten Freunde zur Ruhe gebettet ist.*
That, what can not kill me, should better be able to ran damn faster than me.
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Nutzer: ElfImion
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geschrieben am: 19.08.2004    um 16:43 Uhr   
lang, lang ist's her, daß jene kunde, voll von schmerz, voll vom leid jener erinnerungen, welche die letzten zu sein verdammt sind, einen weg zum albino gefunden hat, draußen in der verlorenen ewigen weite der welt, weit jenseits des waldes...
ein windflüstern in den zweigen, leises gemurmel der bäche, das klagelied einer totenamsel in irgendeinem wipfel... etwas war geschehen, was nie hätte geschehen dürfen.
so folgt er den zeichen, tag um tag, einem weg folgend, den er bis zum ende schreiten wird, unabhängig von der zeit, unabhängig von der strecke... bis er irgendwann ankommt, um zu sehen, was geschehen ist.

irgendwann ist jetzt.

langsam und lautlos schreitet er die anhöhe hinauf, gehüllt in seinen bodenlangen dunkelgrünen samtmantel, bogen und köcher am rücken, eine stofftasche an seiner seite, die hände in den weiten mantelärmeln verborgen vor dem körper zusammengeführt. ernst sind die blassen, hünschen züge,sein blick ist nach vorn gerichtet, doch ist das schimmern seiner hellroten augen verblasst, mit jedem schritt, der ihn näher zu jenem ort gebracht hat, nur noch ein ferner glanz; das lange, schneeweiße haar fällt glatt wie eh und je nach vorn über die schultern, sacht spielt der wind gelegentlich darin, lässt es in seidigen strähnen um den mantel wehen.
schritt für schritt, langsam und ruhig... fast müde wirkt es, tragend unter einer last, die immer schwerer wird, die last des erahnens, die zur erdrückenden gewißheit werden soll...
dann sieht er die gestalten, augenblicke später den grabstein, kommt zum stehen. diese frau... hellblonde locken, ihre statur, ja, er kennt sie, denn sie wurde ihm vorgestellt. haramis, proteus' gefährtin.
zweifel vergehen im schmerz.
der junge bei ihr... wohl sein sohn, ihn hat der albino nie kennengelernt. endlich schreitet er langsam weiter, ohne zögern jener letzten bestätigung entgegen, dem schmerz entgegen, hin zu den beiden, hin zum stein, hin zum grab. fragen im kopf, ohne antwort. schmerz in der seele, ohne regung der miene. trauer im herzen, ohne tränen.

lautlos tritt er an den beiden vorbei, blickt zu jenem grabstein, verharrt reglos. lesend. begreifend.
proteus.
nein.

proteus.

als würden seine beine die last auf seiner seele, die last dieses ortes nicht mehr tragen können, fällt er auf die knie, senkt den kopf auf die brust, sinkt geradezu in sich zusammen. ein trockenes schlucken, lange augenblicke später sieht er wieder auf, zu jenem namen auf jenem stein. leis, melodisch und ohne zittern erklingt seine stimme zum letzten mal zu seinem freund, der ihn nicht mehr hören kann, zu seinem namen.


...iama... weißt du noch?... was wir uns geschworen haben... der schwur ist gebrochen...
...vergib mir, wenn du kannst... ich kann es nicht...

langsam schiebt sich seine schlanke, rechte hand aus dem mantelärmel, die finger streichen behutsam über den stein, fahren den namen nach.

...möge deine seele ihren frieden finden... möge ihr vergönnt sein, was ihr im leben nicht gestattet war...

er greift in seine tasche, nimmt eine schneeweiße rosenblüte hervor und bettet sie auf dem hügel. dann erhebt er sich geschmeidig, geht langsam zu haramis und khesaron. seine hand legt sich sacht an haramis' schulter... was er empfindet, ist nicht einmal ein bruchteil von jenem schmerz, der nun in ihr brennen muß, das weiß er wohl. und doch kann er ihr nicht beistehen, nicht jetzt; noch ist seine suche nichgt vorbei. und sollte sie aufblicken, so so wird sie seinen blick empfangen, voll sanftmut und voll mitgefühl... und auch mit ein wenig hoffnung, die trotz dieses ortes nicht allzu falsch scheint. auch khesaron empfängt auf diese weise sein stilles beileid, sollte er ihn anblicken...

dann wendet sich der albino ab, zurück zu jener spur, die er zurückgelöassen hat, zurück zu seiner ewigen suche. zurück in die einsamkeit mit sich und dem schmerz seiner seele.
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Nutzer: Proteus
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geschrieben am: 19.08.2004    um 17:28 Uhr   
Der Vater... der Gefährte... der Waffenbruder... der Bruder... der Mentor... der Mitstreiter... der Freund... der Name... das Wesen. Fort. Und... und nichts davon sollte jemals wiederkehren.
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Nutzer: Haramis
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geschrieben am: 19.08.2004    um 20:55 Uhr   
Langsam glitt ihre Hand von der Schulter ihres Sohnes. Ihre Augen waren stumpf geworden. Jedes Leuchten, was sonst ihre Augen erstrahlen ließ, war gestorben. Noch immer war ihr Blick auf das Grab gerichtet. Doch war nicht sicher, was sie sah. Vielleicht sah sie jene glückliche Zeit, die schon so weit zurück zu liegen schien. Vielleicht sah sie aber auch ihre Angst vor genau diesem Tag. Denn sie wusste nicht wie es nun weiter gehen sollte. Ohne ihn. Ohne Proteus. Denn Proteus war die Liebe ihres Lebens. Nein er war viel mehr als das. Er war ihr Leben und es schmerzte sie, dass er ohne sie gegangen war.

Ganz langsam ging sie in die Knie und blieb vor seinem Grab gekauert sitzen. Sanft berührte ihre Hand den Sand und verharrte so auf seinem Grab.
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Nutzer: Proteus
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geschrieben am: 05.09.2004    um 02:57 Uhr   
Wieviel Zeit vergangen sein mag ist ungewiss... unsichtbar. Nicht aber die Änderug die sie mit sich brachte. Der Name... der Name auf dem zweiten Grab... er war einfach verschwunden.
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Nutzer: ork
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geschrieben am: 05.09.2004    um 22:58 Uhr   
ein zweites mal sucht ein grünes ungetüm diesen ort auf , betrachtet die gräber , nickt kurz und lächelt* "schon gleich viel besser soldat ... " zufrieden verlässt das wesen nach einiger zeit stillem innehaltens wieder diesen ort . "wer kämpft kann verlieren , wer nicht kämpft ist ein unwürdiger haufen grotze" sagt es vergnügt als es sich suchend auf den weg macht .
Geändert am 05.09.2004 um 22:59 Uhr von ork
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