Auf den Beitrag: (ID: 20755) sind "19" Antworten eingegangen (Gelesen: 676 Mal).
"Autor"

Die neugierige Wanderin

Nutzer: Lirel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.07.2004
Anzahl Nachrichten: 8

geschrieben am: 27.07.2004    um 20:01 Uhr   
Eine einfache Lichtung, in der Nähe des großen Treffpunkts des Zauberwalds. Ein ruhiger Ort, wohl noch unbekannt...
Dunkel braune Augen sehen sich interessiert um. Obwohl in ihr große Scheu vor fremden Orten vorherrscht betrachtet die junge Frau ihre Umgebung neugierig. Noch weiß sie nicht genau, wo sie sich befinden. Ihre Reisen führten sie nur durch Zufall an diesem Ort. So mancher Wanderer erzählte ihr bereits von fremden Orten und Wesen außerhalb ihrers Lagers und dennoch konnte sie sich bis heute nicht vorstellen, dass es andere Geschöpfe auf dieser Welt außer Menschen wie ihr und ihrer Familie oder den verstreut über das gesamte Waldgebiet ihrer Heimat lebenden Elben gab.
Vielleicht war ja gerade dies der Anlass für ihre Reise gewesen. Oder auch die Suche nach ihrer alten Freundin?
Sie selbst war sich im Moment darüber nicht im Gewissen. Das einzige was ihr völlig klar war, dieser Ort hatte etwas besonderes an sich. Ob sie hier wohl ihr fremde Wesen wie Zwerge oder sogar Feen aus den alten Kindermärchen traf?
Gespannt und gleichzeitig etwas ermüdet ließ sie sich ins Gras sinken.

Geändert am 27.07.2004 um 20:02 Uhr von Lirel

Geändert am 27.07.2004 um 20:08 Uhr von Lirel
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nebeltaenzerin
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.07.2004
Anzahl Nachrichten: 15

geschrieben am: 28.07.2004    um 10:20 Uhr   
Zwerge und Feen vielleicht nicht, Menschenmädchen. Was wäre aber mit geflügelten Elfen. Vielleicht sogar einer geflügelten, blauen Elfe? Würde das deinem Wissensdurst nach Neuem vorerst stillen, würde es dich zufriedenstellen, oder doch enttäuschen?

Die Baumwipfel wogten und die Blätter raschelten im Takt der Musik des Windes. Hatte jene Wanderin ein offenes Ohr und sollte sie nicht zu sehr mit ihren phantastischen Fantasien beschäftigt sein, würde sie vielleicht das glockenhelle Kichern vernehmen, das derweilen deutlich, derweilen verzerrt durch die Baumwipfel klang.
Ein blauer Blitz schien den Waldboden aufzuwirbeln, scheute Kaninchen und Waldmäuse auf. Beglietet wurde jener Blitz von einer Nebelschwade, die an ihm zu kleben schien, wie ein Schatten. Vielleicht war es ja sogar der Schatten?!
Das Kichern verstummte, die blauen Augen wurden aufgerissen, der Mund klappte auf und wieder zu. Huh, wer war das denn? Hatte sich die Ungeflügelte verlaufen? Bei diesem Gedanken stieg wieder der Drang zu Kichern in ihr hoch, doch sie unter drückte ihn.
Mal sehen wie aufmerksam jene Menschin war
  Top
"Autor"  
Nutzer: Lirel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.07.2004
Anzahl Nachrichten: 8

geschrieben am: 28.07.2004    um 19:31 Uhr   
Müde schließt sie die Augen, scheint sich jedoch stark auf ihre Umgebung zu konzentrieren. Selbst wenn ihre Sinne recht gut geschult waren, konnte sie sich nicht sicher sein, einfach nur einer Einbildung erlegen zu sein oder tatsächlich sehr leise jemanden kichern zu hören.
Erneut von der die bereits hierher gelenkten Neugierde getrieben öffnete sie vorsichtig die Augen. Nach einigen sekunden des bewegungslosen Verharrens, hatte siedoch bemerkt, dass etwas die Tiere aufgescheucht hatte, wagte sie sich genauer Umzusehen. Etwas ratlos ließen die dunklen augen ihren Blick schweifen. Da sie nicht wusste, was sie suchte, musste sie sich seufzendergeben, darauf wartend einem Menschen oder etwas ähnlich großem zu begegnen.
Sie wagte noch nicht einmal zu hoffen, es mit einem magischen Geschöpf zu tun zu haben und dachte viel mehr an einen Kinderstreich.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nebeltaenzerin
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.07.2004
Anzahl Nachrichten: 15

geschrieben am: 29.07.2004    um 10:32 Uhr   
Ein Kind? Nein Menschlein. Vielleicht die Seele eines Kindes : Rein und unschuldig. Aber groß bin ich und blau, wie der Sommerhimmel. Siehst du mich denn nicht stehen? Da, gleich hinter dem blühenden Flieder?

Und wahrhaftig, dort stand sie, zu ihrer vollen Größe von vielleicht einem Meter und 70, aber immer noch von dem blühenden Gesträuch verdeckt, in welchem fleißig die Bienen summten, ihrem Tagewerk nachzugehen.
Als der Blauen bewusst wurde, dass das Mädchen, sie unmöglich erkennen konnte, schob sie mit der Rechten das Geäst beiseite und streckte den Kopf, durch das so entstehende Loch.
Ihre langen Wimpern berührten die zarten Wangen, als sie wiederholt blinzelte, vom Sonnenlicht geblendet, in welchem ihre weißen Zähne zu strahlen begannen, als sie ihren Mund unverschämt aufriss. Ja, müde war sie. Die Nacht war so schön lau gewesen, da hatte sie nicht schlafen können. Sie hatte schon seit über einer Woche nicht mehr das Haupt auf ein Mooskissen gebettet, kein Wunder, dass sie jetzt müde wurde, als sich die Welt um sie zu beruhigen begann.
Wenn das Menschlein sie jetzt nicht entdeckte, würde sie die Blauelfe stark enttäuschen.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Lirel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.07.2004
Anzahl Nachrichten: 8

geschrieben am: 07.08.2004    um 16:33 Uhr   
Wache Augen schweifen umher, verwirrt. Doch mit einem Mal scheint sie das andere Wesen etdeckt zu haben. Fast ängstlich und dennoch mit großer Neugierde betrachtet sie die Fremde Sekunden lang.
Dann, ganz plötzlich, hellen sich ihre Gesichtszüge auf und sie lächelt die Elfe fröhlich wie ein kleines Kind an, dem man einen schönen Zauber vorgeführt hat. ein Lächeln umspiel die schmalen Lippen. noch imemr sagt sie kein Wort, was hätte sie der Fremden auchsagen können, deren sprache ihr wahrscheinlich unbekannt war...
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nebeltaenzerin
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.07.2004
Anzahl Nachrichten: 15

geschrieben am: 07.08.2004    um 17:41 Uhr   
Schön, dass du nicht verlernt hast zu Lächeln, Menschenmädchen. Viel zu viele haben dies im Laufe der Zeit getan. Zu ihrem Nachteil, doch dies bekamen sie erst zu spät zu spüren, wenn ihre Leben fast verwirkt sind

Als die Blaue bemerkte, dass sie nicht störte wurde ihr Lächeln noch ein wenig breiter und ihre Zähne blitzten weiß und strahlend in der blauen Umgebung auf.
Das Spinnweben feine Haar nahm ein paar Andenken in Form vonBlüten und Blättern mit, als sie sich aus dem Gebüsch befreite, doch die Elfe schien sich an dieser Haarpracht nicht zu stören. Schließlich waren diese Wesen sehr stark mit der Natur verbunden.
Ihre Schritte verursachten kein Rascheln und ihr blaues Kleid, das in keiner Art anmaßend geschnitten war, wie das mancher Menschenfrauen, wehte in einem nicht spührbarem Wind.
Was anfangs noch ein freundliches Lächeln war wurde nun schelmisch und die Elfe deutete eine geschickte Verbeugung an, wobei sie die Hände grüßend vor der Brust kreuzte...ohne Worte vorerst

Geändert am 07.08.2004 um 17:41 Uhr von Nebeltaenzerin
  Top
"Autor"  
Nutzer: Lejtis
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 03.08.2004
Anzahl Nachrichten: 3

geschrieben am: 07.08.2004    um 23:24 Uhr   
Durst. Es ist der Durst, der ihr wie eine tonnenschwere Last auf der Seele liegt. Es ist der Durst, der ihre nackten, schon von Dornen geschändeten Füße zu jener Lichtung führt. Spitze Eckzähne, so weiß und funkelnd wie die zarte Farbe einer Perle, schimmern ob des vorbeihuschenden Lichtstrahls auf. Beute. Sie kann sie regelrecht riechen, spüren. Ja, die Luft prickelt, so sehr ist sie darauf bedacht, der Wanderin zu folgen, selbstverständlich in der schützenden Schattenfinsternis der Bäume.

Ja, vielleicht kann sie bald die Last von ihren Schultern werfen und sich den unsichtbaren Handfesseln entreissen, wenn sie nur wenige Tropfen frischen Blutes auf ihrer himbeerroten Zunge schmeckt..
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nebeltaenzerin
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.07.2004
Anzahl Nachrichten: 15

geschrieben am: 08.08.2004    um 14:19 Uhr   
Böses, du wagst deine Schwinge bis hierher auszubreiten. Wagst es deinen Pest verbreitenden Atem bis hierher auszuhauchen. Hast du nicht schon genug Leid verursacht. Warum, bei allen Göttern die du alle schändetest, bleibst du nicht, dort wo du hingehörst? In die Tiefen der Hölle...

Die Blaue taumelte einige Schritte zurück, so las hätte ihr eine unsichtbare hand eine Ohrfeige versetzt. Ein Keuchen verriet, dassihr der Atem genommen wurde, von eben jener ohrfeigenden Hand, die sich nun um ihre Kehle legte und unerbärmlich zudrückte. Kalt es war kalt und mit jedem Schritt, welchen die Vampirin tat wurde es schlimmer. es war keine körperliche Kälte, die die elfe spührte, denn die mochte sie gewöhnt sein, es war viel mehr eine Erkaltung des Geistes, tausendmal schlimmer, als alles was die Menschin nur erahnen konnte.
Die blauen Augen waren weit aufgerissen und wie ein gehetztes Reh drehte sie den Kopf. Wo, wo nur? Wohin konnten sie fliehen. Das menschenmädchen stand nun unter ihrer Obhut

Geändert am 08.08.2004 um 14:19 Uhr von Nebeltaenzerin
  Top
"Autor"  
Nutzer: Lirel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.07.2004
Anzahl Nachrichten: 8

geschrieben am: 08.08.2004    um 15:30 Uhr   
Unwissen sieht sie die Fremde, an nicht wissend, dass dunkles naht, droht, sie zu verschlingen. Sehr wohl spürt sie in ihrem Innersten einen leisen Hauch von Furcht, doch lehrte man sie, nicht auf solch unbegründete Ängste zu hören.
Scheu, als habe sie die Befürchtung, sie selbst habe die schöne Elfe verschreckt, grüßt sie langsam mit einer höflichen Verbeugung, noch immer ruhig schweigend, den leisen Schatten, der droht ihr Herz klamm werden zu lassen, bewusst ignorierend.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nebeltaenzerin
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.07.2004
Anzahl Nachrichten: 15

geschrieben am: 08.08.2004    um 15:38 Uhr   
Ach, wäre auch ich so unschuldig und Rein im Sein wie du, Menschenmädchen.
Aber ich bin es nicht...viel lastet auf mir...viel Verantwortung...und nun auch die über dein Leben


Die wage Hoffnung, dass der Vampir vielleicht mit 'guten' Absichten zu ihnen kam, wurde mit einem höhnischen Schnitt aus ihrem Geist entfernt, doch sie fasste sich ein wenig.
Der Atem ging ruhiger, der Blick wurde milder und ihre Bewegungen wieder fließend wie der Wind selbst, nur die Kälte blieb und hielt sie auch weiterhin im Klammergriff gefangen.
Sie strich sich das Haar aus dem Gesicht und scheinbar auch die Angst, denn ihre Gesichtszüge glätteten sich und ihre Gedankengänge blieben hinter einer Fassade aus Eis verborgen.

Das die Vampirin gar nicht vor ihrer gleißend hellen Aura zurück schreckte, das war seltsam. Irgendetwas stimmte nicht, jedenfalls nicht ganz.

Dem Menschenmädchen wurde eine der zarten, filigranen Hände gereicht. Fordernd. Bittend. Ihr Vertrauen zu schenken.


Komm

War alles was gesagt werden musste

  Top
"Autor"  
Nutzer: Lejtis
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 03.08.2004
Anzahl Nachrichten: 3

geschrieben am: 08.08.2004    um 17:22 Uhr   
"Komm"? Ein gefährliches Wort. Sehr gefährlich. Genau dieses Wort könnte dem Menschenmädchen zum Verhängnis werden. Die junge, unscheinbare Frau senkt das Kinn, eisblaue Augen - zwei gefrorenen Ozeanen gleich - verkneifen sich zu schmalen Schlitzen. Schweigen. Stille. Eine sehr seltsame Stille, die sich so plötzlich ausbreitet. Diese Beute fleht nur danach, ausgesaugt zu werden.

Mit den spitzen Eckzähnen lächelnd tritt sie zurück in die Schatten, wird von ihnen verschlungen. Das, was sie sich gerade erhoffte, wird sie sich bald holen. Weg ist sie nun. So schnell und unauffällig wie sie kam..
  Top
"Autor"  
Nutzer: Lirel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.07.2004
Anzahl Nachrichten: 8

geschrieben am: 09.08.2004    um 13:26 Uhr   
Der Fremden abwechselnd in die Augen und wieder auf die ihr entgegengestreckte Hand sehen überlegt sie noch einen Moment. Sehr wohl hat sie gesehen, dass die Gesichtszüge der Elfe sich mit einem Mal bewusst verändert hatten. auch siewar ruhiger geworden.
Waren Elfen doch Wesen des Lichts und konnten sie nicht drohende Gefahr spüren, besser als die Menschen?

Mit einem zögerlichen Lächeln reicht sie ihr die warme Hand. Was konnte sie schon zu befürchten haben vor einem Schatten, den dieses wesen nun nicht mehr als gefährlich empfand. Ein leichtes Nicken als letzte Zustimmung. Solle die Elfe sie mitnehmen...
  Top
"Autor"  
Nutzer: Lejtis
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 03.08.2004
Anzahl Nachrichten: 3

geschrieben am: 09.08.2004    um 15:38 Uhr   
(Uups, da hab ich ja was falsch gelesen..lol.. pardon ;o))
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nebeltaenzerin
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.07.2004
Anzahl Nachrichten: 15

geschrieben am: 09.08.2004    um 16:29 Uhr   
(Hab ich mir fast gedacht ;)

Ich bringe dich fort von hier. Rein ist dieser Ort nun nicht mehr. Aber es gibt viele die es noch sind. So vertraue mir, mein Schützling

Die warme Hand wurde mit festem Griff umschlossen. Anders als bei der blauen Haut zu erwarten, war die Haut nicht kalt und leblos, nein. Sie war vielleicht einen deut kühler als die der Wanderin, aber Leben pulsierte deutlich in ihr.
So verband sich Elf mit Mensch zu einer Kette, wie es immer seltnere geschah.
Die Blaue schloss konzentriert die Augen, denn selten benutzte sie die Magie, die ihrem Stamme eigen war. Magie war für sie eine Notfalllösung, wie auch jetzt, viel lieber lief sie, als so zu reisen.
Kaum hatte sie die leisen Namen Mutter Naturs ausgesprochen kühlte ein leichter Wind die Luft auf der Lichtung und ein Wirbel von grünen Blättern umflog die beiden. Die Magie lag nun spührbar in der Luft, fast zum Greifen nah und doch weit entfernt.

Die Blätter segelten nach einem Augenschlag wieder friedlich zu Boden, der Wind hatte sich schlagartig gelegt, ebenso wie sich der Ort verwandelt hatte, auf dem sie sich befanden:
Die Füße wurden von seidigem Perlgras umschmeichelt und gestreichelt, wie die Haut von der Sonne, die durch das dichte Blätterdach schien und Lichtflecken auf den Boden zauberte.
Es war keine wirkliche Lichtung. Viel mehr war der Wald hier lichter. Die großen Eichen und Kastanien standen weit auseinander und spendeten trotzdem genug Schatten um der Luft einen kühlen Hauch zu verleihen.

Einen Moment lang noch barg Elfe die Hand des Mädchens mit einem festen aber sanften Druck in Ihrer, dann löste sie sich von dem Mädchen und sah sich mit einem freudigen Glitzern in den Augen um. Die Bäume säuselten, so als begrüßten sie die Elfe, die ihnen auf ihre Art schweigend antwortete. Fast schien es so als wäre die Gerettete vergessen.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Lirel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.07.2004
Anzahl Nachrichten: 8

geschrieben am: 09.08.2004    um 18:10 Uhr   
Vor erstaunen sind die dunklen Augen geweitet, weiß sie noch nicht einmal genau wie sie an diesen Ort kam. Fremd ist ihr diese Magie, vielleicht auch etwas unheimlich. Doch sicher ist das menschenkind sich, dass es sich um Elfenmagie handeln muss, welcher Art sie auch immer war.
Langsam, beinahe mit einer Art von Andacht bückt sie sich, betrachtet die Blätter, die wie in einem Kreis um sie herum verstreut liegen, doch wagt sie es nicht, diese zu berühren genauso wenig, wie ihren Stndort zuverlassen, nicht einmal einen Schritt zu tun.
Doch neugierig schweift ihr Blick zwischen den Baumkronen umher. Etwas beruhigendes scheint in diesem Ort zu leben, den Schatten, den sie noch immer verspürte aus ihrem Inneren zu lösen. Noch immer spürt sie in ihre Handfläche die Wärme der weichen Elfenhaut, glaubt sich von einer unsichtbaren Magie umgeben.
Fragend sieht sie nun die Elfe an, noch immer leicht gebückt richtet sie sich wieder auf. Beobachtet voll Faszination das fremde Wesen, hatte sie bis jetzt doch keine Gelegenheit ihre Helferin genauer zu betrachten. die blaue Haut scheint ihr so unnatürlich, sieht sie doch so kalt aus und ist dennoch herrlich warm.
Kein wort wagt es, ihre Lippen zu verlassen, um nichts in der Welt will sie die Schöne stören, die unendlich weit weg und doch so nah scheint. Also schweig sie, wartend. Denn jetzt hat sie Fragen, auf die die Fremde hoffentlich eine Antwort weiß, die die Neugierde des Menschenmädchens, auch wenn sie bereits dem Kindesalter entwachsen schien, befreidigten.
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nebeltaenzerin
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.07.2004
Anzahl Nachrichten: 15

geschrieben am: 09.08.2004    um 18:37 Uhr   
Hörst du sie, mein kleiner Spross der Menscheit? Hörst du, wie die Bäume reden? Sie erzählen, dass vieles passiert ist, seit die Elfen seltener werden, dass Mutter Natur gefährdet ist. Wir hatten eben großes Glück...doch... wie lange noch?

Müde strich sich die Blaue mit beiden Händen über das Gesicht und hinterließ eine Spur der Erschöpfung und Müdigkeit, die viel tiefer gingen, als dass ein oder zwei Stündchen Schlaf dies wieder gut gemacht hätten. Dabei war sie noch jung, so voller Energie, eben so, wie es sich für eine Elfe gehörte.
Eine Amsel stimmte in der nahen Eiche ihren Sommergesang an und viele andere folgten ihrem Beispiel, sodass die Stille der 'Lichtung' bald von einem lustigen Musizieren fortgefegt wurde. Und als wäre das ein Zeichen für die Blaue lächelte sie wieder und die Kraftlosigkeit wich Unternehmungslust. Die Lust, auf dem Boden und zwischen den Bäumen hindurch zu tanzen und Räder zu schlagen, kam in ihr auf.
Gerade hatte sie den ersten Schritt getan, als ihr ihre Begleiterin ins Auge fiel und sie ihr schuldbewusst ins gesicht sah. Sie hatte sie wirklich für einen Moment vergessen, so leichtfüßig war ihr Geist, doch nun wollte sie sich auf die Gerettete konzentrieren.
Diesen 'guten Vorsatz' begann sie mit einer einladenden Geste, die dem Mädchen bedeutete sich unter die große Kastanie zu ihrer Rechten zu setzten. Die Entscheidung, dieser Einladung Folge zu leisten wurde ihr abgenommen, denn die Blaue saß nach einem katzenhaften Sprung schon nahe dem Stamm auf dem weichen Moosbett und hatte es sich in einer Art Schneidersitz bequem gemacht, den Oberkörper matt an den Stamm gelehnt.
Worte würden folgen...wenn Lirel saß und das Gelebte weitesgehend realisiert hatte.

Geändert am 09.08.2004 um 18:38 Uhr von Nebeltaenzerin
  Top
"Autor"  
Nutzer: Lirel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.07.2004
Anzahl Nachrichten: 8

geschrieben am: 09.08.2004    um 18:41 Uhr   
Nickend ließ sie sich ohne Zögern neben der Elfe nieder, abwartend, noch immer neugierig die Umgebung musternd. Fremd waren ihr diese Gefilde genauso wie ihr das Geschehene geradezu unbegreiflich erschien. Gerne hätte sie die Nebeltaenzerin danach gefragt doch empfand sie es für besser noch immer zu warten. Was hätte sie schon fragen können.

Zu verwirrend noch scheint das geschehene, hat sie richtiger Magie doch noch nie so nahe beigewohnt, da die Elben ihrer Heimat ihre geheime Kunst stets im Stillen und vor den Menschen verborgen praktizieren. Das einige, das sie an bisher magischeskannte waren die kleinen Zaubertricks schäbiger Gaukler die sich damit ihr Geld verdienten. Doch hier schien weder Trick noch Illusion dahinter zu sein. Die Magie der fremden war wirklich und real.

Zögerlich öffnet sie die Lippen, wagt esaber nicht zu sprechen. In ihren Augen liegt deutlich sichtbar die drängensten Frage von allen. Wie hat siedas getan und wer war sie?
Geändert am 10.08.2004 um 11:30 Uhr von Lirel
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nebeltaenzerin
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.07.2004
Anzahl Nachrichten: 15

geschrieben am: 10.08.2004    um 14:40 Uhr   
Frage nur, mein Kind. Oder sehe ich gar bissig und unnahbar aus? Es gibt viele Dinge die sich nicht erklären lassen, aber ich werde mein mir Bestes geben um deinen Wissendurst zu stillen.

Ein amüsiertes Lächeln fegte über ihre blauen Gesichtszüge hinweg und in ihre Augen trat ein freudiges Glitzern. Sie war selbst die Neugierde in Person und konnte das Menschenmädchen so gut verstehen, ihr mussten tausende Fragen auf der Seele brennen, doch leider konnte immer nur eine zur Zeit über ihre Lippen. Da musse gut gewählt werden, auch die Zeit einer Elfe war begrenzt, wenn diese Zeit ziemlich viele Stunden bedeutete, dann hatte die Wanderin Glück, doch das würde sich noch früh genug herausstellen.
Der Tag war jung, 'noch' wohlgemerkt, und die Sonne liebkoste die langen Grashälmchen und erwärmte den Boden, sowie die Luft in der noch der frische Geruch des Morgentaus hing.
Die Elfe ließ die anderen noch ein bisschen zappeln, bevor sie letztendlich doch den Mund öffnete, um mit ihrer melodiösen Stimme Kund zu tun


Ich bin Sanyarin, die Nebeltaenzerin

Unumstürzlich war diese Aussage und rein gar nichts ließ Zweifel aufkommen, dass dem nicht so war. Konnten Wesen wie sie denn überhaupt lügen?
  Top
"Autor"  
Nutzer: Lirel
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 27.07.2004
Anzahl Nachrichten: 8

geschrieben am: 10.08.2004    um 22:18 Uhr   
Gar aufgeregt hörte sie der Elfe zu. Deren sanfte Stimme schien sie gänzlich in einen seltsamen Bann zu ziehen klangen diese einfachen Worte doch so vielversprechend. Sanyarin. Ein schöner Name, was auch immer er bedeuten mochte. mit einem Lächeln stellte sie fest, das der Name nur allzugut zu dem Wesen vor ihr zu passen schien.
Doch noch immer drückte eine weitere Frage, verlangte danach, ausgesprochen zu werden.


Sagt schöne Nebeltaenzerin, werte Lady Sanyarin, weshalb brachtet ihr mich hierher?

Viel mehr scheint hinter ihrer fast schon neckisch gesprochenen aber dennoch höflichen Frage zu stecken. Das warum wollte ein Antwort hören die ihr, obgleich sie sich völlig sicher war, dass dort etwas anderes gewesen sein musste weswegen Sanyarin sie hierher gebracht hatte, etwas über das dunkle Gefühl in ihrer Brust sagen konnte. Zweifel beschlichen sie mit der zeit jemehr sie ihre Gedanken wandern ließ. Hatte sie sich diese dunkle Ahnung doch nur eingebildet? Man würde sehen, wenn die schöne Blaue es für richtig hielt, ihr überhaupt Antwort zu geben, falls diese wusste, was hinter dieser dunklen Präsenz steckte...
Geändert am 11.08.2004 um 20:17 Uhr von Lirel
  Top
"Autor"  
Nutzer: Nebeltaenzerin
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.07.2004
Anzahl Nachrichten: 15

geschrieben am: 12.08.2004    um 14:43 Uhr   
Viele Gründe gibt es mein Kind. Einer davon mag sicherlich die Schönheit dieses Ortes sein, an dem deine Neugier auf Neues und Magisches noch eher gestillt werden kann, als an dem Ort des Grauens von dem wir kamen

Die Blaue legte den Kopf sinnend an den Stamm des Baumes und atmete genießend die frische Luft in ihre Lungen ein. Ein Schmunzeln gefolgt von einem Augenaufschlaf folgten. Das war die berühmte Neugier der Menschen, nicht wahr? Alles und jedes musste hinterfragt und durchleuchtet werden. Ein ungelöstes Problem, so hieß es, stellte für Menschen ein großes Problem dar, sodass ihnen keine Ruhe gegeben werden sollte, bis jenes gelöst war.
So bemühte sich die Elfe um eine ziemlich ehrlich und informative Antwort.


Es drohte Gefahr. Für mich, sowohl wie für dich Mensch. So lag es nah, dich mit mir zu nehmen.

Die Art und Weise wurde nicht erwähnt, denn auch die Nebeltänzerin war sich nicht sicher, ob es sich wirklich um einen Bluttrinker handelte.
Über ihnen in der Baumkrone raschelte es verdächtig und kurz darauf fegte, nahe der Blauen, ein braunes Fellbündel den Stamm hinab um im tiefen Gras unterzutauchen und den nächsten grünen Riesen zu erklimmen- ein Eichhörnchen, höchstwahrscheinlich. Und das war sie, die Idylle, die die Elfe an diesem Orte so schätzte
  Top