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"Autor"

Erinnerungen

Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 18.09.2004    um 21:25 Uhr   
wahr und greifbar kriecht der Nebel am frühen Morgen eines noch jungen Tages aus der Erde, leckt um die schmächtigen Stämme wenige Sommer alter Bäume und verschleiert den feuchten Waldboden mit Unsicht.

Es könnten Stunden sein, womöglich aber auch wenige Augenblicke. Die schmale junge Frau steht am Waldrand, noch geborgen in den letzten Reihen gewaltiger Eschen und Buchen, und blickt hinaus auf Feld und Flur.. und das kleine Dorf in unweiter Ferne.. als stünde sie dort seit Jahrzehnten.

Sekündlich zieht die kühle Feuchte des Morgens tiefer in die wollenen Stoffe. Die blonden Strähnen fallen klamm um das blasse Gesicht und einzig die gewittergrauen Augen wollen und wollen ihren Glanz nicht verlieren.

Womöglich wartet sie auf etwas. Womöglich denkt sie nach. Wer weiss das schon zu sagen.
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Nutzer: Lysiane
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geschrieben am: 19.09.2004    um 11:42 Uhr   
fröhlich pfeifend begrüßte sie den neuen, wenn auch klammen Tag mit einem Spaziergang durch ihre Gefilde. Eigentlich wollte sie nur ein wenig Holz suchen, doch sie war so fasziniert von dem vor ihr herkriechenden Nebel, dass sie die Zeit vergaß und den gewohnten Weg verließ. Es schien als ob sie mit dem Nebel spielte, tanzte, als ob sie den Nebel personifizieren würde. Doch als sie am Wegesrand angekommen war, ca 3 Schritt entfernt von jener Frau, und ihr Blick auf das Dorf fiel,hielt sie kurz inne. Sie hatte doch nicht etwa....? Um ihren Orientierungssinn war es noch nie gut bestellt, ihre violettfarbenden Augen starrten förmlich dieses Dorf an und das Glänzen in diesen wurde immer mehr und mehr,bis sich schließlich eine Träne aus ihren Augen verabschiedete.Sie seufzte und lehnte sich gegen eine Eiche, den Blick auf diese Frau gerichtet. Sie legte den Kopf leicht schief, ob sie wohl den Weg zurück wusste?! So verharrte ihr Blick, empathisch wie sie war fühlte sie wohl, das etwas nicht stimmte...
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Nutzer: Jalima
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geschrieben am: 20.09.2004    um 00:59 Uhr   
dass etwas nicht stimmte, entsprach nicht recht den Tatsachen. Vielmehr war all das, was geschehen war, geschah und geschehen sollte widerstandlos angenommen. Schlicht akzeptiert. Eine destruktive Form der Akzeptanz, die Ignoranz gleicht und es doch nicht ist.

Ein einsamer, sichtbarer Atemzug bewegt den Oberleib der jungen Frau. Die Arme fassen nach, schlingen sich neu in derselben Bewegung um den Körper und ungesehen sinkt der Blick der Erde zu.

Kein Laut durchdringt das vielstimmige Flüstern ringsum, der von den windgeblässten Lippen Jalimas käme.

Schließlich wendet sie recht unverhofft - und blickt der Fremden geradewegs ins Angesicht.
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