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~Herrschaft~

Nutzer: GabrielVanNight
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geschrieben am: 26.09.2004    um 13:04 Uhr   
Nacht. Stille, vom Sichelmond beschienene, kühle Herbstnacht.
Still und unscheinbar lag sie über der Grafschaft, gelegentlich nur unterbrochen vom dem unheimlichen Ruf einer Eule, oder dem tiefen, dumpfen Schlägen der alten Glocken im Kirchturm. Niemand der gutes im Sinn hatte, gehörte in dieser zeit auf die Straßen. Abgesehen vom Nachtwächter, der wie immer brav seine Runden drehte. Kein Licht schien mehr. Selbst die Fackeln, die man hier und dort an den Häuserwänden befestigt hatte, schienen ihren Schein kaum weit in die drohenden Schatten der dunklen Gassen werfen zu können.

Waren da nicht Schritte? Ein Tappen. Das sanfte aufsetzen eines Gehstocks auf dem Finsternis geschwärzten Gestein der Gasse. Eine Silouette zeichnete sich in der Schwärze ab. Unscheinbar und doch durchaus zu erkennen. Ein Umhang bewegt sich leicht im herbstlichen Nachwind. Als der Schein des Sichelmondes sich wieder hinter den Wolken hervorwagt, scheint sein Licht auf langes, weißes Haar das kaum noch die kalkweiße Farbe des Gesichtes übertrifft. Gabriel hatte lange gesucht, bis er jenen Ort fand an dem es günstig war. Er hatte beobachtet, wie die Menschen hungerten, gehört wie sie über den Herren der Grafschaft klagten und ihm die Pest an den Hals wünschten. Wie immer, würde er einen Wunsch gern erfüllen, sollte es sich für ihn lohnen. So streift er nun durch die dunklen Gassen, dem Schloss entgegen das am Ende der kleinen Stadt den drohenden Schatten zurück auf selbige wirft. Ja. Es hatte Stil. Es war der perfekte ort für ihn und vielleicht später auch für weitere.

In seinem Arbeitszimmer saß er nun, der verhasste Herr der Grafschaft. Ein Stapel Goldmünzen zur linken, eine Schreibfeder zur rechten und ein mageres Gesicht mit starren, stolzen Augen, beschienen im Zwielicht des Feuers. Der Kamin prasselte, untermalte das kritzeln, während seine Hand immer wieder die Feder in das Tintenfass tauchte, um weitere geschwungene Buchstaben über das Papier zu führen. Diese Zeilen würden wieder einige Tote bedeuten, aber selbst das war eine Frage der Routine. Vielmehr zeigte sich ein zufriedenes Lächeln auf seinen Lippen, dass die Schatten, die das feuer zu ihm herüberwarf zu einer grausamen Fratze verzerrten. Er war nur ein Mensch. Er nahm sich was er haben wollte. Vielleicht war er nicht einmal der bösartige Tyrann für den das Volk ihn hielt, aber das interessierte auch das Volk nicht. Er war nicht mehr oder weniger Mensch als jeder andere, und würde man einen Bauern aus dem Volk auf diesen Stuhl setzen, so sagte er sich, würde er wohl kaum anders handeln als er nun. Vorausgesetzt dieser niedere, schlammkriechende, läusebefallene Ackergräber könne überhaupt schreiben. Er ahnte nicht, dass sein eigener „untergebener“ Hauptmann anderer Ansicht war, und bereits sein Verderben zum Tor hereingelassen hatte.

Binnen Sekunden kroch plötzlich die Stille von draußen herein, dicht gefolgt von der nächtlichen Dunkelheit. Ein eisiger Windzug fuhr in den Raum ein, und der Kamin gab unter knisterndem Ächzen das Feuer auf. Als der Graf sich dessen gewahr wurde, was die nahende Dunkelheit verursachte, hob er den Kopf um zum Kamin herüber zu blicken. Doch so weit kam er nicht. Direkt vor ihm hatte sich eine schlanke Gestalt aufgebaut, die Arme verschränkt, einen Gehstock mit silbernen Knauf in der rechten hand, ein Umhang um den Schultern. Schneeweißes Haar, tiefblaue Augen und ebenmäßige, kreidebleiche Züge. Der Graf hob den Blick weiter und wurde sich gewahr, dass er einem Teufel mit Engelsgesicht in die Augen schaute. Gabriel räusperte sich.


Nun hochwohlgeborener Herr Graf, ihre Dienste an diesem Land werden nicht länger benötigt. Dürfte ich nun darum bitten, dass ihr unverzüglich euren Stuhl räumt und auf schnellstem Wege die Stadt verlasst?

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Nutzer: GabrielVanNight
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geschrieben am: 26.09.2004    um 13:04 Uhr   
Das musste ein schlechter Scherz sein. Führwahr ein Scherz! Ein trefflicher wohl vielleicht, aber immer noch ein schlechter. Der Graf versuchte es mit einem herzhaften Lachen, aber selbst eine ersaufende Ratte brachte überzeugendere laute zustande. Gabriel schüttelte nur dezent den Kopf. Warum war dieses Knochengestänge nur so schwer von Begriff? Schneller als jeder Gedanke saust eine Hand vor und drückt dem überrascht gurgelnden Grafen die Finger in die Kehle. Immerhin. Der Versuch zu lachen war beendet. Stattdessen krächzte er nun etwas, das erschreckend an das Wort „Wachen“ erinnerte. Ein sanftes Lächeln kroch über Gabriels Lippen

Ich fürchte sie sind allesamt beschäftigt. Sie werden weder eure Flucht, noch euer Ableben eines Blickes würdigen Mylord. Was wählt ihr nun?

Verletzter Stolz ist eine tückische Angelegenheit. Auch der Graf verspürte ihn nun zu stark um sich diesem Emporkömmling zu beugen. Wie kann eine heile Welt nur derart plötzlich in tausend Stücke springen. Keuchend presst er Worte hervor und wünschte sich einen Wimpernschlag später, sie wären ihm im zusammengepressten Halse stecken geblieben. Kalter Schweiß kroch ihm über den Rücken, perlte von seiner Stirn.

Fahr zur Hölle, Bastard!

Amüsiert wandert eine Braue des scheinjungen Mannes in die Höhe. Wie konnte ein einzelner Mann nur so unglaublich stur sein? Nun, so hatte er keine Wahl. Er wusste sich sogar zu freuen, dass es so enden würde

Gut. Das erspart mir die Sorge einer Abwehrgarde für eure eventuelle gewaltsame Rückkehr. Und was das fahren zur Hölle betrifft Ein grausiges Grinsen zerbricht die schöne Fassade des engelsgleichen Gesichtes. Die Stimme verzerrt zu einem Zischen

NACH EUCH MYLORD!!!

Nun war alles gesagt, was gesagt sein musste. Er hatte seine Chance gehabt. Jetzt aber, war es zu spät. Erneut riss Gabriel in einer schrecklich schnellen Bewegung die Arm vor, zog den Leib des zappelnden Grafen an sich heran um ihn mit einem verzückten Ausruf von sich zu schleudern. Die kalte Hand löste sich im Ruck von der gepeinigten Gurgel. Ein Aufschrei, ein Klirren als der Blaublüter durch das Fenster jagte um schrill kreischend auf der anderen Seite in die tiefe zu Stürzen. Knochen barsten, als sein Leib auf der Dachrinne Abprallte. Seine Seite riss in Fetzen, als er auf einer der Zinnen aufschlug und schlussendlich unten am Boden zerschellte. Das Blut kroch über den Boden und bereits einzelne Tropfen in der roten lache zeugten vom aufkommenden Regenschauer der sich über die herbstliche Nacht ergoss. Am Fenster stand er nun und betrachtete die Stadt. Seine Beute. Seine Blume die er pflegen würde, um ihr einzelne Blüten herauszureißen und verdorren zu lassen. Ein eisiges, aber durchaus zufriedenes Lächeln kriecht quälend über die bleichen Lippen.

Auf Nimmerwiedersehen
Â….MylordÂ….

Bald schon hatte er mit Hilfe der gekauften Garde die Grafschaft von seiner Herrschaft überzeugt und Graf Gabriel van Night schien tatsächlich mehr von Herrschaft zu verstehen, denn die sein land erblühte tatsächlich. Was kümmerten die Menschen schon die eigenartigen Vorkommnisse, wenn es plötzlich gut ging? Wer verspürte schon den Wunsch zu handeln, wenn er wusste, dass es vorher schlimmer gewesen war. Und so weinte niemand um die Menschen die er sich zu Dienern und Gefäßen machte. Nicht einmal, dass er seine Geschäfte fast ausschließlich nachts abwickelte, erregte kaum Aufsehen. Ein von ihm im Blute handgeschriebener Brief fand sehr bald an seine Mutter, seine Onkel und Tanten, seine Geschwister, Cousins und Cousinen die den Namen van Night trugen

Meine liebe, grausame, bittersüße Familie.

Denen die unzufrieden mit ihrem Unleben sein sollten, biete ich nun an mit mir an der Quelle frischen Blutes und williger Untertanen zu weilen.

Denen die ihre eigenen Reiche erbauen oder aus anderen Gründen kein Gefallen an einem solchen Unleben fänden, richte ich nun aus das sie in der Grafschaft zu Eulenmoor jederzeit willkommen sind.

Meine Forschungen in der Magie des Blutes schreiten fort, und ich wäre sicher fähig gegen die eine oder andere kleine Gegenleistung Hilfe in arkaner Form anzubieten. Für all jene die einen Grund brauchen, mich in meinem Schlosse zu beehren.

Besonders du, geliebte Mutter wirst mir jederzeit willkommen sein.

Hochachtungsvoll,
in tiefer Demut und Loyalität zu den Wegen unseres Blutes
Graf Gabriel van Night
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Nutzer: LailaVanNight
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Registriert seit: 23.04.2003
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geschrieben am: 26.09.2004    um 18:01 Uhr   
Stürmischer Herbstwind Zog Übers Land und trieb die Bunten Blätter der Baumriesen, die das Anwesen umgaben, bis hin zu dem Schwarzgepflasterten Schlosshof.
An den Klippen Preschte das Wasser Des nahe liegenden Ozeans Hinauf Und Unterspülte Zeitweilen einen teil Dieses Herrschaftsanwesen.

Noch Immer streiften Die Wachen Renors Hier umher und zogen ihre Runden, Seine Anubiter hatten Zeitweilen nichts anderes zu tun, seitdem der Herr des Hauses Ausgeflogen war und Seine Frau In jenem Schlosse Alleine zurück lies mit Ihrem Sohne, Marius.

Das schlagen von Hufen Auf Gestein Weckte Aufmerksamkeit drei Dieser Anubiter Und Mit Drohend Erhobenen Lanzen Hielten sie jenen Reiter der auf den Schlosshof heran Galoppierte, Auf. Der Schwarze Hengst des Reiters Scheute und warf jenen fast zu Boden, was aber nicht geschah.
Nach wenigen Wechselnden Worten der Vier unterschiedlichen Wesen, Setzte der Reiter, dessen Körper Von einem Baumwollenen Dunklen Mantel vor des Windeskälte geschützt wurde, ab Und Eilte in das Schloss, dessen Tore Geradewegs knarzend geöffnet Wurden, Was Voraussetzte das Jene Nachricht die er bei sich trug von oberster Wichtigkeit waren und zuvor Von Einem van Night mit einem Siegel versehen worden war. Da dies so war Wurde Der Reiter dann Von einem Anubiter Durch die Eingangshalle geführt, über den Weißen Marmor der den Boden Zierte, an den Kostbaren Wandteppichen vorbei, welche die Hohen Wände Schmückten, hin zum Salon, welcher offen stand und aus dem Streicher zu Hören waren, die Ihren melodischen klang Preis gaben und vermuten lies, das Die Herrin des Hauses, Laila Gabrielle van Night, hier zuweilen War.
Die Streicher setzten aus für wenige Minuten während Der Reiter In Ehrfurcht Diese Nachricht übergab und sie ein paar Worte Wechselten und Laila sich den erwarteten Brief durchlas.

Wie Damon, ihr geliebter Bruder ihr schon verkündete, das Gabriel, einen Brief an sie Senden Würde, und Ihr bereits von seinen taten in der Grafschaft Berichtete hatte, Beging sie eine der Todsünden, Sie war Stolz. Stolz auf Gabriel das jener es doch soweit brachte und Beschloss einen Brief Aufzusetzen, Als Antwort.
So Schritt jene Junge Frau, welche von einem Schwarzen Mieder das Ihre schlanke Taille Betonte und einem ebensolchen Rock, welcher genau wie das Mieder edel verziert war mit so manchen Stickereien, der auf dem Boden leicht schleifte, verhüllt wurde Zu einer Alten Kommode, Aus Ahorn. Von dort nahm man Sich Feder, Papier du ein Tintengläschen um jenen Brief In geschwungener Schrift zu Schreiben.


Mein geliebter Sohn,

Soeben erhielt ich dein, von meinem Bruder angekündigtes Schreiben, Las es Mit Stolz In meinem Toten Herzen.

Von Tiefsten Grunde Meiner Schwarzen Seele Möchte ich dich beglückwünschen, mein Sohn, und das Persönlich.
In Nicht absehbarer zeit, wirst du meine Wenigkeit vor dir stehen Sehen.

Damon, Dein Onkel, Allerdings wird nicht kommen können, er entschuldigt sich aufgrund dessen, da er Zurzeit verreisen Wollte.

Ich freue Mich Dich einmal Wieder zu sehen, Nach langer Zeit.

In Tiefer Liebe
Deine Mutter
Laila Gabrielle van Night

Das Papier wurde versiegelt mit wachs und dem Familienwappen, Die Schwarze Schlange Welche eine Rose UmgarnteÂ…
Wenig Später Wurde der Reiter Fort geschickt, Zu Gabriel, Ihrem geliebten Sohn. Ihn solle jene Nachricht so schnell wie möglich nur erreichen. Denn lange würde es Nicht dauern, Bis Laila, Dieses Schloss Verlies Um Zu ihrem Sohne zu gelangen…




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