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geschrieben am: 12.12.2004 um 12:46 Uhr
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---Damn, ich kann es irgendwie nicht glauben. Das ist mein Zimmer, mein eigener Raum. Ich muss ihn wirklich mit keinem teilen? Aber hey, mir fehlen meine Leute schon jetzt, vor allem TNTJack und Schorfi. Ich werd verrückt, Tapeten an der Wand, ein großes Fenster, ein Bett. Nicht so ne harte Baare und Filzdecke, sondern richtig mit Matratze und so. Mein Schrank? Vielleicht nicht größer als mein Spint damals,aber immerhin ist es meiner. Doch wenn ich hineinsehe... sehe ich nur meine alten abgetragenen Springer aus "alten" Zeiten.---
Ein Blick wurde zu der alten Reisetasche geworfen, die auf seinem Bett stand. Seine Kleidung wirkte abgetragen, muffig und alt. Ein Seitenblick galt seinen Stiefeln ehe es an der Tür klopfte. He? Da klopft jemand an? Normalerweise kommen seŽ doch einfach rein und gut ist.
Eine ältere Frau betrat das kleine Zimmer, das für Ric, denn so nannte er sich schon immer, ein kleines Reich war. In ihren Händen hielt sie die aktuelle New York Times sowie einen Schnellhefter. Fast liebevoll lächelte sie den heruntergekommmenen Kerl an,als er ihr die Zeitung reichte mit den Worten "Das ist heute noch, dein Blick in die Stadt, morgen wird es ein anderer sein". RicŽs Gesichtsausdruck war nicht zu deuten, als er das Blatt nahm und die Seiten studierte. Ja, man sollte es nicht glauben, aber er kann lesen und sogar schreiben!
Seine Sozialbetreuerin hingegen fing an ihm zu erzählen, was denn alles noch zu tun wäre, doch der ehemalige Knacki war grad mit etwas ganz anderem beschäftigt. Mit den paar Zeilen in dem sein Name vorkam!
"Eh Moment mal" warf er dann ein und deutete auf den kleinen Artikel. "Was...solln das?" und auch der Name des Autors entging ihm nicht, oder eher der Autorin. Die einzige Frau, die er nach 12 Jahren bisher gesehen hatte, war seine Betreuerin, die gut an die 60 war und neben ihm stand.
Ein bedrücktes Schweigen trat in den Raum, als Selina Barres, so hieß die alte Dame, bemerkte das Ric keinerlei Notiz von der Arbeitsagentur, der Sozialhilfe und den anderen Dingen nahm. Im Moment jedenfalls nicht
Gut, das war alles ein bisschen viel für den Kerl? Sie drückte ihm den Hefter in die Hand und eine Plastetüte. "Ric, ich war in der Apotheke wegen den Läusen, wasch dich bitte damit wir Morgen zum Sozialamt gehen können. Unten liegen auch Sachen für dich bereit, such dir einfach etwas heraus und ließ dir die Anträge druch, ja?".
Er blickte kurz an sich herab, eine karierte "Sitzpisser" Hose, ein vergrautes Poloshirt und eine Lederjacke, die wie seine Stiefel fast auseinanderfiel.
Nailea Morvind
Einen Namen, den er sich merken wird. Spätestens wenn er kapiert, wie das hier in der Stadt läuft, würde er die gute Dame mal aufsuchen wollen, schon allein wegen diesem Artikel.
Cedric Jordon Geändert am 12.12.2004 um 13:21 Uhr von CedricJordon |
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