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Die Dornen einer Rose

Nutzer: TysanNiskow
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geschrieben am: 27.03.2005    um 18:43 Uhr   
Es war nicht so, das es nicht der Wind war der die Nachricht als erstes erfuhr... und es war als brüste er sich dagegen auf, schrie seinen Unmut darüber in die Finsterniss der Nacht.

Er biss an der verriegelten Tür der kleinen Kapelle und schlug die dumpfe Glocke Sturm, in dem achteckigen Türmchen.
So tobte der seichte Sturm grollend um die Kapelle und riss an verriegelten Fensterläden, als könne er irgendeine Entscheidung rückgängig machen. Denn die Nacht wollte ihr schönstes Geheimniss nicht verlieren, nicht an eine andere Nacht.

Die Rosenprinzessin schlug zum letzten mal die himmelblauen Seelensterne auf und starrte wieder, in dieselbe leise Flamme in die sie schon die ganze Nacht gesehen hatte. Das Haar hatte sie ordentlich, perfekt bis ins letzte Detail hochgesteckt, in japanischen Knoten, verziert mit einer einzelnen, schwarzen Rose. Über dem Bordeauxrot des Reisekleides hatte sie den samtschwarzen Mantel gezogen, den Knopf bis zum kinn geschlossen, schliesslich zog sie, beinahe feierlich die Luft in die kalten, toten Lungen und legte eine behandschuhte Hand um die Flamme der Kerze, und mit einem geseufzten hauch toten Atems verlor die Flamme ihr Leben, wie sie ihres vor einiger Zeit, zum zweiten mal verlor.

Draussen stand die kleine, ebenholzfarbene Kutsche bereit und der Ghul sprach kein Wort als sie einstieg, er wusste wohin, weswegen und wozu. So schloss er die Tür hinter der Rosentochter, stieg auf den Bock und preschte die dunklen Pferde an, auf das das schönste Geheimniss der Nacht nicht wieder im Walde gesehen wurde.


Mein Freund

Nicht anders möchte ich dich bezeichnen, denn das bist du mir gewesen - mehr als andere in dunklen Nächten. Fühl dich nicht verlassen, noch verraten weil ich ohne ein Wort gehe. Verstehe mich - du weisst ich hatte es schon länger vor.
Letztlich verlasse ich nicht die Erde, Nur diesen Platz denn das Grauen das dieser Ort mit sich brachte ist selbst für die schwarze Seele einer schwarzen Rose zuviel.
Ich trage nicht nur zwei Tote in meinem Herzen, sondern Zwei Seelen, die ich selbst am letzten Tage nicht wiedersehen werde. Und jeder Baum, jeder Strauch erinnert mich an unsere gemeinsame Zeit.

Ich bin die letzte Rose aus unserem Haus, was nicht groß war, und nicht lange hielt. Das Savha yn Santhine steht nicht mehr, und die Seelen, die es zu dem machten was es ist, sind längst vergangen.

Ich wünsche dir Glück, Xadevier...
Und, ich danke dir.

In ehrlicher Freundschaft


Tysan Lee Niskow


Diesen Brief legte ein junges Mädchen zusammen mit einer dunklen Rose vor dem Treffpunkt der Sayid Nur ab.
Es fällt nicht schwer, zu leiden, es fällt nicht schwer, zu sterben, wenn man einen Sinn darin sieht.
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